Alphabet der Vielfalt

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  • Barrierefreiheit

    § 4 des Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz - BGG) definiert Barrierefreiheit wiefolgt:

    „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Hierbei ist die Nutzung behinderungsbedingt notwendiger Hilfsmittel zulässig.“
    (§ 4 BGG)
  • Charta der Vielfalt

    Nach eigenen Angaben bringt die Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen Charta der Vielfalt "die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Diversity in der Arbeitswelt voran".

    Siehe Charta der Vielfalt

  • Gender

    Im Englischen wird zwischen dem biologischen Geschlecht ‚sex‘ und dem soziokulturellen Geschlecht ‚gender‘unterschieden (vgl. Gildemeister 2010: 137). Eine solche Abgrenzung ist in der deutschen Sprache nicht vorhanden, weshalb sich der Begriff Gender auch hierzulande durchgesetzt hat.

    Das Konzept des ‚doing gender‘ sieht Geschlecht als […] Ergebnis komplexer sozialer Prozesse […] (ebd.). Gender werde demnach immer und unvermeidbar durch jede menschliche Aktivität (re-)produziert. Das biologische Geschlecht werde durch eine Naturalisierung der Klassifikation des biologische Geschlechts in Alltag und Wissenschaft ebenfalls konstruiert.

    Gildemeister, Regine (2010). Doing Gender: Soziale Praktiken der Geschlechterunterscheidung. In: Becker Ruth und Beat Kortendiek (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S-137-145.
  • Gendergap

    Der Duden erfasst unter dem Begriff zwei Einträge:

    "1. Soziologie, Wirtschaft) signifikanter Unterschied zwischen den sozialen Geschlechtern im Hinblick auf Lebensbedingungen, Verhalten, Fähigkeiten, Interessen u. Ä.
    2. (Sprachwissenschaft) durch einen Unterstrich kenntlich gemachte Lücke zwischen der maskulinen Form und der femininen Endung eines Wortes, die der sprachlichen Gleichbehandlung aller sozialen Geschlechter dienen soll (z. B. Bürger_innen, Lehrer_in)"

    Dudeneintrag Gendergap

  • Gender Mainstreaming

    ist eine Strategie, zur Herstellung von Gleichberechtigung der Geschlechter und gleichzeitig der Beseitigung von Ungleichheiten (vgl. Dobelhofer und Küng 2008: 45).
    Da Geschlecht nach dem Konzept des ‚doing gender‘ immer (re-)produziert wird, ist es hierfür notwendig auf die Unterschiede zuschauen, von denen die Geschlechter betroffen sind, um so Ungleichheiten aufzudecken und zu beseitigen. Eine beispielhafte Methode hierfür ist die Berücksichtigung des Geschlechterverhältnisses in Unternehmen.

    Dobelhofer, Doris und Zita Küng (2008). Gender Mainstreaming: Gleichstellungsmanagement als Erfolgsfaktor – das Praxisbuch. Heidelberg: Springer Medizin Verlag.

Anmerkungen?

Unser Alphabet der Vielfalt kann aufgrund der Vielzahl an Begriffen leider nicht alle relevanten Vokabeln beinhalten. Fehlt Ihnen ein Begriff oder empfinden Sie eine Erklärung als zu ungenau oder unsensibel, kontaktieren Sie uns gerne unter gleichstellung@uke.de .