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Datum: 27.11.2025 | Text: Avin Hell, Laura Lehmann | Bilder: Axel Kirchoff, Laura Lehmann
Universitäres Cancer Center Hamburg des UKE würdigt Forschung zu Prostata- und Hodentumore
Der Onkologe und Wissenschaftler Prof. Dr. Karim Fizazi, Institut Gustave Roussy Paris, ist heute mit dem Hubertus-Wald-Preis für Onkologie 2025 für sein langjähriges Engagement und seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Therapie von Prostata- und Hodentumoren ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vom Hubertus Wald Tumorzentrum - Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) verliehen. Darüber hinaus erhielten mehrere junge Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) Nachwuchsförderpreise und Stipendien.
Prof. Fizazi ist ein internationaler Experte in der uro-onkologischen Fachwelt. Die Keimzelltumoren des Hodens zählen zu den oft heilbaren Tumorerkrankungen. Prof. Fizazi hat mit seiner wissenschaftlichen Arbeit dazu beigetragen, auch die Prognose der am schwersten heilbaren Subgruppe bei dieser Erkrankung weiter zu verbessern. Seine zahlreichen klinischen Studien beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom waren praxisverändernd und sind in den Leitlinien zur Hormontherapie, Chemotherapie sowie zur zielgerechteten Therapie des Prostatakarzinoms verankert worden und haben so die Prognose vieler Patienten nachhaltig verbessert. Wir gratulieren ihm herzlich zu dieser Auszeichnung
, sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des Hubertus Wald Tumorzentrums - UCC Hamburg.
Prof. Fizazi arbeitet als Onkologe am Institut Gustave Roussy Paris und ist Professor an der Université Paris-Saclay. Er hat die Forschung und Therapie von Prostata- und Hodentumoren in den letzten Jahren wesentlich geprägt. Als Leiter der Genitourinary-Oncology-Gruppe am Institut Gustave Roussy und Präsident der französischen Genito-Urinären Studiengruppe kombiniert er klinische Exzellenz mit akademischer Leitung.
Den Hubertus-Wald-Nachwuchsförderpreis für onkologische Forschung erhielt Ali Zeinal Abedini, Doktorand im Fleur Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung in der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie. Darüber hinaus wurden der Preis für psychosoziale Krebsforschung, das beste Poster und die beste Wissenschaftskommunikation sowie Stipendien für Clinician Scientists und Doktorand:innen vergeben. „Es ist uns in Hamburg seit Jahren ein Herzensthema, den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Onkologie zu stärken. Exzellente wissenschaftliche Forschung ist seit langem kein Einzelkämpferthema mehr, sondern lebt von der Vernetzung. Wir ermöglichen mit unserer Förderung sowohl Ärzt:innen, Arbeitszeit in ihre Forschung zu investieren, als auch Naturwissenschaftler:innen, die relevanten klinischen Fragestellungen und translationalen Anknüpfungspunkte kennenzulernen. Nur dadurch wird eine zukunftsweisende Partnerschaft zwischen Medizin und Wissenschaft ermöglicht“, sagt Prof. Dr. Kai Rothkamm, Stellvertretender Direktor für Wissenschaft und Forschung im Hubertus Wald Tumorzentrum.
