SeniorenZahnMedizin

Ziel dieses Projektes ist es, die bisher fehlende Ausbildung im Bereich der Seniorenzahnmedizin zu ermöglichen und mit einem interdisziplinären und praxisorientierten Ausbildungskonzept die Qualifikation unserer Studierenden nachhaltig zu stärken.

Inhalt

  • Theorie: Vorlesungen, Seminare und Fallbesprechungen
  • Praxis: Untersuchungen und Behandlungen im Heim

Zeitraum

  • Start: April 2015 (Sommersemester)
  • Dauer: 1 Jahr

Informationen

MuMi - Projekt

Titel: MuMi - Förderung der Mundgesundheitskompetenz und Mundgesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund

Gefördert vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses mit € 744.000,- Pressemitteilung oder PDF-Übersicht

Projektstart: 01.07.2018

Kooperationspartner: Dr. Christopher Kofahl, Institut für Medizinische Soziologie

Kurzbeschreibung:

  • Ziel

Das Projekt erhebt die Mundgesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund, identifiziert kulturspezifische Indikatoren und Risikofaktoren der Mundgesundheit und erprobt ein mehrsprachiges, sekundärpräventives, Schulungsprogramm zur Steigerung der Mundgesundheitskompetenz und Mundgesundheit.

  • Vorgehen

Untersucht werden a) die Mundgesundheit und die Mundgesundheitskompetenz von 2.000 zahnärztlichen Patienten mit Migrationshintergrund im Hamburger Bezirk Mitte und b) die Wirkungen eines Beratungs- und Schulungsprogramms in Form einer App, die in diesem Projekt entwickelt, implementiert und erprobt wird. 1.000 Patienten von 20 Hamburger Zahnarztpraxen erhalten eine Erstbefundung, den Zugang zur App und eine Nachbefundung nach 6 Monaten. Die Probanden beantworten zu beiden Erhebungszeitpunkten einen Fragebogen mit Tests zu ihrer Mundgesundheitskompetenz, der ebenfalls in diesem Projekt entwickelt wird, sowie einen Fragebogen zur Soziodemografie und mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität. Eine Kontrollgruppe von 1.000 Patienten durchläuft dasselbe Prozedere, erhält jedoch nicht das Schulungsangebot. Die Wirkungen der App sollen im Gruppenvergleich zum zweiten Erhebungszeitpunkt mit wiederholter Befundung evaluiert werden. Mit Subgruppenanalysen zwischen Zuwanderergruppen und einer ebenfalls zu untersuchenden nativ-deutschen Stichprobe sollen migrationsspezifische Risikofaktoren identifiziert werden und Unterschiede im Mundgesundheitsstatus analysiert werden.

Relevante Publikationen

  • Oral health and access to dental care - a comparison of elderly migrants and non-migrants in Germany. Aarabi G, Reissmann D, Seedorf U, Becher H, Heydecke G, Kofahl C. ETHNIC HEALTH. 2017 [Epub ahead of print];1-15.
  • Die Mundgesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland - eine kritische Betrachtung der vorliegenden Studien. Aarabi G, Reißmann D, Heydecke G, Farhan D, Kofahl C. DZZ - Deut Zahnärztl Z. 2013;68:280-287.
  • Oral health-related quality of life of children and adolescents with and without migration background in Germany. Aarabi G, Reissmann D, Sagheri D, Neuschulz J, Heydecke G, Kofahl C, Sierwald I. Qual Life Res. 2018 [Epub ahead of print]

Projektleitung
Dr. Ghazal Aarabi
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Martinistraße 52
20246 Hamburg

Kontakt
g.aarabi@uke.de
+49 (0) 40 7410 54655
+49 (0) 152 22816075

PAROBRAIN - Projekt

Titel: Parodontitis als Risikofaktor für zerebrale Mikroangiopathien und stumme Hirninfarkte

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit € 300.100,-

Projektstart: 01.03.2019

Kooperationspartner: Prof. Dr. med. Götz Thomalla; Klinik und Poliklinik für Neurologie

Kurzbeschreibung:

  • Hintergrund

Orale Entzündungen (Parodontitis/Gingivitis) gehören zu den häufigsten chronischen Entzündungen des Menschen. Vorergebnisse zeigen, dass Parodontitis mit ischämischen Schlaganfällen assoziiert ist. Ob dies auch für zerebrale Mikroangiopathien und stumme Hirninfarkte zutrifft, ist zurzeit unklar.

  • Ziele

In der Studie soll die primäre Hypothese geprüft werden, dass die orale Entzündungslast (Parodontitis/Gingivitis) mit Zahl und Volumen zerebraler White-Matter-Läsionen (WML) bzw. stummer Hirninfarkte assoziiert ist.

  • Methodik

Es wird eine in die Hamburg City Health Study eingebettete Querschnittstudie mit 500 Teilnehmern durchgeführt. Eingeschlossen werden Teilnehmer, die die Basisuntersuchung einschließlich MRT und zahnmedizinische Untersuchung absolviert haben. Erfasst werden u.a. Zahl, Lokalisation und Volumen von WML und stummen Hirninfarkten, Gehirnvolumen, kortikale Dicke und orale Entzündungslast (Parodontitis / Gingivitis). Die Datenauswertung erfolgt mittels quatitativer voxel- und tract- basierter Diffusions-Tensor-Bildgebung (DTI), quantitativen Verfahren der MRT-basierten strukturellen und funktionellen Connectom-Analyse sowie Lesion-Inference-Analyse. Assoziationen zwischen Parodontitis bzw. Gingivitis und den zerebrovaskulären Variablen werden mittels Regressionsanalysen auf der Grundlage von Odds-Ratios, p-Werten und 95%-Konfidenzintervallen getestet, wobei für Alter, Geschlecht und kardiovaskuläre Risikofaktoren adjustiert wird.

Relevante Publikationen

  • Roles of Oral Infections in the Pathomechanism of Atherosclerosis. Aarabi G, Heydecke G and Seedorf U. Int J Mol Sci. 2018 [Epub ahead of print]
  • Chronic Oral Infection: An Emerging Risk Factor of Cerebral Small Vessel Disease? Aarabi G, Thomalla G, Heydecke G, Seedorf U. Oral Dis. 2018 [Epub ahead of print]
  • Genetic Susceptibility Contributing to Periodontal and Cardiovascular Disease
    Aarabi G, Zeller T, Seedorf H, Reissmann D, Heydecke G, Schaefer A, Seedorf U
    J DENT RES. 2017;96(6):610-617.
  • Interaction between periodontal disease and atherosclerotic vascular disease--Fact or fiction? Aarabi G, Eberhard J, Reissmann D, Heydecke G, Seedorf U
    ATHEROSCLEROSIS. 2015;241(2):555-60

Projektleitung
Dr. Ghazal Aarabi
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Martinistraße 52
20246 Hamburg

Kontakt

g.aarabi@uke.de
+49 (0) 40 7410 54655
+49 (0) 152 22816075