In den Bereichen des IVDP sind folgende Arbeitsgruppen tätig. Weitere Informationen zu den Forschungsschwerpunkten erhalten Sie, indem Sie die jeweilige Arbeitsgruppe anklicken.

Arbeitsgruppen des CeDeF

  • Leitfaden zur Verordnung von Arzneimitteln
    Leitfaden zur Verordnung von Arzneimitteln

    Arzneimittelforschung

    Hintergrund

    Die Verordnung von Dermatika ist eine Domäne des Hautarztes in Klinik und Praxis. Nicht nur bei der Verordnung von Magistralrezepturen, sondern auch in der Therapie mit Fertigarzneimitteln weist der Dermatologe eine besondere Expertise auf. Diese erstreckt sich auf die qualifizierte Indikationsstellung, die profunde Kenntnis der galenischen Eigenschaften von Topika, der Reaktionsweise erkrankter Haut auf unterschiedliche Vehikel wie auch auf die qualitätsgesicherte Wahl des richtigen Wirkstoffes zur richtigen Zeit. Mehr als früher sind uns in der dermatologischen Therapie jedoch limitierende Rahmenbedingungen gesetzt, die den Behandlungsaufwand erhöhen, die rationale dermatologische Therapie erschweren und uns vor haftungsrechtliche Probleme stellen.

    In dieser Situation haben wir als Ärzte jedoch die Aufgabe, auch zukünftig die Arzneimittelversorgung unserer Patienten sicherzustellen, ihnen die gesetzlich zustehenden Präparate zukommen zu lassen und zugleich die Rahmenbedingungen des Arzneimittelgesetzes, der Arzneimittel-Richtlinie sowie einer Vielzahl von Verordnungen einzuhalten. Neben der Verantwortung gegenüber unseren Patienten und dem Gesetzgeber stehen wir aber auch in Verantwortung gegenüber uns selbst, das Fach Dermatologie zu aller Nutzen weiterzuentwickeln und evidenzgesicherte moderne Therapien einzusetzen. Es ist ein bekanntes Merkmal unserer modernen Medizin, dass die Geschwindigkeit der Einführung von Innovationen zunimmt, eine immer größere Zahl von Innovationen zu bewerten und bei gegebenem Nutzen in die Routineversorgung einzuführen ist.

    Leitfaden zur Verordnung von Arzneimitteln in der vertragsärztlichen dermatologischen Therapie

    In Kooperation mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (Herausgeber) wurde vom CVderm ein Leitfaden zur Verordnung von Arzneimitteln in der vertragsärztlichen dermatologischen Therapie erstellt. Dieser richtet sich an Dermatologen in GKV-Praxen und Klinikambulanzen. Broschüre soll als Hilfestellung zur sachgerechten Arzneimitteltherapie in der dermatologischen GKV-Praxis und Klinik beitragen. Sie setzt profunde fachärztliche Kenntnisse in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Haut und angrenzenden Schleimhäute voraus. Ihr Fokus ist nicht die inhaltlich-medizinische Aufarbeitung von Wissen, sondern die Vermittlung formeller und organisatorischer Kenntnisse in der Dermatika-Verordnung. Die Broschüre berücksichtigt dabei die gültigen Maßgaben der Gesetze und Verordnungen in Deutschland, inklusive des zum 01.01.2011 in Kraft getretenen Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes ( AMNOG ).

    Die aktuelle Vesion des Leitfadens finden Sie unter www.arzneimittelleitfaden.de . Bitte wenden Sie sich für weitere Fragen an Prof. Dr. Matthias Augustin, federführender Autor.

    • Adresse Anfahrt
      Ansprechpartner

      Prof. Dr. Matthias Augustin

    • Kontakt
      E-Mail

      m.augustin@uke.de

    • Telefon
      Kontakt

      +49 (0) 40 7410 - 55428

    • Telefax
      Fax

      +49 (0) 40 7410 - 55348

  • CeDeF

    Das Competenzzentrum Dermatologische Forschung (CeDeF) plant und führt klinische Studien bei Patienten mit Haut-, Wund- und Allergieerkrankungen durch.

