Leistungsspektrum unserer Klinik

Die Vielfalt der Augenerkrankungen erfordert eine Unterteilung in weitere Spezialgebiete und Teams. So stehen verschiedene Abteilungen und Bereiche für die kompetente Versorgung, Beratung und Behandlung der Patienten mit individuellen Fragestellungen bereit. Informieren Sie sich gerne.

  • Einführung

    Das Glaukom stellt eine Gruppe von Erkrankungen dar, die aufgrund einer zunehmenden Schädigung des Sehnerven zu fortschreitenden nicht erholbaren Gesichtsfeldausfällen führt. Unbehandelt kann die Erkrankung zur Erblindung führen. Das Fortschreiten der Erkrankung kann aufgehalten werden, in dem der Augeninnendruck gesenkt wird. Anfänglich gelingt dies in der Regel durch die Anwendung von Augentropfen. Reicht die dadurch erzielte Augeninnendrucksenkung nicht aus, wird eine operative oder laser-technische Behandlung notwendig.Die UKE-Augenklinik bietet hierfür schwerpunktmäßig modernste OP-Techniken einschließlich Laser-basierter Verfahren an. Die Erforschung neuer Therapieverfahren und der Ursachen des Glaukoms stellt einen wissenschaftlichen Schwerpunkt unserer Fachabteilung dar.

    Diagnostik

    Die Augenklinik führt im Rahmen der Früherkennung und Verlaufskontrollen von Glaukomerkrankungen eine ausführliche und auf modernsten Untersuchungsmethoden basierende Diagnostik durch. Sie bildet die Grundlage für die Beurteilung des Typs und des Schweregrads der Glaukomerkrankung jedes einzelnen Patienten. Eine spezifische und individuell angepasste Therapie kann hierdurch festgelegt und in routinemäßigen Kontrolluntersuchungen überprüft werden.Die Kontrolluntersuchungen werden ambulant in unserer Poliklinik und stationär im Rahmen von stationären Augendruckanalysen durchgeführt.

    Stationäre Tensionsanalysen

    Stationäre Tensionsanalysen umfassen neben einer ausführlichen augenärztlichen Anamneseerhebung und Untersuchungen die Erstellung von Augendruck-Tagesprofilen inklusive Nachtdruckmessungen im Liegen am Bett. Hierfür wird zunächst eine Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) durchgeführt, da die Hornhautdicke bei der Bewertung der Augendruck-Messergebnisse berücksichtigt werden muss. Desweiteren erfolgt eine morphologische Differenzierung der glaukomtypischen Veränderungen durch die Spaltlampen-Mikroskopie und die Kammerwinkeldiagnostik (Gonioskopie).
    Eine exakte Dokumentation der glaukomtypischen Veränderungen am Sehnervenkopf erfolgt durch die Vermessung der Aushöhlung als Hinweis für den Verlustes von Sehnervenfasern mit dem Heidelberg-Retina-Tomographen (HRT) und der Optischen Kohärenz Tomographie (OCT), sowie durch eine Vermessung der Nervenfaserschichtdicke mit dem GDx. Pathologische Veränderungen bzw. ein Fortschreiten der Erkrankung können hierdurch objektiv dargestellt werden.
    Zur Darstellung von funktionellen Defekten wird eine Gesichtsfelduntersuchung mit dem sog. Perimeter durchgeführt.

    Die Messung des Augeninnendruckes (Applanationstonometrie nach Goldmann)

    Bei der Messung des Augeninnendruckes wird zunächst die Augenoberfläche mit einem Lokalanästhetikum betäubt und angefärbt. Die Untersuchung erfolgt an der Spaltlampe. Dabei wird ein kleines Messköpfchen vorsichtig auf die betäubte Hornhautoberfläche aufgesetzt und der Augeninnendruck als Maßzahl des ermittelten Gegendruckes auf einem skalierten Messapparat abgelesen. Bei guter Mitarbeit des Patienten dauert diese Untersuchung ca. eine halbe Minute pro Auge.

    Die Bestimmung der Hornhautdicke (Pachymetrie)

    Bei der Applanations-tonometrischen Messung des Augeninnendruckes sind die Messgeräte auf eine durchschnittliche Dicke der Hornhaut im Zentrum von 0,55 mm skaliert. Ist die Hornhaut jedoch dünner als 0,55 mm, so wird nach heutigen Erkenntnissen ein zu geringer Augeninnendruck gemessen, als tatsächlich vorhanden ist. Bei einer dickeren Hornhaut wird der Augeninnendruck zu hoch gemessen. Eine Bestimmung der Hornhautdicke ist daher für die präzise Umrechnung der applanatorisch gemessenen Augeninnendruckwerte unerlässlich.
    Bei der Messung der Hornhautdicke wird zunächst die Augenoberfläche mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Die Untersuchung erfolgt an einem speziellen Untersuchungsgerät. Bei guter Mitarbeit des Patienten dauert diese Untersuchung ca. 5 Minuten pro Auge.

    Die Untersuchung des Gesichtsfeldes

    Unter dem Gesichtsfeld versteht man den gesamten Bereich, den eine Person wahrnehmen kann, ohne die Augen oder den Kopf zu bewegen. Das Gesichtsfeld kann topographisch bestimmten Netzhautarealen zugeordnet werden. Beim Glaukom kommt es durch Untergang von Nervenzellen zu charakteristischen Gesichtsfeldausfällen.
    Bei der Perimetrie wird gemessen, wie empfindlich die Netzhaut an bestimmten Stellen gegenüber Lichteinstrahlung ist, um etwaige Gesichtsfeldausfälle zu detektieren und deren Verlauf zu dokumentieren. Der Patient sitzt vor einem halbrunden Testschirm, dem Perimeter, auf dem in zufälliger Reihenfolge aufblinkende Lichtpunkte unterschieldicher Intensität angezeigt werden. Während er auf ein Fixierlicht in der Mitte des Schirms blickt, muss der Patient immer dann, wenn er ein Licht in der Umgebung bemerkt, einen Signalknopf drücken. Das Messergebnis wird anschließend mit einem standardisierten Normalbefund verglichen.
    Durchschnittlich dauert eine Gesichtsfeldmessung 10 bis 20 Minuten pro Auge. Es wird immer nur ein Auge alleine getestet, das andere wird solange mit einer Augenklappe abgedeckt.

    Die Vermessung des Sehnerven mit der Heidelberg-Retina-Tomographie (HRT)

    Die Vermessung des Sehnerven mit dem Heidelberg Retina Tomographen (HRT) stellt einen wesentlichen Fortschritt für Früherkennung und Verlaufsbeobachtung des Glaukoms dar. Mit einem Laser wird der Bereich des Sehnerven abgetastet und dann aus dem reflektierten Licht eine dreidimensionale Darstellung errechnet. Daraus wird ein farbkodiertes topographisches Bild erstellt. Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass die exakte Dokumentation der Bilder eine genaue Verlaufsbeobachtung zulässt. Veränderungen, die durch z.B. eine nicht ausreichende drucksenkende Therapie verursacht sind, können hiermit frühzeitig erkannt werden. Auch lässt sich oft die Entwicklung des Glaukoms noch vor dem Auftreten funktioneller Defizite diagnostizieren. Die Untersuchung mit dem HRT ist schmerzfrei, kann bei jungen Patienten ohne Pupillenerweiterung durchgeführt werden und dauert ca. 10 Minuten pro Auge bei guter Mitarbeit.

    Die Vermessung des Sehnerven mit der Optischen Kohärenz Tomographie (OCT)

    Der Optische Kohärenz-Tomograph OCT ist ein Präzisionsgerät, das ein Messverfahren verwendet, welches dem Ultraschall sehr ähnlich ist. Es verwendet aber Lichtimpulse statt Schall und erlaubt damit eine deutlich feinere Auflösung der untersuchten Strukturen. Mittels Querschnittsbilder ermöglicht das OCT bei Glaukompatienten eine Verlaufsbeurteilung der Aushöhlung des Sehnervenkopfes. Durch eine zirkulär um den Sehnervenkopf geführte Darstellung der Gewebsdichte kann eine Ausdünnung der Nervenfaserbündel um den Sehnervkopf festgestellt werden. Diese Methode wird OCT der RNFL (retinale Nervenfaserschicht) genannt.
    Nach vorheriger Weitstellung der Pupillen erfolgt die schmerzfreie Untersuchung an einem speziellen Gerät und dauert bei guter Mitarbeit des Patienten ca. 10 Minuten pro Auge.

    Die Messung der Nervenzellenschicht mit der GDx

    Bei der Durchführung der Untersuchung durchleuchtet ein unsichtbarer Laserstrahl die Nervenfaserschicht im Bereich um den Sehnervenkopf und kann anhand der Reflektionsmuster die Dicke der Nervenschicht errechnen und mit alterskorrelierten Normalwerten vergleichen. Eine Ausdünnung der Nervenfaserschicht kann häufig schon vor dem Auftreten von funktionellen Defiziten festgestellt werden.
    Eine Untersuchung mit der GDx erfordert keine Weitstellung der Pupille. Die Untersuchung dauert bei guter Mitarbeit des Patienten ca. 10 Minuten pro Auge.

    Therapie

    Wird ein Glaukom diagnostiziert, so besteht die Therapie der Wahl in der Verordnung von Augentropfen. Führen diese nicht oder nicht mehr zu einer ausreichenden Augendrucksenkung, müssen Laserverfahren oder chirurgische Verfahren in Betracht gezogen werden. Eine Augendrucksenkung wird hierbei durch eine Vermehrung des Kammerwasserabflusses oder durch eine Drosselung der Kammerwasserproduktion herbeigeführt.

    Laserverfahren:

    • Zyklophotokoagulation (CPC)
    • SLT (selektive Lasertrabekuloplastik)
    Operative Verfahren:
    • tiefe Sklerektomie
    • Kanaloplastik
    • Trabektom
    • Goniotrepanation
    • Implantate und Stents

    Zyklophotokoagulation

    Bei der Zyklophotokoagulation wird mittels einer Lasersonde ein Teil des Ziliarkörpers verödet. Da der Ziliarkörper der Ort der Kammerwasserproduktion ist, sinkt hierdurch der Augendruck. Eine chirurgische Eröffnung des Auges ist nicht notwendig. Der Eingriff wird meistens in einer kurzen Maskennarkose durchgeführt, ist aber bei Bedenken gegen eine Vollnarkose auch in örtlicher Betäubung möglich. Eine Entlassung erfolgt am 1. oder 2. postoperativen Tag.

    SLT (selektive Lasertrabekuloplastik)

    Die SLT-Laserbehandlung ist eine schmerzfreie, ambulante Behandlung. Über ein auf die Augenoberfläche aufgesetztes Kontaktglas werden zirkulär kleine Öffnungen im Trabekelmaschenwerk erzeugt. Da das Kammerwasser über das Trabekelmaschenwerk abfließt, wird über einen vermehrten Kammerwasserabfluss eine Drucksenkung hervorgerufen. Die Behandlung wird im Sitzen ohne Narkose durchgeführt. Bestimmte Verhaltensregeln für den postoperativen Verlauf bestehen nicht. Die drucksenkende Wirkung ist jedoch geringer als bei den übrigen drucksenkenden Laser- und Operationsverfahren, so dass diese Verfahren lediglich bei beginnenden Glaukomen oder ergänzend zur Anwendung kommt.

