Fragen zur Laserbehandlung

  • Laser sind stark konzentrierte Lichtstrahlen, die ihre Wirkung in der Haut entfalten. Abhängig vom verwendeten Laser entfalten sie ihre Wirkung am Pigment, am Haar, den Hautgefäßen, bei abtragenden Lasern an der Hautoberfläche. Durch die hautschonende Anwendung sind sie für nahezu alle Patienten geeignet.

    Ohne das umliegende Gewebe in Mitleidenschaft zu ziehen, wird der Laser direkt auf der zu behandelnden Stelle eingesetzt. Bei Laserbehandlungen kommt es im Allgemeinen weder zu allergischen Reaktionen noch zu operationsbedingten Risiken. Bei den überwiegenden Laseranwendungen sind wenige Tage nach der Behandlung kaum Spuren zu sehen und Sie können ohne längere Ausfallzeiten direkt nach der Behandlung Ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen. Die zu erwartenden sichtbaren Reaktionen an der Haut sollte der Arzt zuvor mit Ihnen besprechen, sodass Sie ihren Alltag in den Folgetagen danach planen können.


  • Lasersysteme werden in der Medizin zu vielen therapeutischen und diagnostischen Anwendungen mit sehr gutem Erfolg genutzt. Einige Behandlungen wurden erst durch den Laser möglich, besonders bei Hauterkrankungen oder -veränderungen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Lasereingriffe an der Haut nur von Ärzten oder unter direkter ärztlicher Überwachung durchgeführt werden. Abzulehnen ist die Behandlung der Haut mit Energielasern durch Kosmetikerinnen oder Angehörige anderer körperpflegender Berufe. Dies fordert auch die Strahlenschutzkommission der Bundesregierung in ihren Empfehlungen: Gefahren bei Laseranwendung an der menschlichen Haut (www.ssk.de). Weiterhin ist leider nicht jeder Arzt, der sich als Laserspezialist ausgibt, auch wirklich ausgebildet in dieser Technik. Aus diesem Grunde gibt es die Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft DDL, ein Zusammenschluss von inzwischen über 140 Hautärzten, die sich speziell mit der Lasertherapie der Haut beschäftigen (www.ddl.de). Eine weitere Qualifikation beinhaltet das Diploma of Aesthetic Lasermedicine D.A.L.M. (www.laserstudium.de), dessen Erlangung ein zweijähriges Aufbaustudium voraussetzt.

    Auf jeden Fall ist zu empfehlen, sich in die Obhut eines Hautarztes zu begeben. Der jeweilige Spezialist sollte auch bereit sein, die Patienten weiter zu überweisen, falls er das notwendige Lasergerät für die spezielle Fragestellung nicht selbst in der Praxis hat. Vom Gesetzgeber her gibt es bisher leider keine Qualifikationsrichtlinien für Lasertherapeuten, die die menschliche Haut behandeln. Gefordert wird nur vom Unfallversicherungsträger zum Schutz der Mitarbeiter ein sogenannter Laserschutzkursus zum Umgang mit Lasern allgemein.

    Bei der modernsten Lasertechnik, die wir bei der Behandlung mit Laser im UKE einsetzen, kommen verschiedene Lasersysteme zum Einsatz, darunter gütegeschaltete Pigmentlaser (Picosekundenlaser, Rubinlaser), und langgepulste Haarentfernungs- und Gefäßläser (KTP, Alexandrite, Neodym:YAG, Farbstofflaser) sowie abtragende Laser (Erbium:YAG, CO2).


  • Heutige Laserbehandlungen mit modernen Geräten sind weitestgehend schmerz- und risikoarm möglich. Die meisten Patienten nehmen die auf die Haut treffenden Laser- und Lichtimpulse als leichtes Kribbeln oder Pieksen wahr. Je nach Diagnose und individueller Behandlungsart kann es sein, dass die Behandlung leichte Schmerzen verursacht. In diesem Fall kann bei der Behandlung ein lokales Betäubungsmittel eingesetzt werden.


  • Es ist sinnvoll, vier Wochen vor einer Laserbehandlung auf starke Sonneneinstrahlung auf die Haut sowie auf Solarium zu verzichten. Dadurch lassen sich Nebenwirkungen wie Verbrennungen oder Pigmentverschiebungen vermeiden. Zwei Wochen vor der Behandlung sollten die Haare an der zu behandelnden Körperstelle nicht epiliert, gewachst oder gezupft werden. Während dieser Zeit sollten keine Enthaarungscremes genutzt und die Haare an der zu behandelnden Stelle nicht gebleicht oder blondiert werden.