    Im Mittelpunkt stehen klinisch-dermatologische Studien der Phasen II bis IV. Ärzte und Krankenschwestern (Study Nurses) sind gemäß den aktuellen Leitlinien der GCP/ICH-Konferenzen geschult. Im Schwerpunkt „Dermatotherapie und -pharmazie“ werden Arzneimittelentwicklungen bis zur Patentreife umgesetzt.

    Wir ermöglichen unseren Patienten die Behandlung mit noch nicht allgemein zugängliche Therapieverfahren, bei belegter Sicherheit und zumeist bereits im Vorfeld nachgewiesenen Nutzen.

    Wir kooperieren mit den weltweit renommiertesten pharmazeutischen Unternehmen und Auftragsforschungsinstituten. Mit unserer Arbeit unterstützen wir die Erforschung fortschrittlicher Behandlungsverfahren und Medikamente sowie die Weiterentwicklung therapeutischer Möglichkeiten. Alle Studien werden im Einklang mit den Regularien des Arzneimittelgesetzes (AMG), des Medizinprodukterechts, sowie den höchsten ethischen (GCP) und wissenschaftlichen Standards durchgeführt.

    Im Zuge des Qualitätsmanagements nach DIN EN ISO 9001:2008 wurden die Abläufe in der klinischen Forschung standardisiert und auf ihre Qualität geprüft. GCP/ICH-konforme klinische Studien der Phase II bis IV werden mit höchster medizinischer und organisatorischer Qualität durchgeführt. In der Studiendurchführung wurde die Effizienz durch Aufstellen von SOPs und Prozessketten weiter verbessert.

    Leistungen

    • Arzneimittelprüfungen / Klinische Studien der Phase II-IV
    • Patientenregister
    • IIT - Investigator initiated trials
    • Nicht-interventionelle Studien

    Alleinstellungsmerkmale

    • Hochqualifiziertes Team
    • Langjähriger Erfahrung in klinischen Studien der Phase II-IV
    • Spezifische Expertise in der Dermatologie und Allergologie
    • Angegliederte Spezialsprechstunden
    • Große Datenbank zur Probandenrekrutierung
    • Hocheffizientes Zuweiser-Netzwerk
    • Optimale Versorgung der betreuten Patienten sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Studien durch Anbindung an Spezialsprechstunden
    • Großer Patienteneinzugsbereich durch zentrale geographische Lage
    • Geringer administrativer Aufwand durch bestehende Rahmenverträge und zentraler Ansprechpartner in der Vertragsabwicklung (Medigate UKE)
    • Zuverlässige Rekrutierung geeigneter Patienten unter Berücksichtigung der Einschlusskriterien durch angegliederte Spezialsprechstunden
    • Vertrauensvolle, partnerschaftliche Projektabwicklung
    • Zeitnahe und zuverlässige Klärung von Machbarkeits-Anfragen (Feasibility)
    • Hohe Rekrutierungszahlen, niedrige Drop-Out- und Query-Raten durch qualifiziertes Personal und langjährige ärztliche Expertise

    Bitte beachten Sie auch unsere wissenschaftlichen Sprechstunden in der Ambulanz.

  • Das Spektrum möglicher Störungen oder Erkrankungen aufgrund ungünstiger Umgebungsbedingungen ist groß. Stets liegt eine individuelle, oft genetische Veranlagung vor, die nur im medizinischen und sozialen Zusammenhang zu verstehen ist. Ob Beschwerden und Erkrankungen zu lindern oder zu vermeiden sind, ist im Einzelfall zu klären. Dazu ist eine sorgfältige Befragung und Untersuchung erforderlich.