    Tiefe Sklerektomie

    Bei der tiefen Sklerektomie wird kein Loch zur Erleichterung des Kammerwasserabflusses geschaffen, sondern der Bereich des verstopften, mehrlagigen Trabekelmaschenwerkes (schwammartiges Abflussgewebe) soweit ausgedünnt, dass der Kammerwasserabfluss wieder deutlich erleichtert wird und der Augeninnendruck sich normalisieren kann. Hierfür muss der Schlemm Kanal (Kammerwasserabflusskanal am Hornhautrand hinter dem Trabekelmaschenwerk) aufgesucht werden. Durch die Sklerektomie (Lederhautentfernung) entsteht ein kleiner Hohlraum der den Effekt der Operation erhöht. Vorteile der tiefen Sklerektomie sind im Vergleich zur Goniotrepanation (s.o.) ein geringeres Komplikationsrisiko, da das Auge bei unkompliziertem Verlauf nicht eröffnet wurde, sondern eine hauchdünne Membran des Trabekelmaschenwerkes zwischen Vorderkammer und Abflussweg unter die Bindehaut erhalten bleibt. Die tiefe Sklerektomie kann in lokaler Anästhesie oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Die Dauer des stationären Aufenthalts beträgt abhängig vom Verlauf ca. 4 Tage.

    Oftmals wird die Operation mit einem Implantat kombiniert, welches als Platzhalter in der Phase der Wundheilung den Bereich des Filterkissens offenhält und für ein Gelingen der Operation im längeren Verlauf sorgen soll. Häufig eingesetzte Implantate in unserem Hause sind:

    - Ologen
    - t-Flux
    - AquaFlow

    Goniopunktion

    Falls es nach einer tiefen Sklerektomie zu einem erneuten Druckanstieg kommt, wird eine Goniopunktion durchgeführt. Hierbei wird mit Hilfe eines Lasers die hauchdünne Membran zwischen Trabekelmaschenwerk und Vorderkammer (s. tiefe Sklerektomie) perforiert. Die Behandlung findet ambulant statt. Besondere Verhaltensregeln für den Zeitraum nach der Behandlung bestehen nicht.

    (tS+) Kanaloplastik

    Wenn möglich wird zusätzlich zur tiefen Sklerektomie (s.o.) der Schlemm-Kanal mit einer speziellen Sonde dargestellt, erweitert und ein Faden in den Kanal eingezogen. Dieser Faden wird unter Spannung verknotet und verbleibt im Schlemm Kanal (Kanaloplastik). Dies soll einem Kollaps des Kanals und des Bereichs der tiefen Sklerektomie vorbeugen und den Abflussweg zusätzlich erweitern. Die Kanaloplastik wird in Vollnarkose durchgeführt. Die Dauer des stationären Aufenthalts beträgt abhängig vom Verlauf ca. 4 Tage.

    Trabektom

    Gerade bei angeborenen Veränderungen des Kammerwinkels (dysgenetische Veränderungen), ist diese Form der Operation indiziert. Hierbei wird mit einem feinen Spezialmesser der angeboren verengte oder fehlgebildete Kammerwinkel eingeschitten um den Abfluss des Kammerwassers zu verbessern. Diese Operationsmethode ist sehr schonend und kann bereits bei Kindern angewendet werden.

    Zyklodialyse

    Bei der Zyklodialyse von innen (ab interno) oder außen (ab externo) handelt es sich um Verfahren, mit dem der Teil des Augen, welcher das Kammerwasser produziert, selektiv durch einen Eingriff eingeschränkt wird. Dadurch wird weniger Kammerwasser produziert und der Augeninnendruck sinkt.

    Goniotrepanation

    Nach Eröffnung der Bindehaut und Darstellung eines ca. 4x4 mm großen Lederhautläppchens wird unterhalb dieses Läppchens eine offene Verbindung in die Vorderkammer hergestellt. Anschließend wird eine kleine Öffnung in der Iris angelegt, die einen direkten Übertritt des Kammerwassers von der hinteren in die vordere Augenkammer ermöglicht. Durch Ausschneiden eines kleinen Stückchens der Augenwand wird ein Abfluss nach außen unter die Bindehaut geschaffen. Dort bildet sich eine seichte Vorwölbung, die als Filterkissen bezeichnet wird. Die Goniotrepanation kann in lokaler Anästhesie oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Die Dauer des stationären Aufenthalts beträgt abhängig vom Verlauf ca. 5 Tage.

    Implantate und Stents

    Eine weitere operative Option zur Augendrucksenkung besteht in der Verwendung von Implantaten. Hierbei wird das Kammerwasser aus der Vorderkammer mit Hilfe von Kunststoffimplantaten abgeleitet. Da bei diesen Verfahren ein Fremdkörper im Auge verbleibt, kommen sie meist erst dann zum Einsatz, wenn die übrigen Verfahren ausgereizt sind.

    Typische Implantete, welche bei uns eingesetzt werden, sind:

    - IVANTIS-Stent
    - iStent
    - CyPass
    - Ventile (Valves)

    Glaukom-Team

    Leitung

    Maren Klemm
    Prof. Dr. med.
    Maren Klemm
    • Stellvertretende Klinikdirektorin
    • Fachärztin für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , 1. Etage

    Mitglieder

    Rüdiger Schwartz
    Dr. med.
    Rüdiger Schwartz
    FEBO
    • Oberarzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Standort

    W40 , EG
    Caroline Gesser-Wendt
    Dr. med.
    Caroline Gesser-Wendt
    FEBO
    • Funktionsoberärztin
    • Fachärztin für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , EG
    Maria Casagrande
    Dr. med.
    Maria K. Casagrande
    • Weiterbildungsassistentin
    Standort

    W40 , EG
    Carsten Grohmann
    Dipl.-Phys.
    Carsten Grohmann
    • Weiterbildungsassistent
    Standort

    W40 , EG
    Nils Alexander Steinhorst
    • Weiterbildungsassistent
    Standort

    W40 , EG
  • Einführung

    Die vitreoretinale Chirurgie befasst sich mit der Behandlung von Erkrankungen des Glaskörpers (Corpus vitreum), der Netzhaut (Retina) und der Makula. Diesem Bereich sind zahlreiche Krankheitsbilder zugeordnet, die mittels neuster operativer oder laserchirurgischer Verfahren behandelt werden können:

    • Netzhautablösung
    • Diabetische Netzhauterkrankung
    • Gefäßverschlüsse der Netzhaut
    • Entzündungen des Auges
    • Blutungen in das Auge
    • Makulaerkrankungen
    • Tumoren des Auges

    Krankheitsbilder

    Netzhautablösungen

    Netzhautablösungen entstehen durch Loch- oder Membranbildungen im Bereich der Netzhaut oder des Glaskörpers. Risikopatienten sind solche mit einer hohen Kurzsichtigkeit, familiärer Disposition und Stoffwechselerkrankungen wie dem Diabetes mellitus. Aber auch eine vorangegangene Augapfelprellung oder einer Kataraktoperation erhöhen das Risiko für eine Netzhautablösung. Durch Flüssigkeitsverschiebungen oder Zugwirkungen wird die Schicht der Photorezeptoren von ihrer lebenswichtigen Unterlage (retinales Pigmentepithel = RPE) abgehoben. Neben einer akuten Sehverschlechterung drohen in der Regel langfristige Schäden der Sinneszellen, da diese durch den fehlenden Stoffwechsel nicht mehr adäquat versorgt werden. Daher ist es erforderlich, eine Netzhautablösung möglichst bald nach Ihrem Auftreten mittels einer Operation zu versorgen. Hierzu gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:

    • Durch das Aufnähen einer Silikonplombe auf den Augapfel wird die Augenwand so eingedrückt, dass die abgehobene Netzhaut und die Augenwand mit der Versorgungsschicht des RPE wieder in Kontakt geraten. Durch eine zeitgleiche Anwendung von Kälte oder Laserenergie im Bereich eines Netzhautloches wird die Netzhaut bewusst geschädigt, damit eine Vernarbungsreaktion dieses Areal langfristig „abriegelt“. Ggf. muss zusätzlich unter der Netzhaut liegende Flüssigkeit durch eine Punktion entfernt werden.
    • Unter gewissen Umständen, z.B. wenn ein Anlegen der Netzhaut durch eine Operation von außen nicht möglich ist, kann die Glaskörperchirurgie "von innen" eingesetzt werden. Damit ist es möglich, auch starre Membranen zu entfernen und die Netzhaut mittels Anwendung „schwerer“ Flüssigkeiten und eines Lasers sowie kurzfristiger Gas- oder Silikonölendotamponaden wieder an der Augenwand zu befestigen.

    Altersbedingte Makuladegeneration

    Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist in der Altersgruppe über 60 Jahren eine der häufigsten Erblindungsursachen. Man unterscheidet die trockene von der feuchten Form, wobei bei letzterer weiterhin das Auftreten typischer oder versteckter subretinaler Neovaskularisationsmembranen (SNV) für die Prognose und die Therapiemöglichkeiten von Bedeutung ist. Solche Membranen stellen Gefäßneubildungen in sonst gefäßfreien Arealen dar, womit eine erhöhte Blutungsgefahr und die Ablagerung unerwünschter Stoffwechselprodukte verbunden ist.

    Bis ins die neunziger Jahre gab es für die Makuladegeneration keine aussichtsreichen Therapieverfahren, so dass den Patienten lediglich zu einer gesunden Ernährung und Nikotinabstinenz geraten wurde. Seit Ranibizumab im Jahr 2007 in Deutschland zugelassen wurde, hat sich die Therapie mittels Injektionen unterschiedlicher Medikamente in den Glaskörperraum zum Standard in der Behandlung der feuchten AMD entwickelt und es ist nun möglich vielen Patienten zu einem besseren Sehen zu verhelfen oder den Status quo zu erhalten. Auch weiterhin sind noch zahlreiche Medikamente in der klinischen Erprobung oder in experimentellen Studien. Welche Methode für welche Art und welches Stadium der Makuladegeneration geeignet ist kann nur anhand einer umfangreichen Voruntersuchung unter Berücksichtigung vieler Parameter festgestellt werden. Ebenso unterscheiden sich die Erfolgsaussichten je nach Ausgangsbefund, so dass hier keine generelle Aussage möglich ist. Allgemeine Therapieoptionen:

    • Adjuvante Therapie mit Nahrungsergänzungsmitteln zur Abpufferung und Reduktion oxidativer Gewebeschäden (trockene Form der AMD)
    • Applikation medikamentöser Substanzen mit gefäßwachstumshemmender Wirkung zum Verhindern des Entstehens einer Neovaskularisationsmembran (feuchte Form der AMD).

    Gefäßverschlüsse der Netzhaut

    Arterielle Gefäßverschlüsse:

    Embolische Prozesse, funktionelle Gefäßspasmen und mechanische Gefäßkompressionen können ebenso wie Zirkulationsstörungen oder organische Gefäßwandveränderungen Auslöser dieser Erkrankung sein. Zu den gängigsten arteriosklerosefördernden Zivilisationskrankheiten zählen Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen. Auch mangelnde Bewegung, Nikotinabusus und Gerinnungsstörungen sind in der Ursache des Gefäßverschlusses als Risikofaktoren einzuschätzen. Neben der konservativen Therapieoption mittels isovolämischer Hämodilution hat sich die Laserkoagulation ähnlich wie bei der Behandlung der diabetischen Retinopathie etabliert. Arterielle retinale Gefäßverschlüsse gehen in der Regel mit einer erheblichen Einschränkung der Sehkraft einher und die Therapie bewirkt in erster Linie eine Vermeidung von Sekundärkomplikationen und dient dem Erhalt des Auges und weniger der Verbesserung der Sehschärfe. Die begrenzte Überlebenszeit der retinalen Ganglienzellen und Nervenfasern unter Ischämiebedingungen macht die schlechte Prognose arterieller und ischämischer venöser Gefäßverschlüsse deutlich.

