Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger/in

Die dreijährige Ausbildung zur/m Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder zur/m Gesundheits- und
Kinderkrankenpfleger/in bereitet die Auszubildenden darauf vor, Patienten in jedem Lebensabschnitt zu unterstützen, der durch Krankheit oder Behinderung ihre gewohnte Lebensführung beeinträchtigt. Die Pflegeausbildung wird durch das Krankenpflegegesetz von 2004 geregelt.

Ausbildung

  • Auszubildende der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
    Auszubildende der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

    Die UKE-Akademie für Bildung und Karriere am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bietet seit 2004 eine integrierte Pflegeausbildung an. Hier werden in den ersten 1,5 Jahren die Auszubildenden der Kranken- und (Kinder-)Krankenpflege im theoretischen Unterricht gemeinsam ausgebildet. Die Differenzierung der beiden Berufe erfolgt dann im zweiten Ausbildungsabschnitt.

    Die Pflegeausbildung gliedert sich in den theoretischen und praktischen Unterricht (2100 Stunden) sowie die praktische Ausbildung (2500 Stunden). Die Ausbildung ist in einem Block-system aufgebaut, hier wechselt sich der Lernort Schule (theoretischer und praktischer Unterricht) mit dem Lernort Praxis (praktische Ausbildung) ab. Der theoretische und praktische Unterricht findet in der UKE-Akademie für Bildung und Karriere des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf statt. Im Unterricht erfolgen Leistungskontrollen in Form von Klausuren sowie Lernerfolgskontrollen durch Referate und andere Formen von Präsentationen. Die praktische Ausbildung findet zum größten Teil am Universitätsklinikum statt. Vorgeschrieben sind aber auch Ausbildungsphasen in der ambulanten Pflege, geriatrischen Einrichtungen und Gesundheitszentren. Die praktische Ausbildung wird durch Mentoren und Praxisanleiter, die auf den ausbildenden Stationen tätig sind, sichergestellt. Zusätzlich wird die praktische Ausbildung durch die Lehrer begleitet. Dieses wird in Form von klinischen Unterrichten und Leistungskontrollen ausgeführt.

    Die Ausbildung endet mit einem staatlichen Examen im schriftlichen, mündlichen und praktischen Bereich.

  • Auszubildende auf Station
    Auszubildende auf Station

    Sie lernen und üben während der dreijährigen Ausbildung:

    • wie der menschliche Körper aufgebaut ist und funktioniert
    • welche Erkrankungen in den einzelnen Lebensabschnitten auftreten mit deren Ursachen und Symptomen
    • Patienten zu beobachten, zu überwachen und körperliche, seelische und soziale Veränderungen wahrzunehmen
    • Kinder, Erwachsene und alte Menschen bei der Körperpflege, bei der Nahrungsaufnahme und bei den Ausscheidungen zu unterstützen
    • Patienten und ihre Angehörigen in Lebenskrisen zu begleiten
    • professionell Beratungsgespräche zu führen
    • Gesundheit zu erhalten
    • Unterstützung zu leisten bei Diagnostik und Therapie
    • Pflegetechniken, wie z.B. Verbände anzulegen, Injektionen zu verabreichen etc.
    und erwerben in folgenden Wissensgrundlagen pflegerelevante Kenntnisse aus

    • der Gesundheits- und Kranken-/Kinderkrankenpflege sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften (Pflege, Pflegeforschung, Pflegewissenschaft)
    • der Naturwissenschaften und Medizin (Anatomie, Physiologie, allgemeine und spezielle Krankheitslehre, Erste Hilfe, Rehabilitation, Arzneimittellehre, Mikrobiologie, Ernährungslehre)
    • der Geistes- und Sozialwissenschaften (Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Sozialmedizin)
    • aus Recht, Wirtschaft und Politik (Krankenhausbetriebslehre, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde, EDV)