    Beispiele für abzuklärende Erkrankungen

    • Allergien und Neurodermitis
    • Irritationen an Haut und Schleimhäuten
    • Atemwegserkrankungen wie Asthma
    • Hörstörungen und Tinnitus
    • Haltungsschäden
    • Psychovegetative Störungen
    • Schmerzleiden, Migräne
    Das Wohnumfeld wirkt sich erheblich auf die Gesundheit unserer Patienten aus. Nur wenige wissenschaftliche Studien haben sich mit den Effekten von Wohnqualität und Wohnbedingungen auf Haut-und Allergieerkrankungen befasst. In der Projektreihe “Wohnmedizin“ werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus weltweiter Forschung zusammengefasst und eigene Projekte aufgelegt.
    • Metaanalyse zur Datenlage über die Auswirkungen des Wohnumfeldes auf Allergien (Dissertation)
    • Einstellungen und Maßnahmen von Bauherren hinsichtlich Wohngesundheit in Abhängigkeit von individuellen Risikofaktoren (Dissertation)
    • Beratungsprogramm für Bauherren zur Wohngesundheit www.inwoge.de
    • Patientenberatung in unserer Hochschulambulanz

    Aktuelles Studienprojekt

    Integrationsprojekt "Wohnmedizin Diagnostik und Beratung“
    Projektkürzel: Wohnmedizin-Versorgung
    Design: Versorgungskonzept-Studie
    Ziel: Aufbau und Evaluation eines integrierten med.-technischen Beratungsangebotes für Patienten mit wohnraumbedingten Erkrankungen
    Ziel: Überführung in den Routinebetrieb der Hochschulambulanz des IVDP
    Laufzeit: 05.01.2010 bis 31.12.2015
    Stand: Pilotphase abgeschlossen; Zwischenanalyse; Routinebetrieb gestartet

  • Das Institut konzipiert, entwickelt, validiert und führt in die Versorgungsroutine telemedizinische Lösungen zur besseren Patientenversorgung.

    Hierzu zählen:

    Televisite

    telemedizinische Versorgung chronischer Wunden nach Abklärung und Erstbehandlung am IVDP

    Telewunde

    Versorgung chronischer Wunden in Hamburg

    Telehelp

    Digitale Patienteninformationen und -videos

    Digitale Erfassung Patienten-berichteter Endpunkte

    Digitale Erfassung Patienten-berichteter Endpunkte für das Therapiemanagement

    Systematische Literaturanalysen

    Systematische Literaturanalysen zur Internationalen Evidenz der Telemedizin

    Entwicklung von Standards und Empfehlungen

    Entwicklung von Standards und Empfehlungen zum Einsatz der Telemedizin in der Praxis. Kooperation mit der Bundeskonferenz Teledermatologie

Arbeitsgruppen des CVderm

  • Informationen folgen in Kürze.

  • Seit Jahren ist ein zunehmendes Interesse an räumlichen Fragestellungen im Gesundheitswesen zu beobachten. Dazu gehört beispielsweise die Suche nach Erklärungen für regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung oder auch die Frage nach der Wirkung von Umweltstressoren auf die Lebensqualität in Städten. Wenngleich die Medizinische Geographie eine gewisse Tradition hat, ist ihr Stellenwert als Verbindung zwischen den Disziplinen Geographie und Public Health/Medizin höher denn je. Dies ist vor allem mit dem räumlichen Fokus der Geographie zu begründen, der bislang in den Gesundheitswissenschaften eher wenig beachtet wurde. In der Medizinischen Geographie kommen neben Geographischen Informationssystemen (GIS) unter anderem Methoden aus den Bereichen Statistik und Kartographie zum Einsatz, um regionale Unterschiede von Gesundheit und Gesundheitsversorgung analysieren zu können.

    Themen und Inhalte

    • Regionale Versorgungsforschung
    • Global (Climate) Change and Health
    • Methoden der Medizinischen Geographie
    • Health Mapping
    • Abschlussarbeiten
    • Lehre

    Zielgruppen

    • Gesundheitspolitik
    • Medizinische Versorgung
    • Wirtschaft
    • Krankenkassen
    • Wissenschaft
    • Patientenorganisationen

