Aktuelles

Mai 2024

Neues aus der Forschung

Glioblastom: Neue Methode zur Bestimmung der Prognose identifiziert

Ein internationaler Forschungsverbund unter Leitung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat eine neue Methode ermittelt, um die Prognose von Patient:innen mit Glioblastom konkreter vorherzusagen. Hierzu identifizierten die Forschenden eine neue sogenannte epigenetisch-definierte neurale Signatur von Glioblastomen, also eine Form von genetisch-neuralem Fingerabdruck, der in direktem Zusammenhang mit der Prognose der Patient:innen steht. Die Ergebnisse der Wissenschaftler:innen könnten dazu beitragen, bei Patient:innen mit schlechteren Prognosen personalisierte Behandlungsansätze zu entwickeln. Die Studienergebnisse haben die Forschenden im Fachmagazin Nature Medicine veröffentlicht.

Beim Glioblastom handelt es sich um den häufigsten bösartigen Hirntumor bei Erwachsenen. Die Wissenschaftler:innen differenzierten im Rahmen der Studie Signaturen von Tumorzellen, die entweder geringe oder große Ähnlichkeit zu neuralen Zellen wie zum Beispiel Nervenzellen aufweisen. Tumore mit großer Ähnlichkeit zu neuralen Zellen, die hochneurale Glioblastome genannt werden, haben bestimmte Merkmale, die mit einer schlechteren Prognose verbunden sind: Diese Zellen können Verbindungen zwischen Nervenzellen und Tumor herstellen, das Tumorwachstum antreiben und scheinen damit schwerer behandelbar zu sein. „Bei Patient:innen mit dieser Art von Tumoren ist die Prognose oft nicht gut. Es ist wahrscheinlich, dass hochneurale Glioblastome einen anderen Therapieansatz erfordern, um das bestmögliche Ergebnis für die Patient:innen zu gewährleisten – unsere Ergebnisse liefern hierfür eine wichtige Grundlage“, sagt Studienleiter Priv.-Doz. Dr. Franz Ricklefs, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des UKE.

Literatur: Drexler, Khatri et al. A prognostic neural epigenetic signature in high-grade glioma. Nature Medicine. 2024. DOI: doi.org/10.1038/s41591-024-02969-w

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Zwei Wissenschaftler - ein Frau Struve und Herr Mynarek
Dr. Nina Struve und Priv.-Doz. Dr. Martin Mynarek

Mai 2024

Strahlenbiologische Forschung des UKE erhält 1,2 Millionen Euro

Für Entwicklung neuer Therapien bei bösartigen Hirntumoren im Kindesalter: Erstmalig erhält ein interdisziplinärer Forschungsverbund aus Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und Universitätsklinikum Essen zu den strahlenbiologischen Grundlagen bei der Therapie des Medulloblastoms, eines bösartigen Hirntumors im Kindesalter, eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). In dem gemeinsamen Projekt „NeuStaRT“ sollen neue zielgerichtete und innovative Therapiekonzepte entwickelt werden, um die Prognose von Medulloblastom-Patient:innen langfristig zu verbessern. Das BMBF fördert den Forschungsverbund mit insgesamt 1,8 Millionen Euro; auf das UKE entfallen hierbei 1,2 Millionen Euro.

Im Verbundsprojekt NeuStaRT (Neue innovative Strategien zur Radiosensitivierung von Medulloblastomen) geht es darum, personalisierte Therapien auf molekularer Basis zu entwickeln, die zur Erhöhung der Strahlenempfindlichkeit von Medulloblastomen beitragen. Damit sollen die Effektivität der Strahlentherapie erhöht und das Risiko von Spätfolgen bei den Patient:innen reduziert werden. Das Medulloblastom ist der häufigste hochgradig bösartige Hirntumor im Kindesalter. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren die Prognose dank neuer Therapieoptionen deutlich verbessert hat, leiden Überlebende einer Medulloblastom-Erkrankung bedingt durch die Strahlen- und Chemotherapie oftmals unter erheblichen Spätfolgen. Hierzu gehören neben Veränderungen des Hormonhaushaltes und der Entwicklung sekundärer Tumore vor allem neurokognitive Defizite.

„Es ist unser Ziel, bei Patient:innen mit Medulloblastom die Überlebensraten zu erhöhen und gleichzeitig Spätfolgen durch die Therapie zu mindern. Hierzu können personalisierte molekulare Targetingansätze einen wichtigen Beitrag leisten“, sagt Dr. Nina Struve, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des UKE. Dr. Struve leitet gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Martin Mynarek, Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des UKE, und Priv.-Doz. Dr. Johann Matschke vom Universitätsklinikum Essen den neuen Forschungsverbund. Dr. Struve und Priv.-Doz. Dr. Mynarek sind zudem Teil des Mildred Scheel Nachwuchszentrums (MSNZ) Hamburg am Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) des UKE und leiten seit 2021 gemeinsam ein von der Deutschen Krebshilfe gefördertes MSNZ-Partnerlabor.

„Eine große Herausforderung bei der Etablierung innovativer Targetingstrategien zur Behandlung des Medulloblastoms ist die zeitnahe Umsetzung in klinische Studien. Das interdisziplinäre Team des Verbundprojektes NeuStaRT vereint Partner:innen mit vielfältigen Expertisen und Forschungsansätzen mit dem langfristigen Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse für Patient:innen mit Medulloblastom nutzbar zu machen“, sagt Priv.-Doz. Dr. Martin Mynarek.

Intensive Chemo- sowie Strahlentherapie

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 2.000 Kinder an Krebs. Hirntumore sind nach Leukämien die zweithäufigste Krebserkrankung und die häufigste krebsbedingte Todesursache im Kindesalter. Die Standardtherapie von Medulloblastomen umfasst neben der Operation des Tumors eine intensive Chemo- sowie Strahlentherapie. Die Bestrahlung erfolgt unter Einbezug des gesamten Gehirns und Rückenmarks, um durch eine prophylaktische Bestrahlung des gesamten Zentralnervensystems auch nicht oder nur schwer erkennbare Metastasen im Bereich der Liquor‎räume von Gehirn und Rückenmark zu behandeln.

Der interdisziplinäre Forschungsverbund erhält die Förderung des BMBF im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung in der nuklearen Sicherheitsforschung und der Strahlenforschung, um Nachwuchsförderung und Kompetenzerhalt in der Strahlenforschung zu stärken.

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Mai 2024

Neues aus der Forschung

Welche Rolle spielen Persönlichkeitsmerkmale bei der Krebsvorsorge?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bis zu 50 Prozent aller Krebserkrankungen vermeidbar. Früherkennungsuntersuchungen werden in vielen Ländern von den Krankenkassen übernommen – dennoch ist die Teilnahmequote daran in Deutschland relativ niedrig. Welche Rolle Persönlichkeitsmerkmale bei der Krebsvorsorge spielen, hat ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. André Hajek, Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), untersucht. Die Wissenschaftler:innen haben dafür Befragungsdaten von 132.298 Teilnehmenden mit einem durchschnittlichen Alter von 53 Jahren der bevölkerungsbasierten Kohortenstudie NAKO unter der Frage ausgewertet, welche Krebsvorsorgeuntersuchungen sie in den vergangenen fünf Jahren wahrgenommen haben und welchen Persönlichkeitsmerkmalen sie sich selber zuordnen. Ziel der Studie war es, anhand dieser Daten den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsfaktoren und der Inanspruchnahme der Vorsorge zu untersuchen. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler:innen im Fachjournal Preventive Medicine Reports veröffentlicht.

Die Forschenden fanden heraus, dass stärker extrovertierte, eher neurotische und gewissenhafte Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit Krebsvorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. „Wir vermuten, dass das stärkere Maß an positiven Emotionen dieser Menschengruppe Ängste reduziert, die möglicherweise mit einer Vorsorgeuntersuchung verbunden sind. Überraschend war, dass Menschen, die sich prinzipiell als neugierig und offen für Erfahrungen beschreiben, weniger Vorsorgeuntersuchungen besucht haben“, berichtet Prof. Hajek. Diese Ergebnisse können unter anderem dazu beitragen, die Nichtteilnahme an Krebsvorsorgeuntersuchungen aus psychologischer Sicht besser zu verstehen und die Angebote der Krebsvorsorge gezielter auf diese Zielgruppe anzupassen.

Literatur: Hajek et al. Personality and the use of cancer screenings – Results of the German National Cohort. Preventive Medicine Reports. 2024. DOI: doi.org/10.1016/j.pmedr.2024.102677

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Dr. Matthias Serwe (Referent Nachwuchsförderprogramme, DKH), Dr. Inga Melzer (Wissenschaftliche Koordi-natiorin MSNZ), Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro (Dekanin, UKE), Prof. Dr. Carsten Bokemeyer (Spre-cher MSNZ, Direktor UCCH) (v.l.n.r.)
Foto der Veranstaltung
MSNZ Fellows 2020-2024
MSNZ Fellows 2020-2024
Neue Gruppe MSNZ Fellows 2024/2025
Neue Gruppe MSNZ Fellows 2024/2025

April 2024

5 Jahre MSNZ Karriereförderung am UCCH

Maßgeschneiderte Unterstützung für promovierte Wissenschaftler:innen und Ärzt:innen ebnet den Weg für nachhaltige Karriereentwicklung in der Wissenschaft. Mit zahlreichen Angeboten geschieht das seit 5 Jahren sehr erfolgreich im Mildred Scheel Nachwuchszentrum Hamburg (MSNZ) des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) – ein Grund zum Feiern und Anlass für einen Rückblick.

Forschungsideen entwickeln, interdisziplinäre Zusammenarbeit, den Klinik-Alltag meistern und sich weiterbilden: die Anforderungen an den wissenschaftlichen Nachwuchs sind zahlreich und vielfältig. Das MSNZ Hamburg, seit 2019 gefördert von der Deutschen Krebshilfe, hat das Ziel, mit Anschub- und Strukturförderungen Kliniker:innen und Naturwissenschaftler:innen nachhaltig in der Planung und beim Aufbau einer wissenschaftlichen Karriere in der Krebsforschung zu unterstützen und so langfristig den Verbleib hoch qualifizierter Fachkräfte in der akademischen Forschung sicherzustellen. Zusätzlich werden alternative Karrierewege aufgezeigt und inter-institutionelle Netzwerke gestärkt.

Deutschlandweit existieren 5 Förderstandorte. In Hamburg (HaTriCS4: Hamburg Translational Research in Cancer: Stimulating, Shaping and Sustaining Scientific Careers) liegt der inhaltliche Schwerpunkt im Bereich "Disseminierung und Metastasierung".

Das MSNZ bietet verschiedene Fördermöglichkeiten: in interdisziplinären Partnerlaboren arbeiten Kliniker:innen und Naturwissenschaftler:innen zusammen an verschiedenen Aspekten eines gemeinsamen Forschungsthemas; Kurzzeitförderung für Kliniker:innen ermöglicht z.B. den Anschub neuer Projekte oder Fertigstellung von Anträgen und Publikationen (6-12 Monate, 50% Freistellung); geschützte Forschungszeiten von zwei bis drei Jahren (CS) und Förderung für die inter-institutionelleVernetzung von Naturwissenschaftler:innen (MS) in Norddeutschland bieten die Möglichkeit, ein eigenes Forschungsprofil aufzubauen und sich so für eine Professur oder andere weiterführende Position zu qualifizieren. Innerhalb der Förderungen gibt es regelmäßig Netzwerkveranstaltungen, Fortbildungen und Workshops mit externen Referenten:innen zur Schulung von Fähigkeiten, die für führende Positionen im Wissenschaftsbereich, zur Vernetzung, Wissenschaftskommunikation oder Positionierung im Feld notwendig sind.

Besonders hervorzuheben sind die Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen von Elternzeiten, da diese maßgeblich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Forschende ermöglichen.

5 Jahre MSNZ in Zahlen:

  • 24 Short-Term CS Fellowships
  • 18 Long-Term Fellowships
  • 3 interdisziplinäre Partnerlabore (CS & MS)
  • 8 Förderungen für gemeinsame Forschungsprojekte des UCCH mit dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH)
  • 10 Förderungen zur Unterstützung bei Elternzeit
  • 1 W2 Professur
  • 1 Berufung auf eine W1 Professur
  • 2 Beförderungen auf Oberarztstellen
  • 7 erfolgreiche Facharztprüfungen
  • 4 entfristete Arbeitsverträge
  • 5 erfolgreich abgeschlossene Habilitationen
  • > 450 Publikationen mit Beteiligung von MSNZ Fellows
  • > 3 Mio € eingeworbene Fördergelder durch die MSNZ Fellows

„Es macht mich sehr stolz, dass wir ein so erfolgreiches Projekt zur Karriereförderung bei uns am UCCH haben und somit sowohl die Weichen für erfolgreiche wissenschaftliche Laufbahnen in der Onkologie stellen, als auch einen signifikanten Beitrag zur bestmöglichen Versorgung unserer Patient:innen von Morgen leisten“, so Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Sprecher des MSNZ und Direktor des UCCH.

Die Feierlichkeiten waren Anlass, die bisherigen Fellows gebührend zu verabschieden und den Startschuss für die neuen Fellows, die in den Jahren 2024 und 2025 gefördert werden, zu geben. Wir gratulieren zum Jubiläum, freuen uns mit allen Absolvent:innen und wünschen einen guten Start für die neuen Forschungsvorhaben.

Hier geht es zur MSNZ-Website
Hier geht es zur Website der Deutschen Krebshilfe

Bilder: Axel Kirchhof, Laura Lehmann

Dr. Matthias Serwe (Referent Nachwuchsförderprogramme, DKH), Dr. Inga Melzer (Wissenschaftliche Koordinatiorin MSNZ), Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro (Dekanin, UKE), Prof. Dr. Carsten Bokemeyer (Sprecher MSNZ, Direktor UCCH) (v.l.n.r.)


Training für die Sinneseindrücke
Riech- und Schmecktraining für Zuhause

April 2024

Geruchs- und Geschmackstraining bei Nebenwirkungen für Zuhause

Wenn sich der Geruchs- und Geschmackssinn verändert, kann das sehr belastend sein und dies ist eine Nebenwirkung mit der viele Krebspatient:innen konfrontiert sind. Im Video für Zuhause erklärt unsere Ernährungswissenschaftlerin Raika Mühlberg welche Übungen helfen, die Sinneseindrücke zu verbessern.

Das Training kann bequem Zuhause mit wenigen Zutaten durchgeführt werden, gern auch mit dem Partner:innen, der Familie oder Freund:innen gemeinsam. Wichtig für einen Erfolg ist das regelmäßige durchführen.

Eine Ernährungsberatung kann ebenfalls im Umgang mit Nebenwirkungen hilfreich sein und zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen. Dazu können Sie sich jederzeit an das Ernährungsteam des UCCH ucch-ernaehrung@uke.de wenden.

Hier gehts zum Video.

April 2024

Martini-Klinik: 20 Jahre roboterassistierte Prostatakrebsoperationen

Fragen an…Prof. Dr. Alexander Haese

Bei Männern ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung: Jährlich erkranken rund 66.000 Männer alleine in Deutschland. Die Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist spezialisiert auf die Behandlung von Prostatakrebs und führend in der operativen Entfernung der Tumore mit roboterassistierten Operationssystemen, die schon seit 20 Jahren zum Einsatz kommen. Welche Vorteile diese Methode für Patienten hat und wie das neue da Vinci Single-Port-Operationssystem funktioniert, erklärt Prof. Dr. Alexander Haese, Leitender Arzt in der Martini-Klinik.

Diagnose Prostatakrebs: Wann muss behandelt werden?

Prof. Dr. Alexander Haese: Prostatakrebs wird abhängig vom Stadium behandelt. Bei ganz früh erkannten Fälle reicht zunächst eine aktive Überwachung aus. Wir beobachten hierbei, wie rasch er sich entwickelt und leiten, je nach Entwicklung des Tumors über die Zeit, dann entsprechende Behandlungen ein. Behandlungsbedürftige, lokal begrenzte Tumore können durch eine Operation vollständig entfernt werden. Alternativ kann auch eine Strahlentherapie in verschiedenen Varianten ein möglicher Therapieweg sein. Bei einem fortgeschrittenen Tumor oder bei einem Tumor, der bereits metastasiert ist, wird mit einer Kombination aus medikamentöser und gegebenenfalls lokaler Therapie darauf abgezielt, den Tumor möglichst lange unter Kontrolle zu halten. Das gelingt oft über Jahre, manchmal über zehn Jahre und länger.

Welche Operationsmöglichen gibt es bei einem bösartigen Befund?

Bei der operativen Behandlung von Prostatakrebs gibt es zwei Wege: Der Tumor kann durch den klassischen Schnittzugang (radikale retropubische Prostatektomie) oder mit Hilfe der roboterassistierten Operationstechnik entfernt werden. Beide Verfahren zielen darauf ab, die gesamte Prostata mit den Samenblasen und gegebenenfalls Lymphknoten zu entfernen, um den Patienten von seinem Tumorleiden zu befreien.

Seit 20 Jahren kommen in der Martini-Klinik Operationsroboter zum Einsatz, warum?

Operationsroboter sind die Zukunft des Operierens für bestimmte Indikationen, insbesondere für die radikale Prostatektomie. Die Präzision und Genauigkeit der Operationen im engen Beckenraum des Mannes, kombiniert mit einer zehnfachen Vergrößerung und maximaler Gelenkigkeit auf kleinstem Raum, die selbst erfahrene Chirurg:innen im offenen Zugangsweg nicht erreichen können, machen die roboterassistierte Operationstechnik so erfolgreich. Dies führt zu deutlich schonenderen und weniger komplikationsreichen Operationen mit dem Ziel der langfristigen Tumorheilung.

Welche Vorteile hat das neue da Vinci Single-Port Operationssystem?

Das neue Single-Port-Operationssystem, das wir in der Martini-Klinik erstmalig in Europa angewandt haben, bietet neben den bekannten Vorteilen der Robotik, wie beispielsweise eine zehnfache Vergrößerung des OP-Feldes, eine Skalierbarkeit der Handbewegungen und zitterfreien Hände der Operateur:innen, weitere Vorzüge. Statt der üblichen sechs Zugänge, die wir halbkreisförmig um den Bauchnabel verteilen, um zur Prostata zu gelangen, wird die Operation nun über einen einzigen rund zweieinhalb Zentimeter langen Schnitt knapp unterhalb des Bauchnabels durchgeführt. Dies ermöglicht eine qualitativ hochwertige Operation mit einem geringeren Schmerzerleben und operativem Trauma, einer schnelleren Mobilisation und Rekonvaleszenz für den Patienten.

Welche Probleme können nach der Prostata-Operation auftreten?

Nach einer Prostataoperation können die üblichen Probleme auftreten, die bei jeder Operation möglich sind, wie zum Beispiel Blutungen, Schmerzen und Wundheilungsstörungen. Spezifisch für Prostataoperationen sind jedoch die möglichen Veränderungen der Kontinenz (Fähigkeit, den Urin zu halten) und der Erektionsfähigkeit. Daher ist es wichtig, dass solche Operationen von Expert:innen, die sich auf diese Operation spezialisiert haben, durchgeführt werden.

Wie geht es nach der Operation weiter?

Die Nachsorge nach der Prostataoperation erfolgt sowohl durch den überweisenden Urolog:in als auch durch die Martini-Klinik. Wir monitoren den Heilungsprozess und die Lebensqualität der Patienten, indem wir ihnen regelmäßig Fragebögen zu Themen wie Heilung, Kontinenz, Erektionsfähigkeit und eventuellen Komplikationen zusenden und auswerten. Basierend auf unseren Qualitätsmessungen und den Erfahrungen mit über 40.000 behandelten Patienten können wir individuell die am besten geeignetste Therapie anbieten.

Wie sind die Heilungschancen nach einer Entfernung des Tumors?

Die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Heilung hängt stark vom Stadium des Tumors ab. Unter idealen Bedingungen, wenn der Tumor frühzeitig erkannt und operiert wird und sich als lokal begrenzt herausstellt, kann der Patient mit einer 80 bis 90 -prozentigen langfristigen Heilungschance rechnen.

Zum Video Ausgefragt?! – Diagnose Prostatakrebs: Wann muss behandelt werden?
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Illustration DESY

März 2024

Neues bildgebendes Verfahren an PETRA III ermöglicht tiefere Einblicke in die Zusammensetzung von Tumorproben bei Brustkrebs

Forscher:innen des Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), der Chalmers University in Schweden, dem Paul Scherrer Institut in der Schweiz und dem Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist es gemeinsam gelungen, einen hochmodernen multimodalen Bildgebungsansatz zu entwickeln, der die Untersuchung von Brustkrebsgewebe erheblich verbessert.

Das interdisziplinäre Team hat nun eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass ein neuer Bildgebungsansatz an PETRA III mehr Aussagen zur Charakterisierung von Tumorproben ermöglicht. Mit mehr Detailinformationen über das Gewebe eines Tumors, kann besser entschieden werden, welche Behandlungsansätze am wirksamsten sind.

Mithilfe dieser Technik können Forscher gleichzeitig Informationen über die Nanostruktur des Tumors extrahieren und die chemischen Elemente, die in einer millimetergroßen Probe vorhanden sind, in allen drei Dimensionen quantifizieren. Eine einzigartige Kombination aus Forschungsmöglichkeiten bei PETRA III, eine der hellsten Speicherring-Röntgenstrahlungsquellen der Welt und neuen Analysemethoden ermöglicht diesen hohen Detaillierungsgrad. Herkömmliche experimentelle Modelle greifen oft zu kurz, da sie sich auf 2D-Zellkulturen oder Tiermodelle verlassen, die die komplexen physiologischen Muster menschlicher Tumorumgebungen nicht originalgetreu nachbilden.

Prof. Dr. med. Volkmar Müller, Koordinator des Brustzentrums am UCCH, unterstreicht die Bedeutung des Verständnisses der 3D-Architektur der Tumormikroumgebung. Wo sich der Tumor im Gewebe des Patienten befindet und wie er eingebettet ist, ist ein Schlüssel für die Entwicklung weiterer neuartiger Therapieansätze, um den Metastasierungsmechanismus zu unterbrechen. Eines der auffälligsten Merkmale ist dabei Kollagen in direkter Nachbarschaft sowie die Konzentration von Eisen und Zink.

PD Dr. med. Malte Mohme, Oberarzt für Neurochirurgie am UKE und AG Leiter "CNS Tumor-Immunology" erklärt: "Die Arbeit von Conceicao et al. unterstreicht die entscheidende Rolle der Metastasierung in der Neuroonkologie, wobei der Schwerpunkt auf der systemischen Ausbreitung von Brustkrebs liegt. Durch den Einsatz einer fortschrittlichen multimodalen Röntgen-Computertomographie zeigt die Studie, wie Veränderungen in der extrazellulären Matrix, insbesondere durch Zink- und Eisenakkumulation, die Metastasierung beeinflussen könnten. Einblicke in Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) und Kollagenorientierung bieten ein neues Verständnis der Migration von Krebszellen und des Hirntumor-Homing, einem komplexen, mehrstufigen Prozess, bei dem Zellen aus der Ferne zu einem Tumor gelangen. Dieses Wissen ist für die Neuroonkologie von entscheidender Bedeutung, da es Wege für zielgerichtete Therapien zur Unterbrechung von Metastasierungsprozessen eröffnet. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der detaillierten Zusammensetzung der extrazellulären Matrix für das Verständnis von Metastasen, was möglicherweise zu verbesserten Ergebnissen bei Patienten mit Hirnmetastasen führt."

Dr. Sylvio Haas, Beamline-Manager der PETRA III Beamline P62, hebt den einzigartigen Versuchsaufbau mit der Röntgen-Kleinwinkel-Streu-Tensor-Tomographie (SAXS-TT) und der Röntgenfluoreszenz-Computertomographie (RFA-CT) hervor. Höher aufgelöste Bilder werden in Zukunft möglich sein, insbesondere mit PETRA IV, dem Upgrade von PETRA III. In Verbindung mit maschinellen Lernen bietet das das Potenzial, die Datenerfassung zu beschleunigen und den 3D-Rekonstruktionsprozess der Tumorproben zu verbessern.

Diese Forschung fördert nicht nur das Verständnis der Metastasierung von Brustkrebs, sondern unterstreicht auch die Relevanz der Entwicklung neuer therapeutischer Strategien in der neurochirurgischen Onkologie.

Foto: DESY

Link zur Publikation (ENG)
Zur DESY NEWS (ENG)

Bild von der Präsentation
Präsentation der Anträge im Dorint Hotel am UKE
Bild der Veranstaltung
Präsentation der Anträge im Dorint Hotel am UKE

März 2024

CONNECT Förderung 2025 – Projektförderung für Nachwuchs-
wissenschaftler:innen
in Kiel, Lübeck und Hamburg

Gemeinsam standortübergreifend und interdisziplinär forschen: Im Rahmen der CONNECT-Initiative wurden vier Förderungen in Höhe von je 50.000€ an Teams bestehend aus Nachwuchswissenschaftler:innnen vergeben.

Im August 2023 lud die „AG Early Career Scientists NORD“ - eine gemeinsamen Initiative der Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) und Schleswig-Holstein (UCCSH) und des Mildred Scheel Nachwuchszentrums Hamburg (MSNZ Hamburg) in Hamburg - zum 1. NORD Early Career Summit (NECSt) nach Hamburg. Die Veranstaltung unter Anleitung einer erfahrenen Trainerin bot Nachwuchswissenschaftler:innen aus Hamburg, Kiel und Lübeck eine Plattform zum Austausch, um gemeinsame Ideen für onkologische Forschungsprojekte zu entwickeln und erste Schritte zu einer gemeinsamen Antragstellung zu unternehmen. Diese Skizzen konnten im Anschluss als kurze ausgearbeitete Anträge im Rahmen der zweiten Ausschreibung der CONNECT (Cooperative NORD-Networking for Early Career Teams)-Förderung zur Begutachtung eingereicht werden. Die hierfür zu vergebenden Mittel werden freundlicherweise vom Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum/der Deutschen Krebshilfe und dem UCCSH zur Verfügung gestellt.

Die kurzen Anträge der Teams aus Doktorand:innen, promovierten Biowissenschaftler:innen, Ärzt:innen und Forschungsgruppenleiter:innen wurden in Folge von vier unabhängigen Gutachter:innen beurteilt. Bewertungskriterien waren unter anderem:

  • „Innovation“ - Stellt das Projekt eine neue und innovative Idee dar, die zuvor noch nicht verfolgt wurde?
  • „Potenzial“ - Wie groß ist das Potenzial des Projekts für Folgestudien und -finanzierung?
  • „Qualität“ - Wie hoch ist der Grad der Exzellenz des vorgeschlagenen Forschungsprojekts?
  • „Durchführbarkeit“ - Wie realistisch ist die Umsetzung des vorgeschlagenen Projekts in der vorgegebenen Zeit?
  • „Zusätzlicher Nutzen“ - Wie gut ergänzen sich die Partnerstandorte bzw. nutzen sie gemeinsame standortübergreifende Ressourcen (Biobank, Technologien usw.)? Ein besonderer Fokus lag auf einem möglichen strategischen Gesamtnutzen für den gemeinsamen Verbund beider Cancer Center.

Folgende vier Anträge waren im Begutachtungsverfahren erfolgreich und wurden aus 13 eingereichten Anträgen, die alle inhaltlich von hoher Qualität waren, zur Förderung ausgewählt:

1. Dr. rer. nat. Subbaiah Chary Nimmagadda / Dr. med. Theo Leitner ; AG Khandanpour, Dept. for Haematology and Oncology, UKSH, Campus Lübeck und Dr. med. Franziska Brauneck/ Dr. med. Franziska Modemann; AG Acute Leukemia, Dept. of Oncology, Hematology and Bone Marrow Transplantation, UKE: “Therapeutic exploitation of GFI1-induced vulnerabilities in macrophage phagocytosis for immunotherapeutic strategies in Acute Myeloid Leukemia (AML).”

2. Dr. rer. nat. Corinna Bang, Head of Microbiome Laboratory (IKMB, Kiel), Institute of Clinical Molecular Biology, Christian-Albrechts-University Kiel/ UKSH, Campus Kiel und Dr. med. Joseph Tintelnot, Dept. of Oncology, Hematology and Bone Marrow Transplantation, UKE: “MEGA-Response: Microbiota-based Response Prediction in Esophago Gastro Adenocarcinoma to Chemoimmunotherapy.”

3. Dr. med. Svenja Sonntag, Dep. of Ophthalmology, UKSH, CampusLübeck/ Dr. rer. nat. Eva Dazert-Klebsattel, Klinik für Hämatologie und Onkologie, UKSH, Campus Lübeck und Dr. med. Julian Kött, Dep. of Dermatology and Venereology, UKE/ Dr. med. Isabel Heidrich, Dep. of Dermatology and Venereology & Institute of Tumor Biology, UKE: “Elucidation of the multi-OMICS landscape of uveal melanoma for early detection and metastasis prevention.”

4. M. Sc. Annika Brauer, Institute for Experimental Cancer Research, UKSH, Campus Kiel und Dr. med. Christine Sophia Nitschke, Department of General, Visceral and Thoracic Surgery, UKE/Dr. rer. biol. hum. Ayham Moustafa, Labor für Strahlenbiologie und experimentelle Strahlentherapie/Sektion Massenspektrometrie und Proteomics, UKE: “Identifying the appropriate organoid-based culture system for drug testing in pancreatic ductal adenocarcinoma.”

Eine Besonderheit der diesjährigen Ausschreibungsrunde war, dass auch Doktorand:innen zur Antragstellung zugelassen waren, insofern der zweite (oder dritte) Partner im Team bereits promoviert war. Die Projekte starten zum 1.3.2024 und laufen über einen Zeitraum von 12 Monaten.

Die im Jahr 2023 geförderten Projekte werden am 28.5.2024 und 11.6.2024, jeweils um 17 Uhr, online im NORD Seminar vorgestellt. Im Sommer 2024 wird die CONNECT-Ausschreibung zum dritten Mal erfolgen, dann für das Projektjahr 2025.

Wir gratulieren den ausgewählten Projektteams und wünschen für das Forschungsvorhaben viel Erfolg!

Foto: Inga Melzer

UCCH Forschung
Mildred Scheel Nachwuchszentrum Hamburg
Deutsche Krebshilfe

Februar 2024

Nanobody-Forschung des UKE zur Entwicklung neuer Krebstherapien erhält 2,1 Millionen Euro

Um neue Krebsmedikamente in die Klinik zu bringen, wollen Forschende des Universitären Cancer Centers (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) des Universitätsklinikums Bonn (UKB) ein nationales Innovationszentrum für die Arzneimittelentwicklung etablieren. Konkret geht es um eine Nanobody-basierte Tumortherapie und -diagnostik. Nanobodies sind Antikörperfragmente und gelten als Hoffnungsträger bei der Medikamentenentwicklung gegen Krebs. Gefördert wird das Forschungsprojekt THUNDER mit etwa 4,2 Millionen Euro von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Förderprogramms Präklinische Wirkstoffentwicklung; davon erhält das UKE rund 2,1 Millionen Euro.

„Viele Krebserkrankungen können trotz enormer Fortschritte in Diagnostik und Therapie nach wie vor nicht geheilt werden. Daraus leitet sich ein dringender Bedarf zur Entwicklung neuer Diagnostika und Therapeutika ab. Nanobodies stellen dabei eine innovative Grundlage für neue Immuntherapeutika dar“, sagt Prof. Dr. Katja Weisel, Projektleiterin und stellvertretende Direktorin der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE. Nanobodies dringen aufgrund ihrer geringen Größe tief ins Gewebe ein und erreichen auch schlecht durchblutete Tumoren. Sie sind zudem gut löslich und lassen sich leicht kombinieren und modifizieren, was die Entwicklung innovativer Immuntherapeutika erleichtert.

„Momentan werden in der Immuntherapie vor allem noch monoklonale Antikörper genutzt. Sie markieren die Krebszellen, damit das Immunsystem weiß, welche Zellen es angreifen soll. Dieses Verfahren eignet sich jedoch nicht für jede Krebsart. Hier wollen wir mit den zehnmal kleineren Nanobodies helfen. Sie binden ebenfalls an ganz bestimmte Moleküle auf der Oberfläche von Tumorzellen an und markieren diese“, sagt Co-Projektleiter Prof. Dr. Friedrich Koch-Nolte aus dem Institut für Immunologie des UKE.

„Wir werden mehrere Nanobodies, die jeweils unterschiedliche Tumorantigene erkennen, zu sogenannten Dimeren oder Trimeren kombinieren, und so verhindern, dass die Tumore dem Immunsystem entkommen. Die Bindungsstellen der Tumorzellen verändern sich nämlich manchmal geringfügig und wenn die ‚einfachen‘ Nanobodies nicht mehr andocken können, sind die Dimere und Trimere durchaus in der Lage, weiterhin den Tumor effektiv anzugreifen. Außerdem wollen wir die Nanobodies mit Kontrastmitteln koppeln, damit auch kleinste Tumoren oder Metastasen mit Hilfe der nicht-invasiven Bildgebung erkannt werden und behandelt werden können“, sagt Co-Projektleiter Prof. Dr. Peter Bannas, stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin des UKE.

Zunächst will das interdisziplinäre THUNDER-Team Nanobodies gegen acht Zielmoleküle für verschiedene Prototyp-Tumoren entwickeln. Die Anwendung und Entwicklung der vielversprechendsten Nanobody-Kandidaten soll in zuvor entnommenen Patient:innenzellen, Organoid-Kulturen und etablierten Tumormodellen untersucht werden. Bereits während der Nanobody-Entwicklung soll kontinuierlich die Überführung in die klinische Prüfung geplant werden.

THUNDER baut auf die Erfolge eines Pilotprojekts am Institut für Immunologie und der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin des UKE auf. Dort werden bereits seit mehreren Jahren Antikörper für Therapiekonzepte und die Bildgebung produziert. Die daraus gewonnenen Nanobodies werden jetzt für das Projekt THUNDER genutzt, das die UKE-Forschenden gemeinsam mit dem Team des UKB unter Leitung von Prof. Dr. Michael Hölzel und Prof. Florian I. Schmidt verwirklichen.

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Februar 2024

Nachruf: Wir trauern um
Dr. Hartmut Zinke

Dr. Hartmut Zinke ist am 9. Februar im Alter von 61 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.

Dr. Zinke war seit 2008 Facharzt für Strahlentherapie und arbeitete seit dem 1. April 2009 in der Ambulanzzentrum des UKE GmbH. Er wechselte aus der Praxisgemeinschaft für Strahlentherapie im Krankenhaus Bremen-Mitte zu uns. Sein klinisches Interesse galt insbesondere der Bestrahlungsbehandlung von Lungenkarzinomen. Er war Mitglied des Kernteams des Thoraxboards des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH); diese Tätigkeit hatte für ihn große Bedeutung und er übte sie mit spürbarer Begeisterung aus. Dr. Zinke war beruflich sehr engagiert und immer bereit, auch noch einen zusätzlichen Dienst zu übernehmen. Für die jährlichen Zertifizierungen der Einrichtung hat er wichtige Vorarbeiten geleistet und zahlreiche Krankenakten ausgewertet.

Außerhalb der Klinik spielte die Musik eine große Rolle. Vor seiner ärztlichen Tätigkeit hatte er eine professionelle Ausbildung zum Sänger absolviert. Zu seinen beliebten Musikrichtungen gehörten Funk und Soul. Er war außerdem ein begnadeter Tänzer und liebte insbesondere den Tango, den er mit seiner Frau Rosemarie noch weiter perfektionieren wollte. Zu seinen Leidenschaften gehörte außerdem das Wellenreiten auf möglichst hohen Wellen. Sein Surfbrett musste immer mit auf Reisen, auch wenn sich das Vorhaben nicht selten sehr schwierig gestaltete. In den letzten Jahren entdeckte er seine Liebe zu Frankreich und reiste jedes Jahr mit seiner Familie dorthin. Er hing auch an seinem alten Cabrio, das er hegte und pflegte.

Sein plötzlicher Tod erfüllt uns mit tiefer Trauer. Unser Mitgefühl und unsere herzliche Anteilnahme gelten insbesondere seiner Familie. Zusammen mit seiner Frau und seinem achtjährigen Sohn war Dr. Hartmut Zinke sehr glücklich; sie boten ihm die Geborgenheit, die er im mitunter hektischen Alltag benötigte. Wir wünschen ihnen viel Kraft und werden sie bei allen anstehenden Problemen wann immer möglich unterstützen.

Februar 2024

Neues aus der Forschung

Malignes Melanom: UKE an Zulassungsstudie für personalisierte Impftherapie beteiligt

Das Universitäre Hauttumorzentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist als eines der ersten Zentren weltweit und erstes Zentrum in Deutschland an einer Phase III-Zulassungsstudie zu einer personalisierten mRNA-Impfstofftherapie gegen Schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) beteiligt. Im Rahmen der sogenannten individualisierten Neoantigentherapie erhalten Patient:innen über insgesamt ein Jahr einen individuellen mRNA-Impfstoff parallel zu einer Immuntherapie. An der weltweit laufenden Studie werden insgesamt 1.089 Patient:innen mit metastasierter oder Hochrisiko-Melanomerkrankung teilnehmen; beteiligt sind neben dem UKE rund 100 Studienzentren. Mit einer Zulassung der Impftherapie könnte bei erfolgreicher Evaluierung ab 2025 gerechnet werden. Die finalen Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich 2029 veröffentlicht.

Im Rahmen der individualisierten Neoantigentherapie werden für jede:n Patient:in individuelle Tumormutationen mittels DNA-Sequenzierung einer Gewebeprobe identifiziert. Die für eine Immunantwort wichtigsten Sequenzen bilden die Grundlage für den mRNA-Impfstoff, der den Patient:innen parallel zu einer Antikörpertherapie über ein Jahr verabreicht wird. Bei der vorangegangenen Phase II-Studie wiesen Patient:innen, die eine entsprechende kombinierte Therapie erhielten, gegenüber der Kontrollgruppe ein um 66 Prozent niedrigeres Risiko des Wiederauftretens der Melanomerkrankung in Form von Fernmetastasen auf. „Die bisherigen Studienergebnisse stimmen uns optimistisch, dass die individualisierte Neoantigentherapie einen wichtigen Beitrag für das Ziel leisten könnte, dass Wiederauftreten einer Melanomerkrankung zu verhindern und damit Heilung zu ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Christoffer Gebhardt, Leiter des Universitären Hauttumorzentrums am UKE.

Literatur zur Phase II-Studie: Weber, Carlino, Khattak et al. Individualised neoantigen therapy mRNA-4157 (V940) plus pembrolizumab versus pembrolizumab monotherapy in resected melanoma (KEYNOTE-942): a randomised, phase 2b study. The Lancet. 2024 (online ahead of print). DOI: doi.org/10.1016/S0140-6736(23)02268-7

Kontakt für Rückfragen: Prof. Dr. Christoffer Gebhardt , Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie

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Brustkrebs: Gesünderer Lebensstil kann sich positiv auf Krankheitsverlauf auswirken

Ein gesünderer Lebensstil kann sich positiv auf die Überlebensrate bei Brustkrebs auswirken. Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) stellten in einer gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) durchgeführten Studie fest, dass Empfehlungen zur Krebsprävention auch dann positive Effekte zeigen, wenn bereits eine Brustkrebsdiagnose vorliegt. Zu den gesunden Lebensstilfaktoren zählen unter anderem der Verzicht auf Alkohol und Tabak, eine gesunde Ernährung, ausreichende körperliche Aktivität und ein gesundes Körpergewicht. „Unsere Botschaft an alle Patientinnen ist daher: Es zahlt sich in Lebensjahren aus, auf einen gesunden Lebensstil zu achten – auch nach einer Brustkrebsdiagnose“, sagt Erstautorin Dr. Kathleen Gali Lo Conte vom Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) des UKE. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler:innen im Fachjournal Cancer veröffentlicht.

Für die Studie wurden Daten der sogenannten MARIE-Studie mit mehr als 10.000 Teilnehmerinnen ausgewertet, die ursprünglich durchgeführt wurde, um mögliche Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs nach den Wechseljahren zu ermitteln. Für Patientinnen nach der Menopause konnten die Forschenden nun feststellen, dass es in der Gruppe mit dem nach Empfehlungen des World Cancer Research Fund (WCRF) gesündesten Lebensstil im Zuge der Nachbeobachtung deutlich weniger Todesfälle gab als unter den Teilnehmerinnen, die sich am wenigsten an den WCRF-Empfehlungen orientiert hatten. Dies traf sowohl auf die Gesamtsterblichkeit wie auch auf den Anteil der Todesfälle zu, die auf die Krebserkrankung beziehungsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen waren.

Literatur: Gali, Orban, Ozga et al. Does breast cancer modify the long-term relationship between lifestyle behaviors and mortality? A prospective analysis of breast cancer survivors and population-based control. Cancer. 2023. DOI: doi.org/10.1002/cncr.35104

Kontakt für Rückfragen: Prof. Dr. Jenny Chang-Claude , Universitäres Cancer Center Hamburg

Feierliche Eröffnung der Familienberatungsstelle
Gesprächsraum
Gesprächsraum in der Beratungstelle
Meilensteine bis zur Eröffnung
Meilensteine bis zur Eröffnung.
Bildsprache der Krebsberatung für Familien

Februar 2024

Internationaler Kinderkrebstag: Neues Beratungsangebot des UKE

Mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland erkranken jährlich an Krebs. Wenn ein Kind oder ein Elternteil die Diagnose Krebs erhält, hat dies Auswirkungen auf das gesamte Familienleben. Das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat daher eine psychosoziale Beratungsstelle für an Krebs erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Familien eingerichtet. Anlässlich des Internationalen Kinderkrebstags am 15. Februar informiert Priv.-Doz. Dr. Gabriele Escherich, Oberärztin in der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des UKE, über das neu geschaffene Angebot.

Priv.-Doz. Dr. Gabriele Escherich: Eine Krebserkrankung stellt für das familiäre Leben einen radikalen Einschnitt dar. Erkrankt ein Elternteil oder ein Kind an Krebs, ändert sich von einem auf den anderen Tag alles: Krankenhausaufenthalte, Untersuchungen, Arzttermine bestimmen plötzlich den familiären Alltag; Beruf beziehungsweise Schule müssen unterbrochen, sozialrechtliche Belange geklärt werden. Erkrankte Eltern möchten womöglich ihre Kinder vor dieser belastenden Situation schützen, Kinder spüren jedoch häufig eine veränderte Stimmung. Die Familien befinden sich in einer Ausnahmesituation, die mit enormen psychosozialen Herausforderungen einhergeht.

Wieso wurde die Beratungsstelle eingerichtet?

Sowohl während der Therapie als auch danach und unabhängig davon, wie weit die Erkrankung zurückliegt, sind Kinder, Jugendliche und Familien von körperlichen, sozialen oder psychischen Folgen betroffen. Die psychosoziale Nachsorge ist daher ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Versorgung in der Behandlung von Krebs. Aus diesem Grund wurde die Beratungsstelle für Familien mit einem an Krebs erkrankten Familienmitglied in Hamburg eingerichtet. Betroffene können das ambulante Angebot kostenlos und ohne Überweisung durch eine Ärztin oder einen Arzt in Anspruch nehmen.

Welche Angebote gibt es in der Beratungsstelle?

Wir verstehen uns als Berater:innen und Begleiter:innen, unterstützen Betroffene in der Krankheitsverarbeitung und -bewältigung, in der familiären Kommunikation oder in Erziehungsfragen. Gleichermaßen unterstützen wir auch bei sozialrechtlichen Anliegen, zum Beispiel bei Antragsverfahren zur Rehabilitation, aber auch bei der Organisation der Rückkehr in Schule, Ausbildung oder Studium. Wir übernehmen eine Lotsenfunktion und vermitteln wohnortnahe, weiterführende Angebote und sind bestens mit den vielfältigen Survivorship Projekten des UCCH vernetzt. Die Beratungen können persönlich vor Ort, aber auch telefonisch, per E-Mail oder Videoanruf erfolgen. In der Beratungsstelle sind Psychoonkolog:innen sowie Sozialarbeiter:innen tätig. An wen richtet sich das Angebot und wie können Betroffene profitieren? Unsere Beratungsstelle steht prinzipiell Betroffenen sowie Personen aus deren Umfeld zur Verfügung: erkrankte oder sich in der Nachsorge befindliche Kinder und junge Erwachsene, Eltern, Geschwister, weitere Familienangehörige, aber auch Lehrer:innen oder Pädagog:innen. Die Krebsberatungsstelle soll eine Anlaufstelle bieten und präventiv psychischen, körperlichen wie auch sozialen Folgen vorbeugen. Sie soll Ratsuchende mit psychosozialen Belastungen unterstützen und konkrete praktische Unterstützung bei sozialrechtlichen Themen bieten.

Die Räumlichkeiten der Beratungsstelle befinden sich außerhalb des UKE-Campus im Falkenried 88,20246 Hamburg (Haus C, 1. OG). Mehr Informationen gibt es unter: www.uke.de/familienkrebsberatung

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Fotos: Laura Lehmann

Verleihung des Dr. Martini-Preises 2024 für herausragende medizinische Forschungsarbeiten

Februar 2024

Verleihung des Dr. Martini-Preises 2024 für herausragende medizinische Forschungsarbeiten

Der älteste Medizinpreis Deutschlands ist heute an die drei Wissenschaftler:innen Dr. Joseph Tintelnot, Dr. Britta Zecher und Dr. Nico Gagelmann des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) verliehen worden. Die mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE, überreicht.

Der erste Preis geht an Dr. Joseph Tintelnot, II. Medizinische Klinik und Poliklinik, für seine Forschungsarbeiten zum Verständnis und der Überwindung von Therapieresistenz bei gastrointestinalen Tumorerkrankungen. Dr. Britta Zecher aus der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik erhält den zweiten Preis für ihre Forschungsarbeit zu einem Mechanismus der Immunzellaktivierung bei der seltenen Lebererkrankung Primär Sklerosierende Cholangitis (PSC). Der dritte Preis geht an Dr. Nico Gagelmann, Interdisziplinäre Klinik und Poliklinik für Stammzelltransplantation, für seine Forschungsarbeiten zur molekularen und personalisierten Charakterisierung der Myelofibrose im Rahmen der allogenen Stammzelltransplantation.

„Mit der Förderung des medizinischen Nachwuchses gestalten wir die Medizin der Zukunft. Die drei Arbeiten, die in diesem Jahr mit dem Dr. Martini-Preis ausgezeichnet werden, liefern bedeutende Beiträge zur Erforschung von Krebs-, Leber- und Knochenmarkserkrankungen. Die prämierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zeigen uns eindrucksvoll, wie die Spitzenforschung am UKE jeden Tag dazu beiträgt, unser Verständnis zu Krankheitsverläufen, Diagnostik und Therapie weiter zu schärfen. Damit tragen sie nachhaltig dazu bei, die medizinische Versorgung weit über Hamburgs Grenzen hinaus zu stärken. Ich danke der Preisträgerin und den Preisträgern für ihre wichtige Arbeit und gratuliere herzlich zu der verdienten Auszeichnung!“, sagt Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke.

