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Lungenkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Lunge, bei der sich Zellen unkontrolliert vermehren. Das bedeutet, dass sich die Zellen nicht mehr an die natürlichen Wachstumsregeln halten und immer weiter wachsen. Die Krankheit wird leider oft erst spät erkannt, da in den frühen Stadien meist keine eindeutigen Beschwerden auftreten.
[Film zur Erkrankung]
Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2022 insgesamt 56.577 neue Fälle festgestellt – 23.655 bei Frauen und 32.922 bei Männern. Trotz medizinischer Fortschritte ist Lungenkrebs nach wie vor die häufigste krebsbedingte Todesursache. Im selben Jahr starben 44.963 Menschen in Deutschland an den Folgen dieser Erkrankung.
Weltweit gibt es jährlich über 2,2 Millionen neue Fälle von Lungenkrebs. Rund 1,8 Millionen Menschen sterben daran – das entspricht etwa 18 % aller krebsbedingten Todesfälle.
Lungenkrebs tritt vor allem bei älteren Menschen auf, kann aber auch bei jüngeren Personen entstehen – selbst dann, wenn keine klassischen Risikofaktoren wie Rauchen vorliegen. Deshalb ist es wichtig, bei Beschwerden frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.
Lungenkrebs wird hauptsächlich in zwei Gruppen eingeteilt: das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) und das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC). Das NSCLC ist mit etwa 85 % der Fälle die häufigste Form. Innerhalb dieser Gruppe gibt es weitere Unterarten, wie das Adenokarzinom, das etwa 40 % ausmacht, und das Plattenepithelkarzinom mit rund 25 %. Das kleinzellige Lungenkarzinom ist seltener und macht etwa 15 % der Fälle aus. Es wächst schnell und kann sich rasch im Körper ausbreiten, weshalb eine zügige Behandlung besonders wichtig ist.
Lungenkrebs zeigt häufig erst spät Symptome. Typische Anzeichen wie anhaltender Husten, Atemnot, Nachtschweiß, blutiger Husten oder unbeabsichtigter Gewichtsverlust treten oft erst auf, wenn die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten ist. Zu den häufigsten Beschwerden zählen außerdem sich verändernder Husten, Atemnot besonders bei körperlicher Belastung, Brustschmerzen beim Atmen oder Husten sowie Blut im Auswurf. Zudem können Müdigkeit und ein allgemeines Schwächegefühl auftreten. Da diese Symptome auch bei anderen, weniger gefährlichen Erkrankungen vorkommen können, ist eine sichere Diagnose allein anhand der Symptome oft schwierig und erfordert weitere Untersuchungen.
Krebs entsteht, wenn Zellen ihre natürliche Kontrolle über Wachstum und Teilung verlieren. Statt sich geregelt zu verhalten, wachsen und vermehren sie sich unkontrolliert und dringen in umliegendes Gewebe ein.
Die wichtigsten Risikofaktoren für Lungenkrebs sind vielfältig. An erster Stelle steht das Rauchen, das größte Risiko für die Erkrankung: Etwa 85 % aller Lungenkrebsfälle sind auf aktives oder passives Rauchen zurückzuführen. Darüber hinaus können auch genetische Veranlagungen eine Rolle spielen, weshalb manchmal auch Nichtraucher:innen an Lungenkrebs erkranken. Zusätzlich erhöhen Schadstoffe in der Luft, wie Feinstaub, das Risiko für die Erkrankung. Berufliche Belastungen, etwa der Kontakt mit krebserregenden Stoffen wie Asbest, Arsen oder bestimmten Chemikalien, können ebenfalls die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen.
Besteht der Verdacht auf Lungenkrebs, wird meist zuerst ein Bild der Lunge gemacht, z. B. ein Röntgenbild oder eine CT-Aufnahme. Manchmal wird ein Tumor zufällig entdeckt – zum Beispiel bei einer Untersuchung aus anderem Grund. Um sicher festzustellen, ob es sich um Lungenkrebs handelt, wird eine Gewebeprobe benötigt. Diese wird häufig durch eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) entnommen. Falls das nicht möglich ist, können andere Verfahren wie eine CT-gesteuerte Punktion eingesetzt werden. Steht die Diagnose fest, folgen weitere Untersuchungen (sogenanntes Staging), um zu bestimmen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Danach wird der Fall in einem interdisziplinären Team besprochen, in dem Fachleute verschiedener Richtungen (z. B. Lungenheilkunde, Onkologie, Chirurgie) gemeinsam die passende Behandlung festlegen.
Die beste Behandlung von Lungenkrebs hängt von der Art des Tumors, dem Stadium der Erkrankung sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand der betroffenen Person ab. Häufig wird eine Kombination verschiedener Therapien eingesetzt, darunter Operationen, medikamentöse Systemtherapien wie Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichtete Therapien sowie Strahlentherapie. Bei mehr als der Hälfte der Patient:innen wird der Krebs erst entdeckt, wenn er bereits Metastasen, also Tochtergeschwülste, gebildet hat. In solchen Fällen ist eine vollständige Heilung meist nicht mehr möglich. Moderne Therapien ermöglichen es jedoch häufig, die Krankheit zu kontrollieren und die Lebensqualität zu erhalten. Ein wesentliches Merkmal der heutigen Behandlung ist die enge Zusammenarbeit von Spezialist:innen aus verschiedenen Fachrichtungen. Gemeinsam mit den Patient:innen wird ein individuell abgestimmter Therapieplan erstellt.