    Ausgewählte Projekte

    • European Dermatological Survey
    • Regionale Gesundheitsversorgung in der Metropolregion Hamburg
    • Gute Kartographische Praxis im Gesundheitswesen (GKPiG), Details siehe http://health-geography.de/gkpig/
    • "Willingness to go" - Untersuchung der Mobilitätsbereitschaft von Patienten
    • UrbMod - Städte im Wandel - Entwicklung eines multi-sektoralen Stadtentwicklungs-Wirkungsmodells (Teilprojekt: "gesundheitsbezogene Lebensqualität")

    Aktuelle Vorträge, Publikationen und Lehrveranstaltungen

    • Augustin J, Schäfer I, Augustin M, Zander N (2016) Analyse der Mobilitätsbereitschaft von Patienten unter Berücksichtigung individueller Merkmale und zweier Beispielindikationen. Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (JDDG). Accepted
    • Augustin J, Sauerborn R, et al. (2016) Gesundheit. In: Guy P. Brasseur, Daniela Jacob, Susanne Schuck-Zöller (Hrgs) (2016): Klimawandel in Deutschland. Entwicklung, Folgen, Risiken und Perspektiven. Berlin Heidelberg. DOI 10.1007/978-3-662-50397-3
    • Augustin J. (2016) Regionale Unterschiede in der Versorgung des Basalzellkarzinoms. Der Hautarzt. DOI 10.1007/s00105-016-3849-4
    • Augustin J. (2016) Risikomerkmale und Überlebensrate des Malignen Melanoms in Deutschland und den Niederlanden. Der Hautarzt. 10.1007/s00105-016-3876-1
    • Augustin J., Austermann J., Erasmi S. (2016) Netzwerkanalysen in der regionalen Versorgungsforschung: Das Beispiel der dermatologischen Versorgung in der Metropolregion Hamburg. Gesundheitswesen. 10.1055/s-0042-116591
    • Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), München (31.08.-02.09.2016) Fachärztliche Erreichbarkeit in der Metropolregion Hamburg: Ein Beispiel aus der dermatologischen Versorgungsforschung (Vortrag)
    • 64. Deutscher Kartographentag, Potsdam (14.-16.06.2016) Gesundheitsatlanten in Deutschland – ein Überblick (Vortrag)

    Ältere Vorträge, Publikationen und Lehrveranstaltungen

    • Augustin, J.; Erasmi. S.; Reusch. M.; Augustin, M. (2015) Methoden zur Analyse der regionalen dermatologischen Versorgung am Beispiel Hamburgs. Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
    • 2. Hamburger Symposium zur regionalen Gesundheitsversorgung, Hamburg (09.12.2015) Fachärztliche Erreichbarkeit in der Metropolregion Hamburg: Ein Beispiel aus der dermatologischen Versorgung (Vortrag)
    • Seminar zur angewandten Geographie: „Medizinische Geographie – Methoden, Erkenntnisse und Perspektiven“ (WS 14/15), Universität Hamburg
    • Dr. J. Augustin, Medizinische Geographie - Methoden, Erkenntnisse und Perspektiven (WS 14/15). Seminar zur angewandten Geographie (Universität Hamburg)

    Akademische Lehre

    • Dr. J. Augustin - Global (Climate) Change and Health (WS 15/16) - Seminar zur angewandten Geographie (Universität Hamburg)

  • Der Wandel der Versorgungslandschaft führt verstärkt dazu, dass Behandlungs- und Therapiemaßnahmen nicht mehr ausschließlich darauf abzielen, die Lebenserwartung von Patienten zu verlängern oder Erkrankungen gänzlich zu heilen. Vielmehr geht es häufig darum, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Damit gelangen die klassischen Parameter zur Bewertung von medizinischen Maßnahmen an ihre Grenzen und es bedarf neuer Bewertungsmethoden, um den Nutzen einer Maßnahme zu bewerten und den anfallenden Kosten gegenüberzustellen (z.B. in Rahmen von Kosten-Nutzwert-Analysen).

    Leistungen

    Die Forschungsgruppe "Gesundheitsökonomie & Lebensqualitätsforschung" führt schwerpunktmäßig Methodenentwicklungen zur Outcomes-Messung bei Hauterkrankungen, allergischen Erkrankungen und Wunden durch.