    Venöse Gefäverschlüsse:

    Bei venösen Gefäßverschlüssen (Störung des Abfluss des Bluts), bei denen eine Sehverschlechterung häufig durch eine Flüssigkeitsansammlung in der Netzhaut bedingt ist, kann diese durch Injektionen von Hemmern des Wachstumsfaktors VEGF verdrängt werden und so oft eine Verbesserung des Sehens erreicht werden. Häufig wird unterstützend (besonders bei frühen Formen der Verschlüsse) einer Blutfluss verbessernde Therapie eingeleitet. Tritt eine Sauerstoffunterversorgung der Netzhaut auf, muss in vielen Fällen das betroffene Areal gelasert werden.

    Makulaforamen und epiretinale Gliose

    Durch die Entwicklung von neuen Operationsverfahren ist es möglich geworden, Erkrankungen der Makula operativ zu behandeln, die früher einer Therapie nicht zugänglich waren. Als etablierte Verfahren können das Membrane Peeling bei epiretinaler Gliose und die Operation von Makulaforamen angesehen werden. Bei allen diesen operativen Eingriffen wird zunächst eine Vitrektomie, d.h. eine Glaskörperausschneidung, durchgeführt. Bei der Operation eines Makulaforamens erfolgt zum Ende der Operation ein Flüssigkeits-Gas-Austausch, wobei verschiedene Gasgemische in den Glaskörperraum eingebracht werden können. Postoperativ sollte der Patient zielgerichtet gelagert werden, um die Makula vollständig mit Gas zu bedecken. Auf Grund des gemeinsamen operativen Zugangs haben die Operationstechniken zum Teil ähnliche Komplikationen. Die am häufigsten auftretende Komplikation ist die Ausbildung einer Linsentrübung.

    • Epiretinale Membranen, d.h. vor der Netzhaut, an der Stelle des schärfsten Sehens liegende Membranen, wurden 1865 erstmals von Iwanoff beschrieben. Sie beeinträchtigen die Sehschärfe unterschiedlich stark. Ein typisches Symptom ist das Sehen verbogener Linien. Nach der Entfernung des Glaskörpers wird beim Membrane Peeling die Membran von der Netzhautmitte abgezogen. Die Verbesserung der Sehschärfe erfolgt etwas verzögert, meist 1 bis 3 Monate nach der Operation, und wird oft über 6 bis 12 Monate weiter besser. Unabhängig von einem Visusanstieg berichten die meisten Patienten postoperativ von einer deutlichen Abnahme des Verzerrtsehens. Diese ist verursacht durch die Glättung der Netzhaut.
    • Ein Makulaloch/Makulaforamen wurde erstmals 1869 von Knapp beschrieben. Es handelt sich um einen durchgreifenden Defekt der Netzhaut in der Stelle des schärfsten Sehens. Für die Pathogenese von Makulalöchern spielen sowohl nach vorne gerichtete Traktionen des Glaskörpers als auch tangentiale Traktionen in den innersten Netzhauschichten eine Rolle. Bei der Operation wird der Glaskörper vollständig von der Unterlage abgehoben (wenn er es nicht schon ist) und in jedem Fall die innere Glaskörpergrenzmembran entfernt, auch die innerste Netzhautschicht, die Mebrana limitans interna (dies die Schicht, die dem Glaskörper zugwandt ist, also die größte Entfernung zu den Photorezeptoren hat), wird mit entfernt.

    Diabetische Retinopathie

    Die Diabetische Retinopathie ist die häufigste Gefäßerkrankung am menschlichen Auge. In Deutschland sind bei steigender Tendenz ca. 4% der Bevölkerung betroffen. Wie ernsthaft die Erkrankung ist, verdeutlicht die Zahl, dass in Deutschland pro Jahr ca. 40.000 Diabetiker erblinden, womit das Erblindungsrisiko 25-mal höher als beim Nicht-Diabetiker ist. Die diabetische Retinopathie ist die häufigste Ursache für einen Sehverlust zwischen dem 20. und 65. Lebensjahr. Es ist offensichtlich, wie wichtig eine konsequente Prävention bzw. eine effiziente Therapie beim Voranschreiten der Erkrankung sind. Die Diabetesdauer, das Manifestationsalter, die Zuckereinstellung (HbA1c, C-Peptid) sowie konstitutionelle und genetische Faktoren sind entscheidende Einflussfaktoren für die Entstehung und Progression der Erkrankung. Wir unterscheiden den insulinpflichtigen Typ 1 Diabetes vom nicht insulinpflichtigen Typ 2 Diabetes.

    Dabei kann das Bild der Netzhautgefäßveränderungen verschiedene Stadien durchlaufen, wobei Gewebeveränderungen wie eine Verdickung der Basalmembran, ein Kontaktverlust zwischen Endothel und Perizyten, eine gestörte Blut-Retina-Schranke mit erhöhter Gefäßpermeabilität die vorherrschenden pathophysiologischen Zeichen sind:

    • Nichtproliferative Retinopathie (mild) mit Gefäßaussackungen, Blutungen und Exsudat-Ablagerungen
    • Präproliferative Retinopathie (mäßig) zusätzlich Nervenfaserinfarkte (Cotton-wool-Herde), Gefäßanomalien (IRMA`s)
    • Proliferative Retinopathie (schwer) zusätzlich Gefäßneubildungen (Neovaskularisationen), Glaskörperblutung, Membranbildung und Netzhautablösung.
    • In allen Stadien möglich: diabetisches Makulaödem

    Häufig droht ein Sekundärglaukom. Je nach Befundausdehnung und Stadium ist im Rahmen der regelmäßig durchzuführenden Kontrolluntersuchungen eine Therapiemaßnahme erforderlich. Als Behandlung ist neben einer konsequenten Blutzucker-Einstellung durch orale Antidiabetika / Insulinpräparate eine Laserkoagulation veränderter Netzhautareale erforderlich. Sollten die Veränderungen der Erkrankung schwerwiegender sein, ist die Durchführung einer Operation erforderlich: Mittels einer Glaskörperoperation können Einblutungen und Membranen entfernt, eine gezielte, umfassende Gewebekoagulation mit Laser oder Kälte durchgeführt und eine Gas-Endotamponade als Stabilisierungsmedium eingegeben werden (in Ausnahmefällen auch Silikonöl). Stadienabhängig hat sich folgendes Therapieschema etabliert:

    • Kontrolluntersuchungen mit Blutzucker-Einstellung bei milder nicht proliferativer Retinopathie
    • Gezielte fokale oder disseminierte panretinale Laserkoagulation bei mäßiger präproliferativer Retinopathie
    • Laserkoagulation und/oder vitreoretinale Operation bei schwerer proliferativer Retinopathie

    Die häufigste Ursache für den Sehverlust bei allen Diabetikern ist das diabetische Makulaödem. Durch die Schrankenstörung der Gefäße kann sich Gewebeflüssigkeit (Ödem) in der sonst „trockenen“ Netzhautmitte ablagern. Je länger das Ödem besteht, umso ausgeprägter ist die funktionelle Störung. Die Therapie hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert und erfolgt heute in aller Regel durch das Einbringen verschiedener Medikamente direkt in den Glaskörperraum. In einigen Fällen wird dies durch eine Lasertherapie der Netzhautmitte ergänzt.

    Netzhaut-Team

    Mitglieder

    Christos Skevas
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Christos Skevas
    • Oberarzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , EG, Raumnummer 8
    Andrea Hassenstein
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Andrea Hassenstein
    FEBO
    • Oberärztin
    • Fachärztin für Augenheilkunde
    Standort

    W40 , 6. Etage, Raumnummer 633b
    Maximilian Schultheiß
    Dr. med.
    Maximilian Schultheiß
    • Oberarzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Standort

    W40 , 3. Etage
    Lars Wagenfeld
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Lars Wagenfeld
    • Konsiliararzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Standort

    W40 , 1. Etage
    Philipp Schindler
    Dr. med.
    Philipp Schindler
    • Weiterbildungsassistent
    Standort

    W40 , EG
  • Einführung

    Das Sehen wird schlechter ... . Dafür gibt es verschiedenste Gründe. Die genaue Diagnose kann Ihr Augenarzt stellen. Sollte der Graue Star (Linsentrübung) die Ursache sein, dann sind Sie bei uns richtig.

    Der Begriff Katarakt kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wasserfall - so weiß getrübt waren die Linsen. Der Begriff Star resultiert aus dem starren Blick, der durch mangelnde Fixation bei schlechter Sehschärfe bedingt ist. Die Katarakt ist auch Synonym für den Grauen Star. Erste Anfänge der Kataraktchirurgie fanden sich im Mittelalter, als die sogenannten Starstecher die durch die Katarakt erblindeten Menschen wieder sehend machen konnten. Unsteril arbeitend resultierte ein hohes Infektionsrisiko der operierten Patienten. Prinzip der Operation ohne Mikroskop war das Versenken der getrübten, harten Linse mit einem ‚Starmesser’ in den angrenzenden gelartigen Glaskörper.Durch das Verlagern der Linse in den Glaskörper war die optische Achse wieder frei. Die Patienten waren zwar nicht mehr blind, aber die Linse mit ihrer Lupenfunktion fehlte. Den Patienten fehlte also ca. 12 dpt. Lupenwirkung für ein scharfes Bild im Sehzentrum. So konnten sie wieder Handbewegungen erkennen, aber ihnen fehlte die Brille als Lupenersatz für die Linse. Die Operation führte meist zu einer phakolytischen Reaktion auf die Linse und oft auch zu Infektionen durch das unsterile Arbeiten. Die OP-Technik hat sich bis heute glücklicherweise grundlegend geändert.

    Wir bieten unseren Patienten ein vollständiges Angebot modernster Linsen in höchster Qualität. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch und in Abhängigkeit von Patientenwünschen wird besprochen, ob Speziallinsen erforderlich und sinnvoll sind. Außerdem informieren wir Sie darüber, welches Kassenleistungen und welches Privatleistungen sind. Die Standard-Katarakt-Operation wird üblicherweise in Tropfbetäubung durchgeführt (in 80% möglich). Bei sehr schwierigen Situation kann aber auch eine örtliche Betäubung oder Vollnarkose sinnvoll sein. Dies wird ausführlich zwischen Arzt und Patient besprochen. Ebenso, ob die Operation ambulant oder stationär durchgeführt werden soll. Auch hier finden die meisten Operationen ambulant statt.

    Dem Patienten steht eine moderne standardisierte Kleinschnittchirurgie zur Verfügung, die durch kleine Schnitte von knapp über 2 mm eine schnelle Wundheilung und optische Rehabilitation erlaubt. Dadurch sind ambulante Eingriffe sowie eine frühe Entlassung möglich.Der Standard für eine Kataraktoperation ist eine faltbare Linse Acryllinse, mit scharfer Kante gegen den Nachstar und einer 6 mm Optik.

    Katarakt-Operation

    Vor der Grauen Star Operation wird mit dem Patienten die gewünschte Refraktion für die Ferne besprochen. In der Regel wird der Patient auf Emmetropie für die Ferne eingestellt, so dass er wie gewohnt seine Lesebrille weiter nutzen kann. Auch eine Einstellung für die Nähe ist machbar. Sind beide Augen unterschiedlich in der Refraktion oder besteht ein höherer Refraktionsfehler, so muß der zu erwartende Unterschied zwischen beiden Augen (Anisometropie) angesprochen werden. Je nach Situation des 2. Auges, sollte die Refraktion anders eingestellt werden oder das 2. Auge zügig nach dem 1. operiert werden. Eventuell muss bei noch klarer Linse das Auge trotzdem als Refraktionsausgleich operiert werden (CLE = Clear Lens Exchange). Bei hoher Kurzsichtigkeit wird die Zielrefraktion etwas myoper gewählt, mindestens -1,0 dpt. In jedem Falle wird das postoperative Refraktionsergebnis mit dem Patienten besprochen.