„Es ist eine große Freude, unseren wissenschaftlichen Nachwuchs mit dem ältesten Medizinpreis Deutschlands auszeichnen zu dürfen. Ein Preis, der bereits 1880 von ärztlichen Kollegen und Hamburger Kaufleuten gestiftet wurde und der den exzellenten Forschungsgeist und das Engagement unserer drei diesjährigen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler hervorhebt und belohnt. Ein großer Dank geht auch an die Spenderin des Preisgeldes des Dr. Martini-Preises 2024, Eva-Maria Greve, für ihre großzügige Unterstützung“, sagt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE.

Erster Preis für neuen Forschungsansatz in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Dr. Joseph Tintelnot konnte eine Verbindung zwischen einem von Darmbakterien gebildeten Stoffwechselprodukt (Metabolit, Indol-3-Essigsäure) und dem Ansprechen auf Chemotherapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nachweisen. Er fand unter anderem heraus, dass sich hierdurch die metabolische Funktion von Tumorzellen verändert. Durch diese metabolische Veränderung wurde das Wachstum der Tumorzellen während der Therapie gestoppt. Ebenso konnte er in präklinischen Modellen nachweisen, dass das Stoffwechselprodukt durch Ernährungsveränderung beeinflussbar ist und so das Therapieansprechen verbessert werden kann. Diese Ergebnisse können zu einer Erneuerung der Forschungsausrichtung beitragen, um neue Therapieansätze bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln.

Zweiter Preis für Erforschung der Immunzell-Aktivierung bei der seltenen Lebererkrankung Primär Sklerosierende Cholangitis (PSC)

Dr. Britta Zecher entschlüsselte einen Mechanismus, der bei Patient:innen mit PSC zur Krankheitsentstehung führen kann. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit entdeckte sie eine neue Risikogenvariante für die bisher unzureichend verstandene Entstehung dieser seltenen Lebererkrankung. Menschen, die diese Genvariante in sich tragen, haben ein erhöhtes Risiko für eine Aktivierung von Immunzellen als natürliche Killerzellen und infolge dessen für chronische Entzündungsreaktionen. Ein besseres Verständnis dafür, wie Immunzellen den Krankheitsverlauf der PSC beeinflussen, könnte zur Entwicklung von innovativen Therapieansätzen bei PSC beitragen.

Dritter Preis für die molekulare und personalisierte Charakterisierung der Myelofibrose im Rahmen der allogenen Stammzelltransplantation

Die insgesamt vier wissenschaftlichen Arbeiten von Dr. Nico Gagelmann befassen sich mit Risikofaktoren und therapeutischen Möglichkeiten der allogenen Stammzelltransplantation als bisher einzige Heilungsoption von Patient:innen mit der seltenen Knochenmarkserkrankung Myelofibrose. Auf Datenbasis einer großen internationalen Studie konnte er erstmalig zeigen, dass einzelne genetische Veränderungen wesentlichen Einfluss auf die Prognose nach einer Stammzelltransplantation haben. Auf dieser Grundlage könnte gemäß der individuellen molekularen Genetik des Betroffenen die Intensität der vorbereitenden Konditionierungstherapie und die Nachsorge nach einer Stammzelltransplantation angepasst werden. Dies könnte insbesondere zur Minimierung des Rückfallrisikos bei der Erkrankung beitragen.

Visionäre Förderung von medizinischem Nachwuchs seit 1880

Die Dr. Martini-Stiftung wurde 1880 von Freunden und Kollegen des im gleichen Jahr verstorbenen Chirurgen Dr. Erich Martini ins Leben gerufen. Der Dr. Martini-Preis – Deutschlands ältester Medizinpreis – ist von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve mit 10.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen.

Foto: (vorne, v.l.) Eva-Maria Greve, Dr. Nico Gagelmann, Dr. Britta Zecher, Dr. Joseph Tintelnot, Wolfgang Peter Greve, (hinten) Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Prof. Dr. Ansgar W. Lohse

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Februar 2024

UCCH kooperiert mit der Beiersdorf AG zur Krebs-Prävention

Die Beiersdorf AG veranstaltete anlässlich des Weltkrebstages die Krebs-Präventionswoche für ihre Mitarbeitenden. Im Expert Panel boten UCCH Vertreter:innen vor Ort Informationen rund um die Krebserkrankungen an und kooperieren ab sofort beim Aufbau einer Sprechstunde zur Identifikation von Beiersdorf-Mitarbeitenden mit genetischer Krebsdisposition.

Krebsvorsorge und Früherkennung sind zentrale Aufgaben eines Onkologischen Spitzenzentrums. In Kooperation mit der Beiersdorf AG ist nun ein neues Konzept entstanden – das UCCH unterstützt die Firma ab sofort bei krebsbezogenen Themen.

Schon seit vielen Jahren ist die Beiersdorf AG sehr engagiert in der medizinischen Betreuung ihrer Mitarbeiter:innen. Das betriebsärztliche Team unter der Leitung von Dr. Jörg Busam (Arbeitsmedizin, Innere Medizin) und Nina Davison (Onkologie / Hämatologie mit Weiterbildung Arbeitsmedizin) kümmert sich direkt und unkompliziert um die Anliegen der Mitarbeitenden.

Am Weltkrebstag 2023 war Beiersdorf einer der Gründungspartner des #WorkingwithCancerPledge. In diesem Jahr erfolgte nun die Umsetzung des Plans und Beiersdorf stellte die Global Critical Illness Policy vor: Eine Richtlinie, die Minimumstandards für alle Mitarbeitenden weltweit definiert und Kolleg:innen unterstützt, wenn bei ihnen oder einem nahen Angehörigen Krebs oder eine andere lebensbedrohliche Krankheit diagnostiziert wird. Begleitend dazu gab es am Hamburger Unternehmenssitz eine Woche lang Krebs-Vorsorge Angebote und Informationen rund um das Thema für die Mitarbeitenden.

Rebecca Goßmann, Head of Wellbeing und Organisatorin der Woche: „Wir haben in der ganzen Woche von 8 bis 17 Uhr in 10-Minuten Slots die Vorsorge-Angebote in Kooperation mit der DAK Gesundheitskasse zur Darmkrebs-, Hodenkrebs-, Brustkrebs und Hautkrebs-Vorsorge zur Buchung freigegeben. Innerhalb von 10 Minuten waren die ersten Angebote komplett ausgebucht. Das hat unsere Erwartungen wirklich übertroffen.“

GOOD FOR ME – so heißt das interne Programm von Beiersdorf, in dem Health Management in den Bereichen Medical, Social und Wellbeing positiv und motivierend an die Mitarbeitenden vermittelt wird. Neu ist die onkologische Sprechstunde – Nina Davison, die zuvor am Zentrum für Onkologie des UKE tätig war, wird hier Beratung für betroffene Kolleg:innen sowie ein Angebot zur Identifikation von Mitarbeitenden mit einer möglichen genetischen Neigung zu Krebserkrankungen anbieten.

Zentraler Bestandteil ist u.a. ein Fragebogen zu erblichen Krebserkrankungen. In der Kooperation mit dem UCCH wird dann gemeinsam mit Onkolog:innen und Humangenetiker:innen unter Leitung von PD Dr. Andreas Block eine weiterführende Diagnostik und maßgeschneiderte Surveillance entwickelt – der Erfolg dieses Projektes wird gemeinsam ausgewertet.

Foto: (mit freundl. Genehmigung der Beiersdorf AG / Henriette Pogoda) von links: Prof. Dr. Matthias Rostock, Prof. Dr. Isabelle Scholl, Rebecca Goßmann, Priv.-Doz. Dr. Andreas Block, Dr. Jörg Busam

Februar 2024

Neujahrsempfang der Selbsthilfegruppen

42 Selbsthilfegruppen und Patient:innenorganisationen kooperieren mit dem UCCH auf verschiedenen Ebenen. Anlässlich des Weltkrebstages wurde die Tradition der Neujahrsempfänge wiederaufgenommen, um sich nach der langen Corona-Zeit in persona auszutauschen.

Full house beim Neujahrsempfang am 5. Februar der Selbsthilfegruppen und Patient:innenorganisationen im UCCH: Nicht nur Patient:innenvertreter:innen, auch ärztliche und therapeutische Kolleg:innen freuten sich über das Netzwerken.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Katja Weisel im Namen des Direktoriums ging es gleich in die Diskussionsrunde – unter dem Thema „Was bewegt Sie gerade?“ berichteten die Vertreter:innen von ihren aktuellen Erfahrungen, z.B. zur Ansprache von erkrankten Mitmenschen mit Migrationshintergrund, über die Kontaktpunkte zu neu erkrankten Patient:innen z.B. bei Infonachmittagen, über die unterschiedlichen Bedürfnisse von Ratsuchenden und über die Rolle von Angehörigen.

Heide Lakemann von der Frauenselbsthilfe Krebs e.V., die gemeinsam mit Jürgen Martens von der Multiples Myelom Selbsthilfegruppe Hamburg, die Sprecherfunktion der Selbsthilfegruppen ausübt, sprach von ihrem Wunsch eine Krankheitsbild-übergreifende Gruppe für Krebsbetroffene mit Metastasierung am UKE zu gründen.

Nicht nur Petra Diekneite von KISS Hamburg freute sich zudem über die Nachricht, dass sich in Kürze eine neue Selbsthilfegruppe für Sarkom-Betroffene von der Deutschen Sarkomstiftung in Hamburg für ganz Norddeutschland gründen wird.

Das Koordinatoren-Team für das Selbsthilfe-Netzwerk am UCCH Avin Hell und PD Dr. Andreas Block kündigten darüber hinaus eine neue Veranstaltungsreihe an – bei den „Roof Top Get Together“, die quartalsweise stattfinden werden, laden sie alle Teilnehmenden des SHG-Netzwerks zum zwanglosen Austausch auf die Dachterrasse der UCCH Studienzentrale ein – ausdrücklich auch die medizinischen und forschenden Kolleg:innen. Schließlich lebt die Patient:innenbeteiligung von einem Kulturwandel bei allen Beteiligten und dies fängt beim Kennenlernen an.

Prof. Dr. Carsten Bokemeyer zum Neujahrsempfang in seinem Grußwort: „Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme von Patientinnen und Patienten an unserem Neujahrsempfang und rund um den Weltkrebstag. Das Universitäre Cancer Center ist aktuell dabei, sich erneut für eine Verlängerung der Auszeichnung als Onkologisches Spitzenzentrum in Deutschland zu bewerben. Hierbei werden die wichtigen Schwerpunkte des Zentrums, wie intensive Zusammenarbeit mit Patientinnen und Patienten, klinische und translationale Studien, Krebsforschung und vor allem auch interdisziplinäre Versorgung weiter gestärkt.

Die Zusammenarbeit mit Patientinnen und Patienten auf verschiedenen Ebenen innerhalb des UCCH, sei es durch Selbsthilfegruppen, bei Fortbildungen, im Vorstand des UCCH und im Patient:innen-Beirat hilft uns ungemein, das Cancer Center in seinen vielen Facetten aktiv weiterzuentwickeln und die Forschung und Versorgung noch besser auf die Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten auszurichten.“

Februar 2024

FC St. Pauli zu Besuch im Kinderkrebszentrum

Mehr als 13.500 Euro sind aus den Spenden beim FC St. Pauli Adventskalender 2023 zusammengekommen. Die Fußballer Profis Marcel Hartel und Elias Saad überreichten diesen Spendencheck nun an die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. und besuchten anschließend Kinder im UKE-Krebszentrum.

Im Dezember hatten die FC St. Pauli Rabauken zur Teilnahme am interaktiven Adventskalender 2023 aufgerufen, mehr als 1.400 Rabauken machten dabei mit. Auf sie warteten nicht nur spannende Überraschungen, wie signierte Trikots, Teilnahmen als Einlaufkind oder Fanartikel, sondern es bestand auch die Möglichkeit, die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. durch Spenden zu unterstützen.

Dank des großartigen Engagements der Mitglieder konnten die beiden Rabauken-Club Paten Marcel Hartel und Elias Saad dann Anfang Februar stellvertretend einen Spendencheck in Höhe von 13.540 Euro an die Fördergemeinschaft überreichen. Der gemeinnützige Verein schafft seit 1975 die Voraussetzungen für eine optimale Patientenversorgung am Kinderkrebs-Zentrum Hamburg und ermöglicht die gezielte Erforschung von Krebs im Kindesalter. Die gesammelten Spenden aus dem Rabauken-Club Adventskalender fließen in die Sporttherapie für die Patienten auf Station, in der Ambulanz oder nach abgeschlossener Therapie, die seit 2020 von der Fördergemeinschaft finanziert wird.

Nach der symbolischen Spendenübergabe sorgten die Rabauken-Club Paten noch für glückliche Kinderaugen und unvergessliche Momente: sie besuchten Patient:innen in der Nachsorge und auf Station, die sich riesig über den Austausch mit den Spielern freuten. Es wurden viele Fragen beantwortet, Autogramme verteilt, Fußbälle signiert, Fotos gemacht und viel gelacht!

Die FC St. Pauli Rabauken möchten sich an dieser Stelle herzlich bei allen Teilnehmer:innen des Adventskalenders bedanken, die die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. durch ihre großzügigen Spenden unterstützt haben.

Wer mehr über die Arbeit der Fördergemeinschaft erfahren und diese mit einer Spende unterstützen möchte, findet auf der Website der Einrichtung alle relevanten Informationen.

Hier geht es zum Video von der Spendenübergabe -> Überraschung für das UKE: Elias Saad und Marcel Hartel übergeben Spendencheck an krebskranke Kinder

Foto: Ronald Frommann (von links: Natalie von Borcke, Elias Saad, Marcel Hartel, PD Dr. Gabriele Escherich, Simon Elmers und die Kinder des Kinderkrebszentrums)

Ausgefragt?! - Videoformat zum Weltkrebstag 2024

Februar 2024

Weltkrebstag: Personalisierte Medizin in der Onkologie

Mehr als 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. In den vergangenen Jahren konnten dank kontinuierlicher Forschung große Behandlungsfortschritte in der Therapie von vielen Krebsarten erzielt werden. Dabei spielt vor allem die personalisierte Krebsmedizin eine immer wichtigere Rolle: Anlässlich des 24. Weltkrebstags am 4. Februar informiert Priv.-Doz. Dr. Maximilian Christopeit, Oberarzt im Zentrum für Onkologie im Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), was unter personalisierter Medizin in der Onkologie zu verstehen ist und wie sie Patient:innen zugutekommt.

Was versteht man unter personalisierter Medizin in der Onkologie?

Priv.-Doz. Dr. Maximilian Christopeit: Grundsätzlich ist jede Krebsbehandlung personalisiert. Alle Therapien richten sich nach speziellen Eigenschaften der Tumorerkrankung. Auch Faktoren wie das Alter der Patient:innen und Begleiterkrankungen haben Einfluss auf alle – damit individualisierten – Behandlungsempfehlungen. Personalisierte Medizin im engeren Sinne beschreibt aber die besonders tiefgehende, molekulare Analyse des einzelnen Tumors. Aus dieser wird eine spezifische Therapie abgeleitet, wenn Standardtherapieoptionen ausgeschöpft sind oder äußerst seltene Tumorerkrankungen vorliegen. So ist zum Beispiel bei metastasierten Lungenkarzinomen, eine der häufigsten Krebserkrankungen, bei der oftmals sogenannte Treibermutationen zu finden sind, die personalisierte Therapie Standard.

Wie funktioniert personalisierte Krebsmedizin?

Maßgeschneiderte Krebstherapie basiert unter anderem auf molekular-genetischen Untersuchungen von Tumorgewebe oder Tumorzellen, die im Blut gefunden werden. Im Gegensatz zu gesunden Zellen weisen diese Krebszellen oft Veränderungen in der Erbsubstanz – der DNA – auf. Diese führen zur Aktivierung von Signalwegen in den Tumorzellen, die so deren Wachstum begünstigen. Mittlerweile gibt es viele Medikamente, die diese in Tumorzellen aktivierten Signalwege spezifisch und zielgerichtet hemmen können. Dadurch wird die Therapie zunehmend personalisiert. Denn gegen jede Veränderungen im Tumorgewebe der Patient:innen wirkt ein anderes, bestimmtes Medikament. Diese Vorgehensweise ist insbesondere bei der Therapie von Lungenkrebs bereits voll etabliert und wird kontinuierlich mit immer neuen Erkenntnissen auch bei vielen anderen Tumorerkrankungen wichtig. Heute finden wir bei ca. 15 bis 20 Prozent aller Patient:innen in den Tumorzellen derartig zielgerichtet behandelbare molekulare Veränderungen.

Welche Verfahren kommen dabei zur Anwendung?

Das Verfahren, das die Diagnostik revolutioniert hat, ist die sogenannte Tiefensequenzierung der Tumor-DNA (Next Generation Sequencing). Heute können solche Analysen immer breiter und genauer durchgeführt werden, bis hin zur Untersuchung der vollständigen Erbsubstanz (die sogenannte Ganzgenomsequenzierung). Die daraus resultierende riesige Informationsmenge muss gemeinsam von klinischen Onkolog:innen, Molekularpatholog:innen und Bioinfomatiker:innen umfassend in einem Molekulare Tumorboard interpretiert werden. Danach geben die Expert:innen entsprechende Therapieempfehlungen. Bei den eingesetzten Therapien in der personalisierten Krebsmedizin kommen oft Dauertherapien mit Tabletten und manchmal auch Infusionen mit Antikörpern gegen sogenannte Oberflächenantennen von Krebszellen oder zur Aktivierung der körpereigenen Immunzellen zum Einsatz.

Wo finden Patient:innen entsprechende Angebote?

Personalisierte Krebsmedizin bieten wir als zertifiziertes Zentrum für Personalisierte Medizin-Onkologie (ZPM-Onkologie) an unserem Krebszentrum, dem UCCH, in Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartnern in Klinik und Praxis an, um vielen Patient:innen den Zugang zu dieser neuen Therapieform zu ermöglichen. Wir arbeiten dabei wiederum als Teil zweier nationaler Netzwerke – dem Deutschen Netzwerk für Personalisierte Medizin (DNPM) und dem nationalen Netzwerk für genomische Medizin bei Lungenkrebs (nNGM) – an diesem wichtigen Thema mit, um so den Wissenstransfer und Erkenntnisgewinn in diesem innovativen Bereich sicherzustellen und mitzugestalten.

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Feierliche Preisverleihung
Preisverleihung an Prof. Dr. Inge Marie Svane
mit Kuratoriumsmitgliedern der Hubertus Wald Stiftung
Festvortrag der Preiträgerin
zur Entwicklung der Immuntherapie
Meet & Greet
mit Nachwuchswissenschaftlerinnen des MSNZ
Musikalische Untermalung mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Musikalische Untermalung
mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Januar 2024

Krebsforscherin Prof. Dr. Inge Marie Svane erhält Hubertus-Wald-Preis für Onkologie

Die Krebsforscherin Prof. Dr. Inge Marie Svane, Universitätsklinikum Kopenhagen, ist mit dem Hubertus-Wald-Preis für Onkologie 2023 für ihr langjähriges Engagement und ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Immuntherapie von Tumoren ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vom Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH) verliehen.

„Bei der Therapie von bösartigem schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, haben sich die Immuntherapien in den vergangenen Jahren als ganz entscheidender medizinischer Fortschritt erwiesen. Die gezielte Strategie, körpereigene Abwehrzellen, die sogenannten T-Lymphozyten, gegen Krebszellen zu aktivieren, besitzt ein hohes Potential, die Therapie noch weiter zu verbessern und ist auch für die Behandlung anderer Tumorarten von hoher Relevanz. Professor Svane ist in diesem Bereich führend und hat mit ihrer wissenschaftlich-medizinischen Forschung entscheidend zu dieser Entwicklung beigetragen. Einige ihrer Untersuchungen wurden auch in Kooperation mit den Kolleg:innen der Dermatoonkologie am Hubertus Wald Tumorzentrum durchgeführt. Wir gratulieren Professor Svane herzlich zu dieser Auszeichnung“, sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des Hubertus Wald Tumorzentrums des UCCH und der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE.

Prof. Svane ist Leiterin des Nationalen Centers für Cancer Immune Therapy (CCIT-DK) am Universitätsklinikum in Kopenhagen. Im Zuge ihrer vielfältigen Arbeit in Klinik und Forschung ist sie Initiatorin vieler europäischer Studien gewesen, die zu verbesserten immuntherapeutischen Behandlungsstrategien für Patient:innen mit Hautkrebs geführt haben.

Das Hubertus Wald Tumorzentrum wird durch die Hubertus Wald Stiftung maßgeblich gefördert. Neben der Vergabe von Forschungspreisen steht die klinische Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen im Mittelpunkt der Förderung. Der hanseatische Unternehmer Hubertus Wald (1903-2005) und seine Frau Renate hatten sich über Jahrzehnte der Förderung von Kultur und Medizin verschrieben; daraus ist 1993 die Hubertus Wald Stiftung hervorgegangen.

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Foto: Avin Hell, Laura Lehmann

Prof. Neumann, Prof. Otto und Dr. Molwitz (v.l.n.r.)

Dezember 2023

Werner Otto Preis 2023 für neue Möglichkeiten der Behandlung von kindlichen Hirntumoren

Der Werner Otto Preis 2023 für herausragende medizinische Leistungen in der Grundlagenforschung und Klinischen Forschung wurde an Prof. Dr. Julia Neumann und Dr. Isabel Molwitz verliehen.

Prof. Dr. Neumann, Oberärztin am Institut für Neuropathologie und Nachwuchsforschungsleiterin am Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH), wurde für ihre wegweisende Arbeit im Bereich der bösartigen Hirntumoren bei Kindern ausgezeichnet. Diese Forschung ermöglicht neue Einblicke in die Pathogenese und den molekularen Phänotyp, was zu verbesserten Therapieansätzen führen kann.

Dr. Molwitz, Fachärztin für Radiologie am UKE, erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung neuer bildgebender Biomarker, die eine frühzeitige Erkennung eines reduzierten Muskelstatus ermöglichen.

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Feierstunde bei der Prof. Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group, statt. Prof. Dr. Otto betonte die bedeutsame Rolle von medizinischen Höchstleistungen und Förderung umfassender Forschung, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie.

Der Werner Otto Preis wird alle zwei Jahre vergeben und würdigt den Einsatz für neue Behandlungsmöglichkeiten in der Medizin. Der Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert.

Wir gratulieren den beiden Preisträger:innen herzlichen zu dieser Auszeichnung und wünschen viel Erfolg für das weitere Forschungsvorhaben.

Weitere Informationen:
Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH)
Werner Otto Stiftung

Foto: Werner Otto Stiftung

November 2023

Weltpankreaskrebstag: Frühe Diagnostik entscheidend

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) gehört zu den dritthäufigsten Tumoren des Magen-Darm-Trakts. In Deutschland erhalten jährlich knapp 17.100 Menschen die Diagnose. Der diesjährige Weltpankreaskrebstag am 16. November steht unter dem Motto „Hallo Pankreas!“ und soll auf die Wichtigkeit einer frühzeitigen Diagnose hinweisen. Welche Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten es gibt, erklärt Prof. Dr. Thilo Hackert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie im Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Welche Funktion übernimmt die Bauchspeicheldrüse im menschlichen Körper?

Prof. Dr. Thilo Hackert: Die Bauchspeicheldrüse ist eines der zentralen Stoffwechselorgane in unserem Körper. Sie produziert viele Flüssigkeiten, die für die Verdauung zum Beispiel von Fett, von Eiweißen, aber auch von Zucker entscheidend sind. Daneben hat die Bauchspeicheldrüse eine ganz wichtige hormonelle Funktion, denn sie produziert Insulin, das zentrale Hormon für die Blutzuckerregulation in unserem Körper.

Welche häufigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse gibt es?

Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse wird Pankreatitis genannt, dabei unterscheidet man zwischen akuter und chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Oftmals spielt hier übermäßiger Alkoholkonsum eine Rolle. Neben den entzündlichen Erkrankungen gibt es auch das Pankreaskarzinom, also Bauchspeicheldrüsenkrebs. Diese bösartige Tumorerkrankung nimmt leider immer mehr zu und gehört zu den dritthäufigsten Tumoren des Magen-Darm-Trakts.

Wie entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Die Risikofaktoren, die zu Bauchspeicheldrüsenkrebs führen können, sind abschließend noch nicht geklärt. Wir wissen aber, dass Rauchen und hoher Alkoholkonsum das Risiko erhöhen. Bauchspeicheldrüsenkrebs kann aufgrund einer chronischen Entzündung entstehen, Patient:innen mit chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung haben also ein erhöhtes Risiko. Selten ist Bauchspeicheldrüsenkrebs auch erblich bedingt. Liegt im familiären Kontext Bauchspeicheldrüsenkrebs vor, sollte man unter Umständen entsprechende Vorbeugeuntersuchungen vornehmen.

Welche Symptome gibt es?

Das Tückische an der Erkrankung ist, dass es häufig keine Symptome gibt oder sie sehr unspezifisch sind. Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, aber auch Rückenschmerzen können Symptome sein. In seltenen Fällen kann sich Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr früh durch eine Gelbsucht oder durch Verdauungsstörungen zeigen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine schwerwiegende Erkrankung, in den letzten 20 Jahren hat sich die Therapie aber sehr verbessert. Die operative Entfernung des Tumors können wir bei Diagnosestellung bei etwa 20 Prozent der Patient:innen durchführen. Bei fortgeschrittenen Tumoren kann vor der Operation eine Chemotherapie notwendig sein. Letzteres kann auch erforderlich sein, wenn ein aggressives Tumorwachstum vorliegt oder der Zustand der Patient:innen keine direkte Operation ermöglicht.

Aktuelles aus der Forschung

In diesem Jahr konnten zwei große, internationale Forschungsprojekte zur Früherkennung und Überprüfung von Resttumorerkranungen gestartet werden. Beide Forschungsprojekte werden von Prof. Dr. Claus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie am UKE, geleitet.

In dem von der EU bis 2027 geförderten Projekt PANCAID („PANcreatic CAncer Initial Detection via Liquid Biopsy“) wollen die beteiligten Wissenschaftler:innen Blutproben von Patient:innen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie von gesunden Personen und solchen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko sammeln. Mithilfe von Computeranalysen und Künstlicher Intelligenz sollen die wesentlichen zellulären Marker identifiziert werden, die für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs verantwortlich sind.

Das Projekt „GUIDE.MRD- GUIDing multi-modal thErapies against Minimal Residual Disease by liquid biopsies“ erhält bei einer Laufzeit von fünf Jahren insgesamt rund 17,6 Millionen Euro an EU-Fördermitteln. Das Konsortium will belastbare Daten zum Einsatz von Flüssigbiopsien (Liquid Biopsy) zur Erkennung von minimalen onkologischen Resterkrankungen erheben. Die sogenannte Minimal Residual Disease (MRD) kann Ausgangspunkt für später auftretende Krebsmetastasen sein.

Ausgefragt ?! Videos zum Thema Krebs: Bauchspeicheldrüsenkrebs
World Pancreatic Cancer Coalition
Pancaid Project EU
Zur UKE Pressemitteilung

Hörsaalbild
16.11. GIST - Eröffnung
Prof. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH
Hörsaal Fritz Schumacher
MRT Aufnahmen zur Veranschaulichung der Erkrankung
mit Dr. Lennart Well, Radiologie
17.11. Sarkom - Eröffnung
PD Dr. Anna Duprée, Leiterin Sarkomzentrum am UCCH
Morphologie und Mustererkennung von Sarkomen
Rolle der Pathologie mit PD Dr. Andreas Lübke

November 2023

Auftakt der Roadtour der Deutschen Sarkom-Stiftung: Zwei Patientennachmittage zu GIST und Sarkom in Hamburg

Am 16.11.2023 und am 17.11.2023 drehte sich alles um Sarkome, eine sehr seltene Krebsform, die in vielen verschiedenen Arten auftreten kann. Die Deutsche Sarkom-Stiftung startete im UKE ihre deutschlandweite Roadtour mit zwei Patient:innennachmittagen, gemeinsam durchgeführt mit dem UCCH Sarkomzentrum.

Sarkome, bösartige Weichteil- und Bindegewebstumore, können überall im Körper entstehen und zählen mit etwa 2000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland zu den eher seltenen Krebserkrankungen. Außerdem sind die Erscheinungsformen sehr unterschiedlich. Umso wichtiger ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Behandlung von Patient:innen sowie ein umfassendes Informationsangebot zur Unterstützung während und nach der Therapie. Die Deutsche Sarkom-Stiftung setzt sich mit Hingabe dafür ein, die Situation für Sarkom-Patient:innen in Deutschland nachhaltig zu verbessern.

Die Veranstaltungen boten den Teilnehmer:innen eine einzigartige Gelegenheit, ihre persönlichen Erfahrungen zu teilen und direkt Fragen an Expert:innen zu stellen. Intensive Diskussionen über Behandlungsempfehlungen, neueste Medikamente und die Steigerung der Lebensqualität prägten beide Veranstaltungstage. Dafür waren Vertreter:innen der Deutschen Sarkom-Stiftung und Expert:innen aus dem UKE sowie dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) vor Ort.

Ein zentraler Fokus der Vortragenden lag auf der interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Bereiche und dem Weg der Patient:innen durch das Krankenhaus, angefangen bei den ersten Symptomen bis hin zur Behandlung. Die Präsentationen umfassten unterschiedliche Therapieansätze, darunter Chirurgie, Strahlentherapie und medikamentöse Therapien.

Besondere Highlights waren die Einblicke in die Arbeit der Plastischen Chirurgie und die zentrale Rolle der Pathologie. Während in der Pathologie alle Informationen zur Diagnosestellung und Klassifizierung von über 100 Sarkomarten zusammenlaufen, bietet die Plastischen Chirurgie hochkomplexe Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität nach einer Tumorentfernung.

Beide Veranstaltungen wurden von der aktiven Beteiligung aller Besucher:innen getragen, die die Expert:innen mit ihren Fragen herausforderten. Ein voller Erfolg, der die Bedeutung des Wissenstransfers und des gemeinsamen Austauschs in der onkologischen Versorgung unterstreicht.

Weitere Informationen:

Deutsche Sarkom-Stiftung

Sarkomzentrum am Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH)

Interdisziplinäre Sarkomsprechstunde am UCCH

Foto: Laura Lehmann

November 2023

5. Cancer Careers Day: Karriere in der Wissenschafts-kommunikation

Thematisch angeknüpft an die letzte Veranstaltung stellte der 5. Cancer Careers Day erneut das Thema Wissenschaftskommunikation in den Vordergrund. Die Online-Veranstaltung des Mildred-Scheel-Nachwuchszentrums Hamburg (MSNZ) , des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) und des Universitären Cancer Centers Schleswig-Holstein (UCCSH) legte dieses Mal den Schwerpunkt auf Berufsbilder und mögliche Karrierewege.

Journalismus, Science Publishing oder Kommunikation für Forschungscluster und Konsortien – die Karrierewege und Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Am 10. November 2023 waren vier Expert:innen zu Gast, um über ihre Wege aus der "klassischen" Forschung in Arbeitsfelder der Wissenschaftskommunikation zu berichten. Dabei gaben Sie Einblicke in die "How tos" und "Fallstricke" bei ihren Karrierewegen.

Als Gäste waren Dr. Andreas Mehdorn (Thieme Gruppe), Dr. Theresa Schredelseker (Fuel Cell Center ZBT und Universität Duisburg-Essen), Dr. Claudia Taubenheim (Koordinatorin KFO CATCH-ALL, UKSH Kiel, Medical Writer & Coach in Ausbildung) und Dr. Christina Bernd (Süddeutsche Zeitung, freie Autorin) geladen.

In der Podiumsdiskussion hatten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, den Referent:innen Fragen zu stellen. Zentral waren hier die Fragen zu Anreizen für den Einstieg in die professionelle Wissenschaftskommunikation und erforderlichen Fähigkeiten und eventuell nötige weitere fachliche Ausbildung. Einig waren sich die Gäste hier, dass vor allem eine Liebe zur Wissenschaft in Kombination mit der Leidenschaft, Dinge zu hinterfragen und zu erklären, sie eine. Im Gegensatz zur Wissenschaft selbst, die gerne ins Detail ginge, läge die Stärke der Kommunizierenden aber auf der Generalisierung und dem „breiten Blick“ über Themen, so Christina Berndt im Interview. Einstiegsmöglichkeiten böten sich – neben einem Zweitstudium in Journalismus – klassisch über Praktika/Volontariate bei Zeitungen, Verlagen, Funk oder Fernsehen; gut sei es aber, schon bei Anfragen für solche Tätigkeiten ein kleines Portfolio an eigenen Arbeitsproben vorweisen zu können. Solche ersten Text- und Medienproben könne man sich z.B. durch das Schreiben eines eigenen Blogs, Kreation eines eigenen Podcasts oder kleinerer Übersichtsartikel für Zeitschriften erarbeiten. Auch die freiwillige Arbeit als Editor für wissenschaftliche Fachzeitschriften sei ein guter Einstieg.

Ebenfalls wurden die Höhen und Tiefen der Arbeit in der WissKom diskutiert; ein Vorteil, so Claudia Taubenheim, sei natürlich die flexible Wahl des Arbeitsortes, gerade, wenn man familiäre Verantwortung habe. Auch der Austausch mit vielen unterschiedlichen Menschen könne sehr bereichernd sein und das eigene Netzwerk sinnvoll erweitern. Auf der negativen Seite könne ein je nach Arbeitgeber (oder gar als Selbständige) geringeres Einkommen bzw. höhere finanzielle Unsicherheit stehen. Generell sei aber die Nachfrage nach kompetenten Kommunikator:innen gerade im Kontext größerer Forschungsverbünde aktuell steigend, sodass sich hier durchaus ein attraktives alternatives Arbeitsfeld für Menschen mit Forschungshintergrund böte.

Die Veranstaltungsreihe „Cancer Careers Day“ gibt einen Überblick über Karrieremöglichkeiten innerhalb und außerhalb der akademischen Welt und findet zweimal pro Kalenderjahr statt. In Diskussionen und Interviews mit Expert:innen aus den verschiedensten Bereichen, von klassischen (aber auch unkonventionellen) "Universitätsjobs" über die Pharmaindustrie bis hin zu Kommunikation, Recht, PR und anderen, erhalten die Teilnehmer:innen einen Einblick, wie all diese Berufe tatsächlich aussehen und welche Fähigkeiten erforderlich sind, um erfolgreich zu sein.

Weitere Informationen:

Mildred Scheel Nachwuchszentrum Hamburg - MSNZ Hamburg

Foto: Pexels

Forschungsnetzwerktreffen Palliativmedizin am UKE
Vortrag Prof. Dr. Karin Oechsle
Forschungsnetzwerktreffen Palliativmedizin am UKE
Integrativer Austausch zu zukünftigen Forschungsfragen

November 2023

Jährliches Forschungsnetzwerktreffen Palliativmedizin am UKE – Erstmals wieder in Präsenz

Am 09. November 2023 trafen sich knapp 30 Teilnehmende zum jährlichen Forschungsnetzwerktreffen Palliativmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) – endlich wieder in Präsenz. Es war ein gelungenes Treffen von Versorgenden aus der Palliativ- und Hospizversorgung im Großraum Hamburg und den Forschenden der Palliativmedizin am UKE.

Prof. Dr. Karin Oechsle, Leiterin der Palliativmedizin am UKE, berichtete von den drei großen aktuell laufenden Angehörigen-Forschungsprojekten: ScreenAng (gefördert von der Deutschen Krebshilfe (DKH)), CCC-PalliAng (gefördert von der Hamburger Krebsgesellschaft (HKG)) und ImTeamAng, inklusive des jeweils aktuellen Stands der Kooperationen und Rekrutierungen in diesen Projekten. Das aktuelle Forschungsteam der Palliativmedizin am UKE besteht mittlerweile aus 17 Personen, das derzeit von 12 medizinischen Doktorand:innen aktiv unterstützt wird.

Das Forschungsnetzwerktreffen wurde ebenfalls dazu genutzt, um die zur Gründung 2017 formulierten Fragestellungen unter den bisherigen Forschungserkenntnissen erneut zu bewerten und auf Basis dessen zukünftige Fragestellungen zu formulieren.

Darüber hinaus stellte Dr. Aneta Schieferdecker, Oberärztin und Wissenschaftlerin, erste Ergebnisse zur Innovations-fond-geförderten Studie zur Verbesserung der Sterbebegleitung im Krankenhaus (Stik-OV) vor. Es zeigte sich, dass ein großer Bedarf zur Verbesserung der Sterbebegleitung in Krankenhäusern auf nicht palliativmedizinisch spezialisierten Krankenhausstationen besteht. Außerdem lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass es möglich ist, im Bottom-up-Prinzip in multiprofessionellen Arbeitsgruppen auf den einzelnen Stationen geeignete Maßnahme zur Verbesserung der Sterbebegleitung zu entwickeln. Inwieweit diese wirksam sind, wird derzeit multimodal evaluiert.

Dipl.-Soz. Anneke Ullrich, leitende Wissenschaftlerin, stellte verschiedene „Ergebnis-Blitzlichter“ aus den verschiedenen in Auswertung bzw. Publikation befindlichen Projekten der Angehörigenforschung vor. Diese umfassten sowohl Bedarfe der Angehörigen während der Erkrankung der nahestehenden Person als auch in der Trauerphase nach deren Versterben.

Alles in allem ein gelungenes Forschungsnetzwerktreffen, mit großer aktiver Beteiligung und richtungsweisenden Ergebnissen für die zukünftige Forschungsentwicklung.

Weitere Informationen:
Palliativmedizin am UKE

Foto: Nikolas Oubaid (Bild 1), Karin Oechsle (Bild 2)

November 2023

Starke Partner in der Behandlung von Patient:innen mit Lungenkrebs – Besuch der LungenClinic Grosshansdorf im UCCH

Vertreter:innen der LungenClinic Grosshansdorf, einer der bereits seit 2018 designierten Partner des UCCH, besuchten das Direktorium des UCCH, um sich über gemeinsame Projekte und Ziele auszutauschen.

Die LungenClinic Grosshansdorf ist als GBA- Lungenzentrum für Schleswig-Holstein anerkannt, die Therapie von Patient:innen mit Lungenkarzinom ist eines der Schwerpunkte der Klinik. Neben der klinischen Versorgung gibt es an der LungenClinic zahlreiche translationale Forschungsprojekte und klinische Studien aus, sowohl als Netzwerkpartner des UCCH als auch im Deutschen Zentrum für Lungenforschung.

In regelmäßigen Strategiemeetings der Partner werden gemeinsame Weichenstellungen überprüft und gegenwärtige sowie zukünftige Kooperationsprojekte diskutiert. So soll die Optimierung der klinischen Versorgungslandschaft für Patient:innen mit Lungenkarzinom mit einer kontinuierlichen Optimierung von Diagnostik und Therapie weiter vorangetrieben werden, darüber hinaus soll die Zusammenarbeit in translationaler und klinischer Forschung weiter ausgebaut werden. Als dritte Säule der Zusammenarbeit standen auch gemeinsame Aktivitäten zur Fort- und Weiterbildung zur Diskussion, sowohl für ärztliche Kolleg:innen, medizinisches Fachpersonal und Patient:innen.

Zur Webseite der LungenClinic Grosshansdorf

Im Bild von links: Prof. Dr. Martin Reck (LungenClinic), Prof. Dr. Katja Weisel (UCCH), Prof. Dr. Carsten Bokemeyer (UCCH), Prof. Dr. Klaus Rabe (LungenClinic), Susanne Quante (LungenClinic), Prof. Dr. Andrea Morgner-Miehlke (UCCH)

Foto: Avin Hell

Schlüsselübergabe der neuen Martiniklinik

November 2023

Feierliche Schlüsselübergabe an die Martini-Klinik

Am Mittwoch, 8. November, fand im Beisein von Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke, die feierliche Schlüsselübergabe an die neue Martini-Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) statt. Nach rund vier Jahren Bauzeit ist das siebengeschossige Prostatakrebszentrum mit 17.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche und 100 Betten, verteilt auf vier Stationen, baulich fertiggestellt.

Damit ist ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zur Inbetriebnahme erreicht: Im 2. Quartal 2024 soll nach der medizinischen Ausstattung der Räumlichkeiten der klinische Betrieb aufgenommen werden. Dann können in der Martini-Klinik noch mehr Patienten mit Prostatakrebs von der frühen Diagnostik bis hin zu fortgeschrittenen Erkrankungsstadien behandelt werden.

Der Einladung zur feierlichen Schlüsselübergabe waren rund 200 Gäste gefolgt, darunter auch drei ehemalige Patienten, Gäste aus der Politik, der baubeteiligten Firmen sowie zahlreiche Mitarbeitende der Martini-Klinik und des UKE. Prof. Dr. Markus Graefen, Ärztlicher Leiter der Martini-Klinik und Prof. Dr. Hans Heinzer, Stellvertretender Ärztlicher Leiter der Martini-Klinik, nahmen den symbolischen Schlüssel zum Klinikneubau von der Senatorin Katharina Fegebank, Prof. Dr. Christian Gerloff, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE, sowie Feridun Bircan, Geschäftsführer der KFE Klinik Facility-Management Eppendorf des UKE, entgegen.

„Die Martini-Klinik ist weltweit die Nummer eins bei der Behandlung und Erforschung von Prostatakrebs. Zugleich ist sie eine tragende Säule der Gesundheitsversorgung hier am UKE. Ich freue mich sehr, dass die Spitzenmedizin an der Martini-Klinik nun ein neues Zuhause hat – mit besten Behandlungsmöglichkeiten und neuester Technik. Ein guter Tag für den Wissenschafts- und Medizinstandort Hamburg. Und ein guter Tag für alle Patienten, die aus der ganzen Welt kommen, um sich hier behandeln zu lassen“, sagt Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke.

„Die Therapie von Prostatakrebs hat sich in den vergangen drei Jahrzehnten rasant entwickelt, und die Martini-Klinik hat einen großen Teil dazu beigetragen: mit ihrer wegweisenden Medizin und fürsorglichen Pflege sowie mit innovativen Operations- und Behandlungskonzepten. Der Neubau bietet jetzt die Basis für die Weiterentwicklung dieser medizinischen Exzellenz und ist zugleich mit einem zeitgemäßen Ambiente und mehr Komfort für die Patienten verbunden. Ich bedanke mich bei allen, die an der Planung und Umsetzung des Projekts beteiligt waren: von den Architekt:innen über die Bauleiter:innen und Handwerker:innen bis hin zu den Mitarbeitenden der Martini-Klinik, des UKE und insbesondere der KFE. Jede:r von Ihnen hat einen wertvollen Beitrag zum Erfolg dieses Bauprojekts geleistet“, sagt Prof. Dr. Christian Gerloff.

„Es hat sich gezeigt, dass die Strategie der medizinischen Versorgung eines Krankheitsbildes der beste Weg ist, um weltweite Spitzenwerte in der Behandlungsqualität unserer Patienten zu erreichen. Unser Qualitätsmanagement funktioniert, und unsere klinischen Studien und Forschung tragen wesentlich dazu bei, Patienten mit Prostatakrebs die bestmögliche Therapie bei gleichzeitig maximalem Erhalt der Lebensqualität zu bieten. Hinzu kommen optimierte Abläufe durch eine gute Patientensteuerung, die nicht nur mehr Effizienz, sondern auch eine hohe Servicequalität für unsere Patienten bedeutet“, sagt Prof. Dr. Markus Graefen.

„In den letzten Jahren haben wir in der Martini-Klinik zunehmend mehr Patienten aus ganz Deutschland und auch dem Ausland behandelt. Hinzu kommen die Daten des statistischen Bundesamtes, die besagen, dass die Gruppe der 50- bis 70-jährigen bis 2040 mehr als 10,7 Millionen Männer umfassen wird. Daher haben wir uns 2015 gemeinsam mit dem UKE-Vorstand für einen Neubau mit einer deutlichen Erhöhung der Betten- und OP-Kapazitäten entschieden. Ab dem zweiten Quartal 2024 werden wir die ersten Patienten im Neubau behandeln können. Ich danke allen ganz herzlich, die an der der Planung, Gestaltung und Realisierung des Neubaus mitgewirkt haben“, sagt Dr. Detlef Loppow.

Martini-Klinik: Spezialklinik für die Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs

Die Martini-Klinik bietet alle Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs und versorgt im Prostatakrebszentrum gemeinsam mit dem UKE jährlich rund 5.000 ambulante und 2.700 stationäre Patienten. Mit über 2.500 Prostatakrebsoperationen pro Jahr führen sie weltweit die meisten vollständigen (radikalen) operativen Entfernungen der Prostata durch. Dabei geht es um den maximalen Erhalt der Lebensqualität des Patienten in Hinblick auf Heilungsrate, Kontinenz und Potenz. Diese Faktoren werden seit vielen Jahren mit den sogenannten Patient Reported Outcome Measures (PROM) erfasst; diese Ergebnisse fließen in die Forschung und stetige Verbesserung der operativen Therapie ein. So hat beispielsweise die präzise Präparation und Erhaltung des Harnröhrenschließmuskels deutlich mehr Patienten zur Erhaltung ihrer Kontinenz verholfen. Das besonders auf die Anforderungen von Krebspatienten geschulte Pflege-Team der Martini-Klinik betreut die Patienten mit großer Empathie und auf hohem pflegerischen Niveau.

Martini-Klinik: Seit Gründung auf Expansionskurs

Die 2005 gegründete Fachklinik, einst mit nur acht Betten in Betrieb genommen, wuchs in den Folgejahren schnell auf 72 Betten an. Im siebengeschossigen Neubau mit 17.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ist jetzt Platz für 100 Betten, verteilt auf vier Stationen, für zahlreiche Funktions- und Behandlungsräume, beispielsweise für die ambulante Chemotherapie, sowie für acht OP-Säle, die für den Einsatz von roboterassistierten Operationssystemen und fokalen Therapietechniken (punktuelle Behandlung des Prostatakarzinoms) ausgestattet sind. Großzügige und mit hochwertigen Materialien gestaltete Patientenzimmer mit bodentiefen Fenstern, helle Operations- und Aufwachräume mit Oberlichtern, einladende Aufenthalts- und Untersuchungsräume, kurze Wege für Mitarbeitende und Patienten sowie modernste Medizintechnik zeichnen das neue Prostatakrebszentrum aus.