    Hierzu zählen die Entwicklung und Validierung von Lebensqualitätsinstrumenten, die Entwicklung von Inventaren zur patientendefinierten Nutzenbewertung sowie die Erfassung von Kostenparametern in Studien.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Durchführung von Kosten-Nutzen-Analysen und Krankheitskostenstudien. Die Verfahren werden nach den internationalen Leitlinien entwickelt und eingesetzt. Die Anwendung der gesundheitsökonomischen Methoden erstreckt sich nicht nur auf die Dermatologie, sondern auf die gesamte klinische Medizin. Neben versorgerischen Zielsetzungen stehen die Anforderungen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes AMNOG (z.B. Planung der Phase-III-Studien und Analyse von value dossiers) im Mittelpunkt. Die Wissenschaftler dieser Forschungsgruppe sind Mitglieder und in vielen Projekten Partner des Hamburg Center for Health Economics (HCHE).

    Die Forschungsgruppe kooperiert mit führenden Instituten im In- und Ausland und ist an Anhörungen bzw. Gutachten des Gemeinsamen Bundesausschusses, des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) sowie des DIMDI / HTA beteiligt.

    Weiterführende Informationen zum Bereich Gesundheitsökonomie finden Sie auch auf unserer Kooperationsseite des HCHE .

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  • PsoBest Logo
    Psoriasis-Register PsoBest

    Registerforschung

    Hintergrund

    Patientenregister sind prospektive, systematische Datensammlungen. Sie sind nicht-interventionell (beobachtend) und spiegeln die Versorgung unter Routinebedingungen wider. Dabei erfassen sie am häufigsten Erkrankungsmerkmale (z. B. Krebsregister) oder medizinische Interventionen (z. B. Therapieregister). Die Bedeutung von Registern nimmt in der Versorgungsforschung und der klinischen Medizin immer weiter zu. Dies liegt an den zunehmend knappen Ressourcen im Gesundheitssystem und dem dadurch erhöhten Bedarf an versorgungsspezifischen Daten zu Nutzen und Effizienz. Register ermöglichen hier Langzeitdatenbewertungen z. B. der Lebensqualität, der Wirksamkeit therapeutischer Maßnahmen sowie der Behandlungsqualität

    Ziele

    • Register unterstützen die klinische Forschung durch die Beobachtung und Evaluation von Wirksamkeit, Nutzen, Sicherheit, Effizienz und Qualität therapeutischer Maßnahmen in der Versorgungsroutine. Derartige Daten werden in Deutschland und auch in der Dermatologie immer relevanter.
    • Wissenschaftlich hochwertige Register werden schon in naher Zukunft wertvolle versorgungsrelevante Erkenntnisse und heute weitgehend fehlende Langzeitdaten liefern, die den Stellenwert der modernen, effektiven und sicheren Dermatologie aufzeigen. Dieses Ziel kann in der Versorgungsroutine nur durch ein optimales Verhältnis zwischen wissenschaftlichen Anforderungen und Dokumentationsaufwand erreicht werden. Hierzu ist das Zusammenwirken aller beteiligten Dermatologen, Wissenschaftler und Patienten notwendig.

    Das IVDP unterhält Patientenregister in unterschiedlichen Behandlungsindikationen. Je nach Fragestellungen und Zielen bedienen sich Register unterschiedlicher Forschungsdesigns, Erhebungsmethoden, -instrumente und Auswertungsstrategien. Diese Forschungsmethoden dienen der Standardisierung und sichern die Objektivität, Reliabilität, interne und externe Validität sowie die Utilität eines Registers.

    Ausgewählte Projekte in der Registerforschung

    • PsoBest - Das deutsche Psoriasis-Register
    • PsoNet EU - European surveillance network to monitor the long term effectiveness and safety of systemic agents in the treatment of psoriasis

    • Adresse Anfahrt
      Ansprechpartner

      Dr. phil. Stephan Jeff Rustenbach
      Dipl.-Biomath. Christina Spehr

    • Kontakt
      E-Mail

      s.rustenbach@uke.de

    • Telefon
      Kontakt

      +49 (0) 40 7410 - 55428

    • Telefax
      Fax

      +49 (0) 40 7410 - 55348

  • Informationen folgen in Kürze.