  • Auszubildende bei der Visite
    Auszubildende bei der Visite

    Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

    • Zentrum für Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin (Früh- und Neugeborenenstationen, Säuglingsstationen, Kinderonkologie, Kinderneurologie, Nephrologie und Hepatologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Intensivstation, Wöchnerinnenbereich, Kreißsaal)
    • Zentrum für Psychosoziale Medizin
    • Herzzentrum mit Kinderkardiologie
    • Altonaer Kinderkrankenhaus (Kinderchirurgie, Kinderorthopädie, Kinderchirurgischer OP, Kinderorthopädischer OP)
    • Ambulante Pflegeeinrichtungen
    • Geriatrie
    • Gesundheitszentren
    • Operationseinheiten
    • Rehabilitationseinheiten
    • sowie die Einsatzfelder der Gesundheits- und Krankenpflege
    Gesundheits- und Krankenpflege
    • Zentrum für Innere Medizin
    • Herzzentrum / Transplantationszentrum
    • Zentrum für Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin
    • Zentrum für Psychosoziale Medizin
    • Zentrum für Operative Medizin
    • Kopf- und Neurozentrum
    • Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
    • Zentrum für Anästhesiologie und Intensivmedizin und zentrale Notaufnahme
    • Neurozentrum
    • Zentrum für Radiologie und Endoskopie
    • Operationseinheiten
    • Ambulante Pflegeeinrichtungen
    • Geriatrie
    • Gesundheitszentren
    • Einsätze in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

  • Der Unterricht findet von Montag bis Freitag zwischen 8:00 -15:00 Uhr statt. In Ausnahmefällen kann der Unterricht auch bis 19:00 Uhr gehen. Während der praktischen Ausbildung arbeiten Sie im Schichtdienst auf den Stationen des Universitätsklinikums oder in externen Einrichtungen.

    Gültigkeit haben auch für Sie die Dienstzeiten, die auf den Dienstplänen der Ausbildungsbereiche aufgeführt sind.

    Während der Ausbildung sind die Urlaube weitgehend durch die Blockplanung vorgegeben, während der Probezeit wird üblicherweise kein Urlaub gewährt.

  • Um die Ausbildungen zu beginnen, sind an unserer Schule folgende Bedingungen zu erfüllen:

    a) Schulische Voraussetzungen:

    Der Gesetzgeber schreibt im Rahmen des Krankenpflegegesetzes (KrPflG) als schulische Voraussetzung mindestens Realschulabschluss (oder eine gleichwertige Ausbildung oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert oder eine nach dem Hauptschulabschluss oder einem gleichwertigen Abschluss abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung) vor. Für die Ausbildung sind gute Deutschkenntnisse erforderlich (mind. Level B 2).

    b) Mindestalter

    Ein Mindestalter von 17 Jahren muss zu Beginn der Ausbildung erreicht sein.

    c) Praktikum

    Gesundheits- und Krankenpflege: Voraussetzung ist ein mindestens zweiwöchiges Praktikum im Bereich der "Erwachsenenpflege".

    Gesundheits- und Kinderkrankenpflege: Voraussetzung ist ein mindestens zweiwöchiges Praktikum im Bereich der Kinderkrankenpflege (Kinderstation).

    Ziel des Praktikums ist es, einen realistischen Einblick in die Aufgaben und den Beruf zu gewinnen. Das Praktikum kann im stationären Bereich von Krankenhäusern oder Altenpflegeeinrichtungen, in der ambulanten Pflege oder in Behindertenwohneinrichtungen mit Pflege absolviert werden. (Nicht anerkannt sind Praktika in (integrativer) Kindertageseinrichtung, Arztpraxis, Rettungswagen oder ambulanten Hebammenpraxen.)

    • Freude am Umgang mit Menschen
    • hohe physische und psychische Belastbarkeit
    • mich in der Pflege auf alle Altersstufen einstellen können
    • mich auf Schichtdienst einstellen können
    • Einfühlungsvermögen
    • die Fähigkeit zu kommunizieren
    • die Fähigkeit im Team zu arbeiten
    • Flexibilität
    Informationen zur Bewerbung

  • Auszubildende in der Pflegeausbildung erhalten eine Ausbildungsvergütung,
    die nach den Ausbildungsjahren gestaffelt ist (vorläufig lt. Entgelttabelle für den Bereich TVAöD Pflege)

    1. Ausbildungsjahr: 1.090,69 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 1.152,07 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 1.253,38 Euro

  • Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, ein Zimmer/Appartement für die Dauer der Ausbildung zu mieten.

