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Orthoflaviviren wie das Dengue-Virus (DENV), das Japanische-Enzephalitis-Virus (JEV) und das West-Nil-Virus (WNV) stellen aufgrund ihrer zunehmenden Verbreitung und ihrer Fähigkeit, bei Menschen und Tieren schwere Erkrankungen zu verursachen, eine wachsende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Derzeit gibt es keine klinisch zugelassenen niedermolekularen Inhibitoren für die Behandlung von Flavivirus-Infektionen, sodass innovative therapeutische Ansätze dringend benötigt werden. Dieses Projekt zielt darauf ab, neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren, indem eine Kombination aus fortschrittlichen systembiologischen Methoden (Proteomik, Transkriptomik und Interaktomik) eingesetzt wird, um zelluläre Proteine zu identifizieren, die diese Viren benötigen, um menschliche Zellen zu infizieren und sich in ihnen zu vermehren. Mit diesem Ansatz hoffen wir, neue Schwachstellen der Viren zu identifizieren und neuartige, breit wirksame antivirale Inhibitoren für die Behandlung und Prävention von Arbovirus-Infektionen zu entwickeln.
WP1: Zielidentifizierung – Profilerstellung zellulärer Ziele verschiedener Orthoflaviviren in menschlichen Zellen unter Verwendung proteomischer Ansätze.
WP2: Zielauswahl und phänotypisches Screening – Bewertung der Replikation einer großen Gruppe pathogener Orthoflaviviren ohne identifizierte zelluläre Faktoren.
WP3: Umwidmung von Arzneimitteln und Wirkmechanismen – Testen bestehender oder neu entwickelter niedermolekularer Inhibitoren auf ihr antivirales Potenzial und Charakterisieren ihrer Relevanz für die Virusreplikation.
Diese Arbeitspakete ermöglichen es uns, neue zelluläre Ziele mit sub- oder panviralen Aktivitäten zu identifizieren und ihr therapeutisches Potenzial für die Behandlung von zirkulierenden und neu auftretenden Flaviviren beim Menschen zu bewerten.
E-Mail:
Telefon: +49 (0) 40 48051-330
Die Forschungsgruppe Systembiologie der Arboviren ist am Leibniz-Institut für Virologie (LIV) angesiedelt.