„Erstmalig hat die KFE die vollständige Bauplanung und die Koordinierung der rund 80 beteiligten Bauunternehmen übernommen. Dadurch konnten wir flexibel und wirtschaftlicher agieren und den Bau trotz der allgemeinen volatilen Lage in rund vier Jahren fertigstellen“, sagt Feridun Bircan.

Link zur UKE Pressemitteilung

Oktober 2023

Nachruf:
Wir trauern um Maren Fendt

Die seit Februar 2023 im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätige Maren Fendt ist am 29. Oktober 2023 nach einem Sportunfall plötzlich und unerwartet verstorben.

Die Direktoren, der Vorstand und die Mitarbeiter:innen des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) trauern um ihre geschätzte Kollegin.

Maren Fendt, geboren 1995 in Flensburg, begann ihr Studium der angewandten Gesundheitswissenschaften im Jahr 2015 in Furtwangen und führte ihre Studien später an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) fort. Nach Stationen bei Cochrane und an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg nahm sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin im Februar 2023 ihre Tätigkeit im Universitären Cancer Center Hamburg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auf. Frau Fendt hat als Projektmanagerin wesentliche Förderprojekte zum Thema Outreach sowohl im UCCH als auch im nationalen Netzwerk der Comprehensive Cancer Center betreut und koordiniert.

Privat war Maren Fendt vielseitig interessiert – stets zog es sie ans Meer, ob an die deutschen oder verschiedenen Küsten dieser Welt. Sie war eine erfahrene Kitesurferin, tanzte sehr gerne und hatte gerade den Segelschein auf der Hamburger Außenalster absolviert.

Wir sind zutiefst bestürzt und fassungslos über ihren plötzlichen Tod.

Wir betrauern und vermissen eine liebenswürdige und lebensbejahende junge Kollegin, die sich in den vergangenen Monaten aktiv und mit großer Freude in unsere Arbeit hier am UCCH eingebracht hat.

Hamburg war für sie ihr zweites Zuhause, sie hatte einen großen Freundeskreis aufgebaut und fühlte sich in der Hansestadt gut aufgenommen.

Unser Mitgefühl und besondere Anteilnahme gelten ihrer Familie, ihren Angehörigen und Freunden.

UCCH-Team auf der Jahrestagung der DGHO 2023 in Hamburg

Oktober 2023

Riesige Beteiligung an der diesjährigen Jahrestagung der DGHO mit Preisträger:innen aus dem UCCH

Die DGHO zu Gast in Hamburg: Vom 13. bis 16. Oktober 2023 drehte sich auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) alles um die neusten Entwicklungen in der Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen. Mit Rekordteilnehmerzahlen des größten Kongresses des Fachgebiets im deutschsprachigen Raum konnte an die Besucherzahlen von vor Corona wieder angeknüpft werden.

Unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Prof. Dr. med. Claudia Baldus, Direktorin des Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) und Prof. Dr. med. Carsten Bokemeyer, Direktor des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH), wurde auf dem Messegelände des CCH – Congress Center Hamburg gemeinsam über die neusten Forschungserkenntnisse informiert und diskutiert. Mit mehr als 6.000 Teilnehmer:innen, 1.400 Präsentationen, nahezu 800 Abstracts, 380 wissenschaftlichen Poster wurde in 36 Sessions mit 265 Sitzungen ein Programm voller thematischer Breite und Tiefe präsentiert.

Nach wie vor stellt die Immuntherapie einen der wichtigen Innovationstreiber in der modernen Krebsbehandlung dar. „Nie waren die Möglichkeiten in unserem Fachbereich so erfolgversprechend, nie inhaltlich so umfangreich und nie so rasch im Wandel wie heute“, so Prof. Carsten Bokemeyer. Als Beispiel nannte er die Zahl der Medikamente, die 2021 neu oder für neue Indikationen zugelassen wurden: „Es waren 50 – also quasi eines pro Woche.“ Die tägliche klinische Umsetzung dieser Innovationen sei eine konstante Herausforderung. Zudem wachse auch das dafür notwendige Wissen stetig an. „Die Hämatologie und Medizinische Onkologie steht im Zentrum der innovativsten Fächer der modernen Medizin. Wir sollten alles dafür tun, um auch künftig die neuen Entwicklungen der Krebsmedizin für unsere Patientinnen und Patienten aktiv zu gestalten.“

Ein besonderes Highlight war die Keynote von Prof. Dr. rer. nat. habil. Mojib Latif, Meteorologe am GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Er zeigte eindrucksvoll die enormen Auswirkungen des Klimawandels und die enormen Herausforderungen, denen die Menschheit gegenübersteht, da auch gesundheitliche Auswirkungen steigen werden.

Traditionell werden auf dem DGHO Auszeichnungen an Wissenschaftler:innen und junge Nachwuchsforscher:innen verliehen und ein besonderes Augenmerk auf die Studierenden gelegt. In diesem Jahr gab es einen speziellen Studierendentag, der mit etwa 100 Studierenden gut besucht war.

Preisträger:innen aus dem UCCH:

Der Vincenz-Czerny-Preis wurde Dr. med. Joseph Tintelnot für seine Veröffentlichung mit dem Titel "Microbiota-derived 3-IAA influences chemotherapy efficacy in pancreatic cancer" verliehen, die in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Der Preis wird jährlich vergeben und zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus, die sich mit klinischen, experimentellen oder theoretischen Fragen im Bereich der Onkologie befassen.

Außerdem erhilt Dr. med. Lisa Leypoldt den Young Investigator Award. Dieser wird an Nachwuchswissenschaftler:innen unter 35 Jahren vergeben wird, die das beste Abstract eingereicht haben. Insgesamt wurde Dipl.soz. Anneke Ullrich für das beste Abstract der Jahrestagung geehrt.

Wir gratulieren herzlich zu diesen Auszeichnungen und wünschen weiter viel Erfolg für die weiteren Forschungsvorhaben. Der nächste Kongress der Fachgesellschaften findet vom 11. bis 14. Oktober 2024 in Basel statt.

Weitere Informationen:

Link zur Abschlusspressemitteilung der DGHO

Foto: Avin Hell

Oktober 2023

Graduiertenkolleg „Innovative Technologien in der Krebsdiagnostik und -therapie“: Abschluss-Retreat im Nochtspeicher auf St. Pauli

Unter der Leitung von Prof. Dr. Gunhild von Amsberg, PD Dr. Malte Kriegs und Dr. rer. nat. Natascha Kömm wurde am 13.10.2023 im feierlichen Rahmen der Abschluss-Retreat des interdisziplinären Graduiertenkollegs „Innovative Technologien in der Krebsdiagnostik und -therapie“ (GRK InTechCanDiTh) abgehalten. Im Nochtspeicher auf dem Hamburger Kiez wurden die Forschungsprojekte der Promovierenden dabei in Form eines Science Slams sowie in einer Posterpräsentation für Gäste aus dem Kolleg:innen-, Familien- und Freundeskreis vorgestellt, außerdem wurden den Doktorand:innen Urkunden über das erfolgreich absolvierte Curriculum überreicht. Die Verteidigung der Doktorarbeiten steht noch aus.

Im GRK InTechCanDiTh liegt der Fokus neben der Bearbeitung von wissenschaftlichen Forschungsprojekten auf der Ausbildung von exzellent qualifiziertem Nachwuchs im Bereich der Krebsforschung durch ein promotionsbegleitendes Ausbildungs- und Qualifikationsprogramm.

Das Graduiertenkolleg umfasst 12 interdisziplinäre Forschungs- bzw. Promotionsprojekte unter Beteiligung von Wissenschaftler:innen aus 14 verschiedenen Forschungseinrichtungen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und wird gefördert von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) im Rahmen der Landesforschungsförderung (LFF) Hamburg.

Wir gratulieren allen Promovend:innen zum erfolgreichen Abschluss des begleitenden Curriculums und wünschen viel Erfolg bei der anstehenden Verteidigung der Doktorarbeiten sowie für die weitere berufliche Zukunft!

  • Marie Wegner
  • Debayan Bhattacharya
  • Lina Bergmann
  • Patrick Kleinschnittger
  • Ayham Moustafa
  • Alicia Eckhardt
  • Ruth Rietow
  • Sarah Greimeier
  • Ann-Kristin Afflerbach
  • Nikhil Kalra
  • Diana Schweizer

Weitere Informationen:
Interdisziplinäres Graduiertenkolleg „Innovative Technologien in der Krebsdiagnostik und -therapie“

Foto: Malte Kriegs

Feierliche Übergabe des Preises
Prof. Trieu und Dr. Venegas-Rojas
Die drei Preisträger im Rahmen der Promotionsfeier
Manfred Jücker, Dr. Venegas-Rojas (Summa cum laude) & Prof. Trieu

September 2023

„Tumor-on-a-Chip”: Michael Zajadacz Preis 2023 für Mikrobioreaktor zur Kultivierung von Tumorgewebe

Prof. Dr.-Ing. Hoc Khiem Trieu und Dr. Daybith Venegas-Rojas von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) sowie Prof. Dr. Manfred Jücker, Zentrum für Experimentelle Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), haben erfolgreich einen Mikrobioreaktor entwickelt, in dem Tumorgewebe kultiviert werden kann. Das Projekt "Tumor-on-a-Chip" wurde nun mit dem Michael Zajadacz Preis 2023 ausgezeichnet.

Auf der Suche nach Möglichkeiten zur Bekämpfung von Tumorzellen wird immer wieder auf Modelle von Krebszellen zurückgegriffen. Eine Herausforderung der modernen Krebsforschung ist dabei, dass sich klassische 2D-Zellkulturen im Labor anders verhalten als in der Realität.

Der Tumor-on-a-Chip ist ein Bioreaktor, der Tumoroide, sprich menschliche Tumorzellen, in einem Mikrofluidikchip mit kontinuierlicher Nährstoffzufuhr wachsen lässt und so der realen 3D-Situation von Krebszellen im lebenden Zustand nachempfunden ist. An diesem Modell können verschiedene Einflüsse von diversen Krebsmedikamenten auf das Wachstum des Tumors untersucht werden.

Dr. Venegas-Rojas hat im Rahmen seiner Promotion an dem Projekt gearbeitet und die Dissertation wurde mit summa cum laude bewertet.

Der Michael Zajadacz Preis 2023 ist mit einem Preisgeld von 20.000 Euro dotiert.

Zukünftig soll der Mikrobioreaktor von Frau Dr. Nadya Popova am UKE zur Untersuchung der räumlichen Verteilung von FOLFOX in CRC-Tumoroiden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Florian Grüner, Institut für Experimentalphysik an der Universität Hamburg (UHH), mittels Röntgen-Fluoreszenz-Untersuchungen eingesetzt werden.

Wir gratulieren den Preisträgern herzlich und wünschen viel Erfolg für das weitere Projektvorhaben.

Foto: Manfred Jücker

September 2023

Zentrum für Personalisierte Medizin-Onkologie (ZPM-O) als Erstes in Norddeutschland erfolgreich zertifiziert

Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bestehen neue Möglichkeiten der Krebstherapie: Das Zentrum für Personalisierte Medizin-Onkologie (ZPM-O) des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) bietet als Mitglied des „Deutschen Netzwerk für Personalisierte Medizin“ (DNPM) maßgeschneiderte Diagnostik und Therapie. Ausweislich besonderer Qualitätsstandards wurde das ZPM-Onkologie des UCCH erfolgreich nach den strengen OnkoZert-Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Das ZPM-Onkologie ist die erste zertifizierte Einrichtung dieser Art in Norddeutschland.

Die Patient:innen profitieren dabei von der großen Expertise eines interdisziplinären Teams, das sich aus klinisch tätigen Ärzten verschiedener Fachdisziplinen, aber auch Grundlagenforscher:innen, Humangenetiker:innen, Informatiker:innen und Patholog:innen zusammensetzt. Bereits im Jahr 2016 hat das UCCH als eines der ersten deutschen Universitätsklinika ein molekulares Tumorboard eingerichtet und seitdem kontinuierlich den neuen Erkenntnissen und Erfordernissen angepasst. Hier integrieren die Ärzt:innen des seit 2009 von der Deutschen Krebshilfe kontinuierlich geförderten Onkologischen Spitzenzentrums zunehmend molekulare Parameter in die Therapievorschläge für ihre Patient:innen. Gemeinsam wird ein zu analysierender Tumor immer tiefer entschlüsselt, um die Schwachstellen des Tumors für eine zielgerichtete Therapie nutzbar zu machen.

Grundsätzlich fallen gut ein Viertel aller Therapieentscheidungen in der Krebstherapie bereits auf der Basis molekularer Charakteristika des Tumors. Das „Molekulare Tumorboard“ (MTB) ist das Herzstück des ZPM-O. In diesem bündelt sich die präzisionsonkologische Expertise. „Wir Kliniker brauchen den Diagnostiker heutzutage intensiver denn je. Je mehr eine individuelle Therapieentscheidung sich an molekularen Charakteristika des Tumors orientiert, umso mehr Parameter sind zu berücksichtigen. Dazu braucht es eine konzentrierte Diskussion in einer konzertierten translationalen Aktion mit allen Beteiligten einer multidisziplinären Tumorkonferenz.“, sagt Privatdozent Dr. Maximilian Christopeit, der Sprecher des ZPM-O.

Das MTB wurde kontinuierlich seit seiner Gründung unter der Leitung der Expert:innen der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik (Onkologie, Hämatologie, Knochenmarktransplantation mit Sektion Pneumologie) sowie des Instituts für Pathologie und des Institutes für Humangenetik des UKE unter dem gemeinsamen Dach des UCCH entwickelt. „Die Initiierung des MTB war die Grundsteinlegung für das ZPM-Onkologie.“, erklärt Professor Carsten Bokemeyer, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik und des UCCH.

Die personalisierte Medizin generiert ihren Zusatznutzen aus einer Akzeptanz der Diversität auch bislang als gleich kartierter Tumore. Die Sequenzierung liefert einen genetischen Fingerabdruck des Tumors. Dieser wird je nach Bedarf durch weitere Analysen ergänzt, zum Beispiel Proteinprofile oder Kinaseprofile. „Unsere Analysen entwickeln sich stetig weiter“, erklärt PD Dr. Christopeit, „denn die Wissenschaft ist ständig im Fluss. Auch zu diesem Zweck ist es hilfreich, Tumormaterial und auch Behandlungsdaten zu archivieren und systematisch auszuwerten.“ Die Medikamente, die im MTB zur Behandlung eine:r Patient:in und des Tumors ausgewählt werden, werden ebenso individuell beschafft - oft ist ein Antrag bei einer Krankenkasse dafür zu stellen. Auch hierum kümmert sich das Team der Fachleute.

Gut drei Viertel der Patient:innen, die sich über die „Sprechstunde Präzisionsonkologie“ im UKE vorstellen, erhalten so eine moderne Therapieempfehlung auf der Basis der Expertise aller Onkolog:innen des UCCH. Damit entsteht die Chance, die Erkrankung stärker zurückzudrängen und langfristiger zu kontrollieren.

Das ZPM-Onkologie des UKE gehört zum Projekt „Deutsches Netzwerk für Personalisierte Medizin“ (DNPM), das aus dem Innovationsfond des GBA gefördert wird und das die in der Bundesrepublik entstehenden weiteren Zentren für Personalisierte Medizin in Austausch mit dem Ziel, eine flächendeckende qualitätsgesicherte vergleichbare Versorgung für alle Patient:innen zu gewährleisten. Mit dem Erlangen des Zertifikats der DKG ist der hohe Qualitätsmaßstab des ZPM-O am UCCH belegt.

Katja Weisel & Lisa Leypoldt beim ISM 2023 in Athen

September 2023

UKE-Studie erreicht bessere Prognose für Patient:innen mit Hochrisiko-Myelom

Eine neuartige Kombination von vier Medikamenten hat die Prognose von Patient:innen mit einem Hochrisiko-Myelom, einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks, deutlich verbessert. Eine im UCCH initiierte klinische Studie, an der 20 deutsche Behandlungszentren teilgenommen haben, zeigt, dass knapp 80 Prozent der Patient:innen bis 70 Jahre sowie mehr als 60 Prozent der Patient:innen über 70 Jahre zwei Jahre nach Abschluss der Therapie noch rückfallfrei waren. Lange betrug die mittlere Überlebenszeit der Hochrisiko-Myelompatient:innen nur etwa zwei Jahre. Die UKE-Wissenschaftler:innen haben die Studienergebnisse jetzt im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

Das Multiple Myelom ist die zweithäufigste hämatologische Systemerkrankung mit etwa 6700 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. Bei einem Viertel der Patient:innen wird ein Hochrisiko-Myelom diagnostiziert, das durch genetische Veränderungen charakterisiert ist, die zu einer aggressiveren Verlaufsform führen. „Die Therapie des Multiplen Myeloms hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten nachhaltig verändert, einhergehend mit einer stetigen Prognoseverbesserung. Bei Standardrisikopatient:innen hat sich das mittlere Überleben von drei auf über zehn Jahre verbessert, doch bei den Hochrisikopatient:innen betrug die mittlere Überlebenszeit bis zuletzt nur etwa zwei Jahre“, erläutert Studienleiterin Prof. Dr. Katja Weisel, Stellvertretende Direktorin der II. Medizinischen Klinik und des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) des UKE. „Die vom UKE initiierte Studie ist eine der ersten klinischen Studien überhaupt, die sich spezialisiert mit der Behandlung von Hochrisikopatient:innen beschäftigt hat.“

Behandlungsziel: Keine Krankheitsaktivität mehr nachweisbar

Standardtherapie des Multiplen Myeloms ist eine Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender autologer Blutstammzelltransplantation. Ziel der UKE-Studie ist es, durch eine Kombination der wirksamsten und innovativsten Medikamente in einem intensivierten Therapieschema das Maximum der Krankheitsrückbildung so weit zu verbessern, dass bei möglichst vielen Patient:innen gar keine Erkrankungsaktivität mehr nachgewiesen werden kann. Dadurch sollen die meist nur schwer zu behandelnden Frührückfälle bei Hochrisikopatient:innen vermieden und deren Lebenszeitprognose verbessert werden. „Zur Behandlung wird eine Kombination aus vier Medikamentenklassen eingesetzt, bestehend aus dem monoklonalen Antikörper Isatuximab, dem Proteasomeninhibitor Carfilzomib, dem Immunmodulator Lenalidomid sowie dem Glucocorticoid Dexamethason. Diese Vierfachkombination kam zum Zeitpunkt des Studienstartes 2017 weltweit erstmalig zur Anwendung“, erläutert die Erstautorin der wissenschaftlichen Publikation, Dr. Lisa Leypoldt, ebenfalls aus der II. Medizinischen Klinik des UKE. Erste vielversprechende Ergebnisse der Studie mit 153 behandelten Patient:innen wurden bereits im Dezember 2022 bei einem Kongress in New Orleans vorgestellt. Die jetzt veröffentlichte aktuelle Auswertung der Studie stellt nun das rückfallfreie Überleben sowie das Gesamtüberleben vor. „Die hohe Effektivität der Therapie zeigt sich darin, dass 78,3 Prozent der jüngeren Patient:innen bis 70 Jahre und 62,6 Prozent der älteren Patient:innen nach zwei Jahren noch rückfallfrei waren. Auch das Gesamtüberleben – 83,9 Prozent der jüngeren und 71 Prozent der älteren Patient:innen lebte nach zwei Jahren – entwickelt sich weiter positiv“, so Dr. Leypoldt.

Bei der Studie handelt es sich um eine multizentrische Phase II-Studie zur Erstbehandlung von Hochrisikopatient:innen, die vom UKE initiiert wurde und an der 20 Kliniken in Deutschland, darunter die Berliner Charité sowie Unikliniken und Krankenhäuser unter anderem in Tübingen, Heidelberg, Köln, Essen und Chemnitz, teilgenommen haben. Die biometrische Auswertung der Studie erfolgte im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Die Studienergebnisse wurden von Dr. Leypoldt am 27. September bei der Jahrestagung der Internationalen Myelom Gesellschaft vorgestellt und zeitgleich in der digitalen Ausgabe des Fachmagazins Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. Prof. Weisel: „Wir wissen jetzt, wie wichtig die optimierte Kombinationstherapie für die Behandlung des Multiplem Myeloms ist und konnten mit unseren Ergebnissen zeigen, dass sich unter dieser Therapie die Prognose von Hochrisikopatient:innen der von Standardrisikopatient:innen annähert. Das ist sehr erfreulich. Gleichwohl gibt es Raum für eine weitere Optimierung. Mit der am UKE geplanten Folgestudie wollen wir die Behandlungsergebnisse nochmals weiter verbessern.

Sehr erfreulich - Dr. Leypoldt erhielt von der IMS zudem einen der Young Investigator Awards - wir gratulieren herzlich!

Literatur:
Leypoldt, Weisel et al. Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomide, and Dexamethasone for the Treatment of High-Risk Newly Diagnosed Multiple Myeloma, JCO 2023.
DOI: 10.1200/JCO.23.01696

Link zur Pressemitteilung

Foto: Katja Weisel

September 2023

Newsweek-Ranking: Krebsmedizin am UKE unter den weltweit TOP 25

Im jährlichen Ranking des US-amerikanischen Magazins "Newsweek" über die international 300 besten onkologischen Einrichtungen zeigt sich die Behandlungsqualität des Universitären Cancer Center Hamburg auch im internationalen Vergleich. In der mit Unterstützung des Datenportals Statista erstellten Liste für 2024 belegt das UCCH Platz 23 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 10 Plätze gesteigert.

The „World’s Best Specialized Hospitals“ – unter diesem Titel erstellt das US-amerikanische Magazin „Newsweek“ in jedem Jahr ein weltweites Ranking der besten Kliniken, die in den verschiedenen Erkrankungsfeldern gelistet sind. Im Feld Onkologie sind so namhafte Vertreter wie das MD Anderson Cancer Center in Texas oder das Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York stets unter den Top 3 zu finden.

Wir im UCCH sind sehr stolz: In der mit Unterstützung des Datenportals Statista erstellten Liste für 2024 belegt das UCCH Platz 23 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 10 Plätze gesteigert. Damit gehört das UCCH zu den weltweit renommiertesten Einrichtungen der onkologischen Versorgung; aus Deutschland ist lediglich die Berliner Charité besser platziert.

Newsweek Ranking

Auf Besichtigungstour

September 2023

Norddeutsche Vernetzung der Cancer Center

Vertreter:innen des neu gegründeten Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern an den Standorten Rostock und Greifswald zu Besuch im UCCH: Der Austausch zu Netzwerken und Best practice Modellen stand dabei im Vordergrund.

Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg - zwei Bundesländer, die unterschiedlicher nicht sein können: Ein Flächenland, bei dem es Distanzen zu überwinden gilt, und eine Metropolregion mit all ihren Facetten. Eines eint jedoch beide Regionen: Sie verfügen nun jeweils über ein Comprehensive Cancer Center - in Mecklenburg-Vorpommern an den Standorten Rostock und Greifswald neu gegründet.

Prof. Dr. Christian Junghanß, der Sprecher des CCC-MV am Standort Rostock sowie seine Kolleg:innen Prof. Dr. Brigitte Vollmar und Dr. Carolin Gabler besuchten als Stellvertreter:innen des CCC-MV das UCCH, um die Strukturen des UCCH kennenzulernen und sich mit den Vertreter:innen des UCCH Vorstands zu vernetzen. Dabei ging es auch auf eine Besichtigungstour des Zentrums für Onkologie und der Zentralen Anlaufstelle.

Weitere Informationen zum CCC-MV

von links: Dr. Maike Täger, Prof. Dr. Christian Junghanß, Dr. Carolin Gabler, Rainer Bredenkamp, Prof. Dr. Kai Rothkamm, Prof. Dr. Cordula Petersen, Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Prof. Dr. Brigitte Vollmar, Priv.-Doz. Dr. Minna Voigtländer

Foto: Avin Hell

September 2023

Neue Mitglieder im UCCH ESAB

Das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCCH) begrüßt herzlich neue Mitglieder im externen wissenschaftlichen Beirat (ESAB= external scientific advisory board). Wir freuen uns sehr auf die kommende Zusammenarbeit.

Der externe wissenschaftliche Beirat berät das UCCH in strategischen Zielen. Außerdem wird die bisherige Entwicklung des onkologischen Spitzenzentrums evaluiert und Empfehlungen für die Versorgung unserer Patient:innen ausgesprochen. Der Beirat setzt sich aus bis zu sechs international anerkannten Expert:innen der Krebsforschung bzw. Krebsmedizin zusammen. Neben dem Austausch zu Themen der modernsten medizinischen Versorgung stellt ebenfalls die Weiterentwicklung von Forschungsthemen einen wichtigen Schwerpunkt in der Beratung dar.

Wir freuen auf die neue Zusammenarbeit mit Prof. Catherine Alix-Panabières (University Medical Center of Montpellier, Frankreich), Prof. Dominik Wolf (Medizinische Universität Innsbruck, Österreich) und Prof. Marcel Verheij (The Netherlands Cancer Institute-Antoni van Leeuwenhoek Hospital, Niederlande), für eine exzellente onkologische Spitzenversorgung am UCCH. Prof. Kevin Conlon, Trinity College Dublin, Irland und Prof. Christoffer Johansen, Finsen Center, Rigshospitalet, University of Copenhagen, Dänemark bleiben weiterhin als ESAB Mitglieder bestehen.

Gleichzeit bedanken wir uns herzliche für die langjährige Zusammenarbeit mit Prof. Jürgen Debus (Universitätsklinikum Heidelberg), Prof. Martin F. Fey (Inselspital, Schweiz) und Prof. Jens Overgaard (Aarhus University, Dänemark).

Begrüßung durch Prof. Dr. Karin Oechsle
Podiumsdiskussion mit multidisziplinären Teilnehmer:innen

September 2023

Tag der Palliativmedizin am UKE: Multiprofessioneller Austausch mit großer Hamburger Beteiligung

Der 16. September 2023 stand ganz im Zeichen der Palliativmedizin. Im Fritz-Schumacher-Hörsaal auf dem Gelände des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) kamen über 110 Teilnehmer:innen aus vielen Hamburger Hospiz- und Palliativeinrichtungen, Hamburger Praxen sowie verschiedenen Bereiches des UKEs zum Austausch zusammen.

Die Themenbereiche der Palliativmedizin sind vielfältig und das spiegelte sich auch im Programm der Veranstaltung wieder: Vom Umgang mit Wünschen zum Versterben, Entspannungstechniken im Versorgungsalltag, der Übergang zwischen Kinder- und Erwachsenen-Palliativversorgung bis hin zu einer Podiumsdiskussion zu den Veränderungen in der Palliativmedizin vom kleinen Fach, das oft mit viel Enthusiasmus aufgebaut, aber lange kaum ernst genommen wurde, zu einem „vollwertigen“ medizinischen Fachgebiet, das aber nun auch Standardisierung, Evidenzbasierung, Strukturgrenzen und Wirtschaftlichkeit unterliegen.

Ein zentraler Programmpunkt war der Plenarvortrag von Kathleen Boström, Mitarbeiterin am Zentrum für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Köln. In ihrem Vortrag beleuchtete sie die verschiedenen Formen von Sterbewünschen im Kontext der aktuellen Diskussion um Suizidassistenz. Frau Boström betonte dabei die Notwendigkeit, über diese Thematik mit den Betroffenen umfassender zu sprechen und zu verstehen, dass es hierbei um weit mehr als nur den Wunsch nach Suizid geht.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der in der Veranstaltung behandelt wurde, war die Rolle der Angehörigen in der palliativmedizinischen Betreuung von Patient:innen. Es wurde ausführlich über die Herausforderungen und Chancen gesprochen, die sich aus dieser Unterstützungsrolle ergeben können. Die Einbindung der Angehörigen in den Versorgungsprozess wurde als entscheidend für die ganzheitliche Betreuung der Patient:innen hervorgehoben und zählt zu den Grundprinzipien der Palliativversorgung auch außerhalb der spezialisierten Palliativmedizinmedizin.

Neben dem Blick auf die Versorgung, wurde ebenfalls über die Situation der Ärzt:innen und Pflegenden gesprochen. Hierbei ging es nicht nur um den Umgang mit beruflicher Trauer, sondern auch um das Nachwuchsproblem in der Palliativmedizin begründet auf Fachkräftemangel, aber auch ungünstigen Aus-und Weiterbildungsstruktruren.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der bewegende Moment, als Marie Waibel, die Musiktherapeutin, ein von einer verstorbenen Patientin komponiertes Lied über den Wert des Lebens aus Sicht einer Patientin am Lebensende vortrug. Dieser musikalische Beitrag schuf eine wunderbare und fast magische Atmosphäre.

Prof. Dr. Karin Oechsle „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unserer Veranstaltung und den wertvollen Austausch mit den Kolleg:innen. Es war eine ganz wunderbare Atmosphäre und die Vorträge waren durchweg hervorragend und sind sehr gut angekommen.“

Der nächste Termin für den Tag der Palliativmedizin am UKE ist der 14. September 2024.

Weiterführende Links:
Förderverein der Palliativmedizin am UKE e.V.
Koordinierungsstelle Hospiz & Palliativarbeit
Palliativmedizinische Sprechstunde am UCCH
Palliativstation in der II Medizinischen Klinik und Poliklinik am UKE

Fotos: Niklas Oubaid, Anneke Ullrich

September 2023

Erfolgreiches 40. Arbeitstreffen des Forums universitärer Arbeitsgruppen für Naturheilverfahren und Komplementärmedizin

Das 40. Arbeitstreffen des Forums universitärer Arbeitsgruppen für Naturheilverfahren und Komplementärmedizin fand am 14. und 15. September 2023 erstmalig im Campus Lehre des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) statt. Mit zahlreichen neuen Mitglieder:innen und einem breiten Themenspektrum markierte das Jubiläumstreffen zugleich das 25-jährige Bestehen der Veranstaltung.

Inhaltlich präsentierte das Forum aktuelle Themen aus dem Bereich der Komplementärmedizin des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH), der Martiniklinik und des Zentrums für traditionelle Chinesische Medizin am UKE. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Anwendungen der Komplementärmedizin in der Onkologie, einschließlich der Diskussion von aktuellen Leitlinien, der KOKON-Website, die spezifische Behandlungsanweisungen sowohl für Behandler als auch für Patient:innen im Internet präsentiert, sowie der Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung auf diesem Gebiet.

Spezielles Augenmerk wurde auf "Work-in-Progress" gelegt, bei dem aktuelle Forschungsprojekte aus Berlin, Tübingen, Witten, Bern, Hannover und Freiburg vorgestellt wurden. Der Diskurs dieser noch laufenden oder gerade abgeschlossenen Forschungsprojekte dient dazu, die wissenschaftliche Arbeit in diesem speziellen Bereich der Medizin in ihrer Entwicklung zu impulsieren, neue Forschungsansätze voranzubringen und somit insgesamt die Komplementärmedizin in ihrer wissenschaftlichen Entwicklung zu fördern.

Das Forum bot ebenfalls Raum für ein Resümee nach 25 Jahren Forumstreffen: „Mit einer dynamischen Mischung aus etablierten Expert:innen und aufstrebenden Nachwuchswissenschaftler:innen konnten wir aktuelle Entwicklungen und Chancen in der Komplementärmedizin zusammentragen und kritisch diskutieren. Die ein- bis zweimal jährlich an wechselnden universitären Standorten stattfindenden Treffen des Forums spiegeln die Expertise und das großartige Engagement der Teilnehmer:innen wider und führen zu einer kontinuierlichen Verbesserung des therapeutischen Angebotes in diesem Bereich.“ so Prof. Dr. med. Matthias Rostock, Stiftungsprofessur für Komplementärmedizin in der Onkologie am UCCH.

Das 40. Arbeitstreffen des Forums universitärer Arbeitsgruppen für Naturheilverfahren und Komplementärmedizin war ein großer Erfolg und zeigte einmal mehr die Bedeutung dieser interdisziplinären Zusammenkunft für die Weiterentwicklung der Komplementärmedizin und ihrer Integration in die universitäre Forschung und Praxis.

Foto: Alena Krause

Logo Aktionsbündnis

September 2023

Aktionsbündnis Patientensicherheit zeichnet PallPan Projekt aus

Dem Forschungsprojekt „Palliativversorgung in Pandemiezeiten“ des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) hat das Aktionsbündnis Patientensicherheit am 7. September den Preis für Patientensicherheit (3. Platz) verliehen. An dem Projekt ist die Palliativmedizin des UCCH beteiligt.

Mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit fördert und würdigt das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. jedes Jahr Akteure im Gesundheitswesen, die sich mit besonderen Ideen und Projekten für die Verbesserung der Patientensicherheit einsetzen. Unterstützt werden sie dabei von den Kooperationspartnern Ecclesia Versicherungsdienst, Inworks GmbH, MSD Sharp & Dohme GmbH und der Thieme Gruppe.

Prof. Dr. Steffen Simon (Zentrum für Palliativmedizin, UKK) und Prof. Dr. Claudia Bausewein (LMU Klinik München) nahmen stellvertretend für das gesamte PallPan-Konsortium den mit 3.500 EUR dotierten Preis im Rahmen des BIG BANG HEALTH Festivals am 7. September in Essen entgegen.

Das PallPan-Konsortium (Palliativversorgung in Pandemiezeiten) hatte sich mit dem Projekt des Netzwerks Universitätsmedizin der besonderen Versorgungssituation in der Corona-Pandemie gewidmet und mit www.pallpan.de ein Plattform veröffentlicht, auf der einfache und übersichtlich aufgeführte Handlungsempfehlungen Betroffenen und Angehörigen sowie Versorgenden und politischen Entscheider:innen Unterstützung geben. Wir gratulieren dem gesamten Projekt, im Besonderen natürlich dem Palliativteam im UCCH unter Prof. Dr. Karin Oechsle.

Zum PallPan Projekt

Zum Netzwerk Universitätsmedizin

September 2023

Mit den #activeoncokids zum therapeutischen Reiten

Die ActiveOncoKids waren als Sommerabschluss zu Besuch auf dem Gärtnerhof am Stüffel e.V. Die sechs Kinder durften die Pferde striegeln, schmücken und später eine kleine Runde durch den „Zauberwald“ drehen. Für einige war es einer der ersten größeren Ausflüge nach dem stationären Aufenthalt.

Die beiden Pferde Nugget und Brynja warteten schon auf der Koppel auf die Kinder, bei der großen Wärme natürlich im Schatten. Nach einem kurzen Kennenlernen und Schnuppern durften die Kinder die Pferde mit der Bürste striegeln und sich im Umgang mit den Tieren vertraut machen. Das Team rund um die therapeutische Reitlehrerin Lisa Motullo hatte alle Zutaten dabei: Nach dem Striegeln malten die Kinder tolle Dekobilder mit Fingerfarbe aufs Fell, die Mähne wurde geflochten und mit Blumen vom hofeigenen Blumengarten dekoriert. Die Tiere machten dies gutmütig mit - sie sind den Umgang mit Kindern in Gruppen gewöhnt. Laut der Therapeutinnen freuen sie sich richtig darauf, die hängende Unterlippe sei ein Zeichen für die absolute Entspannung.

Die Kinder näherten sich zwar neugierig aber auch vorsichtig den Tieren – es kam eine entspannte Ruhe auf, alle waren konzentriert auf die Verschönerungsaktion. Bei der Frage, wer als erster die Reitrunde drehen möchte, gingen alle Finger gleichzeitig nach oben. In Begleitung des Reiterteams ging es für jedes Kind auf dem Pferderücken durch das kleine Waldstück - liebevoll Zauberwäldchen genannt - direkt hinter dem Hof. Die begleitenden Eltern und Familien verfolgten aus dem Schatten der Apfelbäume das Geschehen und konnten die Stille und Ruhe der Natur genießen.

Simon Elmers, der als Sportwissenschaftler und Bewegungstherapeut die Kinder bereits stationär betreut hat, freute sich sehr: „Es ist so schön zu sehen, wie die Kinder nach teilweise so anstrengenden Krankenhausaufenthalten zurück in das Alltagsleben finden und hier ein kleines Stück Natur mit den Pferden genießen können. Gleichzeitig sind wir an der frischen Luft und bewegen uns. Dies soll ein kleiner Anreiz dafür sein, wieder in den Sport im Alltag zurück zu finden. Wir schließen dabei auch ganz bewusst die ganze Familie nebst Geschwistern mit ein - sie sind schließlich sehr wichtige Motivationsbringer.“

Als die Kinder und ihre Familien sich verabschiedeten, stand fest: „Das war ein toller Tag!“. Wir möchten dem Team rund um Lisa Motullo herzlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz danken!

Das Netzwerk ActiveOncoKids hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, die eine onkologische Erkrankung durchgemacht haben, wieder an die Aktivität und den Sport zu führen. Der Netzwerk Nord-Zusammenschluss aus Hamburg, Kiel, Lübeck und Sylt bietet das ganze Jahr Aktionen für betroffene Familien hier im Norden an, sei es Surfen, SUP-fahren, Segeln, Fußball spielen oder sogar Segelfliegen. Wer hier Interesse hat, melde sich gerne bei Simon Elmers per Mail .

Die Arbeit von Simon Elmers wird maßgeblich von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. finanziert. Wir laden Sie herzlich ein, die Arbeit der Fördergemeinschaft mit Spenden zu unterstützen (s. Link unten).

Der Gärtnerhof am Stüffel e.V. betreibt eine soziale und solidarische Landwirtschaft - der gemeinnützige Verein in Hamburg-Bergstedt bietet seit über 30 Jahren Menschen mit Förderbedarf eine berufliche Perspektive im ökologischen Gartenbau, besonders im Gemüse- und Kräuteranbau. Wer in der Nähe wohnt: Es gibt im Hofladen dort u.a. tolle Wildblumensträuße und besondere Gemüsepflanzen zu erstehen.

Zum Netzwerk ActiveOncoKids

Zur Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Zum Gärtnerhof am Stüffel e.V.

Bilder: Avin Hell

September 2023

Hautkrebskongress in Hamburg

Der Hautkrebskongress fand dieses Jahr im Hamburger CCH statt. Einer der Kongresspräsidenten war Prof. Dr. Christoffer Gebhardt, Leiter des UCCH Hauttumorzentrums am UKE. Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Therapie, Prävention, Diagnostik und dermato-onkologischen Grundlagenforschung standen beim Kongress im Vordergrund.

Der deutsche Hautkrebskongress der ADO (Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie) tagte zum 33. Mal vom 06.-09. September, dieses Mal im Hamburger CCH mit ca. 900 Teilnehmer:innen.

Trotz der immensen medizinischen Fortschritte der letzten Jahre ist Hautkrebs immer noch die häufigste Krebserkrankung in Deutschland mit der größten Steigerungsrate. Die Zahl der Neuerkrankungen hat sich laut neuester Daten des Krebsregister Schleswig-Holstein in den letzten zehn Jahren auf jährlich rund 308.800 mehr als verdoppelt. Dr. med. Peter Mohr, Buxtehude, Tagungspräsident zu den aktuellen Entwicklungen: „Der Trend ist ungebrochen. Wir haben eine Zunahme in allen Bereichen, sowohl des schwarzen als auch des hellen Hautkrebses von etwa 4 Prozent pro Jahr. Die Bemühungen, einen Umkehrtrend herzustellen, haben sich bisher nicht erfüllt. Die Prävention ist dafür eine der wichtigsten Maßnahmen. Leider haben wir durch Corona hier einen Rückschlag erlitten. Dadurch ist die Prognose bei den Patienten schlechter geworden. Innerhalb der Dermatologie haben wir Abschätzungen von bis zu 450.000 bis 500.000 Erkrankungen. Das bedeutet Hautkrebs ist eine Volkskrankheit.“

Die Hautkrebs-Zahlen steigen, UV-Strahlung ist dafür der wichtigste Risikofaktor. Gefährdet sind alle, besonders aber auch Outdoor-Sportler, Berufsgruppen mit Außentätigkeiten und Menschen über 70. Die Folge: bösartige Tumorerkrankungen wie Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom oder malignes Melanom, die am häufigsten tödlich verlaufende Form von Hautkrebs. Prof. Dr. Carola Berking, Erlangen, 2. Vorsitzende der ADO, fordert mehr Kampagnen und verstärkte Aufklärungsarbeit: „Es soll von Kindheit an vor UV geschützt werden. Der Mensch soll selbst daran denken, die Sonnencreme 50+ aufzutragen, die Mittagssonne zu meiden und Schattenplätze aufzusuchen und sich nicht noch mehr der Sonne aussetzen als ohnehin im Rahmen von Freizeitaktivitäten. Dafür müssen die Verhältnisse geschaffen werden, damit sich die Menschen schützen können, wie mehr Schattenplätze an öffentlichen Plätzen, in Freibädern oder Schulen.“

Heller Hautkrebs entwickelt sich über Jahrzehnte. Prof. Dr. med. Ralf Gutzmer, Minden, 1. Vorsitzender der ADO, erklärt: „Im Rahmen eines Früherkennungs-Screenings wird daher nicht nur auf Läsionen im Sinne eines schwarzen Hautkrebses, sondern auch im Sinne eines hellen Hautkrebses geachtet. Bei frühzeitiger Entdeckung kann die Mehrzahl der Tumoren geheilt werden.“

Ein weiteres großes Thema ist die mRNA-Vakzinierung. „Ziel ist es, das körpereigene Abwehrsystem der Patienten und seinen Kampf gegen Tumore zu aktivieren. In einer Phase-II Studie bei Melanompatienten konnte erstmals gezeigt werden, dass eine mRNA-Krebsvakzine, die auf individuellen Mutationen im Tumor des Patienten beruht, ein Wiederauftreten der Erkrankung wirksam verhindern kann“, wie Prof. Dr. med. Christoffer Gebhardt, Hamburg, Tagungspräsident betont. Bereits im Dezember soll auch in Deutschland eine große Zulassungsstudie bei Melanompatienten starten, eine individualisierte Neoantigentherapie. Mit einer Zulassung könnte dann bereits in zwei bis drei Jahren gerechnet werden.

Auf ein erfolgreiches Jahr blickt das Fleur Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung am UKE Hamburg zurück, in welches die gemeinsamen Forschungsbemühungen des Hauttumorzentrums und des Instituts für Tumorbiologie unter dem Dach des UCCH einfließen.

(Presserklärung der ADO)

Zur Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie

Zum Hauttumorzentrums am UKE

Zum Fleur Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung

Foto: Avin Hell

September 2023

Interdisziplinärer Austausch zu klinischen Studien

Auf Einladung des Dekanats und des UCCH tauschten sich die UCCH Studienverantwortlichen zu klinischen Studien aus – zu Gast war Prof. Dr. Christof von Kalle vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung an der Charité. In seinem Impulsvortrag erläuterte er aktuelle Aspekte aus der klinisch-translationalen Forschung.

Patient:innen für Forschungsfragestellungen einzubinden, ist mitunter ein aufwendiges und nicht einfaches Unterfangen. Gibt es hier zukunftsweisende Ansätze für ein forschendes, universitäres Krankenhaus, jede:n Patient:in per se als aktive:n Teilnehmer:in von Forschungsprogrammen aufzunehmen? Können Studiendesigns in Summe so effizient gestaltet werden, dass die Einbeziehung in konkrete Forschungsvorhaben erleichtert werden? Und wie können Information, Aufklärung und Einwilligung so bereitgestellt werden, dass es die Forschungsteilnehmer:innen überzeugt und motiviert werden, sich aktiv einzubringen?

In seinem Impulsvortrag brachte Prof. Dr. Christof von Kalle viele Aspekte und Erfahrungen zu diesen Fragestellungen aus Berlin mit. Prof. von Kalle ist Chair für Klinisch-Translationale Wissenschaften am Berliner Institut für Gesundheitsforschung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie wissenschaftlicher Gründungsdirektor des von beiden Institutionen gemeinsamen eingerichteten Clinical Study Center.

Der Austausch war sehr rege, z.B. strukturelle Fragestellungen wie Einwilligungsverfahren und Digitalisierungsstrategien wurden diskutiert.

Zum Berlin Institute of Health

Foto: Avin Hell

September 2023

Rudern gegen Krebs 2023
Rudern gegen Krebs 2023
 Feierliche Eröffnung
Feierliche Eröffnung
Sebastian Franke (RGHansa), Prof. Carsten Bokemeyer (Direktor UCCH), Christoph Holstein (Staatsrat für Sport HH), Avin Hell (UCCH), Volker Zaehle (Stiftung)
Boot des UCCH Vorstands
Boot des UCCH Vorstands
von vorne: Anne Hutmacher (Steuerfrau RG Hansa), Anne Overlach, Prof. Kai Rotkamm, Prof. Katja Weisel, Prof. Cordula Petersen
Siegerehrung des Eröffnungsrennen
Senatsboot, Asklepios Tumorzentrum Hamburg Leitungsboot und UCCH Vorstandsboot
Eines der Patient:innenboote
Katrin Wemheuer, Karsten Wemheuer, Kai-Uwe Parsons-Galka und Laura Versemann
Das Team des UCCHanseflitzers
Simon Elmers, PD Dr. Maximilian Christopeit, Anni Rosenberg, Maren Fendt - Prof. Carsten Bokemeyer gratuliert zum 7. Platz
Ruderboot vor Bootshaus der RG Hansa
Siegerehrung Einlagerennen der Achter
Junioren-Achter der Herren (Platz 1) und Ruder-Bundesliga-Achter der Frauen (Platz 2)
Siegerehrung der Einsteiger
Übergabe der Medaillen von Prof. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH
Die Gewinner der Expertenklasse
Team Ökoprofit der copy-druck GmbH (Platz 2), Team Herzschlag (Platz 1), Team GigaNetz Sculling Gents der Deutschen GigaNetz GmbH (Platz 3)

Auf dem Wasser für die gute Sache:
Rudern gegen Krebs Hamburg 2023

Mit einer Rekordteilnahme von über 100 Booten fand am 3. September 2023 die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ auf der Außenalster statt. Aus dem ganzen Norden kamen die Ruderbegeisterten zusammen, um sich in Geschwindigkeit und Muskelkraft auf dem Hamburger Wasser zu messen.

Die 13. Auflage der Benefizveranstaltung der Stiftung Leben mit Krebs in Kooperation mit dem Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) und der Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. ist unter der Schirmherrschaft von Innensenator Andy Grote am vergangenen Wochenende ausgetragen worden.