Schule

Im Team vor Ort
Im Team vor Ort

Die Kranken- und (Kinder-) Krankenpflegeausbildung am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Die Pflegeschule gehört heute zur UKE-Akademie. Die Unterrichtsräume befinden sich im Gebäude in der Kollaustraße nahe dem Klinikgelände. Die Pflegeausbildung am UKE bietet eine moderne Ausbildung an einem Hochleistungsklinikum mit sehr vielfältigen Arbeitsfeldern für die Pflege.

Handlungsorientierte Unterrichtsmethoden und zeitgemäße Ausbildungskonzepte zielen ab auf die Entwicklung komplexer beruflicher Handlungskompetenz und auf die Förderung der individuellen Schülerpersönlichkeit. Über die Ausbildung hinaus engagieren wir uns für die Anbahnung selbständigen lebenslangen Lernens und der weiteren Karriereplanung.

Qualitätsmerkmale der Ausbildung

Die UKE-Akademie für Bildung und Karriere des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ist gemeinsam mit dem Klinikum aktuell im Bereich Qualitätsmanagement zertifiziert nach der DIN EN ISO 9001. Hierbei überprüfen unabhängige, externe Auditoren regelmäßig anerkannte Qualitätskriterien sowie definierte Mindestanforderungen. Mit der Entscheidung für ein Qualitätsmanagementsystem und dessen konsequente Umsetzung sichern wir die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse und unserer Ausbildungsqualität. Dies zeigt sich in vielfältigen Aspekten wie:

  • Ein schuleigenes Curriculum für theoretische und fachpraktische Unterrichte schafft den Rahmen. Inhalte für ein Praxiscurriculum werden daraus abgeleitet.
  • Qualifizierte Pflegepädagogen und Lehrer für Pflegeberufe gestalten den Unterricht.
  • Die theoretische Ausbildung wird mit der praktischen Ausbildung in der Klinik verzahnt. Pflegepädagogen der Schule arbeiten nachweislich intensiv gemeinsam mit den Praxisanleitern und Mentoren der Klinik an der Qualität der Ausbildung.
  • Eine besondere Form des Lernens ermöglicht die sog. "Schulstation". Dabei wird eine Patientengruppe einer Station eigenständig von Auszubildenden im 3. Ausbildungsjahr pflegerisch versorgt. Praxisanleiter und Mentoren begleiten und beraten im Hintergrund.
  • Die Praxiseinsätze finden in vielfältigen Arbeitsbereichen der Pflege statt. Ein Praxiseinsatz in einem Wunschbereich ermöglicht eine persönliche berufliche Zukunftsorientierung.
  • Es gibt abgestimmte Beurteilungskonzepte für die theoretische und fachpraktische Ausbildung, die der individuellen Förderung dienen.
  • Für nebenberufliche Dozenten gibt es pädagogische Qualifizierungsangebote.
  • Auszubildende geben regelmäßig Einschätzungen ab zur Bewertung der Ausbildungsqualität in Form von Unterrichtsbewertungen (Evaluation von Blockunterrichten).

Beruf

  • Auszubildende
    Auszubildende
    Unterricht Pflege
    Unterricht Pflege

    Pflege hat zuerst den Menschen mit seinen alltäglichen Aktivitäten im Blick und führt als Mitglied des therapeutischen Teams folgende Aufgaben eigenverantwortlich aus:

    • Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege
    • Evaluation der Pflege, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
    • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen
      und ihrer Bezugspersonen in der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit
    • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen des Arztes
    im Rahmen der Mitwirkung:

    • eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen
    • Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation
    • Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen

    Pflegende arbeiten interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammen und entwickeln dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen. Pflegende sind in Krankenhäusern, Kur- und Rehabilitationskliniken, aber auch im außerklinischen Bereich tätig. Arbeitsfelder finden sich vermehrt in der ambulanten Pflege, in Beratungsstellen, bei den Krankenkassen, in Sanitätshäusern und Gesundheitsämtern.