    Torische Linsen

    Bei höherem Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) kann dieser ideal durch eine torische Linse ausgeglichen werden. Dies ist bei einem Astigmatismus ab 1,5 bis 2,0 dpt. sinnvoll. Es muss jedoch vorher geprüft werden, ob ein regulärer Astigmatismus vorliegt oder ein Keratokonus. In unserer speziellen refraktiven Sprechstunde werden die Patienten hinsichtlich einer torischen Linse beraten. Bei stabiler Situation bezüglich Refraktion nach Keratoplastik sind torische Linsen auch sehr gut geeignet, um einen Astigmatismus auszugleichen.

    Add-On-Linsen

    Liegt bereits eine Pseudophakie vor und eine Anisometropie, so kann in den Sulcus eine spezielle AddOn-Linse eingesetzt werden. Diese besteht aus einer konvexen und konkaven 7 mm Optik. Damit können sphärische und torische Anisometropien korrigiert werden. Aber auch beim Wunsch nach Brillenfreiheit können multifokale AddOn-Linsen eingesetzt werden. Die AddOn-Linsen gibt es zum sphärischen, torischen Ausgleich und als Multifokal-IOL.

    Multifokale Linsen

    Die Multifokalen Linsen kann man prinzipiell in 2 Gruppen einteilen: Refraktion (Lichtbrechung) und Diffraktion (Lichtbeugung). Es gibt rein refraktive und kombinierte refraktiv-diffraktive Linsen. Die mögliche Nahaddition ist unterschiedlich von 2,8 dpt. bis 3,5 dpt. Die Linsen unterscheiden sich in ihrer Pupillenabhängigkeit (refraktiv – pupillenabhängig und diffraktiv – pupillenunabhängig) und in ihrer Sehschärfe im Intermediär- und Nahbereich. Die Linsen gibt es auch als asphärische Linsen und Blaufilterlinsen. Das Geheimnis des Erfolges und damit eines zufriedenen Patienten liegt in der richtigen Patientenauswahl. Es muß ein presbyoper Leidensdruck vorherrschen und der unbedingte Wunsch nach Brillenfreiheit. Es dürfen keine weiteren okulären Pathologien vorliegen, kein hoher Astigmatismus. Auch muß in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten genau die Anamnese, die Erwartung an den Seheindruck, der gewünschte Sehbereich ohne Brille und die Vor- und Nachteile der Linse herausgefiltert werden. Nachteile der MF-IOL sind mögliche Glare, Halo und Lichtsensationen und verminderte Kontrastsensivitiät. Je ausführlicher die Patientenauswahl, desto zufriedener die Patienten nach der Operation.

    Aphakie (Linsenlosigkeit)

    Liegt eine Aphakie vor, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Korrektur:
    Liegt noch ein Kapselrest ringförmig vor, kann problemlos sekundär eine dreistückige Standardlinse in den Sulcus implantiert werden. Dies wird auch routinemäßig bei kindlichen Aphakien nach Linsenabsaugung bei kongenitaler Katarakt durchgeführt. Wichtig ist hier, dass die IOL im Sulcus ausreichend stabile Haptiken zur Stabilisierung hat, so dass nur dreistückige IOLs in Frage kommen.Liegt eine Aphakie ohne ausreichenden Kapselsupport vor oder nach IC-Kataraktextraktion (Marfan-Syndrom), so muß die Linse in den Sulcus eingenäht werden. Hierfür wird eine PMMA-Linse mit Ösen in den Haptiken verwendet.
    Alternativ können Irisfixierte (Artisan) oder Vorderkammer-Linsen eingesetzt werden. Die Artisanlinse kann bei Aphakie auch hinter der Iris fixiert werden, so dass man sie von außen nicht sieht, birgt jedoch das Risiko, dass sie in den Glaskörper abrutscht.

    Aniridie oder Irissektordefekt

    Bei Aniridie und Aphakie gibt es Aniridielinsen, die ebenfalls sulcusgestützt sind. Diese gibt es in verschiedenen Farben grün, blau und braun oder in Irisprintoptik. Hier wird je nach Augenfarbe des Partnerauges die passende Farbe ausgewählt. Für Irissektordefekte gibt es spezielle Iris Prothetik Systeme (IPS) in verschiedenen Farben und Sektorgrößen. Diese sind für die Implantation in den Kapselsack vorgesehen. Zudem gibt es noch eine künstliche Iris aus Silikon und Kunststoff, die dem Partnerauge entsprechend individuell angefertigt wird.

    Troische Linse

    Torische Linse der Firma Rayner
    Add-On Linse

    Add-On-Linse
    Artisan-IOL der Firma AMO, Abbott Medical Optics

    Artisan-IOL der Firma AMO, Abbott Medical Optics
    farbige Aniridie-Linse der Firma Polytech, hier für Sulcusnahtfixation

    farbige Aniridie-Linse der Firma Polytech, hier für Sulcusnahtfixation

    Katarakt-Team

    Leitung

    Andrea Hassenstein
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Andrea Hassenstein
    FEBO
    • Oberärztin
    • Fachärztin für Augenheilkunde
    Standort

    W40 , 6. Etage, Raumnummer 633b

    Mitglieder

    Stephan Linke
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Stephan J. Linke
    • Konsiliararzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , EG
    Toam Katz
    Toam Rahamim Katz
    MD
    • Funktionsoberarzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , 1. Etage, Raumnummer 184
    Maria Casagrande
    Dr. med.
    Maria K. Casagrande
    • Weiterbildungsassistentin
    Standort

    W40 , EG
  • Einführung

    Die Hornhaut ist das optische Fenster des Auges, das dem Menschen das Sehen erst ermöglicht. Nur aufgrund Ihrer Transparenz ist auch der Augenarzt in der Lage, Strukturen des Augeninneren zu untersuchen. Desweiteren ist die Linse und auch der dahinterliegende Glaskörper ebenfalls transparent. Daher ist der Blick auf den Augenhintergrund im Normalfall mit entsprechender Technik problemlos möglich. Mit 43 Dioptrien hat die Hornhaut darüber hinaus den stärksten Anteil an der Gesamtbrechkraft des Auges. Der normale Durchmesser der Hornhaut beträgt 10 bis 13 mm. Die Hornhaut wird aus dem Kammerwasser, dem Tränenfilm und dem Gefäßnetz um die Hornhaut ernährt (Randschlingennetz). Der Tränenfilm benetzt die Hornhaut und sorgt für eine glatte Oberfläche. Das Lysozym schützt vor Infektionen. Die Transparenz der Hornhaut ist durch die regelmäßige Lage der stromalen Kollagenfasern und durch den gleich bleibenden Wassergehalt von 70 % bedingt. Das Endothel pumpt ständig Kammerwasser aus der Hornhaut heraus.Morphologie der Hornhaut:

    • Die Hornhaut ist wie ein Uhrglas mit einer Randfurche in die Lederhaut (Sklera) eingefügt. Die Oberfläche der Hornhaut besteht aus einem mehrschichtigen, nicht verhornenden Plattenepithel, das sich sehr schnell regenerieren kann. Eine intakte Epithelschicht ist vor allem zur Abwehr von Keimen zwingend erforderlich.
    • Unter dem Hornhautepithel liegt die widerstandsfähige Bowman-Basalmembran, die bei Verletzung mit einer Narbe abheilt.
    • Den größten Gewebeanteil der Hornhaut bildet das Stroma, das wegen der Gefäßfreiheit bradytroph ist und nur langsam regeneriert. Daher heilen Hornhautverletzungen auch sehr langsam. Diese Tatsache bildet jedoch auch ein immunologisches Privileg, da fremdes Spendergewebe vom körpereigenen Immunsystem kaum erkannt wird. Erst wenn nach z.B. nach Verätzungen es zur krankhaften Vaskularisation der Hornhaut kommt, besteht ein stark erhöhtes Risiko für eine Abstoßungsreaktion.
    • Nach innen folgt die widerstandsfähige Descemet-Membran, die dem Augeninnendruck auch dann noch standhält, wenn das Stroma fast vollständig fehlt. Die Descemet-Membran ist regenerationsfähig.
    • Auf der Descemet-Membran ist die einschichtige Endothelzellschicht. Sie ist nicht regenerationsfähig und ist wesentlich für die Transparenz der Hornhaut verantwortlich. Ist das Endothel vermindert oder krankhaft, so kommt es zum Quellen und Eintrüben der Hornhaut mit deutlicher Sehminderung, z.B. Fuchs'sche Hornhautdystrophie.

    Diagnostik

    In unserer Klinik werden verschiedenste diagnostische Untersuchungsverfahren genutzt, um Hornhauterkrankungen präzise zu erkennen. Hierzu gehören die Bestimmung der Oberflächenkrümmung der Hornhaut (Keratoskopie), die Endothelzellzählung (Endothelfoto), die Hornhautdickenmessung (Pachymetrie), die Hornhautmikroskopie (konfokal) und zur Dokumentation die Hornhautphotographie.

    Für Patienten mit Hornhauterkrankungen unterschiedlichster Ursache bieten wir unsere Spezialsprechstunde (Hornhaut und Keratoplastik-Sprechstunde) an. Hier werden alle erforderlichen Untersuchungen zur Hornhautdiagnostik durchgeführt und dem Hornhautspezialisten vorgestellt. Mögliche Therapieoptionen werden mit dem Patienten gemeinsam besprochen.

    Keratoskopie (Oberflächentopographie)

    Zur Beurteilung der Hornhautoberfläche wird eine computergesteuerte Keratoskopie durchgeführt. Durch Projektion von Ringen auf die Hornhaut kann bei Hornhautverkrümmung das Ausmaß der Verkrümmung in Dioptrie gegenüber einer Referenz gemessen werden. Die einzelnen Brechungswerte der Hornhaut in Dioptrie werden wie bei einer Landkarte farbig dargestellt.

    • Diese Untersuchung ist bei allen Formen der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), vor allem irregulären Verkrümmungen indiziert. Die häufigste Indikation ist der Keratoconus (kegelförmige Verkrümmung).
    • Vor allen refraktiven Eingriffen ist die Keratoskopie zwingend erforderlich.

    Endothelfoto (Endothelzellzählung)

    Die Darstellung und vor allem Zellzählung des wichtigen Hornhautendothels gelingt mit der topographischen Endothelmikroskopie. Diese Analyse der Zellzahl (normal 2.500 Zellen pro mm^2) ist sehr wichtig vor Kataraktoperationen und ist stark vermindert bei der Fuchs'schen Dystrophie. Ist die Zellzahl unter 400 Zellen pro mm^2, so ist die Hornhaut gequollen und es muss eine Hornhauttransplantation durchgeführt werden (Keratoplastik).

    Die Hauptindikation ist die Fuchs'sche Hornhautdystrophie und deren Frühform (Cornea guttata) vor allem vor Kataraktchirurgie. Durch die Kenntnis der Endothelzellzahl kann das Risiko einer Hornhautdekompensation nach Kataraktchirurgie eingeschätzt werden.

    Wichtig ebenso für Verlaufskontrollen nach Keratoplastik.

    Pachymetrie (Dickenmessung)

    Die präzise Dickenmessung der Hornhaut ist für refraktive Eingriffe, aber auch für die Glaukomdiagnostik essentiell. Bei sehr dünner Hornhaut, wird der Augeninnendruck falsch niedrig gemessen. Für die Planung von refraktiven Eingriffen (Excimerlaser oder Keratotomien) wird zwingend die Pachymetrie benötigt, da eine Mindestdicke der Hornhaut für refraktive Excimerlaserchirurgie vorhanden sein muss. Die häufigste Indikation stellen geplante refraktive Eingriffe dar und die Glaukomdiagnostik zur Festlegung eines korrigierten Zieldruckes (bedingt durch eine verdünnte Hornhaut).

