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24.06.2025 | Bilder und Text: Laura Lehmann
Mit einer Auftaktveranstaltung ist am Universitären Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) das neue „Leben nach Krebs“-Programm offiziell gestartet. Ermöglicht wird das Programm durch die Deutsche Krebshilfe (DKH). Ziel des innovativen Angebots ist es, Menschen nach Abschluss ihrer Krebsbehandlung individuell in der Nachsorge zu begleiten und so die gesundheitsbezogene Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
In Deutschland leben aktuell 4,5 Millionen Menschen mit einer Krebsdiagnose bzw. überstandenen Krebserkrankung. Davon haben ca. 3 Millionen Menschen seit mindstens fünf Jahren keinen Rückfall der Krebserkrankung. Für viele beginnt mit dem Ende der aktiven Behandlung eine neue, wichtige Lebensphase: das Leben nach dem Krebs.
Genau hier setzt das Hamburger „Leben nach Krebs“-Programm an. Es bietet den Teilnehmenden eine maßgeschneiderte Nachsorge, die sowohl medizinische Aspekte als auch psychosoziale Bedürfnisse berücksichtigt und körperliche Spät- und Langzeitfolgen der Erkrankung gezielt behandelt. Denn trotz einer erfolgreich überstandenen Krebsbehandlung können gesundheitliche Einschränkungen zurückbleiben.
Das Programm richtet sich an Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren, die ihre Krebsdiagnose im Erwachsenenalter erhalten haben. Die Teilnehmenden des Programms erhalten eine persönliche Survivorship-Lots:in, die sie durch alle Schritte der Nachsorge begleitet – von der gemeinsamen Erstellung eines individuellen Nachsorgeplans über regelmäßige Informationsveranstaltungen bis hin zur Unterstützung bei der Nutzung passender Angebote. Denn je besser Patient:innen informiert sind, desto leichter ist der Zugang zu Unterstützungsangeboten, Selbsthilfe und ergänzenden Behandlungen für das Leben nach dem Krebs.
Bei der Auftaktveranstaltung, die sowohl vor Ort im UKE als auch online stattfand, informierten das Projektteam unter der ärztlichen und wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Marianne Sinn und Prof. Dr. Isabelle Scholl rund 40 Teilnehmer:innen aus dem Gesundheitswesen über die Inhalte und Ziele des Programms. Ottmar Kodalle, Patient:innenvertreter und Sprecher des Patient:innenbeirats des Projekts, berichtete eindrücklich aus seiner Perspektive, wie wichtig eine begleitete Nachsorge für den Alltag nach Krebs ist.
„Das ‚Leben nach Krebs‘-Programm ist ein großer Schritt hin zu einer ganzheitlichen und patient:innenorientierten Betreuung. Wir möchten Betroffene auch nach der Therapie nicht allein lassen, sondern sie eng begleiten und dabei helfen, Ressourcen zu nutzen und Spätfolgen gezielt zu behanden. Das Thema Nachsorge bzw. ‚Cancer Survivorship‘ ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden, da Patient:innen aufgrund der sich stetig verbessernden Therapiemöglichkeiten die Erkrankung häufiger überleben und besser und länger leben“, betonte Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor und Sprecher des UCC Hamburg.
Begleitend zur praktischen Umsetzung wird das Programm wissenschaftlich evaluiert. Über die Laufzeit von drei Jahren erfolgt eine strukturierte Erhebung, um langfristig die Qualität der onkologischen Nachsorge zu verbessern und die Angebote für Patient:innen weiterzuentwickeln. Außerdem wird die Studie wird gemeinsam mit dem Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) durchgeführt.
Prof. Dr. Carsten Bokemeyer eröffnet die Auftaktveranstaltung
Ottmar Kodalle berichtet als Patient:innenbotschafter
Projektvorstellung durch PD Dr. Marianne Sinn
Team des Programms und Teilnehmer:innen der Auftaktveranstaltung
Zum Ausklang der Veranstaltung nutzten die Teilnehmer:innen die Gelegenheit zum persönlichen Austausch bei einem Buffet – ein gelungener Auftakt für ein Programm, das den Neustart nach der Krebserkrankung für viele Betroffene erleichtern soll.
Anmeldung zum Programm:
Für Fragen zum Programm wenden Sie sich gern an
Das Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg) vereint alle an Diagnostik, Therapie und Forschung beteiligten Kliniken und Institute innerhalb des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und arbeitet in Hamburg mit zahlreichen Partnern in Krankenversorgung und Wissenschaft zusammen.
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