  • Es gibt immer mehr Menschen, die Pflege benötigen, da einerseits die Menschen älter werden und anderseits die Bereitschaft der Angehörigen, zu Hause zu pflegen, sinkt. Es besteht schon heute ein großer Mangel an Pflegekräften. Angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland dürfen Pflegekräfte auf lange Sicht mit guten Berufsaussichten rechnen. Insbesondere gilt dies für hochqualifizierte Pflegekräfte, ggf. mit einer zusätzlichen Spezialisierung oder Weiterbildung.

  • Nach der Grundausbildung gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich durch ein Studium oder eine Weiterbildung weiter zu qualifizieren.

    • Fachkrankenschwester/-pfleger für Anästhesie- und Intensivpflege
    • Fachkrankenschwester/-pfleger für den Operationsdienst
    • Fachweiterbildung onkologische Pflege
    • Leitung einer Station oder Funktionseinheit
    • Praxisanleiterqualifikation
    • Mentor für Praxisanleitung
    • Hygienementor
    • Schmerzmentor

  • Weiterqualifizierende Studiengänge sind z.B.

    • der Pflegewissenschaft
    • der Pflegepädagogik
    • des Pflegemanagements

Bewerbung

  • Bewerbung
  • Die schriftliche Bewerbung (per Post oder online) soll aus folgenden Unterlagen bestehen:

    • Anschreiben
    • tabellarischer Lebenslauf
    • Schulabschlusszeugnis (Kopie)
      Sofern das Schulabschlusszeugnis noch nicht vorgelegt werden kann, ist vorläufig das letzte Versetzungszeugnis einzureichen und das Abschlusszeugnis später nachzureichen.
      Bei ausländischen Bewerber/innen muss die Anerkennung des Schulabschlusses durch deutsche Schulbehörden einschließlich Übersetzung vorliegen, sowie den Nachweis eines Deutsch-Kurs der Stufe B2.
    • Praktikumsbescheinigung über ein absolviertes mindestens zweiwöchiges Pflegepraktikum.
    • Für die Kinderkrankenpflege benötigen wir eine Praktikumsbescheinigung über ein absolviertes mindestens zweiwöchiges Pflegepraktikum, welches auf einer Kinderstation geleistet wurde.
    • Bei postalisch eingereichten Bewerbungen: adressierter und frankierter DIN-A4-Umschlag zur Rücksendung der Bewerbungsunterlagen.

  • Die Ausbildungskurse haben eine Größe von ca. 25 Auszubildenden. Pro Jahr werden 50 Ausbildungsplätze in der Krankenpflege und 25 Ausbildungsplätze in der Kinderkrankenpflege vergeben.

    Die Kurse beginnen jeweils am 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. November eines Jahres. Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden.

    • Der erste Schritt ist die schriftliche Bewerbung, die fortlaufend eingereicht werden kann.
    • Im zweiten Schritt prüft die Schule die eingegangene Bewerbung und lädt die Bewerber/innen zu einem standardisierten Auswahlverfahren ein.
    • Aufgrund der individuellen Voraussetzungen, der persönlichen Vorstellung und der Ergebnisse aus dem Auswahlverfahren erfolgt die Entscheidung der Schule über die Vergabe der Ausbildungsplätze. Sie werden über das Ergebnis möglichst zeitnah informiert.

  • Unser standardisiertes Gruppen-Auswahlverfahren dauert insgesamt ca. 4 Stunden und umfasst neben verschiedenen kommunikativen Aufgaben auch einen schriftlichen Test. Absolviert werden Einzel- und auch Gruppenaufgaben.

Ansprechpartner/innen