    Konfokale Hornhautmikroskopie

    Eine noch genauere Untersuchung der Hornhautzellen ist mit der konfokalen Hornhautmikroskopie möglich (konfokale Laserscanning Technik). Die konfokale Mikroskopie höher auflösend als die Spaltlampe, gehört aber nicht zur Routine. Hier können alle Schichten der Hornhaut visualisiert werden. Bei maximaler Vergrößerung sind zelluläre Strukturen sichtbar wie Hornhautnerven oder Akanthamöbenkeime. Eine besondere Fragestellung für die Hornhautmikroskopie sind die Hornhautdystrophien, aber auch neue Erkenntnisse über das Verhalten des Hornhauttransplantates nach Keratoplastik.

    Hornhauterkrankungen

    Keratoconus

    Kegelförmige, meist beidseitige Vorwölbung des Hornhautzentrums mit Trübung des Hornhautgewebes und Hornhautverdünnung (meist Männer, am häufigsten)

    Ist der Keratoconus noch mit Brille oder später mit formstabiler Kontaktlinse auszugleichen, so kann die Hornhautkrümmung mit einem speziellen Verfahren (Riboflavin-Vernetzung) stabilisiert werden, um ein Fortschreiten der Konus zu verhindern. Der Keratoconus ist gehäuft bei M. Down und bei Neurodermitis assoziert.

    Durch Auftropfen von Riboflavin und Applikation von speziellem UV-Licht ist es möglich, die Kollagenfasern des Hornhautstromas zu vernetzen. Hierdurch soll ein Fortschreiten des Keratoconus aufgehalten werden; in manchen Fällen soll er sich sogar etwas vermindern. Ultima ratio ist die Hornhauttransplantation.

    Trübungen der Hornhaut durch Entzündungen (Keratitis)

    Trübungen der Hornhaut können viele verschiedene Ursachen haben, z.B. durch Verletzungen oder Verätzungen. Aber auch Infektionen unterschiedlichster Ursache können visusbeeinträchtigende Hornhauttrübungen zur Folge haben. Infektionen können durch verschiedene Erreger verursacht werden:

    • Viren: am häufigsten Herpesviren und Varizella zoster Virus. Gerade das Herpesvirus führt bei metaherpetischer Keratitis sehr häufig zu einer zentralen Hornhautnarbe.
    • Bakterien: durch verschiedene Keime wie z.B. Pseudomonas aeruginosa kann es zu schwersten Keratitiden mit Durchwanderungskeratitis kommen, die bei zentraler Lage des Infiltrates immer zu einer nachfolgenden Narbe und damit Sehminderung führen. Wird die Infektion nicht mit Antibiotika ausreichend behandelt, kann es zur Panophthalmitis (Infektion des gesamten Auges) und drohendem Bulbusverlust kommen.
    • Akanthamöben (Protozoen): Diese Erreger sind häufig bei Kontaktlinsenträgern zu finden. Typischerweise zeigen diese seltenen Infektionen sehr wechselnde Hornhautbefunde, die z.T. auch Herpesinfektionen simulieren. Auch hier kann es zur Hornhautnarbe kommen.
    • Pilze: Mykotische Infektionen sind selten, v.a. bei Diabetikern oder Kontaktlinsenträgern. Sie sehen den bakteriellen Infektionen sehr ähnlich und verlaufen sehr viel langsamer und schleichender. Je nach Lage der Infektion ist mit einer Sehminderung zu rechnen.
    Die herpetische Hornhautnarbe ist die häufigste Indikation zur optischen Keratoplastik, gefolgt von abgeheilten bakteriellen Hornhautnarben.

    Trübungen der Hornhaut bei der Hornhautdystrophie Fuchs

    Es handelt sich um eine angeborene Erkrankung, die mit einem pathologischen Endothelzellverlust im höheren Alter einhergeht. Es kommt zur einer Hornhauteintrübung (bullöse Keratopathie) mit blasiger Abhebung des Epithels durch den Funktionsverlust des Endothels. Ursache ist das erkrankte Endothel, das das Kammerwasser nicht mehr aus dem Hornhautstroma pumpen kann und die Hornhaut damit quillt.
    Es gibt neben der Fuchs'schen Dystrophie noch viele verschieden Hornhautdystrophien, bei denen es zu Ablagerungen in der Hornhaut (diverse Schichten) kommt mit Visusminderung und erhöhter Blendempfindlichkeit. Die bullöse Keratopathie ist eine der häufigsten Indikationen zur Hornhauttransplantation.

    Operative Therapie

    Indikationen

    • Tektonisch (zum Bulbuserhalt): Perforiertes Ulcus (dann à chaud)
    • Optisch: zentrale Hornhautnarbe
    • Refraktiv: Keratoconus
    • Diagnostisch: unklare Hornhautinfektion
    • Therapeutisch: bakterielles Hornhautinfiltrat
    • Kurativ: Hornhautinfektion
    • Notfall à chaud: Perforiertes Ulcus

    Perforierende Keratoplastik (PKP)

    Hier wird die gesamte Dicke der Hornhaut ausgetauscht. Der häufigste Durchmesser der PKP beträgt 7,5 mm. Die trübe Empfängerhornhaut wird kreisförmig ausgestanzt und durch eine klare Spenderhornhaut gleichen Durchmessers ersetzt. Die Hornhaut wird durch Trepane oder seltener durch Laserverfahren ausgestanzt. Mit verschiedenen Nahttechniken wird die Spenderhornhaut an der Empfängerhornhaut fixiert (einfache oder doppelt fortlaufende Naht oder Einzelknopfnähte).
    Die perforierende, d.h. durchgreifende Keratoplastik, ist bei allen Erkrankungen indiziert, wo das gesamte Hornhautstroma betroffen ist (Trübung, Infektion oder pathologische Wölbung). Lamelläre Keratoplastiken sind bei oberflächlichen Hornhauttrübungen möglich neben den Excimerlaserverfahren. Bei einer Desecemtozele oder perforiertem Hornhautulcus muss eine notfallmäßige Keratoplastik zum Bulbuserhalt erfolgen, sog. Keratoplastik à chaud.

    Die Hornhauttransplantation gehört zu den erfolgreichsten Transplantationen (96 % Erfolgsquote bei unkomplizierter Keratoplastik. Das Risiko einer Abstoßung ist im ersten Jahr nach Transplantation am größten, insgesamt aber gering. Bei einer Hochrisikokeratoplastik durch z.B. eine Vaskularisation kann das Abstoßungsrisiko auf 40 bis 60 % ansteigen und muss daher mit lokaler und systemischer Therapie immunsupprimiert, d.h. unterdrückt werden. Kommt es z.B. bei einer Hochrisikokeratoplastik zu einer Abstoßung, so trübt sich die Hornhaut durch den immunologischen Endothelzellschaden ein. Im Frühstadium kann dies noch mit lokaler und systemischer Cortisontherapie aufgehalten werden. Im Spätstadium kommt es aber zum irreversiblen Eintrüben des Transplantates.

    In bestimmten Fällen wird nur der vordere oder der hintere Teil der Hornhaut ersetzt (lamelläre Keratoplastik DMEK und DSAEK).

    Refraktive Chirurgie

    Histologischer Schnitt der normalen Hornhaut mit mehrschichtigem Epithel (1), Bowman'scher Membran (2), Stroma (3), Descemet-Membran (5) und einschichtigem Endothel (aus Weather, Burkitt, Daniels, Histologie).

    Histologischer Schnitt der normalen Hornhaut mit mehrschichtigem Epithel (1), Bowman'scher Membran (2), Stroma (3), Descemet-Membran (5) und einschichtigem Endo
    Hornhautbefunddokumentation, vor allem im Verlauf: schwerste bakterielle Keratitis bei Kontaktlinsenträger.

    Hornhautbefunddokumentation, vor allem im Verlauf: schwerste bakterielle Keratitis bei Kontaktlinsenträger.
    Ausgeprägter Keratoconus im fortgeschrittenen Stadium. Eine Kontaktlinsenanpassung ist hier kaum noch möglich.

    Ausgeprägter Keratoconus im fortgeschrittenen Stadium. Eine Kontaktlinsenanpassung ist hier kaum noch möglich.
    Bild nach erfolgreicher Hornhauttransplantation. Die fortlaufende Naht ist gut zu erkennen (Zickzackform). Die Keratoplastik ist 1 Jahr alt und die neue Hornhaut ist gut eingeheilt. Der Faden wird in ca. weiteren 6 Monaten entfernt.

    Bild nach erfolgreicher Hornhauttransplantation. Die fortlaufende Naht ist gut zu erkennen (Zickzackform). Die Keratoplastik ist 1 Jahr alt und die neue Hornhau

    Hornhaut-Team

    Leitung

    Andrea Hassenstein
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Andrea Hassenstein
    FEBO
    • Oberärztin
    • Fachärztin für Augenheilkunde
    Standort

    W40 , 6. Etage, Raumnummer 633b

    Mitglieder

    Maren Klemm
    Prof. Dr. med.
    Maren Klemm
    • Stellvertretende Klinikdirektorin
    • Fachärztin für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , 1. Etage
    Stephan Linke
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Stephan J. Linke
    • Konsiliararzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , EG
    Toam Katz
    Toam Rahamim Katz
    MD
    • Funktionsoberarzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , 1. Etage, Raumnummer 184
    Jana Feuerstacke
    Dr. med.
    Jana Feuerstacke
    • Weiterbildungsassistentin
    Standort

    W40 , EG
  • Liebe Patientin, lieber Patient,

    Sie kennen das Gefühl, dass Ihnen im Spiegel ein älteres Antlitz entgegen sieht, als Sie sich eigentlich fühlen? Ihr Erscheinungsbild oft verbrauchter und müder wirkt, als es Ihrem Inneren entspricht?

    Was bedingt Schlupflider und Tränensäcke?

    Häufig ist die Ursache der natürliche Alterungsprozess der Augenregion, der sich bedingt durch Veranlagung und Lebensstil auch häufig schon in jungen Jahren mit einem zunehmenden Gewebeüberschuss bemerkbar macht. Überschüssige Haut führt zu Falten, welche insbesondere am Oberlid die Lidfurche verdecken und das Auge klein und müde wirken lassen („Schlupflider“). An den Unterlidern ist es meist Fettgewebe aus der Augenhöhle, welches durch ein geschwächtes Bindegewebe nach vorne drückt und zu einer unschönen Vorwölbung der Haut im Unterlidbereich führt („Tränensäcke“). „Schlupflider“ im Bereich der Oberlider und „Tränensäcke“ an den Unterlidern führen zu einer vorgealtert wirkenden Augenpartie. Dabei ist es gerade die Augenpartie, die bei jedem Blickkontakt das äußere Erscheinungsbild eines Menschen maßgeblich beeinflusst.

    Ästhetische Lidchirurgie

    Die ästhetische Lidchirurgie bietet mit wohldosierten Eingriffen die Möglichkeit Ihre Augen wieder offener und strahlender wirken zu lassen und Ihren Ausdruck zu verjüngen. Im Rahmen einer Ober- oder Unterlidblepharoplastik (Lidstraffung) erfolgt eine individualisierte, Ihrem Typ entsprechende Straffung der Lidhaut und der tiefer gelegenen Gewebsschichten mit dem Ziel Ihr natürliches Selbstbild zu erhalten.

    Welche operativen Möglichkeiten gibt es?

