Die Forschungstierhaltung des UKE

Medizinische und biomedizinische Forschungsprojekte sind wesentlich auf die Arbeit mit Tieren angewiesen. Zwar können neue Wirkstoffkandidaten durch Computer­simulationen gefunden werden oder Zellkulturen können Aufschluss über physiologische Abläufe geben. In vielen Fällen kann ein Forschungsvorhaben jedoch nur dann Erfolg haben, wenn zumindest Teile davon am lebenden Organismus durchgeführt werden. So kann bisher die Bildung von Metastasen im Körper nur im Tiermodell untersucht werden, die Verbesserung künstlicher Herzklappen ist auf einen lebendigen Organismus mit einem echten Kreislaufsystem angewiesen und Operationen am ungeborenen Kind können nur am Tier optimiert werden, bevor sie am Menschen angewendet werden.

Tierversuche werden im UKE aber nur dann durchgeführt, wenn keine Alternativmethoden angewandt werden können. Denn Tierversuche unterliegen strengen gesetzlichen Regularien. Könnte ein Ergebnis anders als am Tier erlangt werden, würde der Tierversuch nicht genehmigt und dürfte nicht durchgeführt werden. Vor allem auf die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorschriften achten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungstierhaltung des UKE. Dazu gehören auch eine strenge Hygieneüberwachung, die Verwendung ausreichend großer Käfige und die tägliche Betreuung der Tiere durch geschultes und motiviertes Fachpersonal.

Neben der Sicherung der tierschutzgesetzkonformen Prozesse zählen die Zucht und Haltung von Versuchstieren sowie die Ausbildung der Projekteiter zu den Aufgaben der Forschungstierhaltung des UKE. Darüber hinaus geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konkrete experimentelle Hilfe und beraten bei allen tierexperimentell methodischen und tierschutzrechtlichen Fragen. Ausgebildete Tierpfleger und Tierpflgemeister betreuen die Forschungstiere im UKE. Tierschutzbeauftrage, Fachtierärzte und Biologen überwachen die experimentellen Eingriffe und leiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an.