PD Dr. med. Hans Klose
Chefarzt der Abteilung für Pneumologie
Dr. med. Sören Galow
Oberarzt
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
Oberarzt der Abteilung für Pneumologie
II. Medizinische Klinik und Poliklinik
Centrum für seltene Lungenerkrankungen Hamburg (MZSCE)
Zentrum für Onkologie
E-Mail-Adresse:
Oberarzt
Pneumologischer Leiter des Schwerpunktes Thoraxonkologie
Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg)
E-Mail-Adresse:
Prof. Dr. med. Thilo Hackert
Direktor der Klinik für Allgemein- Viszeral- und Thoraxchirurgie
Dr. med. Philipp Busch
Chirurgischer Leiter des Schwerpunktes Thoraxonkologie
Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg)
E-Mail-Adresse:
Chirurgischer Leiter des Schwerpunktes Thoraxonkologie
Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg)
E-Mail-Adresse:
Prof. Dr. med. Carsten Bokemeyer
Klinikdirektor
Zentrum für Onkologie / II. Medizinische Klinik und Poliklinik
PD Dr. med. Maximilian Christopeit
Onkologischer Leiter des Schwerpunktes Thoraxonkologie
Sprecher des Zentrum für Personalisierte Medizin-Onkologie
Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg)
Dr. med. Benjamin Schmidt
Onkologischer Leiter des Schwerpunktes Thoraxonkologie
Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg)
Priv.-Doz. Dr. med. Minna Voigtländer
Leiterin der Zentralen Anlaufstelle Universitäres Cancer Center Hamburg
Oberärztin
Klinikdirektor
Zentrum für Onkologie / II. Medizinische Klinik und Poliklinik
E-Mail-Adresse:
Onkologischer Leiter des Schwerpunktes Thoraxonkologie
Sprecher des Zentrum für Personalisierte Medizin-Onkologie
Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg)
E-Mail-Adresse:
Onkologischer Leiter des Schwerpunktes Thoraxonkologie
Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg)
E-Mail-Adresse:
Leiterin der Zentralen Anlaufstelle Universitäres Cancer Center Hamburg
Oberärztin
E-Mail-Adresse:
Website:
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Am UKE wird intensiv daran geforscht, wie Lungenkrebs früher erkannt und besser behandelt werden kann. Patient:innen mit Lungenkrebs können an klinischen Studien teilnehmen. Dafür ist eine genaue Untersuchung des Tumors notwendig, die im UKE routinemäßig durchgeführt wird. Auch andere Einrichtungen wie die LungenClinic Großhansdorf bieten Studien an. So erhalten Patient:innen Zugang zu neuesten Therapien. Aktuell forscht das Team um Prof. Dr. Meike Saul an neuen Biomarkern im Ausatemkondensat, um Lungenkrebs früher zu erkennen und Therapien besser zu überwachen. Das Team um Dr. med. Winfried Alsdorf ist zudem auf sogenannte Phase-1-Studien spezialisiert. Diese Studien testen neuartige Behandlungsansätze wie zellbasierte Immuntherapien. Bei Eignung können auch Patient:innen mit fortgeschrittener Erkrankung teilnehmen.
Seit 2005 wird am UKE unter dem Dach des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCC Hamburg) die interaktive Präventionsveranstaltung „Nichtrauchen ist cool“ durchgeführt. In Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) richtet sich das Programm an Schüler:innen der 5. bis 7. Klassen aus Hamburg und Umgebung, inzwischen nahmen über 100.000 Kinder daran teil. Ziel der zweistündigen Veranstaltungen ist es, Rauchen, Vapen und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken zu verhindern. Die Schüler:innen erhalten altersgerechte Informationen zu Tabak, E-Zigaretten und Shishas, zu Krebsrisiken und Umwelteinflüssen, ergänzt durch Patient:innenberichte und anschauliche Filme. Lernpsychologisch werden auch soziale Einflüsse durch Gleichaltrige thematisiert.
Bei einer neu diagnostizierten Krebserkrankung besteht oft Unsicherheit, an wen man sich wenden kann. Die Zentrale Anlaufstelle des UCC Hamburg bietet mit interdisziplinären Sprechstunden eine erste Kontaktmöglichkeit. Betroffene, Angehörige und behandelnde Ärzt:innen können sich direkt an das Hubertus Wald Tumorzentrum wenden. In der Regel wird innerhalb weniger Tage ein Termin zur Erstvorstellung vergeben. Das Zentrum bündelt die Expertise aller onkologisch tätigen Kliniken und Institute des UKE und ermöglicht so eine fachübergreifende Behandlung von Anfang an – stationär und ambulant.
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