    Blepharoplastik bezeichnet die Straffung der Lider durch eine operative Entfernung der überschüssiger Haut und des überschüssigen Fettgewebes. An den Oberlidern erfolgt dies durch einen horizontalen Schnitt in der Lidfurche, so daß die spätere Narbe in der Lidfalte kaum zu sehen ist. An den Unterlidern kann die Schnittführung für eine Fettgewebsentfernung auf der Lidinnenseite (transkonjunktival) erfolgen, so daß die Narbe komplett unsichtbar bleibt. Die Blepharoplastik kann mit dem Skalpell oder mit dem CO2-Laserverfahren durchgeführt werden. Der CO2-Laser ermöglicht intraoperativ durch eine Minimierung von Blutungen eine perfekte Präparation der anatomischen Strukturen. Postoperative Schwellungen und Blutergüsse werden reduziert. Im Bereich der Unterlider besteht mit dem CO2-Laser die zusätzliche Möglichkeit ein sogenanntes „Skin-Resurfacing“ durchzuführen und durch eine gezielte Straffung des Unterhaut-Gewebes einen noch nachhaltigeren Verjüngungseffekt zu erzielen. Der Laser trägt hierbei die oberflächlichsten Hautschichten ab und strafft die Haut thermisch. Manchmal ist als Ersteingriff an den Unterlidern die alleinige Durchführung eines „Skin-Resurfacing“ ausreichend.

    Wer wird mich operieren?

    Das Ärzteteam für „ästhetische Lidchirurgie“ an der UKE Augenklinik besteht aus Dr. Sylvia Green und Dr. Matthias Keserü. Beide sind erfahrene Chirurgen auf dem Gebiet der Lid-, Tränenweg- und Orbitachirurgie und haben sich auf den Bereich der okuloplastischen Chirurgie spezialisiert. Frau Dr. Green verfügt über das „Zertifikat für spezielle plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie in der Augenheilkunde“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA). Herr Dr. Keserü ist Oberarzt für plastische und rekonstruktive Chirurgie der Augenklinik des UKE. Er ist Mitglied der Sektion ophthalmoplastische und rekonstruktive Chirurgie (SORC) der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sowie Mitglied der European Society of Oculoplastic and Reconstructive Surgery (ESOPRS).

    Wie erfolgt der Eingriff?

    Im Rahmen der Sprechstunde für „ästhetische Lidchirurgie“ erfolgt eine ausführliche augenärztliche Untersuchung. Anhand der Befunde und Ihren Wünschen beraten wir Sie dann individuell über das mögliche chirurgische Vorgehen und begleitende Maßnahmen und klären Sie für die Operation auf. Die Operationen werden je nach Aufwand in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt. Für eine alleinige Oberlidstraffung ist in der Regel eine lokale Betäubung ausreichend. Bei Operationen an den Unterlidern und kombinierten Eingriffen empfiehlt sich die Durchführung in Vollnarkose. Alternativ kann eine Operation auch in Analgosedierung (Dämmerschlaf) durchgeführt werden, d.h. der Eingriff erfolgt grundsätzlich in örtlicher Betäubung, jedoch werden Ihnen durch den Narkosearzt Medikamente gegeben, die Sie während des Eingriffs zusätzlich schmerzfrei machen und entspannt schlafen lassen. Nach der Operation wird die Lidpartie für einige Stunden intensiv gekühlt. Um eine optimale postoperative Versorgung und Erholung zu gewährleisten, bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer Übernachtung auf der Privatstation der Augenklinik.

    Was passiert nach der Operation?

    In den ersten postoperativen Tagen sind Schwellungen und zarte Blutergüsse der Lider zu erwarten und wir empfehlen Ihnen, die Kühlung der operierten Region für einige Tage auch zu Hause fortzusetzen. Die Entfernung der Fäden erfolgt meist nach 10 Tagen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sind die Schwellungen in der Regel abgeklungen und Sie können sich wieder schminken und körperlich voll belasten. Das endgültige kosmetische Ergebnis ist nach ca. 4-6 Wochen erreicht. Wird im Bereich der Unterlider ein ergänzendes „Skin-Resurfacing“ mit dem CO2-Laser durchgeführt, ist prä- und postoperativ ein intensiver Schutz vor UV-Licht erforderlich durch regelmäßige Anwendung von UV-Blockern der Stärke 30+ und eine Vermeidung übermäßiger Sonnenexposition.

    Was unterscheidet uns von anderen Anbietern für operative Lidkorrekturen?

    Die Augen und die Augenlider bilden eine komplexe ästhetische und funktionelle Einheit, mit der wir Augenärzte bestens vertraut sind. Unsere Kernkompetenz ist daher die Optimierung der ästhetischen Lidkorrektur unter Berücksichtigung der wichtigen Schutzfunktion der Augenlider für das Auge. Eine umfassende Untersuchung der Augen- und Lidfunktion ist ein zentraler Bestandteil unserer OP-Vorbereitung und für die Planung der operativen Vorgehens. Die Schnittführung erfolgt entlang der natürlichen Hautspannungslinien bzw. auf der Rückseite der Unterlider, so dass nach Abheilung im Regelfall kaum Narben sichtbar sind. Die Sicherheit der Patienten steht dabei stets im Vordergrund. Daher besteht auch die Möglichkeit, die Operationen in einer Vollnarkose oder Sedierung durchzuführen und postoperativ eine Nacht in der Augenklinik des UKE zu übernachten.

    Trägt meine Krankenkasse die Kosten?

    Die Krankenkassen erstatten nur in seltenen Ausnahmefällen die Kosten für Lidstraffungen. Unsere Honorare bemessen sich nach dem individuellen Aufwand. Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne die entsprechende Preisliste zur Verfügung. Interesse an weiteren Informationen? Gerne beraten wir Sie individuell und ausführlicher in unserer „Sprechstunde für ästhetische Lidchirurgie“. Zur Vereinbarung eines Termins nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

    Sprechstunde für ästhetische Lidchirurgie

    Patientenanmeldung: Frau Rindfleisch Telefon: 040 7410 54271, Fax: 040 7410 56833
    e-mail: lidaesthetik@uke.de

    Plastisches Team

    Leitung

    Frank Schüttauf
    Prof. Dr.
    Frank Schüttauf
    • Oberarzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Standort

    W40 , 1. Etage, Raumnummer 132

    Mitglieder

    Sylvia Green
    Dr. med.
    Sylvia Green
    • Funktionsoberärztin
    • Fachärztin für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , EG, Raumnummer 9
    Simon Dulz
    Dr. med.
    Simon Dulz
    • Weiterbildungsassistent
    Kontakt

    Standort

    W40 , EG
  • Die Ple- und Orthoptik beschäftigt sich mit der Behandlung des Schielens. Der Schwerpunkt wird an der UKE-Augenklinik in Form einer eigenen Abteilung geführt.

    Orthoptik - Was ist das?

    Das Wort "Orthoptik" leitet sich ab von den griechischen Begriffen "ortho" = gerade und "optik" = sehen.Die Orthoptik ist ein spezialisierter Bereich der Augenheilkunde, der die

    • Vorbeugung (Prävention)
    • Erkennung (Diagnostik)
    • Behandlung (Therapie)

    von

    • Schielerkrankungen
    • Augenbewegungsstörungen
    • Kopfzwangshaltungen
    • Sehschwächen (Amblyopie)
    • Störungen des ein- und beidäugigen Sehens
    • Augenzittern (Nystagmus)
    umfasst.

    Orthoptistinnen und Augenärzte arbeiten hier eng zusammen.Der Bereich Ple- und Orthoptik ist vernetzt mit anderen Bereichen der Augenheilkunde und den Laboren, die in der Augenklinik vorhanden sind, so dass im Bedarfsfall eine umfassende Behandlung der Patienten/innen sicher gestellt ist. Bei bestimmten Erkrankungen oder Therapien ist dies sehr vorteilhaft. Außerdem besteht als Teil des Universitätsklinikum die Möglichkeit, Fachärzte/innen anderer medizinischer Fachrichtungen in die Diagnostik und Therapie mit einzubeziehen (z.B. Neurologie, HNO, ZMK, Kinderheilkunde, Neurochirurgie, Innere Medizin).

    Was bedeutet "Schielen"?

    Von Schielen (Strabismus) spricht man, wenn eine Fehlstellung der Augen vorliegt. Das heißt: Ein Auge fixiert, das andere weicht von dieser Blickrichtung ab, es schaut in eine andere Richtung. Dabei kann es durchaus sein, dass sich die Augen abwechseln, d.h. mal fixiert z.B. das rechte Auge und das linke schielt, dann ist umgekehrt das linke das fixierende Auge.Liegt ein Schielen vor, so spricht man von einem "Schielwinkel". Je deutlicher das Schielen ist, um so größer ist der Schielwinkel, d.h. die Abweichung der Augen zueinander.Bei angeborenem oder schon seit früher Kindheit bestehendem Schielen ist das beidäugige Sehen gestört. Durch Behandlung kann es evtl. verbessert, jedoch nicht normalisiert werden.

    Beidäugiges Sehen bedeutet, dass die Seheindrücke beider Augen zu einem Gesamtbild mit räumlicher Tiefenwahrnehmung verarbeitet werden.Liegt ein Schielen vor, so handelt es sich nicht um einen "Schönheitsfehler", sondern um eine Erkrankung, die schon im frühen Kindesalter kompetent untersucht und behandelt werden sollte, um mögliche Spätfolgen für die Entwicklung der Augen abzuwenden.In Kombination mit einer Schielerkrankung können andere Symptome auftauchen wie Augenzittern, Augenbewegungsstörungen, Sehschwäche (Amblyopie) eines oder beider Augen, Fehlsichtigkeiten, Kopfzwangshaltungen.

    Ursachen des Schielens

    Diese können sehr vielfältig sein.Es gibt das sogenannte frühkindliche (angeborene) Schielen, das im ersten Lebensjahr, meist im ca. 4. Lebensmonat, auftritt, ohne dass sonstige Erkrankungen des Auges oder des Gehirns vorliegen. Jedoch sind diese Kinder häufig auch weitsichtig (hyperop).

    Die Ursache für das Schielen ist unbekannt, tritt allerdings häufig bei Frühgeborenen und bei Kindern mit Entwicklungsstörungen auf.Ein Schielen im frühen Säuglingsalter kann auch Hinweis auf ein schlechtes Sehvermögen eines oder beider Augen sein.

    Ursache dafür könnte eine unkorrigierte Fehlsichtigkeit, eine Linsentrübung oder andere Erkrankungen des Auges sein. Ausserdem wäre eine hirnorganische Erkrankung möglich, ist aber selten.Auch im Erwachsenenalter kann ein Schielen, das schon seit Kindheit besteht, auffällig werden. Manchmal liegt eine Störung in der Augenbeweglichkeit vor, ohne dass eine weitere Erkrankung zugrunde liegen würde, es treten zeitweise Doppelbilder auf.

    Eine augenärztliche und orthoptische Abklärung ist ratsam.Schielen kann nach Unfällen mit Kopfverletzung auftreten. Eventuell reicht dafür schon eine Gehirnerschütterung aus.Ursache können Durchblutungsstörungen oder Tumore im Gehirn sein, die zu einem Lähmungsschielen führen.Auch entzündliche Erkrankungen, hohe Kurzsichtigkeit oder Knochenbrüche im Bereich der Augenhöhle können zum Schielen führen. Die Auflistung ist unvollständig. Tritt Schielen auf, ist eine augenärztliche und orthoptische Untersuchung erforderlich.

    Schielformen

    Viele Menschen verstehen unter Schielen eine Abweichung eines Auges zur Nase hin. Dabei handelt es sich um ein Innenschielen. Es gibt jedoch auch andere Arten des Schielens: Außenschielen und Höhenschielen (d.h. ein Auge steht höher bzw. tiefer als das andere).

    Außerdem kann ein Auge im Verhältnis zu dem anderen verrollt/verkippt sein. Dies ist von außen in der Regel nicht sichtbar. Ebenso können Kombinationen (z.B. Innen- und Höhenschielen) vorkommen.Das Schielen kann ständig vorhanden (manifest) sein, oder auch nur zeitweise, z.B. bei Müdigkeit, auftauchen (latent oder intermittierend). Zeitweiliges Außenschielen in der Nähe tritt häufig auf, ohne dass es Probleme bereiten würde oder den Betroffenen bewusst wäre.