Beim Rudern für den guten Zweck kommen die Einnahmen dem Sport- und Bewegungsprogramm des Universitären Cancer Centers zugute. Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH: „Wir freuen uns jedes Jahr, das Thema Krebs und Sport aktiver voran bringen zu können. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass die Sport - und Bewegungstherapie in den letzten Jahren an Bedeutung hinzugewonnen hat, sowohl in der Prävention von Krebserkrankungen, in der Begleitung der Patient:innen in der Therapiephase, als auch in der Nachsorge zur Vermeidung von Rezidiven und Reduktion von Spätfolgen.“

Traditionell startet die Regatta mit einem Eröffnungsrennen – in diesem Jahr zwischen dem Senatsboot, dem Leitungsboot des Asklepios Tumorzentrums Hamburg und dem UCCH Vorstandsboot. In diesem Jahr gewann das Boot der Freien und Hansestadt Hamburg. Gut gelaunt ließ sich Staatsrat für Sport, Christoph Holstein, als Kapitän des Senatsboots mit einem Wurf in die Alster für die Goldmedaille „taufen“. Zum Glück hatte die Alster warme 20°C, was für den erfahrenen Sportler und Surfer kein Problem darstellte.

Mit über 600 Besuchern und zahlreichen Rennläufen war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Neben Würstchen, Kuchen und Hüpfburg gab es wieder ein Ergometer-Stand, an dem auch die Zuschauer:innen im Trockenen gegenseitig Kräfte messen konnten. Ein besonderes Highlight war die Namensfindung der einzelnen Teams: Von Unsink-Bar, die wilden Waschlappen, Oar-some Scientists, Leitungswasser, Alsterchaoten bis hin zum UCCHanseflitzer waren keine Grenzen gesetzt.

Nach den Vorrundenläufen zeigte der Ruder-Bundesliga-Achter der Frauen gegen den Junioren-Achter „Jugend trainiert für Olympia“ der Herren wie schnell die Profis auf dem Wasser unterwegs sind. Mit etwa 30Km/h lieferten sich beide Boote ein spannendes Rennen – in diesem Jahr gewannen die Herren.

Unter den Teilnehmer:innen ruderten auch verschiedene Patient:innen mit und konnten sich über ihre beachtlichen Platzierungen freuen.

Die Goldmedialle im Finale der Einsteiger errangen „Die Herceptin Helden“ des Asklepios Tumorzentrums Hamburg mit einer Geschwindigkeit von 01:00.1 min auf den 300m. Auf Platz 2 kam das Team „HCOB Crablogger“ der Hamburg Commercial Bank AG, auf Platz 3 das Team „PHOnomenal“ der Kinderonkologie des UKE.

In der Expertenklasse ging der Sieg an das Team Herzschlag des Universitären Herz- und Gefäßzentrums am UKE mit einer Zeit von 00:55.0 min. Die Silbermedaille erhielt das Team „Ökoprofit“ der copy-druck GmbH, Bronze ging an das Team „GigaNetz Sculling Gents“ der Deutschen GigaNetz GmbH.

Das Team von Rudern gegen Krebs blickt bereits mit Vorfreude auf das nächste Jahr - der vorläufige Regattatermin ist der 8. September 2024.

Links:
Stiftung Leben mit Krebs
Ruder-Gesellschaft HANSA e.V.
Alle Ergebnisse der Regatta

August/September 2023

Übergabe der
Hubertus Wald Promotionsförderungen und –Stipendien 2024

Am 30.08. und 06.09. wurden im feierlichen Rahmen die Hubertus Wald Forschungspreise und Stipendien der Hubertus Wald Stiftung am Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) durch das UCCH-Direktorium verliehen. Ziel ist es insbesondere junge Wissenschaftler:innen zu unterstützen und zu fördern.

Der Hubertus Wald Junior Investigator Award in Oncology Research sowie der Junior Investigator Award in Psychosocial Cancer Research zeichnen eine besondere Forschungsleistung der jungen Nachwuchswissenschaftler:innen am UCCH aus. Der Hubertus Wald Poster Prize würdigt hingegen ein besonderes wissenschaftliches Poster, dass zur Präsentation von Forschungsergebnissen genutzt wird. Die Förderungen im Rahmen des UCCH Research Fellowships richtet sich speziell an Promovierende und soll ihnen ermöglichen, sich für mindestens ein Jahr vorrangig mit den Inhalten ihrer Promotionsarbeit zu beschäftigen.

Im Rahmen des XV. UCCH Research Retreat 2023 am 7./8.07.2023 wurden die Preisträger:innen bereits bekannt gegeben. Wir gratulieren herzlich den Preisträger:innen und wünschen viel Erfolg für das anstehende Forschung-/Promotionsvorhaben.

Hubertus Wald Junior Investigator Award in Oncology Research 2023: (Bild 1)

  • Ann-Kristin Afflerbach
  • Nikhil Kalra

Hubertus Wald Junior Investigator Award in Psychosocial Cancer Research 2023: (Bild 2)

  • Dr. Mareike Thomas

Hubertus Wald Poster Prize 2023: (Bild 1)

  • Annabelle Lobermeyer

UCCH Research Fellowship 2024: (Bild 1)

  • Dr. Joao Gorgulho
  • Julius Röhrle
  • Piet Sonnemann

Foto: Avin Hell

September 2023

Partizipative Entscheidungsfindung in der Onkologie: Einflussfaktoren für Implementierung untersucht

Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben in einer Studie verschiedene Einflussfaktoren identifiziert, die für eine erfolgreiche Implementierung von Partizipativer Entscheidungsfindung in der Onkologie verantwortlich sind.

Partizipative Entscheidungsfindung (PEF) beschreibt in der Medizin die gleichberechtigte und aktive Interaktion zwischen Patient:innen und Ärzt:innen, die auf Basis geteilter Information eine Übereinkunft ermöglichen soll, die beide Seiten gleichermaßen verantworten. In der onkologischen Versorgung ist PEF bisher nicht flächendeckend implementiert. In diesem Zusammenhang haben die Wissenschaftler:innen ein Programm zur Förderung von PEF in der Onkologie entwickelt und umgesetzt. Die Ergebnisse der Evaluierung dieses Programms haben die Forschenden im Fachjournal BMC Health Services Research veröffentlicht.

Die Einflussfaktoren auf die Umsetzung von PEF im Klinikalltag beziehen sich auf verschiedene Ebenen, die auch wechselseitig miteinander in Verbindung stehen. Aus individueller Perspektive sind beispielsweise persönliche Relevanz oder die Veränderungsbereitschaft der Ärzt:innen und Pflegenden, auf der Klinikebene zum Beispiel das Engagement von Führungspersonen sowie Ressourcen wie Zeit und Arbeitsbelastung von Bedeutung für die Implementierung. Auf Ebene des Gesundheitssystems spielt unter anderem die Wirtschaftlichkeit eine Rolle, im Rahmen der konkreten Umsetzung des Förderprogramms sind der Nutzen für die einzelne Person und die Kompatibilität mit dem Klinikalltag zentrale Einflussfaktoren. Auf Ebene der Implementierung geht es unter anderem um die Frage, inwiefern PEF in vorhandene Strukturen integriert werden kann. Die Ergebnisse der Evaluation bilden unter anderem eine Grundlage für die Planung von PEF-Implementierungsstudien in anderen Kliniken und Fachbereichen.

Literatur: Hahlweg, Lindig et al. Major influencing factors on routine implementation of shared decision-making in cancer care: qualitative process evaluation of a stepped-wedge cluster randomized trial. BMC Health Services Research. 2023. DOI: 10.1186/s12913-023-09778-w

Kontakt für Rückfragen: Dr. Pola Hahlweg ; Dr. Anja Lindig , Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie

Zum Beitrag Neues aus der Forschung

August 2023

1. NORD Early Career Summit (NECSt) – Förderung onkologisch Forschender in der frühen Karrierephase

Netzwerken, gemeinsam Projektideen entwickeln und sich zur eigenen Forschung austauschen: Am 25. August 2023 fand der 1. NORD Early Career Summit (NECSt) der „AG Early Career Scientists NORD“ unter Beteiligung des Mildred Scheel Nachwuchszentrums Hamburg (MSNZ Hamburg) im Dorint Hotel Hamburg – Eppendorf statt und ermöglichte genau dies unseren Nachwuchswissenschaftler:innen aus Hamburg, Kiel und Lübeck.

Der NORD Early Career Summit (NORD = Northern Oncology Research and Development) verfolgt das Ziel, den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Onkologie zu Beginn der Karriere zu stärken und zwischen den drei Standorten zu vernetzen, dies war mit knapp 90 Teilnehmer:innen ein voller Erfolg. Die Veranstaltung richtete sich an Doktorand:innen, Post-Docs, Medizinstudierende, junge Ärzt:innen und Forschungsgruppenleiter:innen aus dem Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH).

Vormittags konnten die Teilnehmenden eigene Projekte zu den Themen Biomarkers & Liquid Biopsy, Dissemination & Metastasis und Patient Avatars in Kurzvorträgen präsentieren. So ergab sich in der ersten Kaffeepause gleich die Gelegenheit für einen ersten inhaltlichen Austausch.

Für den Nachmittag hatte die eingeladene Referentin, Prof. Dr. Leonie Ringrose, Professorin für Molekularbiologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und selbständige Trainerin für Themen wie „wissenschaftliches Schreiben“ oder „Antragstellung“ ( www.science-kitchen.net ) ein eigenes Workshop-Format zum Netzwerken und gemeinsamen Verfassen von Förderanträgen für neue Forschungsideen konzipiert. In kleinen Gruppen hatten die Nachwuchswissenschaftler:innen die Chance, sich und ihre Forschungsthemen und methodischen Stärken kennenzulernen und Ideen für potenziell gemeinsam umsetzbare Forschungsprojekte zu entwickeln.

Zum Abschluss des Tages wurden die Forschungsideen in kurzen Präsentationen („Pitches“) miteinander verglichen, und die besten drei „Pitches“ von den Teilnehmenden ausgewählt und prämiert. Die Teilnehmenden lobten besonders das abwechslungsreiche Format der Veranstaltung: „Die Kombination aus wissenschaftlichen Vorträgen am Vormittag und dem praktischen Teil am Nachmittag war super gewählt. Das übliche Anhören unzähliger wissenschaftlicher Vorträge während einer Konferenz kann sehr ermüdend sein und zu Desinteresse führen. Hier war die Anzahl der wissenschaftlichen Vorträge genau richtig und es war schön, am Nachmittag etwas Praktisches zu tun, um die Konzentration aufrechtzuerhalten. Auch das Thema des Workshops war für mich wirklich wertvoll!“

Bis November 2023 können die Nachwuchsforschenden weiter an ihren Projektideen feilen, und diese zum Beispiel im Zuge der aktuellen CONNECT (Cooperative NORD-Networking for Early Career Teams)-Ausschreibung einreichen. Im Rahmen dieser Förderung werden bis zu vier gemeinsame Forschungsprojekte mit Beteiligung von Nachwuchs-Forschenden der Standorte Hamburg, Kiel und Lübeck für 1 Jahr mit jeweils bis zu 50.000 Euro unterstützt.

Wir freuen uns über eine gelungene Veranstaltung sowie auf die weitere Entwicklung der dort entwickelten Forschungsideen.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Mildred Scheel Nachwuchszentrums durch die Deutsche Krebshilfe sowie durch das Universitäre Cancer Center Schleswig-Holstein gefördert.

Links:
Mildred Scheel Nachwuchszentrum Hamburg
Deutsche Krebshilfe

Bilder: Laura Lehmann, Inga Melzer

August 2023

Patient:innenausbildung startet in die 2. Staffel

Den Patient:innen eine Stimme zu geben – diesem Ziel hat sich das UCCH gemeinsam mit dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein auf die Fahnen geschrieben. Bereits im letzten Jahr wurde das Patientenkompetenzzentrum NORD gegründet, bei dem 13 Patient:innenbotschafter:innen ausgebildet wurden. In der nun neu gestarteten 2. Staffel sind knapp 20 Patient:innen dabei, die neues über die Erkrankung Krebs lernen möchten, um ihre Erfahrungen bei der Beteiligung an Forschungsprojekten, Gremien oder Kongressen besser einsetzen zu können.

Patient:innen in allen Phasen der Forschung und Versorgung zu beteiligen ist eines der erklärten Ziele der Nationalen Dekade gegen Krebs. Besonders in der Onkologie ist die Berücksichtigung der Betroffenenperspektive grundlegend, um Forschung und Versorgung langfristig an den Bedürfnissen der Patient:innen auszurichten und damit auch eine verbesserte Compliance, also z.B. der Einhaltung von Medikationen und Therapien, sicherzustellen. Die Einbindung des Erfahrungswissens der Betroffenen trägt dazu bei, die Lebensqualität im Alltag und auch auf lange Sicht die Überlebenszeit der Patient:innen zu erhöhen.

Um als Betroffene sich an der Entwicklung von Forschung und Versorgung beteiligen zu können, braucht es verschiedene Kompetenzen und eine gewisse Sachkunde. Das UCCH hat in Norddeutschland im Verbund mit dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein deshalb im letzten Jahr das Patientenkompetenzzentrum NORD gegründet, um interessierte Patient:innen und Angehörige zu sogenannten „Patient:innenbotschafter:innen“ auszubilden. Den Begriff Botschafter:in haben sich die Teilnehmer:innen des Kompetenzzentrums dabei selbst gegeben, da der Name abbilden soll, dass die Botschafter:innen hier im Namen eines größeren Kollektivs agieren und versuchen, aus der „WIR“-Perspektive als Stellvertreter:innen zu handeln.

Die 1. Staffel wurde Anfang des Jahres abgeschlossen – gleich 13 Patient:innenbotschafter:innen haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen (wir berichteten). Sie beteiligen sich seitdem an Fokusgruppen bei der Entwicklung von Forschungsprojekten, sind in Projektbeiräten eingebunden, halten Vorträge auf Kongressen oder arbeiten an Publikationen mit.

Knapp 20 Betroffene haben sich nun für die 2. Staffel beworben – am 18. August startete die Ausbildungsreihe, die bis in den Februar gehen wird. Auf die Frage, mit welcher Motivation sie an der Ausbildung teilnehmen, gab es verschiedenste Antworten – die meisten berichteten bereits von Aktivitäten und haben den Wunsch, sich mit Hilfe der Aneignung von Wissen und der weiteren Vernetzung untereinander, sich noch mehr einzubringen.

Wir wünschen allen Teilnehmer:innen einen guten Start in die Ausbildung – wir freuen uns, dass Sie dabei sind!

Foto: Laura Lehmann

Weitere Informationen:

Patientenkompetenzzentrum NORD

Nationale Dekade gegen Krebs - Patient:innenbeteiligung

Prof. Dr. Stefan Rutkowski

August 2023

Hirntumore bei Kindern: Internationale Studie prüft schonendere Therapiekonzepte

Bundesförderung für UKE-Forschungsprojekt: Krebserkrankungen im Kindesalter können durch Operation, Bestrahlung und Chemotherapie gerade bei sehr jungen Patient:innen häufig zu Spätfolgen führen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) untersucht die neurokognitiven Auswirkungen von zwei Chemotherapieverfahren beim Medulloblastom, dem häufigsten bösartigen Hirntumor bei Kindern. Ziel der Wissenschaftler:innen ist es, die Behandlungsstandards der Krebstherapien bei Kindern weiter zu verbessern und therapiebedingte Langzeitfolgen zu minimieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt zunächst mit rund 1,7 Millionen Euro.

„Die Kinderkrebsforschung am UKE leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung moderner, effizienter und gleichzeitig schonender Therapieverfahren, die die Heilungschancen für die betroffenen Kinder bereits deutlich erhöht haben. Dazu gehört auch, dass wir mit personalisierten Konzepten die Langzeitfolgen der Krebstherapie so weit wie möglich reduzieren wollen. Zu nachhaltig schonenderen Behandlungsoptionen bei der Behandlung von Medulloblastomen kann das internationale Forschungsprojekt unter Leitung des UKE wichtige neue Erkenntnisse liefern – und damit die langfristige Überlebensperspektive der jungen Patient:innen weiter verbessern. Ich gratuliere den beteiligten Wissenschaftler:innen zu der bedeutenden Bundesförderung!“, sagt Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied.

„Dies ist die weltweit erste Studie bei Kindern mit bösartigen Hirntumoren, die Therapiekonzepte hinsichtlich der resultierenden Spätfolgen vergleicht. Dafür werden zweieinhalb und fünf Jahre nach Diagnosestellung standardisierte kognitive Tests durchgeführt. Auch befasst sich die Studie mit wichtigen Fragestellungen zu beispielsweise der Lebensqualität nach Therapieende oder tumorbiologischen Aspekten“, sagt Prof. Dr. Stefan Rutkowski, Studienleiter und Direktor der Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am UKE.

Studie in 18 Ländern zu Therapiekonzepten ohne Bestrahlung

Das internationale Forschungsteam will im Rahmen der Studie zwei etablierte Chemotherapiekonzepte bei Medulloblastomen (MB) hinsichtlich der auftretenden Spätfolgen vergleichen. Die Wissenschaftler:innen gehen hierbei der Frage nach, welches der Chemotherapie-Konzepte eine Bestrahlung bei betroffenen Säuglingen und Kleinkindern einer bestimmten Risiko-Gruppe am schonendsten ersetzen kann. Beim Medulloblastom handelt es sich um den häufigsten bösartigen Hirntumor des Kindesalters. Etwa 40 Prozent der Patient:innen sind jünger als fünf Jahre. In die Studie einbezogen werden Patient:innen mit Medulloblastom, die auch ohne Bestrahlungstherapie eine sehr gute Heilungsprognose haben. Sie erhalten entweder eine intensive und Hochdosis-Chemotherapie, nach der körpereigene Knochenmarkstammzellen transplantiert werden, oder eine intravenöse und direkt auf die betroffene Hirnkammer abzielende, sogenannte intraventrikuläre Chemotherapie. Die vom BMBF zunächst für vier Jahre geförderte Studie wird in insgesamt 18 Ländern in Europa, Nordamerika und Australien durchgeführt und von der Studienzentrale HIT-MED geleitet. Die Gesamtlaufzeit der Studie beträgt etwa 13 Jahre, das BMBF hat eine Gesamtförderung von 4,8 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Hirntumore sind mit etwa 500 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Kindes- und Jugendalters. Sie sind gleichzeitig die häufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, auch wenn inzwischen mehr als zwei Drittel der Patient:innen geheilt werden. Die Behandlung besteht meistens aus einer multimodalen Therapie aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Viele Überlebende leiden an den Spätfolgen der Therapie, vor allem, wenn die Bestrahlung in sehr jungen Jahren erfolgt.

Die Studienzentrale HIT-MED am UKE

Die Studienzentrale HIT-MED begleitet im Auftrag der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einem Medulloblastom, Ependymom und Diversen aggressiven Hirntumoren auf wissenschaftlicher Ebene. Die wichtigsten Aufgaben der Studiengruppe sind die Optimierung der Behandlungskonzepte durch wissenschaftliche Untersuchungen, standardisierte Mitbeurteilungen der wichtigsten diagnostischen Untersuchungen in etablierten Referenzzentren sowie Beratungen der teilnehmenden Kliniken. Seit März 2009 ist die Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des UKE Sitz der Studienzentrale.

Link zur UKE Pressemitteilung

August 2023

Mit gebündelter Expertise gegen Lungenkrebs

Der World Lung Cancer Day am 1. August gibt Anlass, auf die neuesten Entwicklungen zur Therapie bei Lungenkrebs zu schauen. Mit 50.000 erkrankten Menschen pro Jahr gehören die sogenannten Thoraxtumore zu den häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen. Die molekulare Charakterisierung der Krebszellen bietet inzwischen die Chance für neuartige immunologische und zielgerichtete, personalisierte Therapieformen.

Dank intensiver Forschung konnten die Behandlungsmöglichkeiten für Patient:innen mit Tumoren im Bereich der Lunge in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. Heutzutage stellen die Lungentumore ein wichtiges Modell für die Analyse genetischer Krebsveränderungen dar. Sie sind die Basis für eine zielgerichtete Behandlung mit spezialisierten Wachstumshemmern. Zusätzlich wichtige Therapiesäulen sind neuartige Immuntherapien, die oft in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt werden. Die Vielfalt dieser Therapiemöglichkeiten wird individuell für jeden einzelnen Patienten in Absprache mit Expert:innen in Tumorboards festgelegt. Hier arbeiten die LungenClinic Grosshansdorf und das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCCH) eng zusammen und erforschen in verschiedenen Studien die optimalen Therapiekonzepte für Patient:innen. Insbesondere die Immuntherapie hat in fortgeschrittenen Krankheitsstadien erhebliche Verbesserungen erbracht. Internationale Studien, z.T. geleitet von Prof. Dr. Martin Reck an der LungenClinic Grosshansdorf, haben mittlerweile Langzeitüberlebensraten bei 20-40 % der so therapierten Patient:innen hervorgebracht.

„Chemotherapie, Bestrahlung und/oder Immuntherapie sowie zielgerichtete Medikamente sind unsere ,neuen Waffen‘ im Kampf gegen den Lungenkrebs. Welche Wirkstoffkombinationen über welchen Zeitraum gegeben werden müssen, ist vom jeweiligen Tumorprofil der einzelnen Patient:innen abhängig“, erklärt Prof. Dr. Martin Reck, Chefarzt der Onkologie der LungenClinic Grosshansdorf. Das zertifizierte Lungenkrebszentrum forscht gemeinsam mit dem UCCH zu Ursachen und Behandlung von Lungenkrebs. Lungenkrebs zählt zu den Krebsarten, bei denen die Hauptursache feststeht. Die wirksamste Prävention gegen Lungenkrebs bleibt weiterhin der Verzicht auf Tabak. „Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Am UCCH versuchen wir seit Jahren mit unser Vorlesung für Schulkinder ,Nichtrauchen ist cool‘ den Einstieg ins Rauchen zu verhindern. Und mit unserem Rauchstopp-Programm für aktive Krebspatient:innnen versuchen wir, Patient:innen bei Diagnosestellung einer Krebserkrankung noch vom Rauchen abzubringen, weil selbst das noch effektiv ist“, so Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH. Komplimentiert werden diese Aktivitäten mit den neuen Ansätzen in Studien zur Lungenkrebsfrühentdeckung, hier unter Vorreiterrolle der LungenClinic Grosshansdorf im Rahmen der Hanse-Screeningstudie. Prof. Dr. Martin Reck: „Früherkennung von Lungenkrebs ist eine weitere Chance, die Heilungsraten deutlich zu verbessern. Daher nehmen wir in einem Norddeutschen Verbund aktiv an diesem Screening-Programm teil.“

Für die Therapieauswahl bei Patient:innen mit Lungenkrebs sind heute genetische Analysen der Tumorzellen von herausragender Bedeutung. Gemeinsam werden die entsprechenden Tumorproben der LungenClinic Grosshansdorf und des UCCH im Rahmen der Molekularen Pathologie am UKE analysiert und sind die Grundlage für Therapiekonzepte. Besprochen werden diese Befunde in gemeinsamen Tumorboards zu Lungenkrebs und zu molekularen Therapien (Molekulares Tumorboard). Aber gemeinsam mit dem UCCH führt die LungenClinic auch ein Projekt zur Bestimmung von Biomarkern durch: „Die Analyse von Blutproben von Lungenkrebspatient:innen soll Aufschluss darüber geben, welche Therapieoptionen am geeignetsten sind und individuelle Empfehlungen ermöglichen“, so Prof. Dr. Katja Weisel, stellv. Direktorin UCCH.

„Die moderne Therapie ist interdisziplinär“, so Prof. Dr. Cordula Petersen, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am UKE und betont: „Die verschiedenen Fachrichtungen und Kliniken arbeiten zum Wohle der Patient:innen zusammen. Besonders beim Lungenkrebs ist die kontinuierliche Atemverschieblichkeit des Organs eine Herausforderung in der Bestrahlung. Hierfür konnten wir in den letzten Jahren sehr gute Forschungsergebnisse gewinnen und als technische Neuerungen in die Behandlung unserer Patient:innen einfließen lassen.“

Der regelmäßige Austausch von Expert:innen des UCCH und der LungenClinic Grosshansdorf über neuste Studienergebnisse und die enge Interaktion in einem gemeinsamen Netzwerk mit Kooperationspartnern (niedergelassene Onkolog:innen in Hamburg und Umgebung sowie Kliniken) ist ein Bestandteil der Versorgung von Patient:innen in der Region. Dies eröffnet den Mediziner:innen im ambulanten und stationären Sektor auch die Möglichkeit, für die jeweilige in Frage kommende Studie eigene Patient:innen an den entsprechenden Konzepten teilnehmen zu lassen.

„Der gemeinsame Austausch unter Expert:innen und fachlichen Kolleg:innen ist unverzichtbar für eine erfolgsversprechende Behandlung, wie die nachweisbar verbesserte Überlebensrate der Lungenkrebspatient:innen in den letzten Jahren gezeigt hat. Gemeinsam können wir bei der Vielfalt der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten viel schneller vorankommen. Hier hat sich die Zusammenarbeit von der LungenClinic Grosshansdorf und des UCCH am UKE als hervorragendes Modell etabliert.“ so Prof. Dr. Martin Reck.

Weitere Informationen:

LungenClinic Grosshansdorf

UCCH Tumorboards

Nichtrauchen ist cool

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Juli 2023

XV. UCCH Research Retreat 2023: (Nachwuchs-) Wissenschaftler:innen im interdisziplinären Austausch


Am 7. und 8. Juli war es wieder soweit: Beim XV. UCCH Research Retreat trafen sich über 130 Wissenschaftler:innen aus den verschiedensten Bereichen des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) für einen interdisziplinären Austausch im Heide Hotel Reinstorf.

Das anderthalbtägige Retreat bestand aus Übersichtsvorträgen zu neuen Entwicklungen in der Hautkrebs- und Liquid-Biopsy-Forschung, 12 wissenschaftlichen Vortragssitzungen und einer Postersession zu verschiedenen Krebsarten und Querschnittsthemen aus der experimentellen und translationalen Krebsforschung sowie der psychosozialen Onkologie. Neben der Präsentation neuester Forschungsergebnisse hatten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit zu fachübergreifenden Dialogen und zur Vernetzung zwischen den verschiedenen Forschungsdisziplinen und Fachabteilungen.

„Besonders für unsere Nachwuchwissenschaftler:innen in der Onkologie ist es eine tolle Möglichkeit, Kongress-Erfahrung zu sammeln und die eigene Arbeit in Kurzvorträgen oder wissenschaftlichen Postern zu präsentieren“, sagt Prof. Dr. Kai Rothkamm, wissenschaftlicher Direktor des UCCH.

Die Nachwuchsförderung wird am UCCH großgeschrieben. Ein Highlight des Kongresses ist unter anderem die Bekanntgabe der Hubertus Wald Preisträger:innen des Junior Investigator Award in Oncology Research, des Junior Investigator Award in Psychosocial Cancer Research und des Posterpreises für das Jahr 2023. Neben der Auszeichnung bereits gewonnener Forschungsergebnisse wurden ebenfalls die UCCH Research Fellowships für das Jahr 2024 bekannt gegeben. Hier bekommen klinisch tätige Nachwuchskolleg:innen die Möglichkeit, für 12 Monate in einer anderen Fachabteilung neue Erfahrungen an der „bench“ zu sammeln und neue Forschungsprojekte umzusetzen.

„Wir freuen uns sehr über das riesige Interesse aus allen Bereichen. Auch in diesem Jahr ist nicht nur die exzellente Forschungsarbeit zu betonen, sondern auch die kollegiale, familiäre Atmosphäre, welche die Veranstaltung ganz besonders macht. Wir gratulieren allen Preisträger:innen recht herzlich und sind gespannt auf die kommenden Forschungsergebnisse“, so Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Sprecher und Direktor des UCCH.

Die Veranstaltung wird durch die Hubertus Wald Stiftung sowie im Rahmen des Mildred Scheel Nachwuchszentrums durch die Deutsche Krebshilfe gefördert.

Folgende Preisträger:innen wurden bekannt gegeben:

Hubertus Wald Junior Investigator Award in Oncology Research 2023:

Ann-Kristin Afflerbach (PhD-Studentin im Graduiertenkolleg InTechCanDiTh)
Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie / Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg (AG Prof. Dr. Schüller)
Projekt: „Classification of brain tumors by nanopore sequencing of cfDNA from CSF”

Nikhil Kalra (PhD-Student im Graduiertenkolleg InTechCanDiTh)
Institut für Tumorbiologie (AG PD Dr. Joosse)
Projekt: „Investigating potential circulating tumor cell release following breast cancer biopsy”

Hubertus Wald Junior Investigator Award in Psychosocial Cancer Research 2023:

Dr. Mareike Thomas (Wissenschaftlerin, Stellvertretende AG-Leiterin)
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie (AG Prof. Isabelle Scholl)
Projekt: „Cancer patients’ most burdensome problems – An analysis of routine data in a psycho-oncological outpatient facility”

Hubertus Wald Poster Prize 2023:

Annabelle Lobermeyer (PhD-Studentin)
Institut für Tumorbiologie (AG PD Dr. Joosse)
Projekt: „The role of circulating tumor cells in the course of disease and therapy of high-grade-serous ovarian cancer patients“

UCCH Research Fellowship 2024:

Finanzierung über abgebende und aufnehmende Abteilung sowie Dekanats-Gelder (je 1/3):

Dr. Joao Gorgulho (Assistenzarzt)
Abgebende Klinik: II. Medizinische Klinik und Poliklinik (Prof. Bokemeyer)
Aufnehmende Klinik: I. Medizinische Klinik und Poliklinik (Dr. von Felden)
Projekt: „SIMPLE PETUNIA - Soluble Immune Mediators in the Prognosis of diverse maLignanciEs and the PErsonal anTitumoral immUNe surveIllance Ability“

Julius Röhrle (Assistenzarzt)
Abgebende Klinik: Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (Prof. Betz)
Aufnehmende Klinik: Labor für Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie (Prof. Rothkamm / PD Dr. Kriegs)
Projekt: „Double Trouble: Identifying optimal combinations for the IAP-inhibitor Debio 1143 for the radiosensitization of HNSCC cell lines and tissue slices“

Piet Sonnemann (Assistenzarzt)
Abgebende Klinik: II. Medizinische Klinik und Poliklinik (Prof. Bokemeyer)
Aufnehmende Klinik: Institut für Tumorbiologie (Prof. Pantel / PD Dr. Joosse)
Projekt: „Interactome of ASXL family proteins“

Foto: Britta Fritzsche

Juli 2023

PaSaGeRO: Neue Studie zur Patient:innensicherheit in der Strahlentherapie soll für die Routineversorgung Maßstäbe setzen

Ziel der durch die Deutsche Krebshilfe geförderten Studie PaSaGeRO (Patient Safety in German Radiation Oncology / „Development of an Assessment Instrument for Patient Safety“) ist die Entwicklung eines Bewertungsinstrumentes für Patientensicherheit im Fach Strahlentherapie. Dies soll allen strahlentherapeutischen Einrichtungen eine Selbstbewertung und daran anknüpfend die gezielte Verbesserung der Prozesse und Strukturen der eigenen Abteilung ermöglichen.

In den letzten Jahren hat es viele Fortschritte in der Behandlung von Krebserkrankungen durch den Einsatz von Strahlentherapie gegeben. Durch technische Weiterentwicklungen und die zunehmende Verfügbarkeit von zusätzlichen medikamentösen Therapien können immer komplexere Therapiekonzepte umgesetzt werden. Beim Einsatz von Strahlung wird sichergestellt, dass die Therapie sicher und wirksam ist, indem man sich an onkologischen Leitlinien und dem Strahlenschutzgesetz orientiert. Obwohl die Patient:innensicherheit bei der Strahlentherapie von großer Bedeutung ist, existiert zum jetzigen Zeitpunkt kein Instrument, um diese in einer strahlentherapeutischen Einrichtung strukturiert zu bewerten.

Die aktuell gängigen sogenannten Sicherheitsindikatoren eignen sich aus verschiedenen Gründen nicht zur Bewertung der Abläufe in der Strahlentherapie, beispielsweise gibt es keine dezidierte Erfassung ambulanter Versorgung, obwohl ca. 80 % der strahlentherapeutischen Patient:innen ambulant betreut werden. Daher liegt die Auswahl von sicherheitswirksamen Maßnahmen in der Verantwortung der jeweiligen Einrichtung. Durch fehlende zentrale Standards muss jede Einrichtung erhebliche Ressourcen aufwenden, um individuelle Lösungen zur Erhöhung der Patient:innensicherheit zu etablieren. Dies birgt die Gefahr, dass wichtige Aspekte der Patient:innensicherheit unterrepräsentiert bleiben und es somit zu Unter- oder Überdosierungen sowie unerkannten und unbehandelten Nebenwirkungen kommen kann.

Um diese Probleme zu lösen, hat diese aktuelle Studie das Ziel, einen Fragebogen zu entwickeln, der die Patient:innensicherheit in strahlentherapeutischen Einrichtungen messen kann. Dieser Fragebogen soll spezifische Patient:innensicherheitsindikatoren enthalten, die auf die Anforderungen der Strahlentherapie abgestimmt sind und die in der Praxis anwendbar sind. Mit diesem Werkzeug können strahlentherapeutische Einrichtungen ihre Patient:innensicherheit systematisch bewerten und gezielte Maßnahmen ergreifen, um die Patient:innensicherheit zu erhöhen.

Das Projekt wird federführend von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie und dem Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner:innen durchgeführt.

Ein Thema, welches wahrgenommen wird – die Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO) der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e.V. hat während des diesjährigen Jahreskongresses den ARO Studienpreis für das Projekt vergeben. Wir gratulieren den Preisträger:innen!

Weitere Informationen:
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie

von links: Maximilian Grohmann und Dr. Andrea Baehr (beide Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie), Prof. Dr. Isabelle Scholl und Eva Christalle (beide Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie)

Foto: Dr. Andrea Baehr

Juli 2023

Bestes Segelwetter für die #activeoncokids auf der Alster

Die ActiveOncoKids durften wieder Segelluft schnuppern. Bei strahlendem Sonnenschein lud der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) die krebserkrankten Kinder und Jugendlichen zur Onkopiraten-Aktion auf der Außenalster ein

Sommer, Sonne, Sonnencreme: Das war das Motto des diesjährigen Besuches am 8. Juli der #activeoncokids beim NRV. Bei bestem Wetter bot das ruhige Gewässer mit leichten Wind den idealen Rahmen für eine unvergessliche Segelerfahrung.

Dabei stand Bewegung an frischer Luft für die ehemaligen krebserkrankten Kinder und Jugendlichen sowie deren Freunde und Geschwister an erster Stelle. Mit drei Booten der Bootsklasse Y70 und jeweils einem erfahrenen Segelprofi aus dem NRV ging es aufs Wasser. Dabei war nicht nur das spiegelnde Blau, sondern auch der Ausblick auf das Panorama der Stadt für alle Teilnehmer:innen herrlich.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es noch mal eine Runde aufs Wasser – diesmal mit Eltern und Begleitpersonen. Rund um ein schöner Tag für alle Beteiligen.

Im Netzwerk ActiveOncoKids Nord der Standorte Hamburg, Kiel und Lübeck geht es in diesem Jahr noch sportlich weiter:
Am 10. September 2023 von 11 – 14 Uhr können Kinder und Jugendliche beim Therapeutischen Reiten auf dem Gärtnerhof am Stüffel e.V. in Hamburg das Reiten als sportliche Aktivität entdecken.

Um Anmeldung wird per E-Mail an s.elmers@uke.de gebeten.
Die Arbeit von Sport-Wiss. Simon Elmers wird unterstützt von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Weitere Informationen:
Norddeutscher Regatta Verein
Netzwerk ActiveOncoKids Nord
Kinderkrebszentrum am UKE
Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Peter Kähler, NRV

Volles Haus beim 1. Hamburger Patient:innenkongress
Politik, Medizin und Patient:innenvertreter:innen vereint
von links: Joachim Prölß, Avin Hell, Katja Weisel, Markus Wartenberg, Katharina Fegebank, Heide Lakemann, Carsten Bokemeyer
Freuen sich über die rege Teilnahme
Carsten Bokemeyer (UCCH), Senatorin Katharina Fegebank und Anne Letsch (UCCSH)
Emotionaler Höhepunkt: Preisverleihung "An Deiner Seite"
Preisträger:innen und Vertreter:innen der BMS Stiftung Immunonkologie
Die Nationale Dekade gegen Krebs des BMBF gemeinsam mit dem UCCH gegen Krebs
Alexia Parsons, Avin Hell, Carsten Bokemeyer
Podiumsdiskussion zum Thema "Patient:innenbeteiligung an der Forschung"
von links: Avin Hell, Holger Schulz, Carsten Bokemeyer, Heide Lakemann, Conni Holsten, Markus Wartenberg
Begegnungen beim Speed Dating.....
.....oder bei den Führungen im Labor

Juni/Juli 2023

Erfolgreicher 1. Hamburger Patient:innenkongress Krebsmedizin 2023

Am 30.06./01.07. veranstaltete das UCCH den 1. Hamburger Patient:innenkongress Krebsmedizin 2023 in Kooperation mit dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein, den Krebsgesellschaften Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. und der Kontakt- und Informationsstelle Hamburg (KISS). Darüber hinaus wurde der Preis „An Deiner Seite“ auf Initiative der BMS Stiftung Immunonkologie vergeben.

Unter dem Motto „Perspektiven“ lud das UCCH erstmals zu zwei Tagen Patient:innenkongress. Das Ziel war es, eine Austausch- und Informationsplattform zur Beteiligung von Patient:innen und ihrem Umfeld zu schaffen. Ob als Patient:in, Angehörige, Patient:invertreter:in, Ärzt:in, Pflegende oder Forschende - die Wahrnehmung der „Brille“ des Gegenübers erweitert den Horizont und trägt langfristig zur verbesserten Versorgung und Forschung in der Onkologie bei. Die verschiedenen Formen der Patient:innenbeteiligung sind auch zentrales Thema in der Nationalen Dekade gegen Krebs.

Ca. 120 Teilnehmende folgten der Einladung ins Erika-Haus des UKE. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, UKE Vorstand Joachim Prölß und Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH, eröffneten die Veranstaltung, schließlich ist Senatorin Fegebank gemeinsam mit Bildungsministerin Karin Prien (Schleswig-Holstein) auch Schirmherrin des Patientenkompetenzzentrums NORD und unterstützt gerne die Ausbildung von Patient:innen zu Botschafter:innen. Alexia Parsons, Referatsleitung der Nationalen Dekade gegen Krebs des BMBF, zeichnete die Sichtweise der Dekade nach und machte deutlich, wie wichtig die Beteiligung an der Krebsforschung und –therapie aus Patient:innensicht für die Zukunft ist. Markus Wartenberg von der Sarkom-Stiftung zeigte seinen Weg auf in der Beteiligung an Forschung und Wissenschaft.

Welche Basis hat die Patient:innenbeteiligung in der Forschung und Versorgung und welche Strukturen gibt es? Dies wurde in Vorträgen präsentiert und in der Podiumsdiskussion aufgegriffen. Die Teilnehmenden einigten sich auf folgende Leitsätze: Eine erfolgreiche Patient:innenbeteiligung braucht Barrierefreiheit, Respekt, Neugierde, Kommunikation und Ausbildung.

Am zweiten Tag konnten die Teilnehmenden sich über den aktuellen Stand der Forschung in der personalisierten Medizin, des Shared Decision Making und der chirurgischen Krebstherapie informieren.

Emotionaler Höhepunkt war die Verleihung des Preises „An Deiner Seite“ auf Initiative der BMS Stiftung Immunonkologie – die Laudatio trieb vielen Tränen in die Augen. Weitere Informationen zu den Preisträgern siehe unten.

Danach ging es zu Führungen ins Labor und in die Strahlentherapie – die Teilnehmenden konnten hier einen Blick ins Mikroskop werfen oder sich über die Technologie der Strahlentherapie aufklären lassen.

Parallel standen Expert:innen der Themenbereiche Onkologie/Hämatologie, Prostatakrebs, Komplementärmedizin, Brustkrebs, Gynäkolog. Krebs und Hauttumore für ein Speed Dating zur Verfügung – ein Angebot, welches von vielen für den Austausch unter 4 Augen genutzt wurde.

In den folgenden Workshops kamen die Teilnehmenden ins Gespräch zu den verschiedenen Ebenen der Patient:innenbeteiligung und konnten die 2 Tage gemeinsam Revue passieren lassen.

Eins stand fest – es soll auch im nächsten Jahr einen Patient:innenkongress geben!

Wer sich für die Ausbildung zum/r Patient:innenbotschafter:in interessiert, findet hier weitere Informationen:
Patientenkompetenzzentrum NORD

Grußwörter der Politiker:innen und der Krebsgesellschaften:
(Unter dem Reiter Grußwörter)

News zum Preis „An Deiner Seite“ auf Seiten der BMS Stiftung Immunonkologie:
Aktuelles "An Deiner Seite"

Prof. Dr. med. Klaus Pantel

Juni 2023

Tumorrestzellen: Standardisierte Flüssigbiopsien sollen Krebstherapie verbessern

Internationales Forschungsprojekt unter wissenschaftlicher Koordination des UKE

Ein vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) koordiniertes internationales Konsortium will Referenzstandards zum Einsatz von Flüssigbiopsien in der Krebstherapie entwickeln. Validierte und standardisierte Verfahren zum Nachweis von Krebsspuren, die im Körper verbleiben, sollen auf das konkrete Krankheitsbild zugeschnittene Therapie-formen fördern und so den Erfolg der Krebstherapie erhöhen. Das Projekt „GUIDE.MRD“ erhält bei einer Laufzeit von fünf Jahren insgesamt rund 17,6 Millionen Euro an EU-Fördermitteln.

Die wissenschaftliche Leitung des Projekts „GUIDE.MRD“ – „GUIDing multi-modal thErapies against Minimal Residual Disease by liquid biopsies“ liegt bei Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie des UKE. Das Konsortium will belastbare Daten zum Einsatz von Flüssigbiopsien (Liquid Biopsy) zur Erkennung von minimalen onkologischen Resterkrankungen erheben. Die sogenannte Minimal Residual Disease (MRD) kann Ausgangspunkt für später auftretende Krebsmetastasen sein. In diesem Zusammenhang sollen Referenzstandards für einen Nachweis der im Blutkreislauf zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) entwickelt und erfolgsversprechende Diagnostika in Studien zu Darmkrebs, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs klinisch validiert werden. Ziel von GUIDE.MRD ist es, auf dieser Grundlage ein Nachweisinstrument zur Verfügung zu stellen, das die Gefahr einer Metastasierung frühzeitig erkennen und durch anschließende gezielte multimodale Behandlungsoptionen verhindern kann.

„Ich gratuliere allen beteiligten Institutionen zu diesem großen Erfolg, der Hamburg als Gesundheits- und Krebsforschungsstandort stärken wird. Dieses zukunftsweisende Projekt wird in den nächsten fünf Jahren dazu beitragen, für viele Menschen Lösungen bei der Bewältigung von schweren Krankheiten zu finden. Ich freue mich sehr, dass das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bei dieser bahnbrechenden Initiative intensiv mit internationalen Partnern und Industrievertretern zusammenarbeitet. Mein großer Dank geht an Prof. Klaus Pantel, das UKE und alle Beteiligten!", sagt Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke.

„Der standardisierte Einsatz von Flüssigbiopsien in der onkologischen MRD-Diagnostik kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Krebstherapien noch passgenauer auf das individuelle Krankheitsbild zuzuschneiden und Patient:innen so die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen. Mit der bedeutenden Förderung der EU für dieses wichtige Forschungsprojekt wird auch der herausragenden Expertise des UKE in der onkologischen Forschung Rechnung getragen. Allen Beteiligten gratuliere ich herzlich zu diesem Erfolg bei der Projektförderung“, sagt Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied.

„Die Früherkennung von Metastasen ist eines der wichtigsten Ziele in der Krebsforschung, da Metastasen der Hauptgrund für die Aggressivität von Krebserkrankungen sind. Eine frühzeitigere Diagnose mithilfe eines Bluttests soll die Möglichkeit eines rechtzeitigen therapeutischen Eingriffs durch Liquid Biopsy eröffnen, die ein zentrales Forschungsthema im UCCH ist“, sagt Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie des UKE.

Eine Herausforderung in der onkologischen Behandlung besteht darin, festzustellen, welche Patient:innen eine zusätzliche Behandlung wie zum Beispiel eine Chemo- oder Strahlentherapie benötigen, um noch vorhandene Krebszellen zu beseitigen. Diese Zellen haben bereits vor der Tumor-Operation gestreut und verbleiben daher nach der OP als MRD im Körper. Über radiologische Verfahren sind die Zellen nicht zu erfassen; sie geben allerdings kleine Fragmente der Tumor-DNA an den Blutkreislauf der Patient:innen ab. Diese Fragmente werden als zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) bezeichnet. Es gibt bereits Tests zum Nachweis von ctDNA in Blutproben, deren Nachweiskapazitäten bislang variieren. Durch intensive Zusammenarbeit mit Patient:innen sowie Industrie, Zulassungsbehörden und Kostenträgern will das GUIDE.MRD-Konsortium daher den Einsatz einer ctDNA-Diagnostik mit hoher Sensitivität und Spezifität in der klinischen MRD-Umgebung vorantreiben.

3,4 Millionen Euro für das UKE

Die Europäische Union fördert das Projekt, an dem 24 Partner aus 13 Ländern beteiligt sind, im Rahmen des Programms „Horizon Europe“ im Bereich „ Innovative Health Initiative Joint Undertaking “ (IHI JU). Die Gesamtförderung der EU beläuft sich auf rund 17,6 Millionen Euro, von denen rund 2,3 Millionen Euro direkt an das UKE fließen. Die industriellen Partner steuern weitere 16,8 Millionen Euro bei, von denen die Aktivitäten im UKE mit zusätzlichen 1,1 Millionen Euro gefördert werden. Die Ziele von GUIDE.MRD stehen außerdem im Einklang mit dem Europäischen Plan zur Krebsbekämpfung sowie dem „ Mission on Cancer – Implementation Plan “ der Europäischen Kommission.

Link zur Pressemitteilung

Foto:

Juni 2023

2. UCCH Immuno-Oncology Symposiums 2023

Am 08. Juni 2023 fand zum zweiten Mal das Immun-Onkologie Symposium der Klinik für Neurochirurgie und des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) auf dem Gelände des UKE statt.

Unter dem Schwerpunkt der Interdisziplinarität tauschten sich Expert:innen aus dem UKE und dem ZMNH über die Immunonkologie aus, indem sie immunologische Arbeitsgruppen mit onkologischen Arbeitsgruppen zusammenbrachten und gemeinsame Schnittpunkte im Kampf gegen Krebs diskutierten. Das Symposium bot den Forscher:innen eine Plattform, um neueste Erkenntnisse und Fortschritte in der Immunonkologie zu diskutieren und innovative Wege zur Bekämpfung von Krebserkrankungen zu erforschen.

Die Immunonkologie ist ein vielversprechender Bereich der modernen Krebsforschung, der darauf abzielt, das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung von Krebserkrankungen zu nutzen und damit innovative Therapiemöglichkeiten zu schaffen.