    Vor einer Laserepilation sollten die Haare im betreffenden Bereich einen Tag vor der Behandlung rasiert werden.

    Am Tag der Laserbehandlung sollten nach dem Reinigen keine Pflegeprodukte oder Make-up auf die Haut aufgetragen werden.


  • Direkt nach dem Eingriff sollten die behandelten Hautstellen gekühlt werden. Sofern eine spezielle Wundsalbe nötig ist, wenden Sie diese gemäß der ärztlichen Empfehlung an.

    Nach einer Laserbehandlung ist die Haut an den behandelten Stellen äußerst sonnenempfindlich. Direkte Sonneneinstrahlung sollte für einige Wochen vermieden werden, es sollte ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50) aufgetragen werden und keine Solariumbesuche erfolgen. Damit schützen Sie Ihre Haut vor der Entstehung von Pigmentstörungen. Bestimmte Behandlungen werden daher auch nicht in den sonnenreichen Monaten des Jahres durchgeführt.


  • Es kommt auf die genaue Diagnose und den Einzelfall an, um die Zahl der Sitzungen abschätzen zu können. Zur Entfernung von Tätowierungen sind etwa in der Regel sechs bis acht – manchmal auch mehr – Behandlungen notwendig, um eine zufriedenstellende Aufhellung zu erzielen.

    Auch Behandlungen zur dauerhaften Haarentfernung müssen je nach Haarwachstumszyklus mehrfach durchgeführt werden. Der Lebenszyklus des Haares erfolgt individuell für jedes Haar in drei Phasen – Wachstumsphase, Übergangszeit und Ruhephase. Bei der Laserbehandlung können nur Haare behandelt werden, die sich in der Wachstumsphase befinden. Nach einigen Wochen sind die nächsten Haare in diese Phase eingetreten und können behandelt werden. Aus diesem Grund sind bei einer Haarentfernung in jedem Fall mehrere Behandlungen – im Normalfall etwa acht bis zehn – notwendig, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen. Wenn die Laserepilation auch die effektivste Behandlungsform unerwünschter Haare darstellt, handelt es sich dabei eher um eine Haarreduktion. Das heißt, es kann auch nach Jahren noch zum Wachstum vereinzelter Haare kommen.


  • Je nach Umfang und Art der Behandlung variiert die Dauer einer Sitzung. So nimmt eine Haarentfernung im Bereich der Oberlippe etwa zehn Minuten in Anspruch. Bei einer Sitzung zur Behandlung der Beine oder zur Entfernung einer großflächigen Tätowierung kann eine Behandlung eine Dreiviertelstunde dauern.


  • Nach einer Laserbehandlung ist die Haut etwas gereizt und empfindlich. An den behandelten Hautstellen treten eventuell Rötungen, leichte Schwellungen oder Blutergüsse auf. Diese können mit Kühlpacks behandelt werden und klingen, abhängig von der Behandlung, nach Stunden oder Tagen von selbst ab.

    Bei der Behandlung mit CO2- oder Erbiumlasergeräten bildet sich nach der Behandlung an der Hautoberfläche eine Kruste, die auf keinen Fall abgekratzt werden darf. Nach etwa zwei Wochen fällt die Kruste von selbst ab. Während dieser Zeit sollte die behandelte Haut nach dem Duschen nur vorsichtig trocken getupft werden.

    Bei jeder Art des Eingriffs kann es zu örtlichen Blutergüssen und Schwellungen kommen. Diese klingen normalerweise nach einigen Tagen von selbst ab.

    Bei jedem medizinischen Eingriff können Narben auftreten. Wenn die Hinweise zur Nachbehandlung beachtet werden, sind Narbenbildungen im Rahmen von Laserbehandlungen jedoch nahezu ausgeschlossen.

    Sollten Nebenwirkungen auftreten, die Ihnen Sorge bereiten, sollten Sie den behandelnden Arzt so schnell wie möglich kontaktieren.


  • Die Abrechnung erfolgt in der Regel nach der GOÄ (Gebührenordnung Ärzte) und richtet sich nach der Fläche, die pro Sitzung behandelt wird. Manche Leistungen werden auch von der Krankenkasse übernommen, dazu gehört beispielsweise die Therapie von Feuermalen. Im Aufklärungsgespräch kann der Arzt Ihnen eine Kostenschätzung nennen.