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03.02.2025 | Bilder und Text: Laura Lehmann
Hubertus Wald zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Wirtschaftswunders und prägte gemeinsam mit seiner Frau Renate Wald auch über seinen Tod hinaus maßgeblich die Geschichte und den Aufbau des Tumorzentrums am UKE, welches durch die Hubertus Wald Stiftung seitdem bis heute weiter gefördert wird.
Anlässlich des 20. Todestages von Hubertus Wald hat das Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) gemeinsam mit der Hubertus Wald Stiftung am 3. Februar 2025 eine Ausstellung im Zentrum für Onkologie (O24) eröffnet, die sein Leben und Wirken als Hamburger Mäzen würdigt. Die elf Ausstellungstafeln gewähren einen Einblick in das bewegte Leben Hubertus Walds und seinem wirtschaftlichen Aufstieg in der Zeit des Wirtschaftswunders. Geprägt von den Nachkriegsjahren, seiner Familie und engen Freundschaften hatte er Gespür für Menschen und Gesellschaft sowie einen hanseatischen Geschäftssinn und unerschütterlichen Willen zum Erfolg.
Hubertus Wald gründete 1945 die „Süddeutschen Filmbetriebe Hubertus Wald & Co.“ und baute über drei Jahrzehnte ein Kinoimperium mit mehr als 20 Filmspieltheatern auf. Nach dem Verkauf der Kinokette engagierte er sich für die Gesellschaft, interessierte sich für Kunst und unterstützte verschiedene medizinische und soziale Projekte. 1993 mündeten die Spendentätigkeiten des Ehepaars Walds in der Gründung der Hubertus-Wald-Stiftung.
Zur Ausstellungseröffnung wurde im Eingangsbereich O24 feierlich ein Wandzitat von Hubertus Wald mit seinem Profil enthüllt: „Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, jenen Menschen und Institutionen beizustehen, die Gutes in das Leben anderer tragen.“ Dieses Zitat spiegelt seine Lebensphilosophie wider und den großen Willen, von seinem Erfolg im Leben abzugeben.
Die Ausstellung zeigt ebenfalls die Entstehung des Hubertus Wald Tumorzentrums. Die Gründung des Zentrums im Jahr 2007 wurde maßgeblich durch das unermüdliche Engagement seiner Frau, Renate Wald, vorangetrieben, nachdem Hubertus Wald 2005 verstorben war. Sie setzte sich mit Leidenschaft dafür ein, das Tumorzentrum zu einem bedeutenden Ort der Krebsforschung und -behandlung zu machen. Auf ihren Wunsch hin wurde das Orange des Tumorzentrums als lebensbejahende Farbe gewählt, die Hoffnung und den Willen zur Heilung symbolisiert. Die Förderung durch die Hubertus Wald Stiftung ermöglicht ergänzende Versorgungsangebote für Krebspatient:innen, wie z. B. Kunst-, Musik- und Sporttherapien.
„Das Engagement von Hubertus und Renate Wald war ein entscheidender Wegbereiter für das innovative Vorhaben, ein interdisziplinäres Krebszentrum im UKE zu gründen. Gradlinigkeit, Warmherzigkeit und die Freude, zu helfen, waren grundlegende Bausteine ihres Wirkens“, so Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Leiter des Tumorzentrums.
Auch Forschung ist essenziell im Kampf gegen den Krebs. Mit Weitblick fördert die Hubertus Wald Stiftung beispielsweise jährlich verschiedene Förderpreise, die den wissenschaftlichen Nachwuchs unterstützen und den Einstieg in die Onkologie fördern. Alle zwei Jahre wird zudem der Hubertus Wald-Forschungspreis für Onkologie an eine:n namhafte:n internationalen Forscher:in vergeben.
In den kommenden Tagen werden die Ausstellungstafeln im Wartebereich des 1. OG der Zentralen Ambulanz des Zentrums für Onkologie im Gebäude O24 ausgestellt.
Eröffnungsrede von Prof. Dr. Carsten Bokemeyer
Rede von Dr. Volkmar Herms
Enthüllung des Wandzitats
Ausstellung über das bewegte Leben von Hubertus Wald
Sektempfang und Begehung der Ausstellung
Gruppenbild von der Galerie O24
Gruppenbild (v.l.n.r.): Prof. Klaus Pantel, Prof. Hartwig Huland, Dr. Volkmar Herms, Prof. Carsten Bokemeyer, Prof. Katja Weisel, Rüdiger Ludwig, Prof. Barbara Schmalfeldt, Rainer Bredenkamp und Prof. Sabine Schulze
Eine Ausstellung mit Texten und Bildern über Hubertus Wald und das UCC Hamburg
Das Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) vereint alle an Diagnostik, Therapie und Forschung beteiligten Kliniken und Institute innerhalb des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und arbeitet in Hamburg mit zahlreichen Partnern in Krankenversorgung und Wissenschaft zusammen.
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