Weitere Informationen:
UCCH Immuno-Oncology Symposium

Foto: Britta Fritzsche

Juni 2023

#ActiveOncoKids im Millerntorstadium

Am 7. Juni 2023 waren die #ActiveOncoKids beim Hamburger Fußballverein FC St. Pauli bereits zum zweiten Mal zu Gast. Die Kinder des Kinderkrebszentrums des UCCH konnten sich bei Geschicklichkeits- und Beweglichkeitsübungen austoben und dabei ihre motorischen Fähigkeiten Rund um den Fußball stärken.

Klettern, Rudern, Reiten, Segelfliegen oder Kanu-Fahren – das Angebot des ActiveOncoKids Zentrum Nord ist breit gefächert. Mit großem Eifer tobten sich diesmal die Kids im Alter von 4 bis 13 Jahren auf dem „Amateurrasen“ des Zweitligisten aus. Nach einer ersten lockeren Trainingseinheit hatten die Teilnehmer:innen und ihre Familien die Möglichkeit einer exklusiven Führung durch das berühmte Millerntor-Stadion. Start war die Nord-Tribühne, dann folgte ein Highlight dem Anderen: Probesitzen auf der Auswechselbank, Blick in die Spielerkabinen, Spielertunnel, Ballsaal und zwischendrin viel Zeit für Fragen.

Nach einem kleinen Abschlussturnier konnten die Kids eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme mit nach Hause nehmen – Rund um eine gelungene Veranstaltung.

Im Netzwerk ActiveOncoKids Nord der Standorte Hamburg, Kiel und Lübeck geht es in diesem Jahr noch sportlich weiter:
Am 7. Juli 2023 von 10 – 16:30 Uhr können Kinder und Jugendliche beim Norddeutschen Regatta Verein sich beim Segeln auf der Außenalster ausprobieren. Um Anmeldung wird per E-Mail an s.elmers@uke.de gebeten.

Das Angebot wird unter anderem von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. ermöglicht.

Netzwerk ActiveOncoKids Nord

Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Foto: Laura Lehmann

Mai 2023

Universitäres Brustzentrum des UCCH neu eröffnet – Räume erstrahlen im neuen Glanz

Das Universitäre Brustzentrum des UCCH lud am 24. Mai zur Eröffnung der renovierten Räumlichkeiten im Zentrum für Onkologie (O24). Neben der Besichtigung der neuen Räume stand das Netzwerken mit allen Partnern im Vordergrund.

Das Ziel ist erreicht: Nach mehrmonatiger Bauphase zeigt sich das Universitäre Brustzentrum des UCCH im Erdgeschoss des Zentrums für Onkologie in hellen und luftigen Räumen. Viel Platz für die Patient:innen und ihre Angehörige, um Beratungsgespräche, Therapie- und weitere Angebote des Brustzentrums-Teams nutzen zu können.

„Ich bin allen Patientinnen und ihren Angehörigen und natürlich unseren Mitarbeitenden sehr dankbar, mit welcher Geduld sie die Bauphase im laufenden Betrieb überstanden haben“, bedankt sich Prof. Barbara Schmalfeldt, Leiterin der Gynäkologie am UKE, „Es freut mich sehr, dass wir nun wieder alle Funktionen aus einer Hand präsentieren können.“

Im Rahmen der Wiedereröffnung stellten sich die Teammitglieder des Brustzentrums den Gästen vor, allen voran Dr. Lisa Steinhilper, neue Leiterin des Brustzentrums, sowie Prof. Volkmar Müller, stellv. Klinikdirektor und Leiter der Tagesklinik.

Auch die verschiedenen Kooperationspartner aus der plastischen Chirurgie, der Mammadiagnostik, der Radioonkologie, des Zentrums für familiären Brust- und Eierstockkrebs (FBREK) und den ergänzenden Angeboten des UCCH sprachen über ihre Arbeit.

Besonders freute es die Veranstalter, dass auch Franziska Holz von der Hamburger Krebsgesellschaft e.V. und Hayriye Oguz als Patient:innenvertreterin des BRCA-Netzwerks anwesend waren, unterstrich dies doch die stets gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

Prof. Katja Weisel, stellv. Direktorin des UCCH: „Bei der Behandlung unserer onkologischen Patient:innen steht neben der fachlichen Exzellenz vor allem die Empathie im Vordergrund und ich bin sicher, dass die Ausstrahlung der neuen Räume viel zur emotionalen Basis beitragen werden. Wir vom UCCH wünschen dem Team einen tollen Start in den neuen Alltag.“

Foto: Avin Hell

Mai 2023

Outdoorgym – neue Geräte auf dem UKE Gelände ermöglichen die Bewegung an frischer Luft

Outdoor-Fitness-Geräte sind beliebt in den Grün- und Parkanlagen hier im Norden. Dank einer Spende an das UCCH konnten drei Geräte nun auch auf dem UKE Gelände für Fitnessfreudige Patient:innen, Besucher:innen und Mitarbeitende eingeweiht werden. Das Ziel für die Onkologen des UCCH ist klar: Bewegung, Bewegung, Bewegung.

Frau Schäfer befindet sich in der Nachsorge nach ihrer Krebserkrankung und freut sich über das neue Bewegungsangebot: „Mir war es ein Anliegen, auch schon während meiner Therapie aktiv zu bleiben. Ich nehme an verschiedenen Fitnessangeboten teil und bewege mich viel an frischer Luft. Wenn ich solche Geräte sehe, baue ich diese immer sofort in mein Programm mit ein.“

Drei verschiedene Geräte stehen ab sofort auf der grünen Wiese neben dem Taxistand gegenüber dem Haupteingang zur freien Nutzung, sei es für die Beinmuskulatur, die Stärkung der Arm- und Nackenmuskulatur sowie den Gleichgewichtssinn.

„Es gibt mittlerweile viele Studien, die zeigen, dass sowohl unter Therapie als auch in der Nachsorge von Krebserkrankungen körperliche Aktivität viele positive Effekte hat“, sagt Dr. Wiebke Jensen, Sportwissenschaftlerin am UCCH, „Es kann dazu beitragen, dass man z. B. weniger Nebenwirkungen hat wie Müdigkeit oder Sensibilitätsstörungen in Händen und Füßen. Außerdem kann es die Patient:innen auch mental stärken, wenn sie sich an der frischen Luft bewegen – vom Booster fürs Immunsystem ganz zu schweigen.“

„Ich danke sehr für diese Zuwendung der Firma Playfit – so können unsere Patient:innen beim Besuch in den Ambulanzen oder Stationen ihre Aktivitäten ausweiten und in Bewegung kommen,“ sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH, der die Geräte gleich selbst ausprobiert hat.

Margit Budde-Cramer und die Inklusions-Botschafterin Daniela Möller übergaben die Geräte an das Bewegungsteam des UCCH im Namen der Firma Playfit „Als Hersteller von Outdoor-Fitnessgeräten ist es unser oberstes Ziel, Menschen in Bewegung zu bringen. Durch unsere Teilnahme an Rudern gegen Krebs sind wir auf das Bewegungsprogramm des UCCH aufmerksam geworden und sind gleich zur Tat geschritten mit dieser Spendenaktion.“

Freuen sich über die neuen Geräte: Daniela Möller, Margit Budde-Cramer, Britta Schäfer, Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Dr. Wiebke Jensen (von links)

Foto: Laura Lehmann

Mai 2023

Rudern gegen Krebs: Scheckübergabe für das Bewegungsprogramm des UCCH

Die Stiftung Leben mit Krebs hat kürzlich den Scheck aus den Erlösen der „Rudern gegen Krebs“-Benefizregatta 2022 an das Universitäre Cancer Center Hamburg übergeben. 16.000 EUR kommen dem Bewegungsprogramm des UCCH zum Wohl der Krebspatient:innen zugute.

Das Team der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Hamburg freut sich über das Ergebnis: Die Stiftung Leben mit Krebs, die bundesweit die Rudern gegen Krebs Regatten verantwortet, konnte kürzlich den Erlös der letzten Hamburger Regatta im Sommer 2022 an das UCCH überreichen.

„Über 60 Doppelvierer-Mannschaften haben sich im letzten Jahr für den guten Zweck beteiligt,“ sagt Volker Zaehle, der Vertreter der Stiftung Leben mit Krebs, „Es ist wirklich toll, zu sehen, wie viele Ruder:innen jedes Jahr wieder teilnehmen und somit auch für den guten Zweck spenden. Ich freue mich sehr, im Namen der Stiftung diesen Betrag dem UCCH für dessen Bewegungsprogramm übergeben zu können. Ich danke allen Sponsoren und Spendern, die dies ermöglicht haben.“

Rudern gegen Krebs hat Tradition in Hamburg – im letzten Jahr wurde die Regatta bereits zum 12. Mal ausgetragen. Unter der Schirmherrschaft unseres Innensenators Andy Grote treten Vertreter:innen der Stadt, der Kliniken und verschiedenster Hamburger Firmen und Vereine im freundschaftlichen Wettkampf gegeneinander an.

Zugute kommt der Spendenbeitrag dem Bewegungsprogramm mit den onkologischen Patient:innen im UCCH: „Bewegung und Sport ist aus der Therapie unserer Krebspatient:innen nicht wegzudenken – viele Studien beweisen die positive Auswirkung eines bewegungsreichen Lebens,“ sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des Universitären Cancer Centers Hamburg am UKE, „Wenn ich sehe, dass sich auch Patient:innen an der Regatta beteiligen, geht mir immer das Herz auf - sehe ich doch daran, dass unser Bewegungsprogramm funktioniert. Ich bin froh und glücklich, hier mit unseren Partnern – allen voran der Stiftung Leben mit Krebs und der Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. – und allen Sponsoren ein so tragfähiges Netzwerk in der Stadt zu diesem Thema aufgebaut zu haben und bedanke mich allen für ihr Engagement.“

Der Austragungsort an der Alster bei der Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. (Schöne Aussicht) ist ein Platz, der vielen Hamburger:innen und Besucher:innen gut bekannt ist: „Für uns als Verein ist es ein absolutes Highlight im Ruderjahr, wenn wir Gastgeber dieser Regatta sein können,“ führt RG HANSA Vorsitzender Sebastian Franke aus, „Neben der Ausbildung und Ausübung im Rudersport ist es uns ein besonderes Anliegen, mit allen Mitgliedern an diesem besonderen Tag engagiert zu sein. Über 60 Doppelvierer – gut 300 Ruder:innen – da ist vom Anfänger bis zum Profi alles dabei, ein wunderbarer Tag mit wirklich guter Stimmung.“

Rudern gegen Krebs wird auch in diesem Jahr stattfinden – am 03. September 2023 wird die Regatta auf der Außenalster ausgetragen. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, melden Sie sich gerne bei uns unter uke.de/ruderngegenkrebs .

Bild: Avin Hell, Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Sebastian Franke, Volker Zaehle, Dr. Wiebke Jensen (v.l.n.r.)

Foto von Laura Lehmann

Mai 2023

Verleihung des Wilhelm-Warner-Preises 2022 an Stefan Pfister

Am 12. Mai 2023 erhielt Prof. Dr. Stefan Pfister den Wilhelm-Warner-Preis 2022 der gleichnamigen Stiftung. Der Preis wurde von Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Leiter des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) und Vorstandsmitglied in der Wilhelm-Warner-Stiftung, im Fritz-Schumacher-Hörsaal am UKE übergeben.

Prof. Dr. Stefan Pfister ist Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und erhält die Auszeichnung für seine herausragenden Beiträge zur Erforschung molekulargenetischer Eigenschaften von kindlichen Hirntumoren. Seine Untersuchungen liefern bislang unentdeckte Erkenntnisse über genetische Veränderungen, die zur Entstehung von Hirntumorarten führen. Zudem konnten neue Informationen über erblichen Faktoren gewonnen werden. Seine Ergebnisse sind auch eine wesentliche Grundlage für neue personalisierte Studienkonzepte bei kindlichen Hirntumoren.

Prof Pfister hat zudem im Rahmen seiner Forschungsprojekte eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, insbesondere mit den Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Stefan Rutkowski von der Klinik für Pädiatrische Hämatologie & Onkologie und Prof. Dr. Ulrich Schüller vom Institut für Neuropathologie.

Mit dem Wilhelm-Warner-Preis werden jedes Jahr namhafte Wissenschaftler im Bereich der Krebsforschung ausgezeichnet. Die Stiftung geht auf den Hamburger Gastronom Wilhelm Warner zurück, der 1960 an einem Krebsleiden verstarb, und wurde im Jahre 1961 in Hamburg gegründet. Sie verfolgt das Ziel, die Krebsforschung durch die jährliche Verleihung des Wilhelm-Warner-Preises an namhafte deutsche Wissenschaftler:innen zu fördern.

Wir gratulieren dem Preisträger herzlich und wünschen viel Erfolg für das weitere Forschungsvorhaben.

Link:
KiTZ Heidelberg

Foto: Diana von der Goltz, Prof. Dr. Dieter K. Hossfeld, Prof. Dr. Stefan Pfister, Carl-Jan von der Goltz,
Prof. Dr. Carsten Bokemeyer (v.l.n.r.)
Aufgenommen: Laura Lehmann

Mai 2022

13. „International Symposium on Minimal Residual Cancer“ – ein voller Erfolg in Hamburg

Anfang Mai tauschten sich Mediziner:innen und Forschende in Hamburg zu den neusten Erkenntnissen der Onkologie, Immunologie und Liquid Biopsy aus. Der Einladung von Prof. Klaus Pantel vom Institut für Tumorbiologie im UCCH und Prof. Catherine Alix-Panabieres vom Laboratoire Cellules Circulantes Rares Humaines (LCCRH), Universität von Montpellier, folgten 420 Delegierte aus 26 Ländern.

Die ISMRC-Treffen wurden 1996 ins Leben gerufen, um sich besonders auf die Forschung und klinische Anwendungen von Liquid Biopsy ("Flüssigbiopsie") bei Krebspatient:innen zu fokussieren. Nach einer durch COVID-19 bedingten Pause kehrte das Symposium an seinen Ursprungsort Deutschland zurück und fand als Präsenzveranstaltung vom 2. bis 4. Mai 2023 statt.

Die international hochkarätig besetzte Tagung bot eine großartige Gelegenheit, drei Tage lang zusammenzukommen und sich über die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Onkologie, Immunologie und Liquid Biopsy auszutauschen. Der Kongress umfasste Vorträge über zirkulierende Nukleinsäuren (DNA, miRNA), zirkulierende Tumorzellen (CTCs), Exosomen und andere Flüssigbiopsie-Analysen mit dem Schwerpunkt auf klinische und translationale Studien und einem Schwerpunkt auf der Immuntherapie.

Das Symposium 2023 in Hamburg wurde unterstützt von der European Liquid Biopsy Society (ELBS), einem großen Konsortium von Institutionen aus dem akademischen Bereich und der Industrie mit der Vision, Flüssigbiopsie-Assays in die klinische Praxis zu bringen.

Die Plenarvorträge wurden von führenden internationalen Expert:innen auf dem Gebiet der Flüssigbiopsie, Krebsimmunologie, Metastasenforschung und Immuntherapie, darunter der Nobelpreisträgerin Tasuko Honjo aus Kyoto, Japan, gehalten.

Der ISMRC unterstützt auch junge Forschende – herausragende Präsentationen wurden mit dem "Young investigator Award" ausgezeichnet.

Mitglieder des UCCH waren in allen Sitzungen vertreten – der Austausch führte sich über die 3 Tage rege fort.

Weitere Informationen zur ELBS:
European Liquid Biopsy Society Network

Foto: Prof. Dr. Klaus Pantel, Prof. Dr. Catherine Alix-Pannabieres, Prof. Dr. Katja Weisel und Prof. Dr. Carsten Bokemeyer (von rechts)

Aufgenommen: Avin Hell

Gebäude des UCCH

April 2023

Neue Kooperationspartner im UCCH-Netzwerk

Das Kompetenznetzwerk des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) wächst weiter.

Wir begrüßen zwei neue Kooperationspartner: Die Facharztpraxen Onkologische Tagesklinik im Heidekreis – Praxis für innere Medizin Hämatologie Onkologie und das Kinderwunschzentrum Altonaer Strasse im Gynaekologicum Hamburg (Medizinisches Versorgungszentrum GbR) stehen ab sofort mit unserem onkologischen Spitzenzentrum im gegenseitigen Austausch.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit zur optimalen Versorgung unserer Patient:innen.

Link:

UCCH Kooperationspartner

Kinderwunschzentrum Altonaer Strasse Hamburg - Gynaekologicum

Teamfoto der Teilnehmer:innen

April 2023

#GemeinsamstarkgegenKrebs – UCCH Läuferinnen geben alles

Am vergangenen Sonntag, den 23.04.2023, nahmen mehrere UCCH Kolleg:innen erfolgreich am 37. Hamburg-Marathon teil.

Die Läufer:innen absolvierten die 42,195 Kilometer lange Strecke im Team als Staffel mit Begeisterung und Teamspirit. Die Hansestadt gab dabei bei sonnigem Wetter und mit zahlreichen begeisterten Zuschauern eine hervorragende Kulisse.

Wir gratulieren den Läufer:innen und freuen uns über die erfolgreiche Teilnahme.

Foto: Inga Melzer

Gruppe von arbeitenden Wissenschaftler:innen

April 2023

4. Cancer Careers Day : How to communicate your science

Am 21. April 2023 widmete sich der 4. Cancer Careers Day als gemeinsame Online-Veranstaltung des Mildred Scheel Nachwuchszentrums (MSNZ), des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) und des Universitäres Cancer Centers Schleswig-Holstein (UCCSH) sich der Frage, wie gute Wissenschaftskommunikation umgesetzt werden kann.

Wissenschaftskommunikation findet nahezu überall statt: Zwischen Projektpartner:innen in einer interdisziplinären Zusammenarbeit, im Austausch zwischen Ärzt:innen und Patient:innen oder im privaten Bereich in Erzählungen über die Arbeit. Überall wird Wissen kommuniziert und muss so verständlich sein, dass die verschiedensten Adressaten meist ohne Vorwissen ein hoch komplexes Thema verstehen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Nachwuchswissenschaftler:innen lernen, wie sie ihre Forschungsergebnisse auf verständliche und ansprechende Weise kommunizieren können.

Der Einführungsvortrag von Jens Foell, Redakteur bei maithink Media und Trainer bei NaWik, beleuchtete die Kommunikationskanäle in der Wissenschaftskommunikation bei Social Media und erläuterte, worauf man bei der Kommunikation von Wissenschaftsthemen achten sollte. Avin Hell, Referent:in für Kommunikation und Patient:innenbeteiligung am UCCH, stellte die Rahmenbedingungen und Formate für die Kommunikation von Wissenschaftsthemen vor.

Als weiteres Highlight der Veranstaltung wurden auch aktiv kommunizierende Wissenschaftler in einer Panel-Diskussion interviewt, darunter Marisa Kurz, Ärztin am LMU Klinikum Großhadern und freie Redakteurin bei Spektrum.de und Spektrum Gesundheit, sowie Lorenz Adlung, Nachwuchsgruppenleiter am UKE und Podcast Co-Moderator bei bugtales.fm. Beide berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen aus dem Alltag als Kommunikator:innen.

Die Teilnehmer:innen der Veranstaltung erhielten somit wertvolle Einblicke in die verschiedenen Aspekte und Herangehensweisen der Wissenschaftskommunikation, um ihre eigenen Forschungsergebnisse bestmöglich an verschiedene Zielgruppen zu kommunizieren.

Die Veranstaltungsreihe „Cancer Careers Day“ gibt einen Überblick über Karrieremöglichkeiten innerhalb und außerhalb der "klassischen" akademischen Welt und findet zweimal pro Kalenderjahr statt. In Diskussionen und Interviews mit Experten aus den verschiedensten Bereichen, von klassischen (aber auch unkonventionellen) "Universitätsjobs" über die Pharmaindustrie bis hin zu Kommunikation, Recht, PR und anderen, erhalten die Teilnehmer:innen einen Einblick, wie all diese Berufe tatsächlich aussehen und welche Fähigkeiten erforderlich sind, um erfolgreich zu sein.

Link:

Mildred Scheel Nachwuchszentrum Hamburg - MSNZ Hamburg

Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)

Foto: Pexels

April 2023

Nichtrauchen ist cool – UKE Präventionsveranstaltung für Schüler:innen wieder in Präsenz gestartet

Am 13.4. war es wieder soweit – 150 Schüler:innen der 6. Klassen von 3 verschiedenen Schulen aus dem Hamburger Umfeld kamen, um sich in der Rauchprävention schulen zu lassen. Die Initiative Nichtrauchen ist cool wird gemeinsam vom Universitären Cancer Center Hamburg und dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kinder- und Jugendalters durchgeführt. Aufgrund der aktuellen alarmierenden Zahlen zu rauchenden Kindern und Jugendlichen kommt der Neustart der Reihe nach der Corona-Pause genau zum richtigen Zeitpunkt.

Auf die Frage hin, ob sie heute etwas neues gelernt hätten, nickten viele Schüler:innen zustimmend: „Mein Vater raucht, ich werde heute zu Hause erzählen, dass er damit aufhören muss“, so eine Schülerin. Nichtrauchen ist schließlich cool, dies lernten die 150 Schüler:innen, die sich im Hörsaal W30 auf Einladung des UCCH und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters gemeinsam mit ihren Lehrer:innen eingefunden hatten.

Im Laufe der Nichtrauchen ist cool-Geschichte haben bereits über 100.000 Hamburger Schüler:innen an dem Aufklärungs- und Präventionsprogramm teilgenommen. Die Zahlen bestätigten bisher den Erfolg - viele Kinder und Jugendliche nahmen Abstand vom Rauchen.
Doch seit kurzem dreht sich der Trend um – die Anzahl der rauchenden Kinder und Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren hat sich lt. einer neuen Studie der DEBRA von 8,7% in 2021 auf 15,9% in 2022 nahezu verdoppelt. Hinzu kommen neben dem Griff zur Zigarette und dem Shisha-Rauchen auch die neuartigen E-Zigaretten, die vielfach unter Mißachtung des Jugendschutzgesetzes an Tankstellen und Kiosken verkauft werden und als mögliche Einstiegsdroge gelten.

Die Ärzt:innen des UKE erklärten in der Veranstaltung kindgerecht die Suchtgefahren des Rauchens und nahmen sich viel Zeit für die Fragen der Kinder. Dabei beschönigten sie nichts und wiesen auf die potentiellen Folgen, wie z.B. Krebserkrankungen oder schwere Lungenschäden, hin. Dass z.B. eine gerauchte Shisha das Äquivalent von 100 gerauchten Zigaretten darstellt, erzeugte ein erstauntes Raunen unter den Kindern. In einem Film erlebten die Kinder hautnah die Untersuchungen und Interviews mit den Patient:innen.

Herr Rohwerder, begleitender Lehrer vom Gymnasium Süderelbe, sagt zu Nichtrauchen ist cool: „Ich als Lehrer sehe in dieser Veranstaltung einen hohen Effekt. Wir gehen mitten ins Geschehen, direkt ins Klinikum hinein. Dass hier Ärzte das Thema vermitteln, gibt der Rauchprävention eine sehr professionelle und damit besonders glaubwürdige Perspektive. Auch finde ich es gut, dass hier schon Schüler:innen der 6. Klassen eingeladen sind, das bringt in unseren Augen viel, so früh zu starten.“

Nichtrauchen ist cool geht wieder in Serie – ab sofort wird die Präventionsveranstaltung bis zum Sommer alle 2 Wochen angeboten. Interessierte Lehrer:innen können ihre Fragen an Andrea Lentfer im Sekretariat des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kinder- und Jugendalters richten unter alentfer@uke.de

Weitere Informationen zu:
Nichtrauchen ist cool
Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters

Fotos: Anne Marie Asemissen und Avin Hell

von links: Vertreten das vortragende Ärzt:innen-Team: Dr. Anne Marie Asemissen, Dr. Sören Galow, Maximilian Kirchner, Martin Ansgar Horn (alle II. Med. Klinik)

Interdisziplinäres UCCH Netzwerk

März 2023

Innovationen in der Viszeralonkologie – erste Netzwerkveranstaltung im UCCH

Am 29.03.2023 kamen ärztliche Vertreter:innen der verschiedenen Disziplinen rund um die Viszeralonkologie zusammen, um sich über die neuesten Diagnostik- und Therapie-Entwicklungen auszutauschen. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit den UCCH Netzwerkpartnern ausgeführt.

Das Symposium war interdisziplinär ausgerichtet mit dem Ziel, den Teilnehmer:innen einen Überblick über die neuesten Entwicklungen in der Viszeralonkologie zu geben. Dazu gehörten innovative diagnostische Verfahren wie die Liquid Biopsy, aber auch neue Therapieoptionen wie die Immunonkologie und die personalisierte Medizin.

Im ersten Teil des Symposiums lag der Schwerpunkt auf der Viszeralchirurgie im Wandel hin zu neusten Operationstechniken. Prof. Dr. med. Thilo Hackert, neuer Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), nutzte die Gelegenheit sich vorzustellen und die Möglichkeiten und Grenzen in der Chirurgie des Pankreaskarzinoms zu erläutern. Außerdem sprach er über den Stellenwert robotisch gestützter Chirurgie mittels Operationsroboters.

Der zweite Teil der Veranstaltung fokussierte sich auf die Präzisionsmedizin in der Strahlen- und Systemtherapie von Gastrointestinalen Tumoren. Zudem wurden neuste Ansätze in der personalisierten Medizin vorgestellt, bei der das Tumorprofil einzelner Patient:innen analysiert wird, um eine individuell zugeschnittene Therapie zu entwickeln. Insgesamt war die Fortbildungsveranstaltung ein großer Erfolg, die in den nächsten Jahren in Serie gehen soll. Die Teilnehmer:innen konnten Einblicke in die neuesten Entwicklungen in der Viszeralonkologie gewinnen und diesemit den fachlichen Kolleg:innen diskutieren.

Foto: Avin Hell

März 2023

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin - neue AG Angehörige gegründet

Um sich gezielter den Bedürfnissen von Angehörigen in der Palliativversorgung widmen zu können, hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin eine eigene AG "Angehörige" am 7. März gegründet. Eine der Sprecherinnen ist Prof. Dr. Karin Oechsle, Leiterin der Palliativmedizin am UKE.

Die DGP dazu: "Das Thema der Angehörigenbegleitung und -mitbetreuung im Rahmen der Palliativversorgung ist ein multiprofessionell zu betrachtendes Thema, bei dem es sowohl im Bereich der Versorgung, aber vor allem auch im Bereich der Forschung sowie der Aus-, Fort- und Weiterbildung verschiedener Berufsgruppen noch sehr großen Handlungsbedarf gibt. Angehörige gehören wie die erkrankten Menschen selbst in den Fokus der Palliativversorgung, da sie diverse unerfüllte Unterstützungsbedürfnisse, eine eingeschränkte Lebensqualität, eine deutliche psychosoziale Belastung sowie zahlreiche psychische Morbiditäten aufweisen."

Neben Prof. Dr. Karin Oechsle sind weitere Sprecherinnen: Prof. Dr. rer. medic. Stephanie Stiel von der Medizinisches Hochschule Hannover sowie Denise Kirsch vom Palliativnetz Hamburg-West e.V.

Weitere Informationen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

Kontakt zu Prof. Dr. Karin Oechsle

Prof. Dr. Stefan Rutkowski

Februar 2023

Internationaler Kinderkrebstag: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“

Fragen an… Prof. Dr. Stefan Rutkowski

Mehr als 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs – unter ihnen etwa 2.200 Kinder und Jugendliche. Wenn ein Kind die Diagnose Krebs erhält, sitzt der Schock tief. Die gute Nachricht ist, dass sich die Heilungschancen krebskranker Kinder dank der Fortschritte in Forschung und Therapie in den letzten Jahren enorm verbessert haben. Anlässlich des Internationalen Kinderkrebstags am 15. Februar spricht Prof. Dr. Stefan Rutkowski, Leiter des Kinderonkologischen Zentrums des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), über aktuelle Entwicklungen in der Krebsmedizin und -therapie.

Welche Krebsarten kommen besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen vor?

Prof. Dr. Stefan Rutkowski: Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock, besonders wenn sie Kinder trifft. In der Altersgruppe bis 15 Jahren sehen wir besonders häufig Leukämien, also Blutkrebs, mit einem Anteil von über 30 Prozent. Tumorerkrankungen im Gehirn und im Rückenmark sind an zweiter Stelle mit rund 24 Prozent, gefolgt von Erkrankungen des lymphatischen Gewebes mit 14 Prozent (Lymphknotenkrebs). In dieser Altersgruppe sind die Tumorerkrankungen besonders aggressiv, da sich die Krebszellen schnell vermehren.

Warum ist das so?

Prof. Rutkowski: Kinder sind noch in der Entwicklung, sie wachsen. Wachstum bedeutet immer Zellteilung. Krebs kommt bei Kindern besonders häufig dort vor, wo sich Zellen vermehrt teilen und wachsen, so zum Beispiel in den Lymphknoten. In der Pubertät wird Knochenkrebs als häufigste Krebsart bei Jugendlichen diagnostiziert, da diese in dieser Phase besonders schnell wachsen. Kinder sind eben keine kleinen Erwachsenen. Die Krebserkrankung, die Therapie und der Krankheitsverlauf unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denen bei Erwachsenen.

Wie macht sich Krebs bei Kindern bemerkbar?

Prof. Rutkowski: Symptome, die auf eine Krebserkrankung beim Kind hinweisen können, sind unter anderem anhaltender Schmerz und Fieber, Kopfweh, Erbrechen, eine ungewöhnliche Wölbung des Bauches. Auch unerklärliche Blutungen oder Nachtschweiß sowie ein Schimmer in den Augen können Anzeichen sein. Machen sich derartige, auch unspezifische Symptome verstärkt bemerkbar, sollten Eltern aktiv werden und diese ärztlich abklären lassen.

Ist Krebs in Kinderjahren besser heilbar?

Prof. Rutkowski: Heutzutage sind dank der Fortschritte in Forschung und Therapie mehr als 80 Prozent der Krebserkrankungen, die bei Kindern und Jugendlichen festgestellt werden, heilbar. Das sind sehr erfreuliche Nachrichten! Dennoch bleibt die Diagnose Krebs bei Kindern ein Einschnitt in das Leben, das mit enormen organisatorischen und emotionalen Herausforderungen verbunden ist.

Welche Behandlungen gibt es?

Prof. Rutkowski: Welche Therapieoptionen infrage kommen, hängt von vielen Faktoren ab, in erster Linie von der Art der Krebserkrankung, dem Krankheitsverlauf, der Ausdehnung, Tumorbiologie und weiteren individuellen Faktoren, wie dem Alter der Patient:innen. Im Allgemeinen stehen die operative Therapie, die Strahlen- und die Chemotherapie zur Verfügung, aber auch neue, sogenannte zielgerichtete Therapieformen werden zunehmend eingesetzt. Auch wenn die Heilungschancen bei einem Großteil der Patient:innen sehr gut sind, muss die Versorgung der schwerkranken Kinder und Jugendlichen sichergestellt werden, und der Forschungsbedarf ist weiterhin sehr hoch.

Foto: UKE

Februar 2023

UCCH beteiligt sich an
Jugend forscht - Jury

„Mach Ideen groß“ – unter diesem Motto stellten Schüler:innen beim Regionalwettbewerb Jugend forscht am UKE ihre wissenschaftlichen Projekte vor. Das UCCH beteiligte sich dabei mit mehreren Mitgliedern an der Jury – alles zur Förderung des Nachwuchses.

Ca. 120 Schüler:innen stellten 52 Projekte in 7 Fachgebieten beim Regionalwettbewerb am UKE vor. Zuvor war eine intensive Auseinandersetzung mit ihren wissenschaftlichen Forschungsfragen und Versuchen an den Schulen vorangegangen. Die Jugend forscht-Jury, die sich u.a. aus UKE-Mitarbeiter:innen und Lehrer:innen zusammensetzt, beurteilte vorab die schriftlichen Projekte. Am Valentinstag, am 14. Februar, war es dann soweit: Die Projekte wurden den jeweiligen Jury-Mitgliedern live am UKE präsentiert.

Für das UCCH Ehrensache, hier als Jury-Mitglieder sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs einzusetzen:
Prof. Dr. Andrea Morgner-Miehlke, stellv. Direktorin des UCCH, Dr. Catarina Schlüter, Leiterin des Klinischen Krebsregisters, Dr. Britta Fritzsche, Koordinatorin der UCCH Biobanken, und Avin Hell, Referentin für (Wissenschafts)kommunikation, beteiligten sich mit Freude an der Jury.

Foto: Avin Hell

Februar 2023

Dr. Martini-Preis 2023: MSNZ-Forschende unter den Erstplatzierten

Am 13. Februar wurde der älteste Medizinpreis Deutschlands durch Katharina Fegebank, Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, und Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE, an fünf Forschende des UKE verliehen. Zwei Forschende des Mildred-Scheel-Nachwuchszentrums waren dabei unter den Erstplatzierten.

Der erste Preis wurde gleich zweimal vergeben: Er geht zum einen an Dr. Anastasios Giannou aus der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik und Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie sowie Dr. Jan Kempski, I. Medizinische Klinik und Poliklinik, für ihren Nachweis, dass das menschliche Immunsystem ein Treiber bei der Metastasierung einer Krebserkrankung ist. (Zum anderen wurde der erste Preis an Dr. Anne Mühlig und ihre Doktorandin Johanna Steingröver aus der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin für ihre Forschungen zu einem neuen Verständnis und Behandlungsoptionen von schweren kindlichen Nierenerkrankungen vergeben.)

Den zweiten Preis erhielt Dr. Michael Bockmayr, Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, für seine innovativen Untersuchungen zur Risikoeinschätzung von Rückenmarkstumoren durch molekularbiologische und bioinformatische Verfahren.

Die onkologischen Forschungsthemen von Dr. Kempski und Dr. Bockmayr sind dabei durch die Förderung des Mildred-Scheel-Nachwuchszentrums des UCCH entscheidend voran gebracht worden.

„Seit 140 Jahren verleihen wir hier am Wissenschaftsstandort Hamburg den Dr. Erich Martini-Preis – das ist wirklich bemerkenswert. Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr fünf herausragende Nachwuchswissenschaftler:innen des UKE auszeichnen. Wenn wir die Zukunft der Medizin mitgestalten wollen, müssen wir unseren medizinischen Nachwuchs gezielt fördern. In diesem Jahr sind es Arbeiten im Bereich der schweren kindlichen Nierenerkrankungen sowie in der Krebsforschung, die die jungen Wissenschaftler:innen vorangetrieben haben. Dank der Spitzenforschung am UKE lernen wir jeden Tag mehr über Krankheiten und mögliche Therapien, die unser aller Leben nachhaltig verbessern. Ich gratuliere allen Preisträger:innen herzlich zu dieser bedeutenden Auszeichnung!“, sagt Katharina Fegebank, Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke und Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg.

„Sie alle haben mit Ihrem exzellenten Forschungsgeist und Ihrem Engagement dazu beigetragen, neue Lösungsansätze für hochkomplexe medizinische Fragestellungen zu liefern. Dazu gratuliere ich Ihnen herzlich im Namen der Stiftung. Gleichzeitig danke ich der Spenderin Eva-Maria Greve für die großzügige Unterstützung“, sagt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE.

Foto: UKE, Axel Kirchhof, Text: Anja Brandt, Avin Hell

Prof. Dr. med. Klaus Pantel

Prof. Dr. med. Klaus Pantel

Februar 2023

EU-Förderung soll Bluttest zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs ermöglichen

9,8 Millionen Euro für internationales Forschungsprojekt unter Leitung des UKE - Großer Erfolg für die Krebsforschung im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Ein Projekt zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs unter Leitung des UKE wird mit 9,8 Millionen Euro von der EU gefördert

Das Forschungskonsortium mit Partnern aus acht Ländern hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten fünf Jahren einen Bluttest zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln. Auf deutscher Seite gehören neben dem Universitären Cancer Center im UKE das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und das Universitätsklinikum Heidelberg zu dem Konsortium.

In dem von der EU bis 2027 geförderten Projekt PANCAID („PANcreatic CAncer Initial Detection via Liquid Biopsy“) wollen die beteiligten Wissenschaftler:innen Blutproben von Patient:innen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie von gesunden Personen und solchen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko sammeln. Mit Hilfe von Computeranalysen und Künstlicher Intelligenz sollen die wesentlichen zellulären Marker identifiziert werden, die für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs verantwortlich sind. „Am Ende des Prozesses wollen wir das Design für eine klinische Studie entwickelt haben, in der der neue Bluttest zeitgleich in vielen europäischen Behandlungszentren auf seine Wirksamkeit überprüft wird“, sagt Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie und Leiter des internationalen Forschungskonsortiums.

„Wir freuen uns sehr über die herausragende Förderung durch die EU für dieses wichtige Projekt der Krebsmedizin. Es gehört zu den lediglich fünf geförderten Projekten von 78 bei der EU im Programm ‚Mission Cancer‘ eingereichten Anträgen. Glückwunsch an das Team um Prof. Pantel, das die Krebsforschung am Universitären Cancer Center Hamburg im UKE mit diesem Projekt einen großen Schritt nach vorn bringen wird“, sagt Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied.

Bluttest könnte Behandlungschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessern

Krebs an der Bauspeicheldrüse (Pankreas) verursacht in aller Regel erst dann Beschwerden wie Gewichtsverlust, Schmerzen im Bauch- oder Rückenbereich, Appetitlosigkeit oder Übelkeit, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. „Die meisten Patient:innen sterben innerhalb eines Jahres nach Diagnosestellung. Deshalb besteht hier großer Handlungsbedarf“, erläutert Prof. Pantel. „Wenn es uns gelingt, in den kommenden Jahren einen aussagekräftigen Bluttest zu entwickeln, könnte dieser eine frühere Diagnosestellung ermöglichen und damit auch eine erfolgversprechendere Behandlung.“ An Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken in Deutschland etwa 19.000 Menschen jährlich. Rauchen, starkes Übergewicht oder hoher Alkoholkonsum erhöhen das Krankheitsrisiko ebenso wie Typ-2-Diabetes, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder eine familiäre Häufung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Auftaktveranstaltung vom 13. bis 15. Februar in Hamburg

Die EU fördert das Projekt, an dem 18 Partner aus acht Ländern (Deutschland, Schweden, Spanien, Österreich, Belgien, Frankreich, England und Israel) beteiligt sind, im Rahmen des Programms „Horizon Europe“ im Bereich „Mission Cancer“. Die Gesamtförderung beläuft sich auf 9,8 Millionen Euro, von denen 1,8 Millionen Euro direkt ans UKE fließen. Das Projekt ist am 1. Januar 2023 gestartet, mit dem ersten Treffen aller beteiligten Wissenschaftler:innen vom 13. bis 15. Februar in Hamburg erfolgt nun der gemeinsame Start.

Weitere Infos:

pancaid-interim ( pancaid-project.eu )

Foto: UKE

Februar 2023

Die ersten Patient:innen-
botschafter:innen sind ausgebildet

Die beiden Universitären Cancer Center Hamburg und Schleswig-Holstein an den Universitätskliniken UKE und UKSH haben im August 2022 das Patientenkompetenzzentrum Nord gegründet. Nach 6 Monaten sind nun die ersten Patient:innenbotschafter:innen ausgebildet.

Gleich 13 Patient:innenbotschafter:innen halten glücklich ihre Urkunde in den Händen - sie haben die Ausbildung am Patientenkompetenzzentrum Nord nach 6 Monaten erfolgreich absolviert.

Das Patientenkompetenzzentrum Nord wurde von den beiden Cancer Centern in Hamburg und Schleswig-Holstein an den Universitätskliniken UKE und UKSH im August mit dem Ziel gegründet, Betroffene einer Krebserkrankung für die aktive Beteiligung und kompetenten Mitarbeit bei Forschungsfragen, Vernetzung und strategischer Ausrichtung auszubilden. Die neuen Patient:innenbotschafter:innen bringen die wichtige Perspektive ihrer eigenen Erfahrungen in den zukünftigen Dialog mit Mediziner:innen, Forschenden und der Gesundheitspolitik ein.

Das Konzept des Patientenkompetenzzentrums Nord folgt den Forderungen der Nationalen Dekade gegen Krebs und wird zudem auch von der Landespolitik der beiden Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein unterstützt.

Die Patient:innenbotschafter:innen werden in den nächsten Wochen ihre Arbeit bei Forschungsthemen, Gremienarbeit und Projekten aufnehmen und im folgenden Link über ihre Arbeit berichten.

Wer Interesse hat: In der 2. Jahreshälfte startet der nächste Ausbildungsgang. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an Avin Hell unter a.hell@uke.de .

Weitere Informationen über das Patientenkompetenzzentrum Nord

Foto: Laura Lehmann

Prof. Dr. Carsten Bokemeyer

Februar 2023

Weltkrebstag: Innovative Therapien im Kampf gegen den Krebs

Fragen an… Prof. Dr. Carsten Bokemeyer

Krebs – damit ist wohl jede:r von uns schon einmal in Kontakt gekommen: Allein in Deutschland erhalten jährlich rund 500.000 Menschen diese Diagnose. Obwohl sich die Krebsmedizin in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat, ist Krebs nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar spricht Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Leiter des Zentrums für Onkologie und Hämatologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH), über aktuelle Entwicklungen in der Krebsmedizin und -therapie.

Was genau ist Krebs und wo kann er auftreten?

Prof. Dr. Carsten Bokemeyer: Krebs ist zunächst erstmal eine schlimme Diagnose für die Betroffenen. Medizinisch gesehen handelt es sich bei Krebs um eine Vielzahl an unterschiedlichen Erkrankungsformen mit ganz unterschiedlichem Organursprung. Gemein haben sie aber alle eines: die bösartige Entwicklung der Körperzellen. Während gesunde Körperzellen kontrolliert wachsen und eine spezifische Aufgabe erfüllen, wachsen Krebszellen unkontrolliert und haben eine zerstörende Wirkung. Krebs kann im gesamten Körper auftreten und alle Organe betreffen.

Was ist die häufigste Krebserkrankung?

Prof. Bokemeyer: Die häufigste Krebserkrankung bei Männern ist Prostatakrebs, bei Frauen Brustkrebs, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs bei beiden Geschlechtern. Die Heilungschancen hängen oftmals vom Zeitpunkt der Diagnose und einer qualifizierten Therapie ab. Auch wenn noch nicht bis ins kleinste Detail geklärt ist, wie Krebs entsteht, wissen wir, dass es einige Risikofaktoren gibt, zum Beispiel Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel und virale Einflüsse. Ungefähr 40 Prozent der Tumorerkrankungen sind auf Lebensstil und entsprechende äußere Einflüsse zurückzuführen. Daher empfiehlt es sich, Risikofaktoren zu vermeiden und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Was sind die größten Errungenschaften in der Krebsmedizin?

Prof. Bokemeyer: In den letzten Jahren gab es erhebliche Fortschritte in der Krebsbehandlung, vor allem aber zwei große Entwicklungen. Zum einen die Immuntherapie, bei der das körpereigene Immunsystem darauf trainiert wird, die Krebszellen zu bekämpfen. Zum anderen die zielgerichtete, personalisierte Krebstherapie. Hier wird eine Analyse der DNA der Krebszellen vorgenommen, um darauf basierend eine genau passende Medikation geben zu können und so die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Wie wird die Krebsmedizin der Zukunft aussehen?

Prof. Bokemeyer: Wir wissen, dass nicht jeder Mensch gleich auf eine Therapie anspricht, jede Person hat ihre ganz eigene Krankheitsgeschichte und spezifische Voraussetzungen. Genau hier setzt die Krebsmedizin der Zukunft an, denn sie wird immer individueller und genauer auf die Tumorerkrankung der einzelnen Patient:innen zugeschnitten. Das macht sie nicht nur viel wirksamer, sondern auch nebenwirkungsärmer und besser verträglich, um letzten Endes die Heilungschancen mit möglichst geringen Neben- und Langzeitfolgen zu erhöhen.

Welche Rolle spielt das Einbinden der Patient:innen?

Prof. Bokemeyer: Damit die Krebsmedizin noch besser werden kann, ist es extrem sinnvoll, die Perspektive der Patient:innen in die Forschung, die Behandlung und die Therapie miteinzubinden. Am UKE bilden wir daher Patientenbotschafter:innen aus: Ehemalige Krebs-Patient:innen werden in medizinischen Fragestellungen und Abläufen geschult, damit sie die Perspektive der Betroffenen einbringen können. Schließlich wissen Betroffene selbst am besten, wie die Therapie und Behandlung noch patient:innenorientierter gestaltet werden kann.

Foto: UKE

Krebsschleife in Orange

Januar 2023

Social Media Week anlässlich des Weltkrebstags am 04. Februar 2023

Das Motto des diesjährigen Weltkrebstags lautet „Close the care gap – Versorgungslücken schließen“. Wir am Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) möchten mit einer Aktionswoche auf dem UKE-Instagram-Kanal (uke_hamburg) vom 30.01.-04.02. auf das Thema Krebs und die zahlreichen Facetten der Erkrankung aufmerksam machen.

Jeder von uns ist schon einmal direkt oder indirekt mit dem Thema Krebs in Kontakt gekommen und jährlich erkranken etwa 510.000 Menschen neu, Tendenz steigend. Aber auch die Chancen, von einer Krebsdiagnose geheilt zu werden oder trotz Krebs eine hohe Lebensqualität zu haben, wächst durch innovative Forschung stetig weiter.

Mit unserer Krebsaktionswoche auf Instagram möchten wir auf die Diagnose Krebs aufmerksam machen und die zahlreichen Facetten der Erkrankung beleuchten.

Es erwartet Sie ein Mix aus allgemeinen Fakten, den neusten Forschungserkenntnissen der CAR-T-Zell Therapie bei flüssigen und soliden Tumoren, Prävention, Patient:innenbeteiligung, Pflege und Versorgung sowie Komplimentärmedizin.

Wir freuen uns auf Ihren digitalen Besuch auf dem UKE-Instagram-Kanal (uke_hamburg)!

Instagram Kanal des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (uke_hamburg)

Zum Beitrag der deutschen Krebshilfe anlässlich des Weltkrebstags

Foto:© Chinnapong - Fotolia.com

Dezember 2022

Hubertus Wald Promotionsförderungen und –stipendien 2023

Am 21. Dezember 2022 wurden im feierlichen Rahmen die Promotionsförderungen und die Promotionsstipendien der Hubertus Wald Stiftung für das Jahr 2023 an vier Nachwuchswissenschaftler:innen in den Themenbereichen Tumorbiologie, Krebsforschung und -therapie verliehen.