Friederike Dierks (Assistenzärztin)
Abgebende Partei: II. Medizinische Klinik und Poliklinik
Aufnehmende Partei: HCTI, AG Gagliani/Tintelnot Projekt: Translational analysis of the STIMULATE trial – Short-term dietary fIber intervention to improve imMUno-chemotherapy efficacy in Lung and esophagogAsTric adenocarcinoma
Leon Liekfeld (Assistenzarzt)
Abgebende Partei: Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Aufnehmende Partei: Forschungsinstitut Kinderkrebszentrum Hamburg, AG Schüller Projekt: Function and relevance of the blood brain barrier and neurovascular unit in medulloblastoma
Henrike Salié (Assistenzärztin)
Abgebende Partei: I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Aufnehmende Partei: Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, AG Giannou Projekt: Spatial and temporal profiling of the local immune response during combinatorial chemo- and immune checkpoint inhibitor therapy of intrahepatic cholangiocarcinoma patients
Greta Klohk
Betreuendes Labor:
Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum HH, AG Entwicklungsneurobiologie und pädiatrische Neuroonkologie Projekt: Charakterisierung der molekularen und immunologischen Eigenschaften von Primärtumoren im Vergleich zu den Rezidiven von malignen peripheren Nervenscheidentumoren (MPNST)
Atiehalsadat Nasr Esfahani (Frau)
Betreuendes Labor: Viszeralonkologie Projekt: Prospektive, unizentrische Studie zur intraoperativen Darstellung und Charakterisierung des Lymphabflussgebietes und des Primarius von neuroendokrinen Tumoren des gastroenteropankreatischen Systems mittels Indocyaningrün und hyperspektraler Bildgebung
Lisa Trúc-Mi Truong
Betreuendes Labor: AG Akute Leukämien; II. Med
Projekt: Funktionelle Charakterisierung tumorassoziierter Thrombozyten
Catena Kresbach (Clinician Scientist)
Institut für Neuropathologie
Projekt: Intratumoral heterogeneity of MPNST has implications for diagnostics
Ines Heinen (Psychologin) & Demet Dingoyan (Psychotherapeutin)
Institut und Poliklinik für Med. Psychologie (Heinen) und Institut für Med. Soziologie (Dingoyan)
Projekt: Diversity sensitivity in (psycho)oncological care
Minou Gandras (Doktorandin)
Institut und Poliklinik für Med. Psychologie
Projekt: Physicians' experiences with the death of cancer patients - a qualitative interview study
Ali Zeinal Abedini (Doktorand)
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie / Fleur Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung
Projekt: Neutrophil extracellular traps (NETs) associate with primary immune resistance in metastatic melanoma
Gruppenbild aller Preiträger mit Vertreter:innen der Hubterus Wald Stiftung und dem UCC Hamburg Direktorium
V.l.n.r.: Dr. V. Herms (Stiftung), Prof. Dr. K. Weisel (UCC Hamburg), Prof. S. Schulze (Stiftung), Prof. Dr. K. Fizazi (Preisträger), Prof. Dr. B. Schwappach-Pignataro (Dekanin), Prof. Dr. H. Huland (Stiftung), Prof. Dr. C. Bokemeyer unf Prof. Dr. K. Rothkamm (UCC Hamburg)
Eröffnungsworte von Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin UKE
Musikalische Untermalung des Programms von Studierenden der Künstlervermittlung der HFMT
Laudatio von Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des Hubertus Wald Tumorzentrums - UCC Hamburg
Vortrag des Preisträgers Prof. Dr. Karim Fizazi zur verbesserten Behandlung von Keimzelltumoren
Vorab zur Preisverleihung trafen sich verschiedene Wissenschaftler:innen zu einem Austausch mit Prof. Dr. Karim Fizazi bei Kaffee und Kuchen. Im Rahmen des Veranstaltungsformats '… meets Pioneers in Cancer Research' des Mildred-Scheel-Nachwuchszentrums am UCC Hamburg wird die Vernetzung innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft über alle Karrierestufen hinweg gefördert – sowohl im eigenen Fachbereich als auch über interdisziplinäre Grenzen hinaus. Dabei standen neben fachlichen Fragestellungen auch persönliche Karrierewege, praxisorientierte Tipps für Praktika sowie Empfehlungen zur beruflichen Weiterentwicklung im Mittelpunkt.
Das Hubertus Wald Tumorzentrum wird durch die Hubertus Wald Stiftung maßgeblich gefördert. Neben der Vergabe von Forschungspreisen steht die klinische Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen im Mittelpunkt der Förderung. Der hanseatische Unternehmer Hubertus Wald und seine Frau Renate haben sich über Jahrzehnte der Förderung von Kultur und Medizin verschrieben; daraus ist 1993 die Hubertus Wald Stiftung hervorgegangen.
Das Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) vereint alle an Diagnostik, Therapie und Forschung beteiligten Kliniken und Institute innerhalb des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und arbeitet in Hamburg mit zahlreichen Partnern in Krankenversorgung und Wissenschaft zusammen.
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