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04.02.2026 | Text: Avin Hell und Sozialbehörde Hamburg
Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer: „Fast jede 20. Krebserkrankung entsteht durch eine Infektion mit HPV-Viren – und das muss nicht sein! Die HPV-Impfung bietet einen sehr guten Schutz. Mit den HPV-Aktionswochen wollen wir Hamburger Eltern zeigen, wie wichtig und sicher die Impfung für Kinder und Jugendliche ist. Lassen Sie Ihr Kind jetzt gegen HPV impfen und helfen Sie aktiv mit, das Krebsrisiko zu senken!“
Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Leiter des Universitären Cancer Centers Hamburg des UKE: „Die HPV-Impfung schützt vor Krebs, indem sie Infektionen mit den humanen Papillomviren verhindert, die für Fälle von Gebärmutterhals-, Anal-, Penis-, Vulva-, Vaginal- und Mund-Rachen-Krebs verantwortlich sein können. Besonders effektiv ist sie, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr verabreicht wird. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Aktionswochen.“
Jens Juncker, DAK-Landeschef Hamburg: „Die HPV-Impfung ist ein wichtiger Baustein in der Krebsprävention. Wir möchten durch diese Kampagne den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen und die Impfraten in Hamburg weiter steigern. Deswegen unterstützen wir als DAK-Gesundheit die Hamburger HPV-Aktionswochen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Krebsvorsorge. Die Kosten der Impfungen übernehmen wir für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag als Regelleistung über die Krankenkassenkarte. Wir empfehlen jedoch die Impfung auch für junge Erwachsene bis zum 26. Geburtstag und übernehmen die Kosten in diesen Fällen als Satzungsleistung.“
Den Auftakt bildet ein Impfangebot in den Gesundheitsämtern Hamburgs und im Impfzentrum (am Institut für Hygiene und Umwelt) am 4. Februar. Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren können sich dort ohne vorherige Terminvereinbarung von 15:00 – 18:00 Uhr gegen HPV impfen lassen – Impfpass und Sorgeberechtigte nicht vergessen! Die Aktion setzt einen wichtigen Impuls, um die Impfquoten in Hamburg zu erhöhen.
Elterninformation durch die Familienbehörde
Die Familienbehörde hat alle Eltern von Kindern im Risikoalter über die Schulen über dieses Impfangebot informiert. So sollen Familien direkt auf die HPV-Impfung aufmerksam gemacht und die Teilnahme an den Impfaktionen erleichtert werden.
Öffentlichkeitsarbeit und Informationsangebote
Während der gesamten Aktionswochen informieren die Beteiligten über HPV, die Bedeutung der Impfung und die gesundheitlichen Risiken – unter anderem mit Plakaten, Spots im Fahrgast-TV, Social-Media-Aktionen und Informationsveranstaltungen in Schulen, Praxen und Kliniken.
Aktionstag des UKE zum Welt-HPV-Tag
Am 4. März 2026 lädt das UCC Hamburg des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zum HPV-Aktionstag ein. Interessierte können sich ab 15:30 Uhr über HPV-bedingte Erkrankungen, Impfangebote und Schutzmöglichkeiten informieren. Für Kinder gibt es ein besonderes Programm! Auch eine Impfung wird vor Ort möglich sein.
Warum eine HPV-Impfung wichtig ist
Fast alle Menschen stecken sich im Laufe des Lebens mit HPV an. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt und heilen von selbst aus, doch manche Virustypen können zu Genitalwarzen oder Krebs führen, oft erst Jahre nach der Infektion. Die STIKO empfiehlt die Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren (zwei Dosen) bzw. ab 15 Jahren (drei Dosen). Sie schützt vor den häufigsten HPV-bedingten Krebsarten und Genitalwarzen.
Unterstützung durch viele Partner
Die Kampagne zeigt, wie viele Akteure in Hamburg gemeinsam für Prävention und Aufklärung eintreten. An den HPV-Aktionswochen sind beteiligt: die Sozialbehörde Hamburg, das UCC Hamburg des UKE, die DAK-Gesundheit, das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e. V. (ÄGGF), die Hamburger Krebsgesellschaft e. V., das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das Dysplasiezentrum Hamburg, das Leibniz-Institut für Virologie, das Selbsthilfenetzwerk Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e. V. sowie die Patientinnen- und Patientenvertretungen des UCC Hamburg. Außerdem wirken zahlreiche Berufsverbände mit, darunter Fachgesellschaften der Frauenärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte, Urologen, Betriebsärzte sowie die Deutsche Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin (dagnä e. V.).
Das Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) vereint alle an Diagnostik, Therapie und Forschung beteiligten Kliniken und Institute innerhalb des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und arbeitet in Hamburg mit zahlreichen Partnern in Krankenversorgung und Wissenschaft zusammen.
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