Die Hubertus Wald Stiftung unterstützt mit den verschiedenen Förderformen die Promotionsvorhaben von jungen Nachwuchwissenschaftler:innen. Die Stipendien sollen es den jeweiligen Promovenden ermöglichen, sich für mindestens ein Jahr vorrangig mit den Inhalten ihrer Promotionsarbeit zu beschäftigen. Gefördert werden sowohl experimentelle Ansätze wie auch klinische Untersuchungen im Rahmen von klinischen Studien oder Datenauswertungen.

Folgende Preise wurden verliehen:

Hubertus-Wald Promotionsförderung 2023

  • Jeannine Bollmann
  • Malte Friedrich

Hubertus-Wald Promotionsstipendium 2023

  • Shari Schneider
  • Yagana Wahid

Wir gratulieren den Preisträger:innen und wünschen viel Erfolg für das anstehende Promotionsvorhaben.

Foto: Avin Hell

Teilnehmer:innen des MSNZ vor dem Erika-Haus am UKE
Teilnehmer:innen vor dem Erika-Haus am UKE

November 2022

Drei Jahre Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Hamburg

Seit 2019 besteht das Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum (MSNZ) in Hamburg – Zeit ein Resumée zu ziehen. Dafür trafen sich am 22. November 2022 Vorstand, Beiratsmitglieder, die MSNZ Fellows und Interessierte zu einem Symposium. Die Veranstaltung wurde zusätzlich per Livestream übertragen.

Im Rahmen der Förderung des MSNZ Hamburg durch die Deutsche Krebshilfe wurden bereits mehr als 40 Wissenschaftler:innen in verschiedensten Förderlinien unterstütz und (anteilige) Stellen gefördert. In drei Vortrags- so wie einer Poster Session am Mittag präsentierten die MSNZ Fellows die herausragenden Forschungsergebnisse der aktuellen Projekte mit dem Schwerpunkt Disseminierung und Metastasierung.

Von den Teilnehmer:innen wurde neben der finanziellen Unterstützung besonders das Angebot darüber hinaus gewertschätzt. Dazu zählen die Fortbildungs- und Informationsmöglichkeiten wie beispielsweise der Cancer Careers Day, das Mentoring und verschiedenste Networking-Veranstaltungen. Besonders unter den erschwerten Bedinungen der Corona-Pandemie wurde so ein wissenschaftlicher Austausch disziplinenübergreifend möglich gemacht.

Bruce Zetter (Dana Farber/Harvard Cancer Center, Boston) externer wissenschaftlicher Beirat des MSNZ, lobte besonders die gelebte Zusammenarbeit von Medical und Clinician Scientist in den einzelnen Projekten: „Many hospitals only talk about this cooperation, but here it is really practiced. And it’s the only way, how things go from bench to bed side. Congratulations!” (Viele Krankehäuser sprechen nur über die Zusammenarbeit, aber hier wird sie wirklich praktiziert. Das ist der einzige Weg, wie der Transfer aus der Forschung in die Versorgung funktioniert. Glückwunsch!) Unter den Medical Scientists werden Naturwissenschaftler:innen, die auf dem Gebiet der Medizin tätig sind, verstanden, wohingegen Clinician Scientists klinisch-wissenschaftlich tätige Ärzt:innen sind.

Die Zusammenarbeit aus Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen sowie externen Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer-Institute oder DESY zählen zu den zentralen Anliegen des Nachwuchszentrums.

Die Förderung des Mildred-Scheel- Nachwuchszentrums in Hamburg durch die DKH läuft aktuell bis 2025 und ob es ein Anschlussförderprogramm danach gibt, ist derzeit unklar. Das aktuelle Symposium zeigt allerdings eindrucksvoll, wie erfolgreich derartige Förderprogramme in der wissenschaftlichen Nachwuchs-Community wirken können.

Zumindest eine teilweise Fortführung der Aktivitäten des Zentrums mittels eines leistungsbasierten Ansparmodells sowie Unterstützung durch lokale Stiftungen ist bereits geplant, sodass wir uns auch zukünftig auf spannende Veranstaltungen freuen dürfen.

Links:

Mildred-Scheel-Nachwuchszentren der deutschen Krebshilfe

Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Hamburg

Foto: Laura Lehmann

November 2022

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Frühzeitige Diagnose entscheidend

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) gehört zu den dritthäufigsten Tumoren des Magen-Darm-Traktes. In Deutschland erhalten jährlich knapp 17.100 Menschen die Diagnose. Anlässlich des Welt-Pankreaskrebstags am 17. November informieren Priv.-Doz. Dr. Marianne Sinn, Oberärztin in der II. Medizinische Klinik und Poliklinik und im UCCH, und Priv.-Doz. Dr. Faik G. Uzunoglu, Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), über die Erkrankung und Therapiemöglichkeiten.

Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Priv.-Doz. Dr. Uzunoglu: Unsere Bauchspeicheldrüse hat zwei wichtige Aufgaben: Zum einen produziert sie im exokrinen Gewebe Verdauungsenzyme, die uns bei der Verdauung und Aufnahme von Fetten, Eiweißen und Zuckern helfen. Zum anderen produziert sie im endokrinen Gewebe Hormone, insbesondere Insulin und Glukagon, die den Blutzucker regulieren. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine bösartige Gewebeveränderung, der Großteil der Tumore entwickelt sich aus dem exokrinen Drüsengewebe.

Welche Ursachen hat die Erkrankung?

Priv.-Doz. Dr. Sinn: Die Risikofaktoren, die zu Bauchspeicheldrüsenkrebs führen können, sind abschließend noch nicht geklärt. Wir wissen aber, dass Rauchen und hoher Alkoholkonsum das Risiko erhöhen. Neben genetischen Faktoren können eine chronische Entzündung, Adipositas sowie Diabetes mellitus ebenso zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko beitragen. Das Erkrankungsalter bei Männern liegt im Schnitt bei 72 Jahren, bei Frauen bei 75 Jahren. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gesunder Lebensstil können vorbeugend wirken.

Welche Symptome gibt es?

Priv.-Doz. Dr. Sinn: Das tückische ist, dass die Erkrankung zunächst kaum oder nur unspezifische Symptome verursacht, wodurch sie meist zu spät diagnostiziert wird. Zu möglichen Symptomen gehört unter anderem Appetitlosigkeit, Rückenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, ein neu aufgetretener Diabetes mellitus oder ein unerklärlicher Gewichtsverlust. Sitzt der Tumor so, dass er den Gallenabfluss blockiert, kann sich auch eine Gelbsucht entwickeln.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Priv.-Doz. Dr. Uzunoglu: Ob das Pankreaskarzinom operativ entfernt werden kann, ist davon abhängig davon, ob der Tumor Kontakt zu den Leber- oder Dünndarmgefäßen hat und ob bereits Metastasen vorliegen. Wenn kein Kontakt zu den Gefäßen vorliegt und auch keine Metastasen bestehen, kann der Tumor direkt operativ entfernt werden. Bei fortgeschrittenen Tumoren kann vor der Operation eine Chemotherapie notwendig sein. Letzteres kann auch erforderlich sein, wenn ein aggressives Tumorwachstum vorliegt oder der Zustand der Patient:innen keine direkte Operation ermöglicht. Insbesondere bei Tumoren, die bereits Metastasen aufweisen, steht die Chemotherapie und ggf. die Bestrahlung als Therapieoption zur Verfügung.

Wie erfolgreich sind die Therapiemöglichkeiten?

Priv.-Doz. Dr. Uzunoglu: Entscheidend für eine Verbesserung der Prognose ist die Diagnosestellung in einem frühen Erkrankungsstadium. Neben weiterer intensiver Forschungstätigkeit ist daher die Sensibilisierung der Kolleg:innen wie auch Patient:innen für mögliche Warnzeichen essentiell. Leider kommen Therapiemöglichkeiten mit heilender Intention nur für etwa 20 Prozent der Patient:innen infrage und von diesen sind fünf Jahre nach der Operation etwa 15 bis 30 Prozent am Leben. Leider handelt es sich um eine besonders aggressive Krebsform, daher ist die Kenntnis der Warnzeichen, die sich schon in einem frühen Stadium zeigen können, so wichtig.

Das zertifizierte Pankreaszentrum des Universitären Cancer Centers des UKE veranstaltet anlässlich des Welt-Pankreaskrebstags am 17. November 2022 eine Online-Videokonferenz, in der Patient:innen und Angehörige Fragen stellen können. Daneben haben Betroffene und Angehörige die Möglichkeit, sich von 9:00 bis 16:00 Uhr in der Telefonsprechstunde der Pankreaskrebszentrums des UKE unter 0152 22 84 38 30 zu melden.

Weitere Information gibt es hier: UKE - Pankreassprechstunde - Welt-Pankreaskrebstag


November 2022

Neues Förderprogramm für onkologische Tandem-Forschung am UCCH und UCCSH

CONNECT – so heißen die neuen Grants, die von den beiden Cancer Centern an den Universitätsklinika Hamburg-Eppendorf und Schleswig-Holstein (Standorte Kiel und Lübeck) ausgeschrieben wurden. Ziel ist es, junge onkologisch klinisch tätige und naturwissenschaftliche Forschende beider Einrichtungen in Tandems zusammenzubringen, um ihnen eine einjährige gemeinsame Forschungszeit zu ermöglichen. CONNECT steht dabei für „Cooperative NORD-Networking for Early Career Teams“.

Nach einem Gutachter-Prozess erhalten eine Förderung:

  • Dr. Dorothee Winterberg, Klinik für Innere Medizin II, Campus Kiel, und Dr. Richard Tilman Hauch, Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Hamburg, forschen zu neuen Immuntherapiemöglichkeiten bei Hochrisikoleukämie im Kindesalter.
  • Dr. Anna Maxi Wandmacher, Klinik für Innere Medizin II und Institut für Experimentelle Tumorforschung am Campus Kiel, und Dr. Franziska Brauneck, II. Med. Klinik, Hamburg, untersuchen immuntherapeutische Ansätze beim Bauchspeicheldrüsenkrebs und der Akuten Myeloischen Leukämie.
  • Dr. Alexander Fabian, Klinik für Strahlentherapie, Campus Kiel, und Dr. Katharina Hintelmann aus der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Hamburg, befassen sich mit der strahlenbiologischen Charakterisierung und Therapieüberwachung von Brustkrebs in verschiedenen Stadien der Metastasierung.
  • Am Campus Lübeck erhält Dr. Lorenz Oelschläger aus der Klinik für Hämatologie und Onkologie, mit der Kollegin PD Dr. Jasmin Wellbrock, II. Med. Klinik, Hamburg, die Förderung, um Zusammenhänge zwischen verschiedenen Transkriptionsfaktoren bei Fällen Akuter Myeloischen Leukämie, die eine besondere initiale Mutation in einer Tyrosinkinase (FLT3) aufweisen, zu untersuchen.

Die Projekte sind jeweils mit 50.000 EUR dotiert. Finanziell unterstützt wird CONNECT von der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Sektion Medizin der Universität zu Lübeck sowie vom Hamburger Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum, das von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird.

Zum Ende der gemeinsamen Forschungszeit sollen die Projekte im Rahmen des standortübergreifenden Northern Oncology Research & Development (NORD)-Seminars präsentiert werden.

Foto: Sebastian Bechstedt

Preisverleihung Hubertus Wald Preis Gruppenbild

November 2022

Festliche Verleihung der diesjährigen Hubertus Wald Forschungspreise

Gleich acht Forschungspreise und -stipendien wurden in diesem Jahr vom Hubertus Wald Tumorzentrum - UCCH an junge Nachwuchswissenschaftler:innen vergeben. Ausgewählt wurden die Preisträger:innen beim diesjährigen UCCH Forschungsretreat im Sommer. Im Rahmen der Verleihung wurden alle Projekt in kurzen und verständlichen Vorträgen den Anwesenden, u.a. den Vertretern der Hubertus Wald Stiftung, die diese Preise seit Jahren ermöglichen, vorgestellt.

„Es ist nichts wichtiger, als denjenigen, die sich für die Krebsforschung und Krebsmedizin engagieren möchten, den Weg in die Forschungscommunity zu ebnen, sei es durch die Vernetzung oder eben durch die geeignete Förderung der Projekte“, sagte Prof. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH, bei der Eröffnung der Preisverleihung im historisch restaurierten Fritz-Schumacher-Hörsaal. Mit drei Forschungspreisen für junge Nachwuchswissenschaftler:innen, zwei Posterpreisen und drei Forschungsstipendien für das kommende Jahr ist bewiesen, wie hoch das Interesse in der UCCH-Community ist, sich an der zukünftigen Forschungsentwicklung zu beteiligen.

Anwesend waren auch die beiden Vertreter des Kuratoriums der Hubertus Wald Stiftung, Prof. Dr. Hartwig Huland und Rüdiger Ludwig. Das Hubertus Wald Tumorzentrum wird insgesamt durch die Hubertus Wald Stiftung maßgeblich gefördert. Neben der Vergabe von Forschungspreisen steht die klinische Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen im Mittelpunkt der Förderung. Der hanseatische Unternehmer Hubertus Wald (1903-2005) und seine Frau Renate haben sich über Jahrzehnte der Förderung von Kultur und Medizin verschrieben; daraus ist 1993 die Hubertus Wald Stiftung hervorgegangen. In einem kleinen Rückblick berichtete Prof. Bokemeyer von früheren Preisträger:innen und ihrem Werdegang, die es mittlerweile zu wichtigen Positionen in der Krebsforschung und –medizin gebracht haben.

Es wurden in diesem Jahr erneut die UCCH Research Fellowships, der Hubertus Wald Junior Investigator Award in Oncology Research 2022 an zwei erfolgversprechende Nachwuchswissenschaftler, erstmals der Hubertus Wald Junior Investigator Award in Psychsocial Cancer Research 2022 sowie mehrere Posterpreise vergeben. Die Preise werden im Rahmen einer Feierstunde zu einem späteren Zeitpunkt verliehen.

Folgende Preisträger:innen freuten sich über die Auszeichnungen:

Hubertus Wald Junior Investigator Award in Oncology Research 2022:

Dr. Franziska Brauneck
II. Medizinische Klinik und Poliklinik / Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Hamburg
Projekt: „The blockade of CD39 by a newly engineered nanobody construct restores proliferation and activation of T cells in ovarian cancer”

Dr. Melanie Schoof
Forschungsinstitut Kinderkrebszentrum Hamburg / Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Projekt: „Exploration of cellular origins and therapeutic targets by modeling high-grade pediatric glioma of the MYCN subclass in mice”

Hubertus Wald Junior Investigator Award in Psychosocial Cancer Research 2022:

Cheyenne Topf, M. Sc.-Psych.
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Projekt: „Patient-centered cancer care through the provision of audio recordings of their clinical encounters for patients – Study protocol and first results of a feasibility study”

Poster Prize 2022:

Alicia Eckhardt
Labor für Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie / Institut für Neuropathologie
Projekt: „Global mean methylation serves as independent prognostic marker in glioblastoma“

Ayham Moustafa
Labor für Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie / Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin
Projekt: „Identification of predictive proteome profiles in prostate cancer sensitive to PARP- and/or ERG-inhibition plus irradiation“

UCCH Research Fellowship 2023
(für eine Forschungszeit im kommenden Jahr, finanziert durch je 1/3 durch die abgebende- und aufnehmende Institution und durch das Dekanat)

Sophia Cichutek
Abgebende Partei: II. Medizinische Klinik und Poliklinik (Prof. Bokemeyer)
Aufnehmende Partei: I. Medizinische Klinik und Poliklinik (Prof. Schulze zur Wiesch)
Projekt: „Comparative characterization of exhaustion patterns of dysregulated T cells in acute myeloid leukemia and chronic viral infections“

Dr. Jacob Clausen
Abgebende Partei: Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (Prof. Betz)
Aufnehmende Partei: Labor für Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie (Prof. Rothkamm / PD Dr. Kriegs)
Projekt: „Monitoring head and neck cancer treatment by immune checkpoint inhibition using functional kinome profiling“

Dr. Alice Ryba
Abgebende Partei: Klinik für Neurochirurgie (Prof. Westphal)
Aufnehmende Partei: Institut für Tumorbiologie (Prof. Pantel)
Projekt: „The circulating immunome of glioblastoma patients“

Wir gratulieren herzlich allen Preisträger:innen!

Foto: Laura Lehmann

Teilnehmer:innen im Austausch

Oktober 2022

3. Cancer Careers Day unter dem Motto „Forschung im Ausland“

Wie geht es nach der Promotion, Post-Doc-Stelle oder Facharztausbildung weiter? Diese Frage stellen sich junge Nachwuchswissenschaftler:innen und die Karriereoptionen sind vielfältig! Unter dem Motto „Forschung im Ausland“ fand am 28. Oktober 2022 der dritte Cancer Careers Day als gemeinsame Online-Veranstaltung des Mildred Scheel Nachwuchszentrums (MSNZ), des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) und des Universitäres Cancer Centers Schleswig-Holstein (UCCSH) statt.

Die niedrigschwellige Möglichkeit, wissenschaftliche Projekte über einen umgrenzten Zeitraum im Ausland zu bearbeiten und dabei wertvolle methodische und persönliche Erfahrungen sammeln zu können, ist einer der Vorteile einer Tätigkeit in der akademischen Forschung. Der Aufenthalt kann dabei über Zeiträume von zwei Wochen bis hin zu mehreren Jahren überall auf der Welt geplant werden. Gefördert werden solche Aufenthalte von namhaften Fördermittelgebern wie der Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Nach einer kurzen Begrüßung aller Teilnehmenden stellten Kristin Günther (Universität Hamburg), Dunja Hofmann (KoWi - Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen) und Dr. Inga Melzer (MSNZ Hamburg) verschiedene Fördermöglichkeiten für Forschungsaufenthalte im Ausland vor.

So bietet beispielsweise die Deutsche Krebshilfe ein „Short Term Fellowship“ für kurzzeitige Forschungsaufenthalte an Institutionen im In- und Ausland an. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet sich - speziell mit dem Walter Benjamin Programm - an Wissenschaftler:innen in der Qualifizierungsphase im Anschluss an die Promotion und bietet die Chance, ein eigenes Forschungsvorhaben am Ort der Wahl selbstständig umzusetzen.

Im Europäischen Forschungsraum (ERA) existiert das Programm „Horizont 2020“ für Forschung und Innovation. Die darin enthaltenen Marie Skłodowska-Curie Maßnahmen (MSCA) verfolgen die Ziele, die Karrieren von Forscher:innen durch internationale Mobilität und die Vernetzung von Forschungseinrichtungen innerhalb von Europa zu unterstützen.

In der anschließenden Panel-Diskussion erzählten sechs Teilnehmer:innen, zugeschaltet aus Stockholm, Melbourne, Liverpool, Kiel, Heidelberg, Oxford und Hamburg, von ihren Förderungen für den Weg ins Ausland und ihren zahlreichen Erfahrungen. Ein Auslandsaufenthalt ist nicht nur gewinnbringend für neue fachliche Eindrücke, sondern bietet ebenfalls die Möglichkeit, neue Kulturen, und den „Way-of-Life“ im jeweiligen Land kennenzulernen.

Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss keine Hürde auf dem Weg ins Ausland sein. Der persönliche Hintergrund wird u.a. von der DFG in der Fördersumme berücksichtigt. Für Auslandsinteressierte ist lediglich zu beachten, dass die organisatorischen Prozesse vom Förderungsantrag bis zum Beginn der Reise an den Zielort in der Regel zwischen sechs bis zwölf Monaten dauern können.

Die Veranstaltungsreihe „Cancer Careers Day“ gibt einen Überblick über Karrieremöglichkeiten innerhalb und außerhalb der "klassischen" akademischen Welt geben und findet zweimal pro Kalenderjahr statt. In Diskussionen und Interviews mit Experten aus den verschiedensten Bereichen, von klassischen (aber auch unkonventionellen) "Universitätsjobs" über die Pharmaindustrie bis hin zu Kommunikation, Recht, PR und anderen, erhalten Sie einen Einblick, wie all diese Berufe tatsächlich aussehen und welche Fähigkeiten erforderlich sind, um erfolgreich zu sein.

Für aktuelle Informationen rund um Veranstaltungen für Wissenschaftler:innen, melden Sie sich gern unter ucch.science.info@uke.de für den UCCH-Science-Verteiler an.

Mildred Scheel Nachwuchszentrum

Walter Benjamin Programm – Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Förderprogramme der Leopoldina

Deutsche Krebshilfe

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Förderprogramme - Alexander von Humboldt-Stiftung

Foto: Pexels

Nominiertes Zukunftspreis-Team
V.l.: Prof. Petersen, Vilsmeier, Promberger (©Brainlab)

Oktober 2022

Prof. Dr. Cordula Petersen sowie Brainlab-Projektpartner gehören zum „Kreis der Besten“ des Deutschen Zukunftspreises 2022

Prof. Dr. Cordula Petersen, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, sowie Stefan Vilsmeier und Claus Promberger von Brainlab, einem Anbieter im Bereich der digitalen Medizintechnologie, wurden am 26. November von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in den "Kreis der Besten" des Deutschen Zukunftspreises 2022 aufgenommen.

Sie waren als Team mit der Entwicklung einer hochpräzisen Bestrahlungstechnologie gegen Lungenkrebs unter den drei Nominierten in diesem Jahr.

Etwa 60.000 Menschen pro Jahr erkranken an Lungenkrebs, jeder vierte von ihnen verstirbt. Ursächlich hierfür ist, dass in 70 Prozent der Fälle die bösartige Erkrankung erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Bei gut der Hälfte aller Krebspatient:innen in Deutschland trägt eine Strahlentherapie mittlerweile maßgeblich zur Heilung bei. Mit der neuartigen Technologie lässt sich selbst ein sehr kleiner Lungentumor frühzeitig und zielgenau bestrahlen, da sie die Atembewegungen der Patient:innen mit Hilfe von Daten in Echtzeit einrechnet. Auf diese Weise können die Strahlentherapie besser kontrolliert, Schädigungen des umliegenden gesunden Gewebes sowie Nebenwirkungen verringert und eine schnellere Behandlung ermöglicht werden als bei herkömmlichen Strahlenbehandlungen.

Die von Stefan Vilsmeier und Claus Promberger entwickelte Methode wird von Prof. Cordula Petersen und ihrem Team wissenschaftlich begleitet. Sie schaffen es durch ihre Erfahrungen in der stereotaktischen Radiochirurgie und Radiotherapie, die praktische Umsetzung speziell im Bereich der neuartigen Behandlungskonzepte entscheidend voranzutreiben.

Weitere Informationen zum Projekt

Foto: ©Brainlab

Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt
Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt

Oktober 2022

Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt zur Präsidentin der DGGG gewählt

Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Gynäkologie des UKE, ist zur neuen Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) gewählt worden.

„Mein Anliegen ist es in erster Linie, mit der DGGG die herausragende Bedeutung des Fachs Gynäkologie und Geburtshilfe im Gesundheitswesen, in der Gesellschaft und gegenüber der Politik zu vertreten", sagte sie nach ihrer Wahl am Rande des 64. DGGG-Kongresses in München. Prof. Schmalfeldt ist seit beinahe 20 Jahren in verschiedenen Funktionen der Fachgesellschaft tätig, seit 2015 ist sie Klinikdirektorin im UKE.

Foto: UKE

Preisträgerinnen Prof. Dr. Isabelle Scholl und Dr. Pola Hahlweg

September 2022

Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie 2022

Die beiden Psychoonkologinnen Prof. Dr. Isabelle Scholl und Dr. Pola Hahlweg haben den Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie 2022 erhalten. Der Preis wurde im Rahmen der 20. Jahrestagung der AG Psychoonkologie der Deutschen Krebsgesellschaft verliehen. Prämiert werden richtungsweisende Studien, die der Förderung und Weiterentwicklung der Psychoonkologie dienen.

Der Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie 2022, dotiert mit 2.500 €, wurde in diesem Jahr in gleichen Teilen an zwei Arbeiten vergeben. Kristina Herzog vom Universitätsklinikum Dresden und Leipzig erhält die Auszeichnung für ihre Publikation „Illness perceptions in patients and parents in paedi-atric oncology during acute treatment and follow‐up care“, publiziert in der Zeitschrift Psycho-Oncology 2022. Als 2. Arbeit erhalten Prof. Dr. Isabelle Scholl und Dr. Pola Hahlweg als gemeinsame Erstautorinnen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf die Auszeichnung für ihre Arbeit „Evaluation of a program for routine implementation of shared decision-making in cancer care: results of a stepped wedge cluster randomized trial“, publiziert in der ZS Implementation Science 2021.

Die Arbeit von Scholl und Hahlweg widmet sich dem aktuellen und hochrelevanten Thema der Umsetzung der partizipativen Entscheidungsfindung (PEF) in der Onkologie und fokussiert die Fragestellung, ob ein Programm zur Implementierung der PEF die Akzeptanz erhöhen kann. Der qualitative und quantitative Untersuchungsansatz mit differenzierter Methodik wurde von den Gutachtern besonders hervorgehoben. „Zur praktischen Umsetzung der Partizipative Entscheidungsfindung (PEF) gibt es bisher kaum methodisch hochwertige Studien“, so Gabriele Blettner. „Die PEF wird in der Onkologie im Versorgungsalltag nur be-grenzt umgesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass neue Ansätze zur Einführung in der onkologischen Routine-versorgung entwickelt werden müssten“, so Blettner weiter.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der 20. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG).

Der Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie wird seit 2013 durch die Weiterbildung Psycho-soziale Onkologie e.V. (WPO) vergeben und dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und zur Weiterentwicklung der Psychoonkologie.

Die WPO bietet seit 1994 deutschlandweit Seminare und Curricula an, die aktuelles Fachwissen zu onko-logischen und psychosozialen Themen vermitteln. Ziel der WPO ist es, die praktischen Handlungskompetenzen zu erweitern sowie die interdisziplinäre Kooperation zwischen den verschiedenen psychoonkologisch tätigen Berufsgruppen zu fördern.

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen!

Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie
Weitere Informationen zur Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO)

Bild: Eva Hecht, UKE

Teilnehmer:innen des Graduiertenkollegs
Teilnehmer:innen des II. GS InTechCanDiTh Retreat 2022

September 2022

Interdisziplinärer Austausch beim II. GS InTechCanDiTh Retreat 2022

Am 15. und 16. September 2022 fand in Bad Bramstedt der 2. Retreat des Graduiertenkollegs „Innovative Technologien in der Krebsdiagnostik und –therapie“ (GRK) statt. Dabei tauschten sich Teilnehmer:innen aus 15 Forschungseinrichtungen des UKE und der TUHH über den Stand der Dinge in verschiedensten Forschungs- und Promotionsprojekten aus.

Um der großen Herausforderung exzellenter Forschung auch zukünftig gewachsen zu sein, ist eine stetige Weiterentwicklung der Krebsforschung unverzichtbar. Hier setzt das Graduiertenkolleg mit einer Nachwuchsförderung an und fördert besonders die interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Entwicklung innovativer Schlüsseltechnologien in allen Bereichen der Krebsforschung.

In bekannter Tagungslocation fand ein fachlicher Austausch zu 12 geförderten Projekten des GRK zwischen Kliniker:innen, Natur- und Ingenieurswissenschaftler:innen statt. Beispielsweise untersuchen die Forschenden Biomarker, die Auskunft über die Resistenz gegenüber Immuntherapien in der Krebsbehandlung geben könnten. Außerdem laufen verschiedenste Projekte zu Analyseverfahren von Tumorgeweben, unter anderem mittels der Einbindung von künstlicher Intelligenz (KI).

Neben der Weiterentwicklung von Analyseverfahren beschäftigen sich einige Forscher:innen mit Krebs in speziellen Organen. Ein Projekt untersucht verschiedene Freisetzungsprozesse von zirkulierenden Krebszellen bei Gewebeschäden in Zusammenhang mit Brustkrebs. Eine andere Forscher:innen-Gruppe untersucht Möglichkeiten zur Überwachung von kindlichen Hirntumoren durch Flüssigbiopsieansätze.

In diesem Jahr waren die teilnehmenden Promovierenden für die Organisation des Retreats selbst verantwortlich. Dafür bekamen sie einen festgesetzten Budget-Rahmen und koordinierten das Rahmenprogramm, Übernachtung und Versorgung für das leibliche Wohl. Der Retreat war eine gelungene Veranstaltung mit wertvollem Wissensaustausch aller Beteiligen.

Weitere Informationen zu den 12 Forschungsprojekten des GRK

Graduiertenkolleg (GRK) Projektübersicht Universität Hamburg

Foto: Moustafa, Ayham

September 2022

Stärkung der Hautkrebsforschung

Stärkung der Hautkrebsforschung

Vertreter:innen des UCCH mit der Wissenschaftssenatorin und dem Stifter-Ehepaar

Am 15. September 2022 wurde das Fleur Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung im Beisein der Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und der Stifter Astrid und Dr. Wolfgang Hiege eingeweiht. Dessen Ziel ist die Stärkung der dermatoonkologischen Forschung. Das neue Centrum wird von Prof. Dr. Stefan W. Schneider, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, dem stellvertretenden Klinikdirektor Prof. Dr. Christoffer Gebhardt sowie Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie, unter dem Dach des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) geleitet und in den nächsten Jahren durch die Hiege-Stiftung unterstützt.

„Ich freue mich sehr, dass wir heute das Fleur Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung einweihen konnten. Hier wird die erstklassige Arbeit eines jungen Forschungsteams zukünftig neue Standards in der Hautkrebsdiagnostik und -behandlung setzen. Das neue Centrum ist ein vielversprechender Meilenstein für dieses Fachgebiet. Mein großer Dank gilt allen Beteiligten und natürlich dem Stifterpaar, Astrid und Dr. Wolfgang Hiege“, sagt Katharina Fegebank, Senatorin der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke.

„Wir bedanken uns herzlich für das Engagement der Familie Hiege. Die Unterstützung dient der translationalen Forschung und wird damit unmittelbar unseren Patient:innen zugutekommen. Ich bedanke mich im Namen der Wissenschaftler:innen, Pflege, Ärzt:innen und Patient:innen“, so Prof. Schneider.

Namensgeberin des Centrums ist die Tochter des Stifterpaars Fleur-Mareen Habig, geborene Hiege, die im Alter von 32 Jahren am malignen Melanom verstorben ist. „Zur Erinnerung an Fleur, die heute 50 Jahre alt geworden wäre, haben wir 2006 die Hiege-Stiftung gegründet. Sie soll dazu beitragen, den Hautkrebs zu besiegen. Wir freuen uns, heute in Hamburg – an Fleurs Geburtsort –ein bleibendes Vermächtnis zu schaffen und gemeinsam mit dem UKE die Diagnostik, Behandlung und Prävention auf diesem Gebiet weiter vorantreiben zu können“, sagen Astrid und Dr. Wolfgang Hiege.

Prof. Bokemeyer, Direktor des UCCH, konstatiert: "Hier wurde ein wichtiger Grundstein für die Weiterentwicklung der translationalen Forschung geleistet. Das freut uns aus UCCH Sicht sehr."

Weitere Informationen zur Fleur Hiege Stiftung

(Bild von links: Prof. Bokemeyer, UCCH, Prof. Schneider, Hautklinik UKE, Prof. Pantel, Institut für Tumorbiologie, Stifter Astrid und Dr. Wolfgang Hiege, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Prof. Gebhardt, UCCH Hauttumorzentrum)

Bild: Eva Hecht, UKE

September 2022

Bei den #activeoncokids NORD liegt das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde!


Kind am Pferd

 Blumen in der Mähne

Farben auf Tisch

Mädchen am flechten der Mähne

 Kind auf Pferd

Pferd mit Blumen

Kind auf Pferd auf Reitplatz

Kind auf Pferd


Am Samstag den 10. September 2022 bot das Zentrum ActiveOncoKids Nord die Möglichkeit zum therapeutischen Reiten auf dem „Gärtnerhof am Stüffel“ in Bergstedt. Der Schnuppertag brachte ehemalige krebserkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Geschwisterkinder mit besonders ausgebildeten Therapiepferden in Kontakt.

Unter dem bekannten Motto der ActiveOncoKids „Möglichkeiten entdecken“ kamen 12 Kinder verschiedenster Altersklassen dieses Mal in den Hamburger Norden, um sich beim Reiten auszuprobieren. Für die Reittherapeut:innen des Stüffel steht dabei der ganzheitliche Umgang mit dem Pferd in Bezug auf Pflege und Reiten im Vordergrund.

Liebevoll widmeten sich die Kinder der Pferdepflege, sogar die Mähnen der Tiere durften mit Zöpfen und Blumen, welche aus dem hauseigenen Demeter-Garten stammten, verschönert werden. Die Therapiepferde werden an diesen Umgang mit langem Training gewöhnt – sogar das Fell durfte von den kleineren Kindern mit Fingermalfarbe in bunten Mustern verziert werden. Alles Punkte, um die Kinder an den Umgang mit den Tieren zu gewöhnen und auf spielerische Weise etwaige Ängste abzubauen.

Rauf aufs Pferd heiß es dann nach einer gemeinsamen Führrunde. Die jungen Reiter:innen konnten sich in Geschicklichkeitsspielen auf den Pferden üben, hierbei wurden Rüben auf Löffeln und Becher von einem zum nächsten Zaunpfahl zum nächsten balanciert.

Unter den Apfelbäumen mit Blick auf dem Reitplatz konnten die Eltern und Angehörige das Geschehen bei Kaffee und Kuchen verfolgen. Zum Demeter-Hof gehören weitläufige Apfelwiesen, Sonnenblumenfelder und Gemüsegärten, die sich herrlich um den Reitplatz verteilen. Neben Pferden gehören auch Galloway-Rinder zu den tierischen Bewohnern.

Die Kinder hatten sehr viel Spaß im Pflegen und dekorieren der Tiere, besonders die Fingermalfarbe finden alle super – ein gelungener Tag auf dem Gärtnerhof am Stüffel.

Die ActiveOncoKids bieten in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen für Kinder an. So wurde bereits beim FC St. Pauli Stadionluft geschnuppert, beim NRV gesegelt auf der Außenalster sowie verschiedene Aktionen in Kiel und Lübeck angeboten. Am 19. November findet als nächstes Indoor Parcours statt. Das Ziel des Netzwerks ist es, gemeinsam Bewegungsangebote und eine adäquate Sportförderung für Kinder und Jugendliche mit und nach einer Krebserkrankung zu ermöglichen.

Damit Sie keine weiteren Events des Netzwerks ActiveOncoKids Nord verpassen, senden Sie eine Mail an s.elmers@uke.de mit dem Betreff „Anmeldung Newsletter ActiveOncoKids Nord“ und Sie werden regelmäßig über die neusten Themen des Netzwerks informiert.

Fotos: Laura Lehmann

Weitere Informationen zum Netzwerk ActiveOncoKids Nord

Weitere Informationen zum Gärtnerhof am Stüffel e.V.

Weitere Informationen zur Arbeit der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Weitere Informationen zur Fördergemeinschaft des Kinderkrebs-Zentrums Hamburg e.V

Gruppenfoto der Vortragenden

September 2022

Informationstag zum Multiplen Myelom

Der 3. September stand ganz im Zeichen des Multiplen Myeloms. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Healthtree veranstaltete das UCCH den Informationstag für Patient:innen, Angehörige und Interessierte. Besonderer Tagungspunkt: Prof. Dr. Jesus Berdeja, einer der führenden Myelomspezialisten bei den neuen Immuntherapeutika, war eigens aus den USA für den Tag angereist.

Die Entwicklung neuer Medikamente und neuer Medikamenten-Kombinationen haben die Behandlung des Multiplen Myeloms in den letzten Jahren deutlich verändert, erweitert und verbessert. Auch gezielte zelluläre Therapien sowie neue Antikörperkonstrukte werden in Zukunft häufiger eingesetzt werden. Mit dieser Fülle an Möglichkeiten entstehen aber auch Fragen: Wann ist für mich welche Therapie die Richtige? Wie bekomme ich Zugang zu den neuen Behandlungen? Was kann ich zusätzlich an Begleitmaßnahmen tun?

Mit diesen Fragen setzten sich die Referent:innen des Informationstages, der im Hörsaal der Anatomie veranstaltet wurde, auseinander. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gregor Brozeit von der Stiftung Healthtree: „Ich freue mich sehr, dass wir den Teilnehmer:innen heute drei weltweit auf diesem Gebiet bekannte Referent:innen bieten können und hoffe, dass wir unsere Zusammenarbeit auch in Zukunft intensivieren können.“

Den Start machte Prof. Dr. Katja Weisel, die verschiedene Formen der Immuntherapien für die Therapie des Multiplen Myeloms vorstellte. Sie freute sich besonders, dass mit Reinhard Uhde aus Tübingen ihr Patient teilnahm, der mit als einer der ersten die CAR-T-Zelltherapie unter ihrer Leitung im Rahmen einer Therapiestudie in Deutschland erhielt.

CAR-T-Zellen werden dem Körper der Patient:innen entnommen und im Anschluss daran außerhalb des Körpers gentechnisch verändert. Prof. Dr. Jesus Berdeja vom Sarah Cannon Institute in Nashville, USA, erklärte die Prozesse, die dahinter stecken und klärte über die möglichen Nebenwirkungen auf. Prof. Dr. Cyrus Khandanpour vom Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein am UKSH zeigte weitere Therapiemethoden in Form von bispezifischen Antikörpern auf.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Erfahrungsbericht von Reinhard Uhde in Zusammenarbeit mit Jürgen Martens, dem Leiter der Multiples Myelom Selbsthilfegruppe Hamburg. Nach einer Diskussionsrunde mit allen Expert:innen erläuterte Prof. Dr. Matthias Rostock, welche komplementären Maßnahmen bei der Behandlung des Multiplen Myeloms zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zur Healthtree Foundation:
HealthTree

Weitere Informationen zur Multiples Myelom Selbsthilfegruppe Hamburg:
Multiples Myelom Selbsthilfegruppe Hamburg

Foto: Avin Hell

August 2022

Das war Rudern gegen Krebs 2022


Rudern gegen Krebs 2022 auf der Hamburger Außenalster

Eröffnung: Christoph Holstein, Avin Hell, Volker Zaehle, Prof. Carsten Bokemeyer, Sebastian Franke

Die vielen Besucher sorgten für ausgelassene Stimmung

Das Professorenteam des Cancer Centers freut sich über den Sieg

Auch die Senatsmitglieder nahmen gut gelaunt die Silbermedaille entgegen

Patient:innen und Ärzt:innen des UCCH und des Asklepios Tumorzentrums Hamburg

Spannendes Einlagerennen der Bundesliga Achter

Siegerehrung der Einsteiger:innen

Siegerehrung der Expert:innen

Bei besten Wetterbedingungen und ausgelassener Stimmung starteten 70 Doppel-Vierer bei der Benefizregatta auf der Hamburger Außenalster. Beim Einlagerennen am Morgen gingen die Vertreter:innen der Stadt und die Professoren des UCCH gegeneinander ins Rennen.

Die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ wurde bereits zum 12. Mal von der Stiftung Leben mit Krebs in Kooperation mit dem Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) und der Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. unter der Schirmherrschaft von Innensenator Andy Grote ausgetragen.

In diesem Jahr gab es einen Anmelderekord – über 70 Boote mit Unterstützern aus der Gesundheitsversorgung und anderen Firmen gingen für den guten Zweck an den Start. Gleich zu Beginn der Veranstaltung lieferten sich im Showrennen die Professoren des Cancer Centers und die Vertreter:innen des Senats, allen voran Staatsrat für Sport Christoph Holstein, ein spannendes Rennen, welches das Mediziner-Team für sich entscheiden konnte.

Auch Patient:innen ruderten mit – das Boot der „Alsterchaoten“ konnte sich eine gute Platzierung erkämpfen – sie hatten sich schließlich schon fleißig im Rudertraining für Krebspatient:innen trainiert. Die Vertreter:innen des Universitären Cancer Centers und des Asklepios Tumorzentrums Hamburg freuten sich sehr über die Beteiligung und betonten nochmals, wie wichtig es ist, sich mit Sport und Bewegungsangeboten unter und nach Therapie fit zu halten.

Mittags gab es eine kleine Überraschung: Der Ruder-Bundesliga 8er der Frauen lieferte sich einen harten Kampf gegen die Junioren-Achter, der bei Jugend für Olympia startet. Hier konnte man sehen, wie die Boote beim genau abgestimmten Taktschlag der Profis förmlich übers Wasser fliegen. Der Bundesliga 8er siegte bei lautem Jubel mit einer Sekunde Vorsprung.

Auch in den Einsteiger- und Experten-Rennen wurde bis zum Schluss hart gekämpft. Im Einsteiger-Finale errang die Mannschaft „Dynamo Tresen“ der Techniker Krankenkasse den Pokal. Auf Platz 2 kam ebenfalls ein TK-Team – „Die spontanen Techniker“. Die Bronzemedaille erhielt das Team „AZ3“ der Firma AstraZeneca.

Im Experten-Finale schaffte es wieder das Team „Herzschlag“ vom Universitären Herzzentrum des UKE auf das Siegertreppchen. Mit nur wenigen Sekunden dahinter lagen die Silbermedaillen-Gewinner „Team Sexy“ vom Ruder Club Allemannia. Über Platz 3 freute sich das Team „Gigwork Orange“ der Firma Deutsche GigaNetz GmbH.

Man merkte allen Teilnehmer:innen der Regatta die Freude an, den Tag draußen und auf dem Wasser gemeinsam verbringen zu können.

Ein besonderer Moment während der Regatta: In diesem Jahr feiert die Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. ihr 150-jähriges Jubiläum und ist damit einer der ältesten Rudervereine Deutschlands. Im Namen des Bundespräsidenten und der Freien und Hansestadt Hamburg überreichte Staatsrat Christoph Holstein am Rande der Veranstaltung dem Vorsitzenden der RG Hansa, Sebastian Franke, die "Sportplakette des Bundespräsidenten" - wir vom UCCH gratulieren herzlich dazu!

Fotos: Laura Lehmann

Bildergalerien zur Veranstaltung der RG Hansa Hamburg:

Alle Fotos

Siegerehrung

Teams

Best of

August 2022

Nachruf: Im Gedenken an Dr. iur. Günter Heß

Dr. Günter Heß, Kuratoriumsvorsitzender der Hubertus Wald Stiftung, ist am 17. August 2022 nach schwerer Erkrankung verstorben.
Die Direktoren und der Vorstand des Hubertus Wald Tumorzentrums - Universitäres Cancer Centers Hamburg (UCCH) sowie unsere Mitarbeiter:innen trauern sehr um ihn.

Dr. Günter Heß war jahrelang engagierter Begleiter in der Förderung der Krebsforschung und -medizin durch die Hubertus Wald Stiftung an unserem Tumorzentrum. Ob bei der Hubertus Wald Preisverleihung für internationale Forschende oder bei der Begutachtung von Forschungsprojekten war er stets daran interessiert, den Stiftergedanken von Hubertus und Renate Wald zum Wohle der Krebspatient:innen umzusetzen.

Mit seinen konstruktiven Anregungen hat er sich für die kontinuierliche Entwicklung des Tumorzentrums eingesetzt. Wir werden ihn als warmherzigen, weltoffenen und zugewandten Gesprächspartner und geschätzten Wegbegleiter sehr vermissen.

Teilnehmer des UCCH Research Retreat

August 2022

Weichenstellung für die UCCH Forschung beim jährlichen Research Retreat

Neuer Veranstaltungsort, mehr Teilnehmer:innen. Am 19. und 20. August tagten über 120 Forschende des UCCH und der Partner-Institutionen in Bad Bramstedt, um sich über ihre wissenschaftlichen Forschungsprojekte auszutauschen und mögliche Kooperationen zu besprechen. Neu dabei: Eine Session zum Thema „Versorgungsforschung“, die sehr guten Anklang fand.

„Wer am UCCH Research Retreat teilnimmt, möchte sich einen Überblick verschaffen, welche Forschungsthemen am Cancer Center bearbeitet werden. Durch diesen Blick über den Tellerrand lassen sich Kooperationen anbahnen. Junge Forschende haben zudem die Möglichkeit, in die Kongress-Atmosphäre einzutauchen und sich in Kurzvorträgen oder Posterarbeiten zu präsentieren,“ so Prof. Dr. Kai Rothkamm, der stellvertretende UCCH Direktor für wissenschaftliche Themen. „Dass auch Forschungsvertreter:innen vom Universitären Cancer Center Kiel und Lübeck teilgenommen haben, freut uns besonders, da dies ein Zeichen unserer guten Zusammenarbeit ist.“

Es wurden in diesem Jahr erneut die UCCH Research Fellowships, der Hubertus Wald Junior Investigator Award in Oncology Research 2022 an zwei erfolgversprechende Nachwuchswissenschaftler, erstmals der Hubertus Wald Junior Investigator Award in Psychsocial Cancer Research 2022 sowie mehrere Posterpreise vergeben. Die Preise werden im Rahmen einer Feierstunde zu einem späteren Zeitpunkt verliehen.

„Nach der Corona-Zeit konnten wir uns zum ersten Mal wieder in Präsenz treffen und das gleich mit so einer überwältigenden Teilnehmerzahl – es freut mich sehr, dass die Forschenden am UCCH so interessiert sind an der interdisziplinären Zusammenarbeit. Besonders hervorheben möchte ich, dass wir mit der Session zur Versorgungsforschung erstmals auch Forschenden aus der Psychoonkologie und Epidemiologie eine Plattform geben konnten,“ erklärt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH.