    Manchmal treten bei der Abweichung eines Auges Doppelbilder, Verschwommensehen oder andere Beschwerden auf. Es kann jedoch auch sein, dass der Seheindruck eines Auges weitgehend unterdrückt wird.Das Schielen kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein, dass heißt der vorhandene Schielwinkel kann groß oder klein sein. Es kommt vor, dass ein nur geringer Schielwinkel vorliegt, der von außen nicht sichtbar, aber trotzdem ständig vorhanden ist.

    Schielt mein Kind?

    Häufig sind sich Eltern und auch Kinderärzte/innen unsicher, ob bei ihrem Kind eine Schielerkrankung vorliegt. In den ersten 3 Lebensmonaten kann es zeitweilig zu einem Schielen kommen, das nicht krankhaft, sondern normal ist. Das liegt daran, dass das Gehirn noch nicht gelernt hat, die Augen korrekt zu steuern.

    Am Ende des 3. Lebensmonat sollten die Augen jedoch dauerhaft gerade stehen. Ist dies nicht der Fall, so empfehlen wir, das Kind augenärztlich und orthoptisch untersuchen zu lassen.Es kommt vor, dass ein Schielen nur vorgetäuscht wird (Pseudostrabismus). Aufgrund des breiten und flachen Nasenrückens bei Säuglingen entsteht bei nur geringem Blick zur Seite der Eindruck, dass ein Auge schielen würde.

    Auch halten sich die Kinder Gegenstände häufig sehr dicht vor die Augen, so dass beide Augen deutlich nach innen gestellt werden müssen, um dieses Objekt zu fixieren. Auch dies kann ein Schielen vortäuschen. Sollten Zweifel bestehen, so ist eine entsprechende Untersuchung notwendig.

    Folgen kindlichen Schielens

    In der Kindheit, besonders im ersten Lebensjahr, entwickelt sich die Sehschärfe sehr schnell. Eine normale Sehentwicklung beider Augen setzt voraus, dass beide Augen gleich gute Sehbedingungen haben.

    Liegt jedoch ein einseitiges Schielen vor, das heißt dass überwiegend das selbe Auge schielt, so kommt es zu einer Sehschwäche des schielenden Auges, da sich dieses Auge nicht mitentwickeln kann. Dies wird als Amblyopie bezeichnet.Manchmal tritt beim kindlichen Schielen eine Schiefhaltung des Kopfes, wie z.B. eine Neigung oder eine Drehung auf (Kopfzwangshaltung).

    Das Kind kann in eine bestimmten Blickrichtung eventuell besser sehen oder vermeidet Doppelbilder. Eine Abklärung ist notwendig, bevor z.B. physiotherapeutisch behandelt wird.

    Behandlung des Schielens

    Brille

    In vielen Fällen ist die Verordnung einer Brille notwendig, da eine Fehlsichtigkeit vorliegt. Durch diese Korrektur der Fehlsichtigkeit wird erreicht, dass beide Augen ein scharfes Netzhautbild erhalten. Die Brille kann sich positiv auf den Schielwinkel auswirken. Eventuell ist mit der richtigen Korrektur kein Schielen mehr vorhanden. Um im Einzelfall zu entscheiden, ob eine Brille notwendig ist, müssen die Augen genau ausgemessen werden. Dafür müssen Augentropfen gegeben werden.

    Abkleben eines Auges (Okklusion)

    Hierbei wird nicht das Schielen therapiert, sondern die Sehschwäche (Amblyopie), die als Folge entstanden ist oder entstehen könnte. Das führende Auge wird hierbei in einem individuell festgelegten Rhythmus abgeklebt.

    Operation

    Eine Augenmuskeloperation ersetzt weder die Brille noch die Abklebebehandlung. Trotzdem kann es mehrfache Gründe dafür geben:

    • Die Beseitigung von Sehbeschwerden (wie Doppelbilder)
    • Das Erreichen einer unauffälligen Augenstellung
    • Die Wiederherstellung oder Verbesserung des beidäugigen Sehens
    • Die Verbesserung der Augenbeweglichkeit
    • Die Beseitigung einer Schiefhaltung des Kopfes

    Was ist eine Amblyopie?

    Bei einer Amblyopie handelt es sich um eine Sehschwäche eines organisch gesunden Auges. Das bedeutet, dass ein Auge schlechter sieht als das andere trotz korrekter Brille. Möglich ist auch, dass beide Augen betroffen sind.Ursache der AmblyopieEin neugeborenes Kind hat auf beiden Augen eine nur sehr geringe Sehschärfe. Die Sehschärfe steigt im Kindesalter, besonders im ersten Lebensjahr, normalerweise sehr schnell an. Kann sich ein Auge nicht so gut entwickeln wie das andere, wird es sehschwach (amblyop). Die Ursachen für die Amblyopie können sehr unterschiedlich seinDazu gehören

    • einseitiges frühkindliches Schielen, auch bei kleinem Schielwinkel
    • Fehlsichtigkeiten, wenn keine (oder die falsche) Brille getragen wird
    • Fehlende Lidhebung (Ptosis)
    • Trübungen in den brechenden Medien, z.B. der Augenlinse (Katarakt)
    • andere Erkrankungen des Auges

    Frühkindliches, einseitiges Schielen

    Hierbei besteht die Gefahr, dass immer das gleiche Auge schielt. Um Doppelbilder zu vermeiden, wird der Seheindruck des schielenden Auges vom Gehirn unterdrückt. Das betreffende Auge bleibt somit in der Entwicklung zurück. Je früher dies geschieht, um so schlechter ist in der Regel das betroffene Auge und um so schwieriger ist die Behandlung.Fehlsichtigkeit: Eine Fehlsichtigkeit betrifft meist beide Augen. Hierbei handelt es sich um Weitsichtigkeit (Hyperopie), Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Stabsichtigkeit (Hornhautverkrümmung).

    Die Brechkraft des Auges weicht von der Norm ab. Ohne Brille entsteht verschwommenes Sehen, da das Bild auf der Netzhaut unscharf abgebildet wird. Eine geringe Weitsichtigkeit kann unter Umständen auch ohne Brille kompensiert werden und ist bei Kleinkindern normal.Es kommt vor, dass nur ein Auge fehlsichtig ist oder die Fehlsichtigkeit beider Augen sehr unterschiedlich ist. Dies führt dazu, dass einseitig unscharf gesehen wird, so dass sich bei diesem Auge das Sehen nicht entwickeln kann; es entseht eine Amblyopie.

    Liegt erst mal eine Amblyopie vor, so sieht das Auge auch mit dem richtigen Brillenglas schlecht.Ptosis: Wenn ein Augenlid hängt, so kann es sein, dass das Kind mit diesem Auge nicht ausreichend fixieren kann, sondern hauptsächlich mit dem anderen Auge schaut. Auch dies kann zu einer Amblyopie führen.Trübungen der Augenlinse (Katarakt): Diese können angeboren oder erworben sein. Eine einseitige Katarakt führt oft schon in den ersten Lebensmonaten zu einer hochgradigen Amblyopie.

    Die frühe Erkennung und Therapie der Trübung ist daher sehr wichtig. Meist muss die betroffene Linse operativ entfernt werden, um ein scharfes Bild auf der Netzhaut zu ermöglichen. Nach Möglichkeit erfolgt die Operation schon im 2. Lebensmonat.Die Katarakt kann auch beidseits angeboren sein. Ohne frühe operative Entfernung der Linsen kann eine hochgradige Sehbehinderung entstehen.

    Behandlung der Amblyopie

    Zur Heilung bzw. Verbesserung der Amblyopie wird überwiegend eine Abdeckbehandlung (Okklusionstherapie) eines Auges durchgeführt. Das Ziel ist es, das sehschwache Auge zum Sehen zu "zwingen" und somit zu trainieren. Dazu wird das bessere Auge mit einem Pflaster lichtdicht verschlossen (okkludiert). Der Rhythmus, in dem abgeklebt wird, ist individuell sehr unterschiedlich.

    Er kann von wenigen Stunden in der Woche bis zu 6 ganzen Tagen in der Woche variieren. Abhängig ist dies vom Alter des Kindes, wann die Amblyopie entdeckt wurde und wie hochgradig diese ist.Ziel ist es, die Lesefähigkeit beider Augen zu erreichen. So könnte das behandelte Auge z.B. bei Verlust des guten Auges die Sehfunktion voll übernehmen. Manchmal kann jedoch noch nicht einmal eine Orientierungsfähigkeit des amblyopen Auges erreicht werden.Je früher die Therapie beginnt, um so besser sind die Chancen, dass die Therapie erfolgreich verläuft und der Zeitraum kurz ist. Oft ist jedoch viel Geduld und eine langwierige Behandlung notwendig.

    Regelmäßige augenärztliche und orthoptische Kontrollen sind notwendig.Bei sehr hartnäckigen oder spät entdeckten Amblyopien bieten wir außerdem eine stationäre Therapie an (pleoptische Schulung). Diese sehr aufwändige Übungsbehandlung findet an Spezialgeräten statt.

    Nystagmus

    Als Nystagmus bezeichnet man unwillkürliches Augenzittern, wobei sich das Wort Nystagmus vom griechischen nystazein= nicken, schlafen herleitet. Zu unterscheiden sind physiologische, also nicht krankhafte von pathologischen, krankhaften Nystagmen. Es gibt Rucknystagmen, bei denen eine schnelle und eine langsame Bewegung auftritt und Pendelnystagmen, bei denen Hin- und Rückbewegung langsam sind. Beiden Arten können auch gemischt vorkommen.

    Physiologischer Nystagmus

    • Endstellnystagmus: Er tritt bei extremen Blickpositionen auf und ist charakterisiert durch einen feinen Rucknystagmus.
    • Optokinetischer Nystagmus: Hierbei handelt es sich um einen Nystagmus, der auftritt, wenn sich wiederholende Zielobjekte über das Gesichtsfeld bewegt werden. Dabei folgen die Augen in der langsamen Phase dem Zielobjekt und machen eine schnelle Bewegung, wenn sie das nächste Objekt wahrnehmen. Es kommt zum Rucknystagmus.
    • Vestibulärer Nystagmus: Diese Form kann durch kalorische Ohrspülungen ausgelöst werden: Bei Spülung des rechten Ohres mit warmem Wasser entwickelt sich ein Nystagmus mit der schnellen Phase nach rechts und bei Spülung mit kaltem Wasser mit der schnellen Phase nach links.
    Insgesamt dienen alle physiologischen Nystagmen der Erhaltung des scharfen Sehens.