Folgende Preisträger:innen freuten sich über die Auszeichnungen:

Hubertus Wald Junior Investigator Award in Oncology Research 2022:

Dr. Franziska Brauneck
II. Medizinische Klinik und Poliklinik / Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Hamburg
Projekt: „The blockade of CD39 by a newly engineered nanobody construct restores proliferation and activation of T cells in ovarian cancer”

Dr. Melanie Schoof
Forschungsinstitut Kinderkrebszentrum Hamburg / Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Projekt: „Exploration of cellular origins and therapeutic targets by modeling high-grade pediatric glioma of the MYCN subclass in mice”

Hubertus Wald Junior Investigator Award in Psychosocial Cancer Research 2022:

Cheyenne Topf, M. Sc.-Psych.
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Projekt: „Patient-centered cancer care through the provision of audio recordings of their clinical encounters for patients – Study protocol and first results of a feasibility study”

Poster Prize 2022:

Alicia Eckhardt
Labor für Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie / Institut für Neuropathologie
Projekt: „Global mean methylation serves as independent prognostic marker in glioblastoma“

Ayham Moustafa
Labor für Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie / Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin
Projekt: „Identification of predictive proteome profiles in prostate cancer sensitive to PARP- and/or ERG-inhibition plus irradiation“

UCCH Research Fellowship 2023

(für eine Forschungszeit im kommenden Jahr, finanziert durch je 1/3 durch die abgebende- und aufnehmende Institution und durch das Dekanat)

Sophia Cichutek
Abgebende Partei: II. Medizinische Klinik und Poliklinik (Prof. Bokemeyer)
Aufnehmende Partei: I. Medizinische Klinik und Poliklinik (Prof. Schulze zur Wiesch)
Projekt: „Comparative characterization of exhaustion patterns of dysregulated T cells in acute myeloid leukemia and chronic viral infections“

Dr. Jacob Clausen
Abgebende Partei: Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (Prof. Betz) Aufnehmende Partei: Labor für Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie (Prof. Rothkamm / PD Dr. Kriegs)
Projekt: „Monitoring head and neck cancer treatment by immune checkpoint inhibition using functional kinome profiling“

Dr. Alice Ryba Abgebende Partei: Klinik für Neurochirurgie (Prof. Westphal)
Aufnehmende Partei: Institut für Tumorbiologie (Prof. Pantel)
Projekt: „The circulating immunome of glioblastoma patients“

Juli 2022

Die ActiveOncoKids Nord waren zu Gast im Millerntorstadium

Die ActiveOncoKids Nord waren zu Gast im Millerntorstadium
PD Dr. Gabriele Escherich, Simon Elmers und Oliver Hetze begrüßten die Kinder

PD Dr. Escherich, Simon Elmers und Oliver Hetze begrüßten die Kinder
Die Kinder lieferten sich klasse Ballwechsel im Training

Die Kinder lieferten sich klasse Ballwechsel im Training
Ex-Profi Jan-Philipp Kalla zeigte den Kindern das Stadion und die Mannschaftskabinen

Ex-Profi Jan-Philipp Kalla zeigte den Kindern das Stadion und die Mannschaftskabinen
Einmal selbst durch den Spielertunnel raus - die Kinder waren mit Spannung dabei

Einmal selbst durch den Spielertunnel raus - die Kinder waren mit Spannung dabei

#ActiveOncoKids trainieren beim FC St. Pauli

Mal Stadionluft schnuppern? Das wurde wahr für Kinder des Kinderkrebszentrums des UCCH - sie waren vom FC St. Pauli eingeladen, einen Nachmittag am Millerntorstadium zu trainieren. Wo normalerweise die Rabauken des FC St. Pauli spielen, durfte sich die altersgemäß bunt gemischte Gruppe bei verschiedenen Fußball-Trainingseinheiten austoben.

Nach Segeln auf der Außenalster, Klettern in Kiel und Segelfliegen in Lübeck stand bei den ActiveOncoKids Nord dieses Mal eine Einladung zum Fußball spielen beim FC St. Pauli an. Oliver Hetze und Michel Welke luden die Kinder stellvertretend für die FC St. Pauli Rabauken zum Training am Millerntor ein.

Priv.-Doz. Dr. Gabriele Escherich von der Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, die die Kinder schon aus ihrer Zeit am UKE kannte, begrüßte die Kinder und hoffte: „Ich freue mich, wenn Ihr durch das Training heute wieder am Spaß am Sport findet und eventuell Lust habt, damit später weiter zu machen.“

Simon Elmers, Sportwissenschaftler und Veranwortlicher für die ActiveOncoKids-Aktionen in Hamburg, dazu: „Ich spiele selbst seit Jahren privat Fußball - es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit den Kindern vom bisherigen kleinen Kicken auf dem Krankenhausstationsflur auf den Rabauken-Platz direkt am Stadion zu wechseln. Wir danken dem FC St. Pauli sehr für diese Möglichkeit.“

Die Kinder verschiedener Altersgruppen hatten großen Spaß beim Training. In der wohlverdienten Pause führte Ex-Profi Jan-Philipp Kalla die Kinder durch „sein“ Stadion. In der Mannschaftskabine erzählte er den gespannten kleinen und großen Zuhörern, welche Mannschaften schon im Stadion zu Besuch waren. Highlight war es für die Kinder, durch den Spielertunnel rauszulaufen. Aber eines mussten sie sofort lernen: Der Spieler- Rasen des Stadions ist heilig, den darf kein Besucher betreten.

Fotos: Avin Hell

Zum Zentrum Nord des Netzwerks ActiveOncoKids

Preisträgerin und Gratulanten

Mai 2022

Koesterpreis 2022 der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie geht an UCCH Wissenschaftlerin

Am 28.05.2022 wurde in Stuttgart der Koesterpreis 2022 an die Doktorandin Sandra Classen der Arbeitsgruppe Homologe Rekombination im Bereich der Strahlenbiologie und Experimentelle Radiologie von Prof. Kerstin Borgmann verliehen. Die Verleihung erfolgte im Rahmen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), welcher in diesem Jahr unter dem Motto „Präzise, Personalisiert und Individualisiert“ stand.

Die Preisträgerin präsentierte auf dem Jahreskongress Forschungsergebnisse zu „Auswirkungen von BRCA1-Mutationen auf Strahlenresistenz und Immunphänotyp in Brustkrebszellen“. Ihre Untersuchungen zeigen, dass BRCA1-Mutationen den Immunphänotyp und die Strahlenresistenz bei Mammakarzinomen beeinflussen.

Unter BRCA1-Mutationen, welche die Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebsbildung erhöhen, werden Mutationen innerhalb der individuellen Gene des Menschen verstanden, die wichtige Funktionen bei der Reparatur von DNA-Schäden einnehmen. Diese Mutationen beeinflussen die immunogenen Oberflächenmerkmale einer Zelle und infolgedessen, wie resistent ein Tumor gegenüber einer Strahlentherapie ist.

Frau Prof. Cordula Petersen, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und gleichzeitig Präsidentin der DEGRO freut sich: „Der diesjährige Kongress der DEGRO in Stuttgart war wieder geprägt durch einen wissenschaftlich exzellenten Austausch. Umso mehr freut es mich, dass eine Forscherin aus dem UKE den Koesterpreis erlangt hat - dank der Unterstützung der Dr. Hans und Hildegard Koester-Stiftung. Ich gratuliere Frau Classen sehr herzlich zu dem Preis.“

Der Koesterpreis wird unter insgesamt acht der höchst bewerteten Vorträge des Jahreskongresses der DEGRO zusammen mit der Dr. Hans und Hildegard Koester-Stiftung verliehen. Das Preisgeld ist mit 2.000 € dotiert.

Herzlichen Glückwunsch an die Preisträgerin!

Bild: Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der DEGRO (Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V.).

(v.l.n.r.): Prof. Dr. med. Cordula Petersen (DEGRO-Präsidentin), Sandra Classen (Preisträgerin) und PD Dr. Johanna Gellermann (Kuratoriumsmitglied der Stiftung Dr. Hans und Hildegard Koester-Stiftung).

Weitere Informationen über die DEGRO Degro – DEGRO – Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V.

Weitere Informationen über die Arbeitsgruppe von Fr. Prof. Kerstin Borgmann UKE - Labor für Strahlenbiologie & Experimentelle Radioonkologie - AG1 Homologe Rekombination

Segelboote auf der Außenalster vor dem Fernsehturm von Hamburg.

Mai 2022

Segel setzen und rauf auf die Außenalster!

Unter diesem Motto stachen am 14. Mai die Onkopiraten auf Einladung der Stiftung des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV) bereits zum zweiten Mal in See.

Die Aktion war im Rahmen des Netzwerks ActiveOncoKids Nord organisiert und bietet krebserkrankten Kindern und Jugendlichen aus dem kinderonkologischen Zentrum unter Prof. Rutkowski die Möglichkeit, sich im Segeln auszuprobieren und damit zurück in den Sport zu finden. Unterstützt wird die Sport- und Bewegungsarbeit von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V..

Nach einer Begrüßung durch Gunter Persiehl, Kommodore des NRV, hieß es Schwimmwesten an und ab in die wendigen J70 Segelboote. Die NRV Jugendtrainer:innen gaben sich viel Mühe, die Onkopiraten mit den Booten vertraut zu machen. Sie lernten was Fock und Schot sind und übten stolz die ersten Wenden und Halsen. Das Wetter bot dafür beste Windbedingungen und einen spektakulären Ausblick auf einige Sehenswürdigkeiten der Hansestadt.

In der Mittagspause wurden schon die ersten strategischen Überlegungen für die „Spaßregatta“ am Nachmittag ausgetauscht. Kleine Tipps gab Gunter Persiehl, der spannende Geschichten aus seiner 77-jährigen Segelerfahrung erzählte und den ein oder anderen Begriff nochmal erklärte.Nach der Regatta am Nachmittag stand fest: Ein erster und zwei zweite Plätze. Die Teilnehmenden segelten glücklich in den Hafen des NRV.

Simon Elmers, Sportwissenschaftler im kinderonkologischen Zentrum des UCCH und Hamburger Vertreter im Netzwerk ActiveOncoKids Nord, fasst den Tag zusammen: „Ich freue mich sehr, dass dank der Unterstützung des NRV unsere ehemals schwer erkrankten Kinder und Jugendlichen in den Genuss des Segelsports gekommen sind. Sie haben wirklich einen sportlichen, und erfahrungsreichen Tag auf dem Wasser genießen können. Ein Erfolg durch und durch!“

Das Ziel des Netzwerks ActiveOncoKids ist es, gemeinsam Bewegungsangebote und eine adäquate Sportförderung für Kinder und Jugendliche mit und nach einer Krebserkrankung zu ermöglichen. Individuelle sportwissenschaftliche Beratung und Bewegungsangebote während und nach Abschluss der Behandlung unterstützen dabei, einen sportlichen Wiedereinstieg zu finden, frühere sportliche Aktivitäten (Freizeit, Vereins- und Schulsport) wieder aufzunehmen oder neue Sportarten zu entdecken. Spaß an der Bewegung, aber auch tolle Gruppen- und Naturerlebnisse stehen dabei im Vordergrund und fördern die Selbstwirksamkeit.

Im Netzwerk ActiveOncoKids Nord der Standorte Hamburg, Kiel und Lübeck geht es in diesem Jahr noch sportlich weiter: Am 8. Juli 2022 von 14 – 17 Uhr können Kinder und Jugendliche beim FC St. Pauli im Millerntorstadium in den Fußball-Sport schnuppern. Anmeldungen sind noch bis zum 17. Juni 2022 unter s.elmers@uke.de oder l.hail@uke.de möglich.

Damit Sie keine weiteren Events des Netzwerks ActiveOncoKids Nord verpassen, senden Sie eine Mail an s.elmers@uke.de mit dem Betreff „Anmeldung Newsletter ActiveOncoKids Nord“ und Sie werden regelmäßig über die neusten Themen des Netzwerks informiert.

Weitere Informationen zum Netzwerk ActiveOncoKids Nord .

Weitere Informationen zur Jugendarbeit und Angeboten des Norddeutschen Regatta Vereins .

Weitere Informationen zur Arbeit der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie .

Weitere Informationen zur Fördergemeinschaft des Kinderkrebs-Zentrums Hamburg e.V .

Februar 2022

Studienteilnehmer:innen für verschiedene Studien zu Fragen der Lebensqualität gesucht

Wir bieten verschiedene Studien zu Fragen der Lebensqualität aus den Bereichen Bewegung, Ernährung und Komplementärmedizin an.
Krebspatient:innen, die sich prinzipiell für die Teilnahme an einer Studie entscheiden, tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Forschung bei. Gleichzeitig gibt es den Teilnehmenden die Möglichkeit, Angebote im Rahmen der Studie wahr zu nehmen, die noch nicht in der Standardversorgung verankert sind.

Das Universitäre Cancer Center Hamburg verfügt über eine Vielzahl von Studien, zum einen in der präklinischen und klinischen Forschung, zum anderen auch über Studien, die sich mit der Frage zur Verbesserung der Lebensqualität beschäftigen. In den letzten Monaten sind verschiedene Studien am UCCH dazu gestartet, die hier gebündelt dargestellt werden.

Krebspatient:innen mit einem gastrointestinalen Tumor, die am Beginn ihrer (Chemo)-Therapie stehen, können an der PREVENT Studie teilnehmen. In der Studie wird untersucht, ob Akupunktur und Vibrationstraining einer Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (d.h. gliedförmigen Sensibilitätsstörungen und schmerzhaften Missempfindungen) entgegenwirken können.

In der Studie FatiGO möchten die UCCH Forschenden herausfinden, ob verschiedene Trainingseinheiten bei Krebspatient:innen in der Krebsnachsorge zur Verbesserung der körperlichen Erschöpfung (Fatigue) beitragen können.

Die Studie VIBRANCY wendet sich ebenso an Krebspatient:innen in der Nachsorge. Hier soll ebenfalls durch angeleitetes Vibrations- und Sensomotoriktraining untersucht werden, ob dies eine Reduzierung der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN) unterstützt.

Die Studie INTEGRATION ermittelt die Wirkung von Ernährung und körperlicher Aktivität während einer ambulanten onkologischen Therapie (Erstdiagnose), um dies ggfs. in die Standardversorgung zu übernehmen.

In der Taste II Studie wird der Frage nachgegangen, welchen Effekt ein gezieltes Geschmacks- und Geruchstraining und eine individuelle Ernährungsberatung auf die Verbesserung der Geschmackswahrnehmung bei Patient:innen unter Chemotherapie mit Geschmackseinschränkungen hat.

Mit der Gut Health Studie soll untersucht werden, ob bei Patient:innen nach einer Darmkrebserkrankung durch eine präbiotische Ernährung mit oder ohne der Unterstützung von Probiotika ihre gastrointestinale Beschwerden lindern können.

Um Krebspatient:innen zu helfen, die unter kognitiven Beeinträchtigungen wie Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit leiden, die sich im Zusammenhang mit der Krebserkrankung und deren Behandlung entwickelt haben, ist die komplementärmedizinische Studie MBSR entwickelt worden. Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (sogenannte MBSR= Mindfulness Based Stress Reduction) wird mittels Online-Schulungen als klassisches MBSR-Programm vermittelt.

Die genannten Beschwerden wie Polyneuropathie, Fatigue, Geschmacks- bwz. Geruchsverlust und Konzentrationsstörungen bestehen teilweise über einen langen Zeitraum - meist über den Therapieabschluss hinaus - und wirken sich teilweise erheblich auf die Alltagsbewältigung aus und führen zu einer Verminderung der Lebensqualität, häufig auch zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit.

Um so wichtiger, wenn Sie als Krebspatient:in Interesse haben und zu unserer Forschung auf diesem Gebiet beitragen möchten.

Alle Studien und den jeweiligen Kontakt finden Sie unter:
UCCH Studienangebote zu Fragen der Lebensqualität (unterer Seitenteil)

Bild: Pexels-Mikhail Nilov

Februar 2022

Weltkrebstag 2022: Krebsmedizin und -forschung im Wandel der Corona-Pandemie

Seit zwei Jahren beherrscht die Corona-Pandemie den Alltag – auch den Klinikalltag. Doch welchen Einfluss hat dies auf Patient:innen mit Krebserkrankungen und wie entwickelt sich die Krebsforschung? Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar, der in diesem Jahr unter dem Motto „Close the Care Gap – schließen wir die Versorgungslücken“ steht, beantwortet Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des Universitären Cancer Centers Hamburg, Fragen zur aktuellen Lage in der Krebsforschung und -medizin.

Was hat sich während der Corona-Pandemie in der Krebsmedizin verändert?

Prof. Dr. Carsten Bokemeyer: Die Corona-Pandemie hat nach wie vor sehr große Auswirkungen auf die Krebsmedizin, das betrifft sowohl die Versorgung der Patient:innen als auch die Forschung. Krebspatient:innen gehören zur vulnerablen Personengruppe, die sich leichter mit Corona infizieren, schlechter auf die Impfung ansprechen und zudem einen schwereren Verlauf haben können. So stehen die Etablierung und Durchführung adäquater Hygiene- sowie neuer Behandlungskonzepte im Mittelpunkt. Darüber hinaus hat eine bundesweite Erhebung der Comprehensive Cancer Center gezeigt, dass es auf dem Höhepunkt der Wellen insbesondere in der Nachsorge aber auch bei der Durchführung von Operationen durch begrenzte Intensivmedizinische Kapazitäten immer wieder zu Einschränkungen kommt. Gleichzeitig deuten erste Daten an, dass sich wegen reduzierter Vorsorgemaßnahmen die Stadien der Erkrankung bei Diagnosestellung weiter fortgeschritten darstellen als vor der Corona-Pandemie. Wir schließen daraus, dass Patient:innen ihre Vorsorgeuntersuchungen nicht oder später wahrnehmen, sei es aus Angst vor Ansteckung oder weil die medizinischen Versorger durch die Pandemie überlastet sind, so dass es nur wenige freie Termine gibt. Hier zeichnet sich ein erhebliches Problem ab und ich möchte deshalb an alle appellieren: Nehmen Sie körperliche Beschwerden nicht auf die leichte Schulter, kümmern Sie sich um rechtzeitige Vorsorge- und Behandlungstermine bei Ihren behandelnden Ärzt:innen.

Inwiefern hat sich auch der Alltag für die Wissenschaftler:innen stark verändert?

Prof. Bokemeyer: Im Bereich der Forschung hat es viele Anpassungen gegeben. In den Laboren haben wir zum Beispiel ein Schichtsystem eingeführt, um Versuchsreihen unter Einhaltung der pandemiebedingten Hygieneregeln durchführen zu können. Gleichzeitig aber hat Corona gezeigt, dass es möglich ist, die Entwicklung neuer Medikament voranzutreiben. Die wissenschaftlichen Grundlagen der mRNA-Impftechnologien sind auch für die Krebstherapie relevant; wir testen derartige Ansätze bereits in klinischen Studien in Kombination mit anderen neuen immunologischen Therapieverfahren.

Welche Herausforderungen sehen Sie für die nächsten Jahre in der Krebsforschung und -medizin?

Prof. Bokemeyer: Unser wichtigstes Augenmerk für die nächsten Jahre ist darauf gerichtet, unsere bauliche Infrastruktur als Krebszentrum des UKE zu erweitern und unsere Kompetenz-Netzwerke als Grundlage für Medizin und Forschung überregional weiter zu stärken. So haben wir im vergangenen Jahr das Konsortium „Cancer Center Nord Hamburg – Schleswig Holstein“ mit unseren Partnern am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel und Lübeck gegründet und bereits gemeinsame Projekte gestartet. Darüber hinaus ist es unser oberstes Ziel, Innovationen so schnell wie möglich zu den Patient:innen und ihren Angehörigen zu bringen und diesen Prozess gemeinsam mit den Patient:innen zu gestalten. So wird in den nächsten Monaten ein Patientenkompetenzzentrum Nord entstehen, in dem wir Patient:innen schulen möchten, an umfassenderen Themen unserer täglichen Arbeit und der Diskussion im Gesundheitswesen auf Augenhöhe teilnehmen zu können.Außerdem hat Corona den Sprung ins digitale Geschehen katalysiert: Unsere monatliche Fortbildungsserie für unsere Patient:innen findet komplett online statt, unser Patientenbeirat tagt online, unsere Kongresse sind online. Im nationalen Netzwerk ist zudem ein Online-Angebot für trauernde Angehörige entstanden. Wir freuen uns natürlich, wenn wir uns künftig auch wieder analog treffen können, aber Teile unserer Aktivitäten werden online bleiben.

Januar 2022

Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs in neuen Räumlichkeiten

Patient:innen, die eine Beratung und Betreuung zu Fragen einer genetischen Veranlagung zu Brust- oder Eierstockkrebs haben, finden die Angebote des Zentrums für familiären Brust- und Eierstockkrebs (kurz BRCA-Zentrum) seit Januar 2022 in neuen Räumlichkeiten.

Das Team rund um die Leiterin Prof. Dr. Isabelle Witzel ist in das Gebäude N22 umgezogen, um das Beratungsangebot erweitern zu können.

Alle Kontaktdaten bleiben unverändert, das Team freut sich über Ihren Besuch.

Informationen zum BRCA-Zentrum

Weitere Informationen zum familiären Brust- und Eierstockkrebs finden Sie zusätzlich auf der Seite des BRCA-Netzwerks e.V.

Bild: Avin Hell, UCCH

Dezember 2021

Interaktive Website „Trauern in besonderen Zeiten“ ist online

Während der Corona-Pandemie ist auch das Trauern nach dem Versterben eines geliebten Menschen in vielen Bereichen sehr eingeschränkt. Nicht immer ist ein persönliches Abschiednehmen möglich und Beerdigungen können oft nur in kleinem Kreis stattfinden. Viele Menschen sind zudem nachhaltig belastet durch fehlende Besuchsmöglichkeiten in Krankenhäusern und Pflegeheimen oder durch andere Einschränkungen in der letzten Lebensphase ihrer Angehörigen.

Mitarbeitende der Palliativmedizin der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik im Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) haben im Rahmen des Forschungsverbundes Palliativversorgung in Pandemiezeiten (PallPan) des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) eine Trauer-Homepage entwickelt, die nun online gegangen ist.

Die interaktive Webseite „Trauern in besonderen Zeiten“ ( www.trauern-in-besonderen-Zeiten.de ) soll Trauernden die Möglichkeit geben, Informationen und Hilfestellungen zum Umgang mit Trauer in der Pandemie, weiterführenden Unterstützungsangeboten und Literaturempfehlungen zu erhalten. Vor allem aber soll die Webseite Trauernden ermöglichen, ihrer Trauer in einem virtuellen Trauerraum Ausdruck zu verleihen und durch Erfahrungsberichte anderer Betroffener zu erleben, dass sie in ihrer Situation nicht allein sind. Selbsttests sollen Trauernden helfen, ihre psychische Belastung durch das Trauererleben einzuschätzen. Auch wer nicht selbst betroffen ist, sondern einem nahestehenden Menschen in dieser Zeit helfen möchte, findet Anregungen und Ideen, wie andere in Pandemiezeiten in ihrer Trauer unterstützt werden können.

Weitere Informationen: https://pallpan.de/

November 2021

Krebsforscher Prof. Dr. Benjamin Besse erhält Hubertus-Wald-Preis für Onkologie

Der französische Krebsforscher Prof. Dr. Benjamin Besse ist mit dem diesjährigen Hubertus-Wald-Preis für Onkologie ausgezeichnet worden. Damit wurden sein langjähriges Engagement und seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Therapie des Bronchialkarzinoms gewürdigt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vom Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH) verliehen. Darüber hinaus erhielten mehrere junge Wissenschaftler:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) Nachwuchsförderpreise und Stipendien.

„Beim Bronchialkarzinom sind in den vergangenen Jahren wegweisende Therapieerfolge auf der Basis konsequenter Forschung entstanden, zum einen durch die sogenannte Immuntherapie und zum anderen durch die zielgerichtete Therapie bei Vorliegen genetischer Tumormutationen. Prof. Besse hat mit seiner medizinischen Forschung entscheidend zu dieser Entwicklung beigetragen. Es freut mich umso mehr, dass Prof. Besse den Preis in diesem Jahr erhält, da wir gemeinsam mit unserem Partner, der LungenClinic Grosshansdorf, zukünftig in nationalen Verbünden diese Therapieformen noch intensiver weiterentwickeln wollen und hier auch seine Expertise in der Beratung einbinden können“, sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des Hubertus Wald Tumorzentrums.

Prof. Besse ist Leiter der Abteilung für Thorax-Onkologie am großen französischen Krebszentrum, dem Institut Gustave Roussy. Gleichzeitig hat er eine Professur für Medizinische Onkologie an der Universität Paris-Sud, Orsay, inne. Neben seiner vielfältigen Arbeit in Klinik und Forschung ist er Initiator vieler europäischer Studien, die zu verbesserten immuntherapeutischen Behandlungsstrategien für Patient:innen mit Lungenkrebs geführt haben.

Neben Prof. Besse wurden auch mehrere UKE-Nachwuchswissenschaftler:innen geehrt: Den Hubertus-Wald-Nachwuchsförderpreis für onkologische Forschung erhielt Dr. Joseph Tintelnot, Assistenzarzt in der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik (Onkologie, Hämatologie, Knochenmarktransplantation mit Abteilung für Pneumologie). Drei weitere Forschende erhielten Posterpreise und vier weitere Studierende Promotionsstipendien. (Auflistung siehe PDF)

„Es ist uns in Hamburg seit Jahren ein Herzensthema, den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Onkologie zu stärken. Exzellente wissenschaftliche Forschung ist seit langem kein Einzelkämpferthema mehr, sondern lebt von der Vernetzung. Wir ermöglichen mit unserer Förderung sowohl Ärzt:innen ihre Arbeitszeit in der Forschung zu investieren, als auch Naturwissenschaftler:innen die Bereiche in der klinischen Versorgung kennenzulernen. Nur dadurch wird eine zukunftsweisende Partnerschaft zwischen Medizin und Wissenschaft ermöglicht“, sagt Prof. Dr. Kai Rothkamm, stellvertretender Direktor für Wissenschaft und Forschung im Hubertus Wald Tumorzentrum.

Das Hubertus Wald Tumorzentrum wird durch die Hubertus Wald Stiftung maßgeblich gefördert. Neben der Vergabe von Forschungspreisen steht die klinische Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen im Mittelpunkt der Förderung. Der hanseatische Unternehmer Hubertus Wald (1903-2005) und seine Frau Renate haben sich über Jahrzehnte der Förderung von Kultur und Medizin verschrieben; daraus ist 1993 die Hubertus Wald Stiftung hervorgegangen.„Die Unterstützung der Stiftung für das Tumorzentrum des UKE ist uns ein wichtiges Anliegen und trägt in hohem Maße dazu bei, krebskranke Patient:innen bestmöglich zu versorgen“, sagt Prof. Dr. Hartwig Huland, Kurator der Stiftung sowie Gründer der Martini-Klinik des UKE.

Wir gratulieren herzlich allen Preisträgern!

Foto: Teresa Brachmann, UCCH

Prof. Bokemeyer (2.v.l.) sowie Dr. Herms und Prof. Huland (6.u.7.v.l.) von der Hubertus Wald Stiftung gratulierten Prof. Besse (4.v.l.) und allen weiteren Preisträgern.

Übersicht der weiteren Hubertus Wald Preisträger

November 2021

Forschungspreis der Hamburger Krebsgesellschaft für UCCH-Forschende

Prof. Dr. Katja Weisel, II. Medizinische Klinik und Poliklinik, und Dr. Justine Münsterberg, Klinik und Poliklinik für Neurologie, sind mit dem Forschungspreis der Hamburger Krebsgesellschaft ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert, den sich die Preisträgerinnen teilen.

Prof. Weisel wurde für ihre Arbeit zur intensivierten Myelomtherapie bei älteren Patient:innen und solchen, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sind, gewürdigt. Die Arbeit zeigt, dass die neue Therapie nicht nur effektiver ist, sondern weist insbesondere nach, dass sich die Lebensqualität mit der intensiveren Therapie für die betroffenen Patient:innen sogar besser darstellt.

Dr. Münsterberg hat im Rahmen einer multidisziplinären Arbeitsgruppe in einer grundlagenorientierten wissenschaftlichen Arbeit die Bedeutung der Expression von ALCAM für das Auftreten einer Hirnmetastasierung beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom untersucht. Die Arbeit bietet Ansätze für zukünftige Bestimmung prognostischer Faktoren und Therapieverfahren sowie potenziell auch zur Verhinderung von Hirnmetastasierung.

Wir gratulieren beiden Preisträger:innen!

Weitere Informationen über die Preisverleihung bei der Hamburger Krebsgesellschaft e.V.

Bild: Hamburger Krebsgesellschaft e.V.

November 2021

15-jähriges Jubiläum für die Palliativmedizin

Die Palliativmedizin versorgt Menschen mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung. Ihr oberstes Ziel ist es, eine für die Patient:innen und ihre Angehörigen gute Lebensqualität zu erhalten oder wiederherzustellen. Dieses Ziel wird seit inzwischen 15 Jahren auch von den Palliativmediziner:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und seit zehn Jahren auf der eigenständigen Palliativstation der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik im Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) verfolgt. Die Leiterin der Palliativmedizin des UKE und Inhaberin der Stiftungsprofessur für Palliativmedizin mit Schwerpunkt Angehörigenforschung, Prof. Dr. Karin Oechsle, erklärt, wie sich die Palliativmedizin seitdem entwickelt hat und wie ihre Arbeit durch die Corona-Pandemie verändert wurde.

Die Palliativmedizin am UKE feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Wie haben sich die palliativmedizinischen Konzepte in dieser Zeit verändert?
Prof. Dr. Karin Oechsle: In der Palliativmedizin geht es darum, Patient:innen mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung die Erhaltung der Lebensqualität bis zum Schluss zu ermöglichen. Eine wichtige Aufgabe der Palliativmedizin ist die Symptomlinderung. Doch neben der Linderung der körperlichen Symptome wie zum Beispiel Schmerzen stehen auch die psychologischen, sozialen und spirituellen Probleme der Patient:innen und der Angehörigen im Vordergrund. Um dies zu gewährleisten, arbeiten wir in multiprofessionellen Teams zusammen. Neben der Arbeit auf der Palliativstation bieten wir Konsile in allen Kliniken des UKE an und betreuen Patient:innen und ihre Angehörigen auf anderen Stationen mit. In der palliativmedizinischen Sprechstunde im UCCH beraten wir zudem Patient:innen frühzeitig im Krankheitsverlauf darüber, wie sie sich am besten auf das vorbereiten können, was bei Fortschreiten der Erkrankung auf sie zukommen kann. Darüber hinaus arbeiten wir aktiv an der studentischen Lehre und verschiedenen Forschungsthemen in der Palliativmedizin mit. Im UKE liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Angehörigenforschung, also wie wir in unserem therapeutischen Alltag besser auf die Probleme und Bedürfnisse der Angehörigen aktiv eingehen und sie darin unterstützen können.

Wie hat sich Ihre Arbeit durch die Corona-Pandemie verändert?
Prof. Dr. Karin Oechsle: Besonders herausfordernd für uns, aber natürlich vor allem für unsere Patient:innen und deren Angehörige, waren die Besuchsbeschränkungen. Wir haben Angehörige dabei unterstützt, „aus der Ferne“ den Patient:innen nahe zu sein. So haben wir unter anderem Tablets zur Verfügung gestellt, mit denen Videokonferenzen von Patient:innen mit ihrenAngehörigen, aber auch eine Einbeziehung der Angehörigen in Patient:innengespräche oder zurVisite ermöglicht wurden. Darüber hinaus war uns wichtig, den intensiven Austausch mit denAngehörigen aufrecht zu erhalten. Seit Beginn der Pandemie hat ein Mitglied unseres multiprofessionellenTeams die Angehörigen täglich proaktiv angerufen und über denGesundheitszustand informiert. Außerdem boten unsere Trauerbegleiter:innen regelmäßigetelefonische Gespräche an. Auch spezielle Informationsmappen für Angehörige wurden erstellt.

Haben Sie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Palliativversorgung wissenschaftlichbegleitet?
Prof. Dr. Karin Oechsle: Wir sind am Forschungsverbund Palliativversorgung in Pandemiezeiten(PallPan) beteiligt, der ein Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertenForschungsnetzwerks der Universitätsmedizin ist. In diesem Rahmen haben wir gemeinsam mit derLudwig-Maximilians-Universität München (LMU) eine wissenschaftliche Studie zu den Bedürfnissenund Problemen von Angehörigen in der Palliativversorgung durchgeführt. Zudem haben wir dieAngehörigen-bezogenen Aspekte in die nationalen Handlungsempfehlungen eingebracht, die beizukünftigen Pandemien sowohl Patient:innen und Angehörigen als auch MitarbeitendenUnterstützung geben und die Aufrechterhaltung von Strukturen und Angebote derPalliativversorgung ermöglichen sollen.

Welche Auswirkungen hatte die COVID-19 Pandemie denn konkret auf die Bedürfnisse von Palliativpatient:innen und deren Angehörigen?
Prof. Dr. Karin Oechsle: In einer Interviewstudie mit Palliativpatient:innen sowie deren Angehörigen,die wir mit der LMU München durchgeführt haben, zeigte sich, dass viele der identifiziertenBedürfnisse unabhängig von der COVID-19-Pandemie sind. Darüber hinaus gab es aber auchpandemiebedingte Besonderheiten. So gaben Patient:innen und Angehörige an, Angst vor einerInfektion zu haben und beide Gruppen belasten die pandemiebedingten Kontakteinschränkungen,die zu Einsamkeitsgefühlen und sozialer Isolation bis hin zu traumatisierenden Erfahrungen amLebensende führen können. Darüber hinaus hat sich die Rolle der Angehörigen als Versorgendeverändert. Durch die Besuchseinschränkungen sind sie daran gehindert, ihre Aufgaben undBedürfnisse als Pflegende und/oder Begleitende von schwerkranken und sterbenden Patient:innenwahrzunehmen. Die Angehörigen erleben so psychische und moralische Belastungen im Ringen umdie Balance zwischen der Erhaltung der sozialen Beziehungen am Lebensende einerseits und desInfektionsschutzes durch Reduzierung der sozialen Kontakte andererseits.

Weitere Informationen zur Palliativmedizin

September 2021

UCCH Forschungsstipendien für das Jahr 2022 vergeben

Am 22. September haben die UCCH Direktoren die UCCH Forschungsstipendien an 3 Ärzte vergeben, die dadurch im nächsten Jahr Zeit für ihre Forschungstätigkeiten erhalten.

Die UCCH Direktoren freuten sich sehr, als sie die drei UCCH Forschungsstipendien an die 3 Kandidaten übergeben konnte. So erhalten schließlich alle drei Ärzte Gelegenheit, im Jahr 2022 außerhalb des klinischen Betriebs gesonderte Zeit für die Forschung zu investieren.

Die Stipendien werden je zu einem Drittel von der abgebenden und auf der aufnehmenden Institution sowie vom Dekanat finanziert.

Über die Stipendien freuten sich:

Dr. Julian Kött (Assistenzarzt)
aus der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie (Prof. Schneider/Prof. Gebhardt) wird im Jahr 2022 forschen im Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (Prof. Renné) zum Thema „The role of neutrophil extracellular traps for coagulation and metastasis of malignant melanoma patients treated with immune checkpoint inhibition“.

Dr. Julian Götze (Assistenzarzt)
aus der Klinik und Poliklinik für Onkologie und Hämatologie (Prof. Bokemeyer/PD Dr. Sinn) wird im Jahr 2022 forschen im Institut für Tumorbiologie (Prof. Pantel/Prof. Wikman) zum Thema „Identification and characterization of circulating cancer-associated fibroblasts (cCAFs) in pancreatic cancer“.

Richard Hauch (Assistenzarzt)
aus der Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (Prof. Rutkowski)
wird forschen im Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg (Prof. Horstmann) zum Thema „Engineering of iPSC-derived natural killer cells for adoptive transfer as a treatment strategy for high risk acute lymphoblastic leukemia“.

Wir gratulieren herzlich und wünschen viel Erfolg im Forschungsjahr!

Foto: Avin Hell, UCCH

Die UCCH Direktoren gratulierten den 3 Kandidaten: (von links)
Prof. Dr. Andrea Morgner-Miehlke, Prof. Dr. Katja Weisel, Dr. Julian Kött, Richard Hauch, Dr. Julian Götze, Prof. Dr. Carsten Bokemeyer

September 2021


Stand up Paddling auf der Außenalster beim Active Onco Kids Day 2021

Prof. Dr. Stefan Rutkowski eröffnete die Veranstaltung und freute sich darüber, seine jungen Patient:innen an der Außenalster wiederzusehen

Sporttherapeut Simon Elmers beobachtet die ersten Versuche seiner Schützlinge

Gabriele Gauß, Organisatorin vom Netzwerk Onco Kids in Essen, war extra angereist, um die Aktionstage an den Standorten zu besuchen

SUP Lehrerin Anisha Degens von Sup Port Hamburg führte die Kinder auf eine entspannte Tour

In Bewegung bleiben: Kinder und Jugendliche mit und nach einer Krebserkrankung stärken

Bewegungsangebote für krebserkrankte Kinder und Jugendliche sind seit Jahren ein wichtiger Baustein der Behandlung. Jetzt haben sich das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCCH) und das Universitäre Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) in dem von der Deutschen Krebshilfe geförderten ActiveOncoKids-Netzwerk zum Zentrum Nord zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie mit Aktionstagen auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. Auftakt war am 11. September: Unter Anleitung von Bewegungstherapeut:innen und gefördert von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. konnten sich junge Krebspatient:innen des UCCH auf der Alster beim Stand-Up-Paddling ausprobieren.

Auf einem Stand-up Paddling Board kann es ganz schön wackelig sein, aber die Kinder und Jugendlichen, die beim Aktionstag des Active Onco Kids Netzwerks Nord mitmachten, zeigten keinerlei Berührungsprobleme. Nach einer kurzen Einweisung ging es schon raus auf die Außenalster zu einem gemeinsamen Ausflug. Nach starken Gewittern in den Tagen zuvor zeigte sich das Wetter so freundlich, dass die jungen Patient:innen bei einem eher unfreiwilligen Ausrutscher allenfalls nur nass von unten werden konnten.

„Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 2 000 Kinder und Jugendliche an Krebs. Für die jungen Patient:innen ist ein aktiver und gesunder Lebensstil wichtig, wie erste Studien zeigen. Denn langfristig verbessert sich durch regelmäßiges Sporttreiben der Fitnesszustand und die Wahrscheinlichkeit für Spätfolgen kann verringert werden. Das Kinderonkologische Zentrum verfolgt deshalb bereits seit Jahren das Ziel, junge Krebspatient:innen schon während der Therapie zur Bewegung zu animieren“, sagt Prof. Dr. Stefan Rutkowski, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie und Leiter des zertifizierten Kinderonkologischen Zentrums.

„Unser Team aus Sporttherapeutinnen und Sporttherapeuten geht bereits auf Station von Zimmer zu Zimmer und versucht, unseren Patient:innen Bewegungsangebote zu machen. Da wird der Stationsflur schon mal schnell zum Fußballfeld oder Standort für ein Tischtennis-Match“, sagt Simon Elmers, Sportwissenschaftler und Bewegungstherapeut für die Kinder und Jugendlichen.

Dr. Klaus Bublitz, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. resümert: „Unter dem Slogan KNACK DEN KREBS sensibilisieren wir seit Jahren die Öffentlichkeit für das Thema Krebs bei Kindern. Seit 2020 ermöglicht unser Verein zudem die Sport-und Bewegungstherapie am Kinderkrebs-Zentrum Hamburg durch die Finanzierung eines Sporttherapeuten. Wir unterstützen deshalb sehr gerne diesen Active Onco Kids-Day und haben dort die Stand-Up-Paddling-Aktion für betroffene Kinder gefördert.“

Auch an den Standorten Kiel, Lübeck und auf Sylt wurden im Rahmen des Aktionstages verschiedene Wassersportarten geboten – ob Stand-up Paddling, Segeln, Surfen oder Kanu fahren – die Kinder waren mit Begeisterung dabei.

„Ich freue mich, dass wir das Thema Sport und Bewegung durch unseren Zusammenschluss gemeinsam mit unseren Partnern im Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein im Zentrum Nord des ActiveOncoKids-Netzwerks bei jungen, krebserkrankten Patient:innen in den Mittelpunkt rücken. Mit unserem Kick-Off-Event und weiteren, folgenden Veranstaltungen möchten wir die Kinder und Jugendlichen für mehr Bewegung begeistern – ein wichtiger Baustein für eine gute Lebensqualität“, sagt UCCH-Direktor Prof. Dr. Carsten Bokemeyer.

Für die Veranstalter war klar: Diesen Aktionstag wird es noch häufiger geben.

Weitere Informationen:

Netzwerk Active Onco Kids
https://www.activeoncokids.de

Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.
kinderkrebs-forschung.de

Kinderonkologisches Zentrum
UKE - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Fotos: Copyright, UKE, Teresa Brachmann

September 2021

Onkologie am UKE unter den Top 30 weltweit

Im jährlichen Ranking des US-amerikanischen Magazins "Newsweek" über die international 200 besten onkologischen Einrichtungen belegt das Zentrum für Onkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf den 29. Platz und landet damit unter den Top 30 weltweit.

"Wir freuen uns sehr über diese Platzierung", sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Leiter des Zentrums für Onkologie, "zeigt sie doch, welches Ansehen unsere Krebsmedizin weltweit hat."

Unter den Top 30 sind als einzige weitere deutsche Zentren die Einrichtungen in Berlin, Köln und Heidelberg aufgelistet.

Als Bewertungskriterium gilt die Fragestellung, welche Krankenhäuser oder medizinischen Zentren über die modernsten Einrichtungen und die sachkundigsten und erfahrensten Ärzte verfügen.
Außerdem wird beurteilt, bei welchen Einrichtungen Patient:innen den Zugang zu den besten Diagnostikern, der bestmöglichen Versorgung und den wirksamsten Behandlungen erhalten.

Weitere Informationen:
Newsweek world's best specialized hospitals in oncology 2021

September 2021

Die NRV Stiftungsmitglieder mit den eingeladenen Kindern und Jugendlichen

Die NRV Stiftungsmitglieder mit den eingeladenen Kindern und Jugendlichen
Der Norddeutsche Regatta Verein liegt an der oberen Außenalster

Der Norddeutsche Regatta Verein liegt an der oberen Außenalster
Bei leichter Brise perfekte Bedingungen für Segelanfänger

Bei leichter Brise perfekte Bedingungen für Segelanfänger
Alles klar zur Wende!

Alles klar zur Wende!
Regatta-Start mit dem Ziel vor Augen

Regatta-Start mit dem Ziel vor Augen
Die Jugendtrainer vereint mit ihren Schülern

Die Jugendtrainer vereint mit ihren Schülern
Sportwiss. und Bewegungstherapeut Simon Elmers freut sich, den Tag mit seinen Patienten zu verbringen

Sportwiss. und Bewegungstherapeut Simon Elmers freut sich, den Tag mit seinen Patienten zu verbringen
Was für ein toller Tag auf dem Wasser!

Was für ein toller Tag auf dem Wasser!

Onkopiraten: Segeln für krebserkrankte Kinder und Jugendliche auf der Außenalster

Am 4. September hieß es „Leinen los“ – krebserkrankte Kinder und Jugendliche aus dem kinderonkologischen Zentrum unter Prof. Rutkowski durften auf Einladung der Stiftung des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV) Seeluft schnuppern und sich beim Segeln ausprobieren.

Der Norddeutsche Regatta Verein ist weltweit einer der führenden Segelvereine – der Medaillenspiegel der Olympiade in Tokio ist Beweis dafür. Dabei macht sich der Verein neben dem Leistungssport vor allem für die Ausbildung des Segler-Nachwuchses stark. Mehr als 250 Kinder und Jugendliche trainieren regelmäßig an der Außenalster.

„Uns ist es wichtig, dass Ihr den Spaß an der Bewegung wiederfindet. Ich bin zuversichtlich, dass der Tag auf dem Wasser und das Lernen der Segelhandgriffe einen wichtigen Beitrag dazu hat,“ sagte Gastgeber Gunter Persiehl, Kommodore des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV) und gleichzeitig Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung des NRV, bei der Begrüßung zu den versammelten Kindern und Jugendlichen, die der Einladung auf Vermittlung des kinderonkologischen Zentrums des UCCH gefolgt waren. Dieser Begrüßung pflichteten Jürgen Flemming, Stiftungsvorsitzender, und Günther Cords, 2. Kuratoriumsvorsitzender, sehr gerne bei.

Mit offenen Armen wurden die Kinder von den Jugendtrainern in Empfang genommen und durften auf 3 J70 Segelbooten Seeluft schnuppern. Dabei zeigte sich die Außenalster von der schönsten Wetterseite – bei Sonne und leichten Windverhältnissen konnten die Boote richtig Fahrt aufnehmen. Als die Bootsbesatzungen am Nachmittag noch eine Regatta ausführen durften, war jubelnder Applaus vom Steg aus von allen anwesenden Eltern und NRV-Mitgliedern zu hören, währnd die Kinder und Jugendlichen erschöpft und glücklich zurück in den NRV Hafen segelten.

Die einhellige Meinung aller Teilnehmenden: „Das war wirklich ein toller Tag!“.

Prof. Dr. Stefan Rutkowski, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie und Leiter des zertifizierten Kinderonkologischen Zentrums, freute sich über die Großzügigkeit der Stiftung: „Das war wirklich ein besonderes Erlebnis für unsere junge Patientinnen und Patienten. Nach oft langen stationären Aufenthalten ist es für uns Behandler ein besonderer Moment, wie sich draußen bei der Bewegung an der frischen Luft das Lachen in den Gesichtern widerspiegelt. Ich möchte mich sehr herzlich für diese tolle Aktion im Namen aller Kinder und Eltern bedanken.“

Weitere Informationen zur Jugendarbeit und weiteren Angeboten des Norddeutschen Regatta Vereins:
www.nrv.de

Weitere Informationen zur Arbeit der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie:
Kinderonkologisches Zentrum

Bilder: Peter Kähl, NRV, und Avin Hell, UCCH

August 2021

5. Onko-Workshop zu Klinischen Studien

Am 31. August war es wieder soweit – im 5. Onko-Workshop für Klinische Studien wurde in 21 Themenblöcken die breite Palette von Studienangeboten für Patient:innen mit Tumorerkrankungen präsentiert. Die Veranstaltung wurde erstmalig als Kooperation zwischen den Universitären Cancer Center in Hamburg und Schleswig-Holstein durchgeführt.

Mit so einem Widerhall hatten die Veranstalter aus der UCCH Onkologischen Studienzentrale nicht gerechnet: Über 130 Interessierte aus dem UCCH und UCCSH hatten sich zur Teilnahme gemeldet. Das ursprünglich analog geplante Format wurde deshalb noch recht kurzfristig als Online-Konferenz durchgeführt.

Nach der Eröffnung durch die Direktoren der beiden Cancer Center gaben die Präsentierenden der einzelnen Fachbereiche in vielen Einzeltalks einen Kurzüberblick ihrer offenen und geplanten Studienkonzepte.

„Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Vielfalt unsere klinische Forschung vorangeht und sich damit direkt an die Versorgung unserer Patienten richtet“, sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH, „Die Entwicklung in den letzten Jahren war dabei enorm: Noch vor 6 Jahren waren ca. 2.500 Patient:innen jährlich in klinischen Studien eingeschlossen, im letzten Jahr haben wir nahezu 7.000 Patient:innen mit unseren Angeboten erreicht. Nicht zuletzt ist dies eine hervorragende Leistung unserer gesamten Netzwerkpartner.“

Besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf den entitätenübergreifenden frühen Phase-Studien mit CAR-T Zelltherapien sowie auf den molekular ausgerichteten Basket-Studien.

Weitere Informationen zum Onko-Workshop finden Sie unter:
www.onko-workshop.de

Bild: Mit Genehmigung des Elsa-Brändström-Hauses

August 2021

XIII. UCCH Research Retreat als Virtuelle Konferenz

Am 27. und 28. August trafen sich die Wissenschaftler:innen und Forschenden des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) zum Online-Retreat. Ca. 100 Teilnehmende tauschten sich zu ihren Forschungsergebnissen aus und entwickelten neue Ideen für weitere Projekte.

Mit der Frage „Who is the UCCH? YOU are the UCCH!“ stimmte Prof. Dr. Carsten Bokemeyer zu Beginn des Retreats in die Veranstaltung ein und gab den Teilnehmenden einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Forschungslandschaft des UCCH.

In die erste Session startete Prof. Dr. Matthias Wilmanns, Head des EMBL Hamburg, mit einem Übersichtsvortrag zum Thema „Metastasis & microenvironment interactions“. Weitere Sessions wurden zu den Themen „Immuno-oncology“, „Data science in cancer medicine“, „Prostate cancer“, „Neuro-oncology“, „Gastrointestinal cancer“ und „Gynecological tumors“ durchgeführt. Einige Sessions fanden dabei unter Beteiligung der Forschenden des Universitären Cancer Centers Schleswig-Holstein (UCCSH) statt. Darüber hinaus wurden weitere Forschungsthemen in Flash talks aufgegriffen.

„Der Research Retreat ist für unsere Forschenden eine wichtige Gelegenheit, neben den eigenen Themen einen Überblick über die gesamte Bandbreite der UCCH Forschung zu bekommen. Dabei ergeben sich häufig neue Ansätze, Synergien in den einzelnen Disziplinen, beispielsweise durch die Nutzung einer neuen Methodik, zu bilden“, erklärt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer.

„Gleichzeitig ist der Retreat auch ein Ort für junge Nachwuchswissenschaftler:innen, um sich im Präsentieren von ihren Inhalten zu üben und sich für ihre Arbeiten messen zu lassen“, so Prof. Dr. Kai Rothkamm, stellv. UCCH Direktor für Forschung.

So wurden auch in diesem Jahr einige Nachwuchswissenschaftler:innen durch die Abstimmung in einem interdisziplinären Gremium sowie durch das Voting der Retreat-Teilnehmer:innen für ihre Arbeiten prämiert.

Den Hubertus-Wald-Nachwuchspreis 2021 erhielt Dr. Joseph Tintelnot (Department of Oncology and Hematology/Department of Gastroenterology/Department of General, Visceral and Thoracic Surgery/Mildred Scheel Cancer Career Center Hamburg).

Die Preisträger des Posterpreises 2021 sind Shweta Godbole (ZMNH), Moritz Kaune (Department of Oncology and Hematology) und Benedict Markmann (Department of General, Visceral and Thoracic Surgery).

Wir gratulieren auch den Empfängern des UCCH-Forschungsstipendiums 2022:
Julian Kött, Department of Dermatology and Venereology
Julian Götze, Department of Oncology and Hematology
Richard Hauch, Department of Pediatric Hematology and Oncology

Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt über die Verleihung der Preise berichten – wir gratulieren bereits an dieser Stelle allen Preisträger:innen und Stipendiaten.

August 2021

UCCH startet Mentor:innenprogramm „Peer2Me“

Im UCCH startet nach einer erfolgreichen Pilotphase das Mentor:innenprogramm „Peer2Me“ für junge Krebspatient:innen. Ausgewählte Mentor:innen stehen künftig jungen Krebspatient:innen als „Buddies“ zur Seite, um die Patient:innen im Laufe der Erkrankung zu beraten. Das Projekt des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Universitätsklinikums Leipzig wird von der Deutschen Krebshilfe mit rund 340 000 Euro gefördert. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 17 000 junge Erwachsene im Alter von 15 bis 39 Jahren an Krebs.

„Eine Krebserkrankung im jungen Erwachsenenalter zu erleben, geht für die Betroffenen oftmals mit weitreichenden körperlichen, sozialen und psychischen Folgen einher. Die psychische Belastung der jungen an Krebs erkrankten Erwachsenen zeigt sich insbesondere in Form von Ängsten, Fatigue und Depressionen“, sagt die Leiterin des Forschungsprojekts, Psychoonkologin Prof. Dr. Corinna Bergelt aus dem Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des UKE.

„Junge Krebspatient:innen berichten oft von emotionaler Belastung und fehlenden Informationen, insbesondere in den Bereichen Leistungsfähigkeit, Beruf und Fertilität. Neben der Familie und Freunden steht der Austausch mit anderen gleichaltrigen Betroffenen im Vordergrund“, ergänzt Co-Leiterin Sarah Dwinger, Psychologische Psychotherapeutin und Psychoonkologin in der Medizinischen Psychologie.

Das Projekt „Peer2Me“ setzt genau hier an. Die ausgewählten Mentor:innen haben selbst eine Krebserkrankung durchlebt und sind im Alter von 18 bis 39 Jahren. Sie werden im Rahmen des Programms geschult, um jungen Erwachsenen im gleichen Alter, bei denen in den vergangenen sechs Monaten Krebs diagnostiziert worden ist, während der akuten Behandlung mit ihrer Erfahrung zur Seite zu stehen. Mithilfe der Unterstützung der Mentor:innen soll die psychische Belastung der jungen Krebspatient:innen verringert werden. Außerdem soll den Patient:innen ermöglicht werden, sich besser über die verschiedenen Aspekte der Erkrankung informieren zu können, um sie dadurch im Umgang mit dieser Herausforderung zu unterstützen.

Wer selbst gern Mentorin oder Mentor werden möchte, kann sich per E-Mail an s.dwinger@uke.de wenden.In einer Pilotphase wurde das vom Universitätsklinikum Leipzig entwickelte Programm bereits erprobt und in einer wissenschaftlichen Studie ausgewertet. Insgesamt 19 akut erkrankte junge Krebspatient:innen sind in der Leipziger Studie eingeschlossen worden. Sie wurden über drei Monate individuell von 11 Mentor:innen begleitet. In anschließenden Interviews äußerten sich sowohl die Mentor:innen als auch die Patient:innen positiv über den Austausch auf Augenhöhe. Am meisten profitierten die Patient:innen von dem informellen Austausch über Nebenwirkungen und Behandlungen und der Möglichkeit, Fragen zu verschiedenen Themen mit Betroffenen besprechen zu können. Alle Patient:innen konnten sich vorstellen, zukünftig selbst als Mentor:in tätig zu werden.

Bild: Pexels

August 2021

Rudern gegen Krebs ist eine Benefizveranstaltung zugunsten von Krebspatienten/innen - Fotos: Alexander Rose, UKE, und Jean-Marc Göttert, Ruder-Gesellschaft HANSA e.V.
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Rudern gegen Krebs 2021 auf der Außenalster
Schirmherr Innensenator Andy Grote setzt sich seit Jahren für die gute Sache ein
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Schirmherr Innensenator Andy Grote setzt sich seit Jahren für die gute Sache ein
Das Showrennen von Professoren und Senat konnte das UKE für sich entscheiden

Das Showrennen von Professoren und Senat konnte das UKE für sich entscheiden
Ex-Olympionik und Ex-Ruderweltmeister Lauritz Schoof, Arzt im UKE

Ex-Olympionik und Ex-Ruderweltmeister Lauritz Schoof, Arzt im UKE
Auch aus dem UCCH-Team waren Ruder:innen vertreten
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Auch aus dem UCCH-Team waren Ruder:innen vertreten
Prof. Bokemeyer applaudiert dem Patient:innen Siegerteam "Kiel 2"

Prof. Bokemeyer applaudiert dem Patient:innen Siegerteam "Kiel 2"
Die Teams der Plätze eins bis drei in der Einsteigerklasse
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Die Teams der Plätze eins bis drei in der Einsteigerklasse
Großer Jubel auch bei den Siegern im Expertenrennen
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Großer Jubel auch bei den Siegern im Expertenrennen

Rudern gegen Krebs 2021 – Benefizregatta auf der Außenalster

Zwischendurch zwar mit etwas Regen, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch - über 40 Boote gingen bei der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ am 22. August an den Start für den guten Zweck. Mit dabei auch 6 Patient:innenboote, die sich in speziellen Trainings vorbereitet hatten.

Die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ wurde bereits zum 11. Mal von der Stiftung Leben mit Krebs in Kooperation mit dem Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) und der Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. ausgetragen.

Ein detailreiches Hygiene-Konzept, genehmigt vom Gesundheitsamt, machte es möglich: Über 40 Boote konnten so an den Start an der Außenalster gehen. Spannend wurde es, als Andy Grote, Senator für Inneres und Sport, Christoph Holstein, Staatsrat für Sport, und ihr Team im Showrennen gegen die Professor:innen des UKE antraten. Bei den Professor:innen machten sich Prof. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin und Vorstandsmitglied des UKE, Prof. Dr. Carsten Bokemeyer und Prof. Dr. Katja Weisel, beide aus dem Direktorium des UCCH, stark für das UKE - und gewannen. Sie zogen sogar an Ex-Olympionik und Ex-Ruderweltmeister Lauritz Schoof, mittlerweile Arzt am UKE, vorbei. Er hatte versucht, im Einer gegen die beiden Vierer-Mannschaften anzutreten.

Bei den Patient:innen-Rennen um die Mittagszeit fieberten alle Zuschauer:innen auch an Land mit, in vorderster Reihe die Ärzt:innen des Universitären Cancer Centers und des Asklepios Tumorzentrums gemeinsam. Die ersten drei Plätze belegten die Teams „Kiel 2“ (1. Platz), „Happy“ (2. Platz) und die „Alsterchaoten“ (3. Platz). Auch die restlichen Teams freuten sich über ihre Platzierungen 4-6. „Das war ein tolles Erlebnis und ein perfekter Höhepunkt für unsere Patient:innen, die aufgrund der Corona-Pandemie erst sehr kurzfristig über den Sommer mit dem Training starten konnten“, sagte Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH.

In den Einsteiger- und Experten-Rennen wurde bis zum Schluss hart gekämpft. Im Einsteiger-Finale war die Freude besonders groß bei Britta Petersen, die als Krebspatientin einen langen Weg hinter sich gebracht hat und zum Schluss mit ihrem Team „Nordfriesland“ den Pokal erringen konnte. Auf Platz 2 kam das UKE Hauttumorzentrum-Team „Sonnenschirmchen“, Platz 3 holte sich das Asklepios-Team „AK Heidberg“.

Im Experten-Finale ruderten gleich 2 UKE-Teams mit. Platz 1 ging an das Team „Herzschlag“ aus dem UKE Herzzentrum, Platz 2 an das Team „Öko Profit“ rund um Jens Beckmann von Copy Druck, Platz 3 an das Team „UKE Club“ aus dem Dekanat rund um Dekanin Prof. Blanche Schwappach-Pignataro.

Man merkte allen Teilnehmer:innen der Regatta die Freude an, den Tag draußen und auf dem Wasser gemeinsam verbringen zu können.

Bilder, Copyright Alexander Rose, UKE und Jean-Marc Göttert, RG Hansa.

August 2021

Richtfest für neues UKE-Prostatakrebszentrum: Rohbau der Martini-Klinik fertiggestellt

Mit dem traditionellen Aufziehen der Richtkrone ist am Donnerstag im Beisein von Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke, der Abschluss der Rohbauarbeiten für die neue Martini-Klinik gefeiert worden. Das UKE-Prostatakrebszentrum unter dem Dach des UCCH ist mit mehr als 2.500 Prostatakrebsoperationen pro Jahr weltweit führend in der operativen Behandlung von Prostatatumoren. Im Neubau können zukünftig noch mehr Patienten von der frühen Diagnostik bis hin zu fortgeschrittenen Erkrankungsstadien interdisziplinär behandelt werden.

„Das Richtfest der Martini-Klinik in Zeiten dieser tiefgreifenden Pandemie zeigt nicht nur die Zu-kunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung unserer Stadt und der Metropolregion, sondern auch die ungebrochene Energie und den Spirit des gesamten Teams der Martini-Klinik und aller Baube-teiligten. Ich beglückwünsche das gesamte Team, dass der Klinik-Neubau auch in dieser für das UKE so anspruchsvollen Phase trotzdem im Zeit- und Kostenplan umgesetzt werden kann. Der Neubau symbolisiert eindrucksvoll das hohe Versorgungsniveau, das Patienten mit Prostatakrebs hier er-fahren und das weltweite Anerkennung findet“, sagt Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank.

„Wir wollen, dass Patienten mit Prostatakrebs bestmöglich versorgt werden. Mit dem Neubau schaffen wir ideale Bedingungen für die frühe MRT-Diagnostik bis hin zur Chemotherapie – alles unter einem Dach. Mit der Fertigstellung des Rohbaus kommen wir dem Ziel, die spezialisierte in-terdisziplinäre Versorgung von Patienten mit Prostatakrebs langfristig zu sichern und deren stetige Weiterentwicklung zu ermöglichen, einen bedeutenden Schritt näher“, sagt Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE.

„Der Erfolg der Martini-Klinik beruht auf der Spezialisierung auf eine Erkrankung und der systematischen Patientenbefragung zur Behandlungsergebnisqualität. Den größten Anteil daran haben unsere spezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unsere Patienten einfühlsam und fachkompetent versorgen und immer bereit sind, ihr Handeln zu hinterfragen, weiter zu lernen und sich stetig zu verbessern. Die medizinische Ergebnisqualität, die in allen Dimensionen Spitzenwerte er-reicht, macht uns stolz und zeigt, dass unser Qualitätsmanagement funktioniert und unsere klini-schen Studien und unsere Grundlagenforschung wesentlich dazu beitragen“, sagt Prof. Dr. Markus Graefen, Ärztlicher Leiter der Martini-Klinik.

„Das Haus steht. Dieser Meilenstein ist geschafft! Unser Dank gilt allen, die am Bau mitwirken, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Patienten und allen Nachbarn, die in den letztenMonaten einiges an Baulärm und Staub ertragen mussten. Unser Ziel ist es, unsere an Prostatakrebserkrankten Gäste so zu behandeln, wie man selbst gern behandelt würde: mit Empathie, in Würde,mit Herz und medizinischer Expertise. Das ist der Leitgedanke des Gründers der Martini-Klinik, Prof.Dr. Hartwig Huland“, sagt Dr. Detlef Loppow, Geschäftsführer der Martini-Klinik.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung vom 5.8.21

Weitere Informationen zur Martini-Klinik

Juli 2021

Vorsorgeprogramm HANSE mit kostenlosem Lungencheck für ehemalige und aktive Raucher:innen in Norddeutschland

Drei Lungenkrebszentren in Norddeutschland, darunter wichtige Kooperationspartner des UCCH, starten gemeinsam den HANSE Lungen-Check als großangelegte Präventionsstudie für ehemalige und aktive Raucher:innen. Schirmherr Dr. Eckard von Hirschhausen wirbt in einer Videobotschaft für eine Teilnahme an dem Programm.

Ein Großteil aller bösartigen Lungenkrebs-Erkrankungen sind dem Rauchen zuzuschreiben. Eine geeignete Raucherprävention hilft, das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, zu vermindern. Darüber hinaus gibt es auch erste positive Daten zu Screening und Früherkennung, auch wenn diese noch gar nicht umfassend etabliert ist.

Das UCCH ist seit Jahren in verschiedenen Präventionsprogrammen und Screening-Aktivitäten involviert. Nun hat der UCCH designierte Partner im Bereich Lungenkrebs, die LungenClinic Großhansdorf, gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Lübeck) den sog. HANSE Lungen-Check als Pilotstudie ins Leben gerufen, um den Nachweis zu erbringen, dass ein ganzheitliches Lungenkrebs-Früherkennungsprogramm in Deutschland durchgeführt werden kann.

Prominenter Schirmherr der HANSE-Studie ist Dr. Eckert von Hirschhausen. Er wirbt in einer Videobotschaft auf der HANSE-Homepage für eine Teilnahme an der Studie.

Sind Sie Raucher:in oder ehemalige:r Raucher:in? Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über die Teilnahmebedingungen. ·

Weitere Informationen zum HANSE Lungen-Check

Juli 2021

UCCH als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet

Großartige Neuigkeiten für unser Zentrum: Die Deutsche Krebshilfe hat das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCCH) – Hubertus Wald Tumorzentrum nach einer umfangreichen Begutachtung durch internationale Expert:innen erneut zum Onkologischen Spitzenzentrum ernannt.

Ein wichtiges Ziel des UCCH in der neuen Förderperiode 2025 ist es, mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein an den Standorten Kiel und Lübeck ein norddeutsches Kompetenznetzwerk für die Krebsforschung und -medizin zu bilden und diese Standorte so in einem Konsortium mit dem Hamburger Spitzenzentrum einzubinden. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Förderung von drei Millionen Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass das Universitäre Cancer Center Hamburg des UKE von der Deutschen Krebshilfe erneut als Onkologisches Exzellenzzentrum ausgezeichnet worden ist. Damit werden unsere intensiven Anstrengungen, die translationale Krebsforschung auch über die Grenzen Hamburgs hinaus zu stärken und unmittelbar an den Bedürfnissen der Patient:innen zu orientieren, gewürdigt“, sagt Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE.

„Die erneute Ernennung zum deutschen Spitzenzentrum ist eine Auszeichnung unserer stetigen Arbeit für eine innovative erstklassige Krebsversorgung unserer Patient:innen. Um den Spitzenzentrumscharakter überregional weiter auszudehnen, haben wir bereits vielfältige Verbindungen mit den Kolleg:innen des Krebszentrums am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein aufgebaut. Wir wollen durch die überregionale Vernetzung exzellenter Forschung und erstklassiger klinischer Versorgung allen Patient:innen in Norddeutschland ein hochwertiges Angebot machen können“, sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH und Ärztlicher Direktor der II. Medizinischen Klinik für Onkologie und Hämatologie des UKE.

„Mit unserer CCC-Initiative haben wir vor 14 Jahren einen wichtigen Anstoß gegeben, um die Krebsmedizin bundesweit auf ein sehr hohes Niveau zu bringen. Es freut uns sehr, dass das Programm und dessen Entwicklung inzwischen auch international höchste Anerkennung finden“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen

Onkologische Spitzenzentren in Deutschland

Bundesweit hat die Deutsche Krebshilfe derzeit 14 Onkologische Spitzenzentren ernannt. Kriterienfür die Auswahl der Onkologischen Spitzenzentren sind unter anderem die enge Verzahnung vontranslationaler Forschung und Behandlung, so auch mittels Durchführung innovativer früherklinischen Studien. Außerdem liegt ein besonderes Augenmerk auf der programmatischen Bildungvon wissenschaftlichen Schwerpunkten und in der Kooperation im deutschlandweiten Netzwerk onkologischer Spitzenzentren.

Darüber hinaus sind eine fachübergreifende zentrale Anlaufstelle füralle Krebspatient:innen, die Durchführung interdisziplinärer Tumorkonferenzen, die Entwicklung gemeinsamer Behandlungspfade, eine strukturierte Zusammenarbeit mit niedergelassenenÄrzt:innen und Kliniken in der Metropolregion sowie die Zusammenarbeit mitPatient:innenvertreter:innen und Selbsthilfegruppen wesentliche Bestandteile einesSpitzenzentrums. Das UCCH wurde erstmals 2009 zum Onkologischen Spitzenzentrum ernannt.

Zur Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe

Juni 2021

UCCH beteiligt: Forschungsverbund Palliativversorgung in Pandemiezeiten (PallPan) stellt nationale Strategie vor

Die Pandemiezeit stellt die Versorger von schwerstkranken Menschen vor besondere Herausforderungen. Der Forschungsverbund PallPan, an dem die Palliativmedizin des UKE beteiligt ist, stellt nun die „Nationale Strategie für die Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen in Pandemiezeiten“ vor.

Der Forschungsverbund Palliativversorgung in Pandemiezeiten, kurz PallPan, ist ein Teil des BMBF-geförderten Forschungsnetzwerkes der Universitätsmedizin. In PallPan sind palliativmedizinische Einrichtungen von 13 Universitätskliniken vertreten. Aus dem UCCH nimmt hier die Palliativmedizin unter Prof. Dr. Karin Oechsle teil.

Nach umfassenden Studien hat der Forschungsverbund 33 konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt, die bei zukünftigen Pandemien sowohl Patient:innen und Angehörigen als auch Mitarbeitenden Unterstützung geben und die Aufrechterhaltung von Strukturen und Angebote der Palliativversorgung ermöglichen sollen.

Weitere Informationen in der unten aufgeführten Pressemitteilung des Forschungsverbundes und im Nationalen Strategiepapier.

Pressemitteilung Forschungsverbund PallPan 24.06.2021

Direkter Link zum Nationalen Strategiepapier von PallPan

Palliativmedizin am UKE

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zu PallPan

Netzwerk Universitätsmedizin

Juni 2021

Hamburger Forschungspreis für Alternativen zum Tierversuch geht an UCCH Forscherin

UCCH Wissenschaftlerin Dr. Sabrina Köcher wurde für ihre Forschung zu einer neuartigen Kultivierungsmethode von Tumorgewebeschnitten mit dem Hamburger Forschungspreis für Alternativen zum Tierversuch ausgezeichnet. Der mit insgesamt 50.000 EUR dotierte Preis wurde am 28.06.21 von der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz und der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke zum dritten Mal im Hamburger Rathaus verliehen.

Ein besonderer Fokus der präklinisch-onkologischen Forschung liegt auf der Individualisierung und Prädiktion der Therapie. Um klinisch relevante Ergebnisse zu erlangen, reichen jedoch Zellkulturexperimente nicht aus. Eine effektive Alternative zum Tierversuch stellt die ex vivo Untersuchung von Gewebeschnittkulturen aus humanen Tumoren dar.

Dr. Sabrina Köcher, Wissenschaftlerin im Labor für Strahlenbiologie und experimenteller Radioonkologie unter Leitung von Prof. Dr. Kai Rothkamm, untersuchte mit Hilfe dieser Methodik am Beispiel des Prostatakarzinoms die Wirkung von Substanzen, die den Effekt der Strahlentherapie verbessern könnten. Diese Methodik bietet die Möglichkeit unterschiedliche Behandlungsmodalitäten parallel an nur einem Gewebestück bzw. dem korrespondierenden Normalgewebe zu testen, wodurch Tierversuche, die sonst für derlei Testungen herangezogen werden müssten, komplett ersetzt werden können.

Der Hamburger Forschungspreis, der gemeinsam von der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz und der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke vergeben wird, soll die Entwicklung und Etablierung von Alternativmethoden vorantreiben. Über die Vergabe entscheidet ein unabhängiges Gremium. Die Dotierung des Preises wurde seit der 1. Vergabe auf 50.000 Euro erhöht, um die Wichtigkeit zu unterstreichen.

Dr. Sabrina Köcher erhielt nun den ersten Preis mit einem Anteil von 40.000 Euro verliehen, der 2. Platz in Höhe von 10.000 Euro geht an 2 Forscher am Robert-Koch-Institut.

Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Preis!

Zur Pressemitteilung der Behörde

Weitere Informationen zur Arbeit des Labors für Strahlenbiologie und exp. Radioonkologie

Weitere Informationen zur Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Bild (©BJV) von links: Dr. Eva Gümbel (Staatsrätin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung), Dr. Daniel Stern (Robert-Koch-Institut), Dr. Sabrina Köcher (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), Dr. Brigitte Dorner (Robert-Koch-Institut), Anna Gallina (Senatorin für Verbraucherschutz)

Juni 2021

Prof. Dr. Cordula Petersen wird Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)

Prof. Dr. Cordula Petersen, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, wird zur Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). Das Amt wird sie für die nächsten 2 Jahre bekleiden. Sie übernimmt das Amt von Prof. Dr. Rainer Fietkau vom Universitätsklinikum Erlangen. Zwei weitere Hamburger wurden in den Vorstand gewählt.

Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e. V. (DEGRO) wurde 1995 als Vereinigung der in der Radioonkologie tätigen Ärzte, Medizinphysiker und Strahlenbiologen gegründet. Seitdem fördert die Gesellschaft die wissenschaftliche Entwicklung der Strahlenphysik, der Strahlenbiologie und der Klinischen Forschung insbesondere im Bereich der Onkologie und setzt sich für die evidenz-basierte Information von Patient:innen ein.

Prof. Dr. Cordula Petersen, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am UKE und gleichzeitig Vorstandsmitglied des UCCH, wurde nun als Präsidentin der DEGRO gewählt. Sie vertritt die DEGRO für die nächsten zwei Jahre und löst damit Prof. Dr. Rainer Fietkau vom Universitätsklinikum Erlangen ab. Gleichzeitig wurden Prof. Dr. Kerstin Borgmann aus dem Labor für Strahlenbiologie & Experimentelle Radioonkologie sowie Prof. Dr. Florian Würschmidt von der Radiologischen Allianz, einem der UCCH Kooperationspartner, in den Vorstand berufen.

Weitere Informationen zur DEGRO

Weitere Informationen zu Prof. Dr. Petersen

Juni 2021

UCCH in der German Biobank Alliance aufgenommen

Der German Biobank Node ist die Dachorganisation akademischer Biobanken in Deutschland. Das UCCH wurde nun als Teil des UKE-Biobankverbundes in die German Biobank Alliance aufgenommen. Damit arbeiten 35 akademische Standorte und ein IT-Entwicklungszentrum in dem Exzellenz-Verbund zusammen, um gemeinsam die biomedizinische Forschung voranzubringen.

Die umfassende Analyse von Bioproben ist eine wichtige Säule der wissenschaftlichen biomedizinischen Forschung gerade auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Präzisionsmedizin. Die Bioproben wie DNA-, Blut- und Gewebeproben werden dazu in Biobanken gelagert, um die Qualität der Proben und den schnellen datenbasierten Zugriff für Forscher:innen zu garantieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die 2017 gegründete German Biobank Alliance, in der 21 Allianz-Partner und 14 sogenannte Observer zusammengeschlossen sind. Koordiniert wird der Verbund vom German Biobank Node, der die Interessen der Allianz im europäischen Biobanken-Netzwerk BBMRI-ERIC vertritt.

Das UKE ist nun mit seinem Biobanken-Verbund als Observer aufgenommen worden. Zum UKE Biobankenverbund zählen neben der Bioprobenressource des UCCH auch die Biobank der populations-basierten Hamburg City Health Study (HCHS), die Hamburger Patienteninformationssystem Multiple Sklerose Biobank (HAPIMS) und die Biobank der Clinical Cohort Studies (CCS) am Universitären Herz- und Gefäßzentrum am UKE.

Die Vernetzung von Biobanken dient zur Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards und einer gemeinsamen IT-Struktur, um die Forschung flächendeckend in Deutschland zu unterstützen. So können Wissenschaftler:innen das Online-Tool „Sample Locator“ nutzen, um passende Proben für ihre Forschung aus dem Proben-Pool der Allianz finden zu können.

Weitere Informationen zur UCCH Biobank

Weitere Informationen zum Biobankenverbund des UKE

Weitere Informationen zur German Biobank Alliance

Weitere Informationen zum BBMRI-ERIC (europäische Infrastruktur für Biobanking)

Juni 2021

Mildred Scheel Lectureship in diesem Jahr in Hamburg

Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Krebshilfe dem UCCH / MSNZ die Aufgabe übertragen hat, die diesjährige Mildred Scheel Lectureship auszurichten. Die Lectureship wurde gemeinsam mit dem Comprehensive Cancer Center der Charité Berlin durchgeführt und hat neben der wissenschaftlichen Exzellenz der Referent:innen auch deren persönlichen Werdegang als Motivation bzw. Anregung für unsere jungen Nachwuchswissenschaftler:innen im Fokus. Am 21. Juni 2021 hielt Professor Karen Vousden vom Francis Crick Institute in London ihren Online-Vortrag “A Role for Diet in Cancer Therapy” vor knapp 100 Wissenschaftler:innen.

Weitere Informationen auf der MSNZ Homepage

Juni 2021

Forschungspreis der DGP geht an UCCH Forscher

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) hat auf ihrem Jahreskongress die Forschungspreise vergeben. Für die Kategorie Grundlagenforschung ging der Preis an den UCCH Forscher Dr. Jan K. Hennigs aus der Abteilung für Pneumologie der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik.

Die Corona- Pandemie ist bei den Themen des diesjährigen 61. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) allgegenwärtig. Dringende Aspekte der Behandlung von COVID-Patient:innen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Langzeit-Wirkungen der Corona-Erkrankung („Long-COVID“) werden präsentiert. Natürlich bilden Bronchialkarzinome, insbesondere die dramatischen Fortschritte in der Behandlung durch zielgerichtete Therapie, eine weitere wichtige Säule des Kongresses.

Im Rahmen des Kongresses werden jährlich auch zwei Forschungspreise für die Bereiche „Klinische Forschung“ und „Grundlagenforschung“ vergeben. Die erfreuliche Nachricht für das UCCH: Dr. Jan K. Hennigs aus der Abteilung für Pneumologie der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis für Grundlagenforschung.

Dr. Hennigs wurde für eine Arbeit zur Identifikation eines neuartigen molekularen Mechanismus ausgezeichnet, der im Tiermodell den pathologischen Gefäßumbau und das überschießende Wachstum von Gefäßwandzellen bei der seltenen, aber lebensbedrohlichen, vasoproliferativen Erkrankung der Pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) umkehren kann.

Das Team aus Forschern des UCCH und der Stanford University konnte mithilfe eines integrierten Multiomik-Ansatzes einen epigenetischen Mechanismus identifizieren, der Endothelzellen in Lungengefäßen bei oxidativem und DNA-schädigendem Stress schützt. Durch ein zusätzlich medikamentös induzierbares Zusammenspiel der Transkriptionsfaktoren PPARg und p53 wird ein regeneratives Transkriptions-Programm in Lungengefäßen gestartet, das über die Umkehr pathologischer Lungengefäßveränderungen bei der PAH hinaus auch erstmals eine mögliche Option zur Behandlung von DNA-Schäden an den Lungengefäßen aufzeigt.

Dr. Hennigs hatte die Arbeiten für dieses Forschungsthema im Labor von Dr. Marlene Rabinovitch an der Stanford Universität gestartet und später in der von ihm (gemeinsam mit Dr. Jakob Körbelin) unter Priv.-Doz. Dr. Hans Klose und Prof. Dr. Carsten Bokemeyer an der II. Medizinischen Klinik neu gegründeten Arbeitsgruppe ENDomics fortgeführt.

Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Preis!

Weitere Informationen auf der Seite der DGP

Link zur Publikation

Juni 2021

German Cancer Survivors Week: Dt. Krebsstiftung lädt zu Online-Informationsveranstaltungen in der 1. Juniwoche

Vom 31. Mai bis zum 5. Juni können Menschen mit Krebs, deren Angehörige und weitere Interessierte an der kostenfreien Online-Veranstaltungswoche German Cancer Survivors Week teilnehmen. Jeden Tag wird es ein anderes Schwerpunktthema geben, zu dem sich Teilnehmer*innen informieren können. Die Hamburger Krebsgesellschaft e.V. gestaltet in Kooperation mit dem UCCH am Donnerstag, den 03. Juni, eine Sitzung zu dem Thema "Achtsamkeit – den Alltag achtsam gestalten".

Eine Übersicht des Programms finden Sie hier:

Montag, 31.5. – Komplementäre Methoden bei Krebs
(Thüringische Krebsgesellschaft e.V. und Krebsgesellschaft Nordrhein-Westphalen e.V.)

Dienstag, 1.6. – „Sprich mit mir! Über Krebs“ – Krebs und Kommunikation
(Krebsgesellschaft Nordrhein-Westphalen e.V.)

Mittwoch, 2.6. – Bewegung und Sport bei Krebs
(Sächsische Krebsgesellschaft e.V.)

Donnerstag, 3.6. – Achtsamkeit – den Alltag achtsam gestalten
Hamburger Krebsgesellschaft e.V. in Kooperation mit dem UCCH

Hauptsession ab 17:00 Uhr

  • Einführung und Talk
  • Wie gehe ich mit chronischer Erschöpfung (Fatigue) um? – mit UCCH Experte Prof. Dr. Matthias Rostock
  • Digitale Fotoausstellung der Künstlerin Heike Günther und Interview

Parallele Session ab 17:45 Uhr

  • Genussvoll essen – Eine gesunde Koch-Show mit den UCCH-Expertinnen Julia von Grundherr und Raika Mühlberg

Freitag, 4.6. – In der Diskussion: Wie gestaltet sich die Versorgung von Langzeitkrebserkrankten
(Krebsverband Baden-Württemberg e.V.)

Samstag, 5.6. / 11-14 Uhr – Krebs und Teilhabe
(Deutsche Krebsstiftung, Deutsche Krebsgesellschaft e.V. gemeinsam mit der Brandenburgischen Krebsgesellschaft e.V.)

Weitere Informationen und Einwahllinks:

Hamburger Krebsgesellschaft e.V.

Mai 2021

Weltnichtrauchertag 2021: UCCH aktiv bei der Förderung des Nichtrauchens

„Qualmst Du noch? Ich hör auf!“ – unter diesem Motto steht der diesjährige Weltnichtrauchertag 2021 unter Beteiligung vieler gesundheitspolitischer Einrichtungen. Auch das UCCH fördert seit Jahren das Nichtrauchen bei Schülern und entwickelt richtungsweisende Konzepte zum Rauchstopp bei Krebs.

Jedes Jahr erkranken ca. 85.000 Menschen in Deutschland durch die Folgen von Rauchen an Krebs. Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai ist deshalb auch für alle onkologisch-tätigen Fachgesellschaften und Einrichtungen ein wichtiger Awareness Tag, um auf die Gefahren des Rauchens hinzuweisen.

Seit über 15 Jahren engagiert sich das UCCH für das Präventionsprojekt „Nichtrauchen ist cool“ - gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) führen Expert:innen der II. Medizinischen Klinik die multimodale Aufklärungsveranstaltung durch. In den letzten Jahren haben bereits über 100.000 Schüler:innen der 5. bis 7. Schulklassen aus dem Hamburger Raum an den Veranstaltungen teilgenommen. Das Vorgehen ist dabei sehr einfach: Lehrkräfte melden in Abstimmung mit den Eltern die Teilnahme der Schulklasse an und integrieren die Vor- und Nachbereitung in den Schulunterricht. „Nichtrauchen ist cool“ informiert über kurz- und langfristige gesundheitliche Folgen des Rauchens und über den Einfluss rauchender Gleichaltriger. Dabei werden auch sehr aktuelle Aspekte rund um den Konsum von Verdampfern, E-Zigaretten und Shishas sowie Informationen zur Manipulation durch Image und Werbung angesprochen. Um für die Schüler:innen das persönliche Ausmaß einer durch den Tabakkonsum verursachten Erkrankung fassbar zu machen, stellt sich am Ende der Veranstaltung ein:e Patient:in mit Bronchialkarzinom den Fragen der Schüler:innen. Der Austausch mit einem Patienten bzw. einer Patientin wird von den Schüler:innen immer wieder als beeindruckenster Abschnitt der Veranstaltung erlebt.

Darüber hinaus engagiert sich das UCCH bei der Entwicklung richtungsweisender Konzepte zum Thema Rauchstopp bei Krebs. Derzeit läuft eine von der Stiftung Immunonkologie geförderte Studie am UCCH in Kooperation mit dem Bereich Psychoonkologie zu der Fragestellung, ob ein Rauchstopp auch dann noch sinnvoll ist, wenn die Krebserkrankung bereits diagnostiziert ist. Dabei geht es auch um Fragen, warum Patient:innen trotz der Krebsdiagnose häufig nicht mit dem Rauchen aufhören und wie man diese besser aufklären und zum Rauchstopp motivieren kann. „Mehr als 400 Patienten konnten bereits zu ihrer Motivation mit dem Rauchen aufzuhören bzw. über die Hemmnisse, es eben nicht zu tun, befragt werden. Darüber hinaus liefert die Studie erste umfassende Ergebnisse zum Rauchverhalten von Krebspatienten am UKE. Unsere eigenen Metaanalysen zeigen zudem, dass es in jedem Lebensstadium - insbesondere auch bei Diagnose einer Krebserkrankung - sinnvoll ist, mit dem Rauchen aufzuhören,“ bestätigt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, der Leiter der Studie.

Rauchen ist für 20% – 25% aller Krebserkrankungen verantwortlich. Auch das Weiterrauchen nach einer Krebsdiagnose kann den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Dies gilt für Therapieergebnisse, Langzeitüberleben und Lebensqualität. Im Projekt „QSAC“ soll erstmalig die Prävalenz von rauchenden Krebspatient:innen (<800) im UKE und seinen kooperierenden Partnern erhoben sowie deren Rauchverhalten und die Veränderungsmotivation analysiert und Risikogruppen identifiziert werden. Die Studie hat im Dezember 2020 gestartet und nun wurde der erste große Meilenstein erreicht: Bereits 400 Krebspatient:innen haben an der Studie teilgenommen. Die Ergebnisse dieser Studie sollen dazu beitragen, das Rauchverhalten von Krebspatient:innen zu analysieren und langfristig ein geeignetes und effektives Raucherentwöhnungsprogramm für Krebspatient:innen am UKE entwickeln zu können.

Weitere Informationen:

Nichtrauchen ist cool

Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters

Stiftung Immunonkologie

Weltnichtrauchertag bei der Deutschen Krebshilfe

(Bildnachweis: Pexels von Ann H)

Mai 2021

Neue Kooperation mit der Volkshochschule Hamburg - Ernährungskurse für Krebspatient:innen

Nach einer Krebserkrankung ergeben sich häufig auch Fragen zur Ernährung. Wir freuen uns über eine neue Kooperation mit der Volkshochschule Hamburg zu diesem Thema. Am 20. Mai 2021 fand der erste digitale "Gesunde Ernährung nach Krebs" Kurs in Zusammenarbeit mit unseren Ernähungsexpertinnen statt. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Volkshochschule:

Volkshochschule Hamburg

April 2021

NORD-Seminarreihe in Kooperation mit dem Universitären Cancer Center (UCCSH) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein gestartet

Das Northern Oncology Research & Development-Seminar, kurz NORD-Seminar, ist am 6. April mit einem Kick-Off Vortrag von Prof. Dr. Klaus Pantel, Institut für Tumorbiologie gestartet. Die Standorte Hamburg, Kiel und Lübeck nutzen dabei ihre wissenschaftliche Kooperation zwischen den beiden Cancer Center.

Das NORD-Seminar wendet sich an forschende Ärzte und Wissenschaftler aller Standorte. Die verschiedenen Termine werden im Zyklus-Verfahren von den jeweiligen Städten Hamburg, Kiel und Lübeck ausgerichtet. Der ersten Kick-Off Veranstaltung zum Thema „Liquid Biopsy: From Discovery to Clinical Application” von Prof. Dr. Klaus Pantel, Institut für Tumorbiologie, folgten knapp 90 Teilnehmer.

„Ich freue mich sehr, dass wir in diese neue Kooperation mit den Standorten Kiel und Lübeck am UCCSH des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein gleich so erfolgreich gestartet sind,“ sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH, „Diese NORD-Seminarserie wird sicherlich ein hervorragendes Instrument sein, um Ideen und Projekte in der Wissenschaft auszutauschen und die interdisziplinäre Forschung zwischen Kiel, Lübeck und Hamburg zu fördern.“

Die Entwicklung der Seminarserie wurde von allen Standorten gleichermaßen geplant: Beteiligte Partner waren im Einzelnen Prof. Dr. Susanne Sebens, Prof. Dr. Norbert Arnold und Prof. Dr. Anne Letsch aus Kiel, Prof. Dr. Nikolas von Bubnoff, Prof. Dr. Timo Gmoll und Prof. Dr. Hauke Busch aus Lübeck sowie Prof. Dr. Katja Weisel, Prof. Dr. Klaus Pantel, Prof. Dr. Udo Schumacher und Prof. Dr. Kai Rothkamm aus Hamburg.

Einen Überblick über die Termine der kompletten Serie erhalten Sie hier:
NORD-Seminar

Weitere Informationen zum University Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) Kiel/Lübeck:
https://www.uksh.de/uccsh/

Februar/März/April 2021

Krebs in der Coronavirus-Pandemie – aktuelle Informationen zu Impfungen und mehr

Die Pandemie-Situation bringt häufig große Unsicherheit für Krebserkrankte mit sich: Wie komme ich an Informationen? Wann und wie kann ich geimpft werden? Was kann ich trotz Isolation tun, um mich fit zu halten? Dies sind nur einige der Fragen, die unsere Patient:innen derzeit bewegen. Im Folgenden möchten wir Ihnen Hilfestellung geben.

Von den über 4 Millionen Menschen in Deutschland, die derzeit mit der Erkrankung Krebs leben oder diese vor kurzem überwunden haben, sehen sich viele derzeit besonderen Fragen in der Pandemie-Situation gegenüber. Allen voran die Fragen nach ihrer eigenen Impfung. In der neuen Impfverordnung vom 8. Februar 2021 wurden verschiedene Punkte im Hinblick auf die Berücksichtigung von Krebserkrankungen geändert
Fragen und Antworten zur Coronavirus-Impfverordnung - Bundesgesundheitsministerium.

Patient:innen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen, unabhängig vom Alter, haben Anspruch auf eine Impfung in der zweiten Impfwelle. Das gilt auch für Krebsbetroffene bis zu fünf Jahre nach Erkrankung. Selbst wenn die Krebserkrankung länger als fünf Jahre zurückliegt, ist eine bevorzugte Impfung in der dritten Impfwelle möglich. Darüber hinaus haben auch bis zu zwei Angehörige von pflegebedürftigen Krebsbetroffenen, die sich nicht in einer Einrichtung befinden, einen Impfanspruch.

Voraussetzung für eine Impfpriorisierung ist die Vorlage eines ärztlichen Attests. Dieses sollte nach einer individuellen Beratung mit den behandelnden Ärzt:innen erstellt werden. Bitte fragen Sie Ihre behandelnden Ärzt:innen danach. Diese können Ihnen auch eine Einschätzung im Zusammenhang mit der Impfung und Ihrer individuellen Krebserkrankung geben. Allerdings hängt die individuelle Empfehlung zur Impfung auch von der jeweilig stattfindenden Therapie ab und bedarf daher einer persönlichen Beratung durch den behandelnden Krebsspezialisten.

Die Impfung erhalten Sie grundsätzlich in den für Ihren Wohnort zuständigen Impfzentren. Derzeit können im UKE noch keine Patient:innen geimpft werden, wir arbeiten aber an einer Lösung. Bitte verfolgen Sie die aktuelle Presse, um weitere Informationen, z.B. zur Impfmöglichkeit in den onkologischen Schwerpunktpraxen, zu erhalten.
Information zur COVID-19-Schutzimpfung

Krebs macht keine Pause – bitte scheuen Sie sich nicht, auch während der Pandemie die Praxen und Krankenhäuser aufzusuchen und Ihre Termine wahrzunehmen. Alle Partner unseres Netzwerks sind gut aufgestellt und haben funktionierende Kontrollpläne, um Ihnen die für Sie nötige Therapie anzubieten.

Inhaltliche Fragen werden Ihnen beim Krebsinformationsdienst www.krebsinformationsdienst.de beantwortet, es gibt eine Internetseite speziell für Fragen zu Covid und Krebs Corona und Krebs: Antworten auf häufig gestellte Fragen .

Ebenso sind die Krebsberatungsstellen der Landeskrebsgesellschaften per Telefon für Sie da. Hamburger Krebsgesellschaft e.V.

Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH, rät: „Auch wenn Sie sich womöglich in Isolation befinden, können Sie selbst einiges für sich tun. Bitte achten Sie auf eine gesunde Lebensweise. Bewegen Sie sich regelmäßig, achten Sie auf Ihre Ernährung und verzichten Sie auf das Rauchen. Falls Sie das Gefühl haben, nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll, nutzen Sie die Angebote des Sozialdiensts und der psychoonkologischen Versorgung. Wir wünschen Ihnen, dass Sie trotz aller schwierigen Umstände gut durch die Pandemie kommen – das UCCH steht an Ihrer Seite.“

Übrigens: Der Monat März steht im Zeichen der Darmkrebsprävention. Die Felix Burda Stiftung, die Stiftung LebensBlicke und das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. engagieren sich seit 20 Jahren, um die Darmkrebsvorsorge in den Blickpunkt zu rücken. Unter dem Motto #Präventiophobie „Wenn die Angst vor der Darmkrebsvorsorge größer ist als die Angst vor dem Krebs“ informiert das Bündnis über alle Themen und Aktionen zur Darmkrebsvorsorge. Darmkrebsmonat März | Felix Burda Stiftung

März 2021

Universitäres Krebszentrum am UKE unterstützt Aktion „Flieger fliegen gegen Krebs“

Menschen, die an Krebs erkranken, erleben oft einen Ausnahmezustand - den Eingriff an Körper und Seele überstehen, Entscheidungen treffen, Familie und Angehörige zusammenhalten. Einige geraten dabei in eine finanzielle Schieflage und müssen sich unter Umständen im Berufsleben neu orientieren. Dabei bleibt wenig Zeit und v.a. Budget für die schönen Dinge im Leben wie ein Urlaub, um sich eine innerliche Verschnaufpause zu gönnen und zurück zu einem Miteinander mit den Angehörigen zu finden.

Der Verein Auszeit für die Seele e.V. kümmert sich darum, Besitzer von Ferienimmobilien zu motivieren, leerstehende Ferienwohnungen kostenfrei für bedürftige Krebspatient:innen zur Verfügung zu stellen. „Die normale Auslastungsquote bei Ferienwohnungen und Hotelzimmer beträgt im Schnitt nur 72 Prozent im Jahr, 30 Prozent stehen die Objekte also eigentlich immer leer“, so Reinhard Göddemeyer, Gründungsmitglied und erster Vorstand des Vereins, „Wir haben ganz unterschiedliche Ferienwohnungs-, aber auch Hotel- und Pensionsbesitzer in Deutschland, die uns 1 Ferienwoche spenden. Es gibt auch besondere Vermieter wie z.B. die Jugendherberge Wangerooge oder ein Haus von den Johannitern auf Langeoog - es ist querbeet alles dabei.“

Alle zwei Jahre macht der Verein mit einer besonderen Kampagne auf seine Arbeit aufmerksam, so in diesem Jahr mit der Aktion „Flieger fliegen gegen Krebs“. „Wir hatten schon „Biker gegen Krebs“ dabei und haben auch mit Feuerwehrautos die Aktion gestartet,“ sagt Vereinsmitglied Frank Brockbals „In diesem Jahr gehen wir mit Fliegern in ganz Deutschland an den Start. Angeflogen werden sollen auch Städte wie Aachen, Flensburg, München, Frankfurt, Berlin, Potsdam, Dresden, Chemnitz und Leipzig.“

Die Segelflugschule „Hamburger Aero-Club Boberg e.V.“, eine der größten Segelflugschulen in Deutschland, unterstützt die Aktion und hat dafür eigens ein Segelflugzeug vor das UKE gebracht. Marcel Rast, einer der Piloten, sagt „Jeder hat in seiner Familie/Freundeskr