    Pathologischer Nystagmus

    • Angeborener Nystagmus: Er besteht meist nicht von Geburt an, sondern entwickelt sich in den ersten 3 Lebensmonaten. Typischerweise ist Patienten mit angeborenem Nystagmus ihr Augenzittern nicht bewusst. Man unterscheidet motorische und sensorische Typen.
      Beim motorischen Nystagmus liegt keine organische Schädigung vor und die Sehschärfe liegt zwischen 50-80% der normalen Sehschärfe. Zu den motorischen Nystagmen zählt auch der Nystagmus latens, der beim frühkindlichen Schielsyndrom auftreten kann und der Spasmus nutans, der sehr selten ist und mit einem Kopfnicken kombiniert ist.
      Der sensorische Nystagmus entsteht durch eine früh aufgetretene Störung des Sehvermögens, z. B. bei angeborenem grauen Star oder Albinismus. Die Sehschärfe ist bei dieser Form mit 20-30 % des normalen Sehvermögens deutlich schlechter als beim motorischen Nystagmus.
      Bei motorischem und sensorischem Nystagmus kann sich die Intensität mit der Blickrichtung ändern und eine sogenannte "Neutralzone" vorhanden sein, in der die Augen besonders ruhig sind. Oft nehmen die Patienten dann eine kompensatorische Kopfhaltung ein und es besteht dann z.B. die Möglichkeit der Therapie durch eine Augenmuskeloperation. Hierbei ist das Ziel, die ruhigste Stellung der Augen bei Geradeausblick herzustellen.
    • Erworbener Nystagmus: Dieser Nystagmus unterscheidet sich von den angeborenen Formen dadurch, dass der Patient ihn als wackeln von Bildern wahrnimmt und als störend empfindet. Er tritt meistens bei neurologischen Störungen oder Erkrankungen im Bereich des Gleichgewichtssystems auf.Grob zu unterscheiden sind ein Blickrichtungsnystagmus vom vestibulären Spontannystagmus.
      • Blickrichtungsnystagmus: Es handelt sich um einen Rucknystagmus, der bei Blickwendungen auftritt und bei dem die schnelle Bewegung immer in die jeweilige Blickrichtung schlägt.
        Ursache kann eine Hirnstamm- oder Kleinhirnverletzung sein. Er kommt aber auch als Nebenwirkung verschiedener Medikamente (z.B. Schlaf - und Beruhigungsmittel) vor.
      • Vestibulärer Spontannystagmus: Bei diesem Nystagmus besteht das Augenzittern bei Blick geradeaus und kann, je nach Ursache (Erkrankung des Gleichgewichtsorgans oder des Nervus vestibularis) mit Schwindel oder Hörstörungen kombiniert sein.

    Therapie/Klinische Tätigkeitsbereiche

    Neben der Verordnung der richtigen Korrektur (Brille) kommt der Behandlung von Sehschwächen (Amblyopie) im Kindesalter eine besondere Bedeutung bei. Hierzu wird in der Regel das bessere Auge mit einem Pflaster zugeklebt. Es werden zusätzlich stationäre, sehr aufwändige Schulungen an Spezialgeräten angeboten. Die Erfolge der Therapien werden regelmäßig kontrolliert.Bei Patienten/innen mit frühkindlichem grauen Star ist Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen der Augenheilkunde von hoher Bedeutung: Nach der operativen Entfernung der Linse die Nachsorge extrem wichtig. Es werden Kontaktlinsen und Spezialbrillen angepasst, um die kleinen Patienten/innen optisch zu versorgen. Äußerst wichtig sind hierbei regelmäßige Verlaufskontrollen, die viel Geduld auch von den Eltern/Erziehungsberechtigten erfordern.In nahezu jedem Lebensalter kann eine Schieloperation notwendig sein. Diese Operationen dienen

    • der Behebung von Stellungsfehlern der Augen (Schielen)
    • der Beseitigung/Verbesserung einer Kopfzwangshaltung
    • zur Therapie von Doppelbildern.
    Aber auch eine konservative Therapie, z.B. die Verordnung von Prismen, wird bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt.

    Augenmuskeloperationen (Schieloperationen)

    Operationen an den äußeren Augenmuskeln erfolgen bei

    • Stellungsfehlern der Augen bei angeborenem oder erworbenem Einwärts-, Auswärts- oder Höhenschielen
    • Sehbeschwerden mit und ohne Doppelbilder bei verdecktem oder zeitweisem Schielen
    • Augenmuskellähmung oder -verhärtung mit und ohne Doppeltsehen
    • zur Verminderung des Ausmaßes eines Augenzitterns (Nystagmus)
    • zur Besserung von Kopffehlhaltungen in Folge Augenmuskel-Ungleichgewichts oder Nystagmus.

    An dem kugelförmigen Augapfel sind sechs, sogenannte äußere, Augenmuskeln befestigt, die die Bewegung des Auges in alles Richtungen ermöglichen. Es handelt sich um 4 gerade und 2 schräge Muskeln. An diesen Muskeln findet die Operation statt, so dass von Augenmuskeloperation gesprochen wird.Die Operation beinhaltet die Stärkung der Muskeln mit Unterfunktion durch Faltung oder Verkürzung sowie die Schwächung der Gegenspieler durch Rücklagerung oder Einschneidung, ggf. auch durch eine weiter hinten gelegene Anheftung an der Lederhaut, sowie die Verlagerung von Augenmuskeln. Sie wird zwar überwiegend, jedoch nicht nur im Kindesalter durchgeführt. So sind ca. ein Drittel unserer Patienten Erwachsene.Die Operation erfolgt überwiegend in Allgemeinanästhesie (Vollnarkose).

    Anzahl und Art der Operationen

    In dem Bereich Ple- und Orthoptik werden seit Jahrzehnten Augenmuskeloperationen durchgeführt, zur Zeit ca. 500 mal jährlich. Dabei handelt es sich sowohl um "einfache" Operationen als auch um komplexe. Abhängig von dem Befund werden entweder ausschließlich die geraden Muskeln, und/oder die schrägen operiert. Es finden Ersteingriffe statt, aber auch zum Teil sehr schwierige Revisionen (nach Voroperationen).Für eine erfolgreiche Operation ist nicht nur die operative Technik wichtig, sondern auch die Indikationsstellung, in der ein/e erfahrene/r Facharzt/Fachärztin unter Berücksichtigung aller erhobener Befunde festlegt, welche der Muskeln wie operiert wird.

    Vorteile des Eingriffs und erwarteter Erfolg

    Bei ca. Dreiviertel der Operierten kann dauerhaft ein Schielwinkel im Mikrobereich von 5° bis 6°, der für den Nicht-Augenarzt nicht als solcher erkennbar wird, erreicht werden sowie eine Harmonisierung des Bewegungsablaufs beider Augen, oftmals verbunden mit beidäugigem (auch räumlichem) Sehen.Die Korrektur des Schielwinkels kann bestehende Doppelbilder beseitigen oder bessern.Kann die Operation einen bestehenden Nystagmus (Augenzittern) dämpfen, so ist durch das postoperativ ruhigere Bild ein Sehschärfegewinn möglich.Schielbedingte Kopffehlhaltungen können durch die OP gebessert werden.

    Alternative Behandlungsmöglichkeiten

    Der Verzicht auf eine Operation bedeutet möglicherweise den Verzicht auf beidäugiges Sehen. Eine Schielwinkelkorrektur mittels Prismenbrille ist nur bei kleinen Schielwinkeln möglich, da anderenfalls sehr dicke, schwere Gläser erforderlich wären.

    Nach der Operation

    Nach dem Eingriff kann für einige Tage Fremdkörpergefühl durch das Nahtmaterial bestehen. Die meisten verwendeten Fäden lösen sich binnen ca. 6 Wochen auf.Die Anpassung des Gehirns an die neue Augenstellung kann vorübergehend Beschwerden bereiten. Bei Über- und Untereffekten sowie Operationen an den schrägen Augenmuskeln können postoperativ Doppelbilder auftreten, die sich in der Regel bereits in den ersten Tagen bis Wochen nach der OP zurückbilden und ggf. mit Prismen behandelt werden können. Autofahren mit Doppelbildern ist nicht gestattet. Sport ist nach OP erlaubt, außer Schwimmen in öffentlichen Bädern für 2-3 Wochen (Keime). Augenärztliche Nachuntersuchungen bei Ihrem Augenarzt sind erforderlich.

    Patientengruppen

    In dem Bereich Ple- und Orthoptik werden Patienten/innen aller Altersgruppen untersucht.Eine besondere Bedeutung kommt der Untersuchung und Behandlung von Säuglingen und Kindern zu. Im Kindesalter, besonders im ersten Lebensjahr, steigt die Sehschärfe normalerweise sehr schnell an. Daher ist es sehr wichtig, dass Faktoren, die zu einer reduzierten Sehentwicklung im Kindesalter führen, frühzeitig erkannt werden.Dazu gehören:

    • kindlicher grauer Star (Katarakt)
    • Brechungsfehler des Auges (Fehlsichtigkeiten)
    • Schielen (Strabismus), auch Mikroschielen (geringes Schielen)
    • angeborener grüner Star (Glaukom)
    • fehlende Lidhebung (Ptosis)

    Werden Störungen nicht erkannt und nicht therapiert, so kann sich leicht eine Sehschwäche (Amblyopie) entwickeln, die unter Umständen nicht mehr zu therapieren ist. In unserem darauf spezialisiertem Bereich stehen daher besondere Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung, wie z.B. ein spezieller Sehtest für Säuglinge / Kleinkinder (Preferential-Looking-Test), um diese Störungen diagnostizieren zu können.

    Die wachsenden Sehanforderungen lassen jedoch auch die Anzahl der Erwachsenen jeder Altersgruppe mit Sehstörungen bzw. Sehbeschwerden wachsen. Darunter fallen Beschwerden wie Augenbrennen, -schmerzen, Kopfschmerzen, Verschwommensehen, Doppelbilder, gerötete Augen, angestrengtes Sehen. Die Ursache dafür können sehr vielfältig sein:

    • angeborenes oder erworbenes Schielen
    • beginnende Altersweitsichtigkeit
    • Lähmungsschielen nach Unfällen, Erkrankungen
    • Augenzittern
    • Fehler in der Brechkraft
    • beginnender grauer Star (Katarakt) und andere organische Erkrankungen des Auges
    • Kopfzwangshaltungen u.a.

    Geschichte und Gegenwart der Ple- und Orthoptik in der Augenklinik

    Schon in den 60er Jahren gewann die Strabologie (Wissenschaft des Schielens) im UKE durch Prof. Haase zunehmend an Bedeutung. Im Jahre 1985 wurde eine selbständige Abteilung Ple- und Orthoptik gegründet. Neben der klinischen Arbeit am Patienten und der Entwicklung der Operationstechniken etablierten sich Forschung und Lehre. Von 2001 bis 2002 stand Prof. Schworm dem Bereich vor. Anschließend wurde die Leitung kommissarisch von Frau Prof. Schulz , von 2007 bis 2015 von Herrn Dr. Berger übernommen. Anschließend führte Hr. Dr. Lischka die Abteilung kommissarisch.

    Seit Januar 2017 leitet Herr Prof. Schüttauf die Abteilungen für Ple- und Orthoptik sowie Okuloplastik der Augenklinik des UKE. Dem Bereich Ple- und Orthoptik angeschlossen ist eine Berufsfachschule für Orthoptik , an der derzeit 12 Schüler und Schülerinnen unterrichtet werden. Leitende Orthoptistinnen sind Frau Schöffler (Berufsfachschule) und Frau Rettig (klinische Orthoptistinnen).

    Team Ple- und Orthoptik

    Leitung

    Frank Schüttauf
    Prof. Dr.
    Frank Schüttauf
    • Oberarzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Standort

    W40 , 1. Etage, Raumnummer 132

    Mitglieder

    Thomas Lischka
    Dr. med.
    Thomas Lischka
    FEBO
    • Oberarzt
    • Facharzt für Augenheilkunde
    Kontakt

    Standort

    W40 , 1. Etage, Raumnummer 138

    Orthoptistinnen

    Kristin Rettig
    • Teamleitung
    Kontakt

    Standort

    W40 , 1. Etage
    NameFunktionTelefonFaxE-Mail
    Frau Ilka NiemüllerKlinische Orthoptistin5332453325i.niemueller@uke.de
    Frau Martina RothenbacherKlinische Orthoptistin5332453325m.rothenbacher@uke.de
    Frau Corinna Schöffler (Leitung)Lehrorthoptistin5332453325schoeffl@uke.de
    Frau Bettina Christiani-WiezorrekLehrorthoptistin5332453325b.christiani-wiezorrek@uke.de
    Frau Annette KuhlwilmLehrorthoptistin5332453325a.kuhlwilm@uke.de
    Frau Anne AschpurwisLehrorthoptistin5332453325a.aschpurwis@uke.de