  • Selbsthilfeforschung

    Hintergrund

    Patientenorganisationen stellen eine bedeutende Säule im deutschen Gesundheitssektor dar. Sie ermöglichen den Mitgliedern und weiteren betroffenen Patienten eine Informationsvermittlung über die professionellen Versorgungsstrukturen hinaus und haben zudem eine starke Funktion der Unterstützung und psychologischen Begleitung von chronisch kranken Patienten. Ihre Stellung hat sich in den letzten Jahren auch auf ausdrückliche Willensbildung der Politik hin verbessert, etwa durch den Beobachterstatus von Patientenvertretern im gemeinsamen Bundesausschuss. Trotz dieser wichtigen Funktionen von Patientenorganisationen und Selbsthilfe in der Versorgung wird der hohe Stellenwert von Patientenorganisationen vielfach nicht wahrgenommen. Ein Grund hierfür dürfte die bislang noch sehr junge oder aber fehlende Begleitforschung im Bereich der Selbsthilfe sein.

    Aufgaben

    • Schaffung von Möglichkeiten der Informationsvermittlung über die professionellen Versorgungsstrukturen hinaus.
    • Unterstützung und psychologische Begleitung von chronisch kranken Patienten.
    • Patientenorganisation als besondere Form freiwilligen gesundheitsbezogenen Engagements
    • Die Vertreter der Selbsthilfeorganisationen sind in allen Ausschüssen des gemeinsamen Bundesausschuss ( GBA ) mit Anhörungsrecht vertreten.

    Leistungen

    Das IVDP übernimmt Beiratsaufgaben in Selbsthilfevereinigungen und Patientenorganisationen und etabliert eine Begleitforschung.

    Beiratsaufgaben in Selbsthilfevereinigungen

    Studienprojekt

    PsoPlus - Nutzen der Selbsthilfe aus Patientensicht

    • Design: 3x4-Design, prospektive, kontrollierte Interventionsstudie
    • Ziel: Charakterisierung der Mitglieder im deutschen Psoriasisbund und Prüfung ihres Nutzens aus der Mitgliedschaft
    • Finanzierung: Deutscher Psoriasis Bund
    • Laufzeit: 01.05.2011 bis 31.05.2014
    • Stand: publiziert

    • Adresse Anfahrt
      Ansprechpartner

      Prof. Dr. Matthias Augustin
      Dipl.-Psych. Anna Langenbruch

    • Kontakt
      E-Mail

      m.augustin@uke.de

    • Telefon
      Kontakt

      +49 (0) 40 7410 - 55428

    • Telefax
      Fax

      +49 (0) 40 7410 - 55348

Arbeitsgruppen des CVcare

  • In den vergangenen Jahren haben psychische Belastungen und Beanspruchungen beispielsweise aufgrund von hoher Arbeitsintensität und Verantwortungsdruck in den Gesundheitsberufen zugenommen. Das CVcare hat sich zum Ziel gesetzt, die „versteckten“ psychosozialen Belastungsfaktoren bei Beschäftigten in den Gesundheits- und Wohlfahrtsberufen zu evaluieren. Damit sollen konkrete Ansatzpunkte für präventive Maßnahmen zur Vermeidung von psychosozialer Belastung geschaffen und der Bedarf an neuen Angeboten geklärt werden.

  • Beschäftigte im Gesundheitswesen unterliegen einer erhöhten Infektionsgefährdung. Dabei spielen zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedliche Erreger eine wesentliche Rolle. Die bekannten Infektionskrankheiten wie Tuberkulose (TB) oder Hepatitis spielen weiterhin eine wesentliche Rolle bei den Berufskrankheiten, allerdings häufen sich die Meldungen von Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE), insbesondere mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA). Die Gefährdung durch die Infektionserreger tritt meist unerwartet oder nicht wahrnehmbar auf, was die Beurteilung des Ursachenzusammenhanges schwierig macht. Zudem fehlen häufig Daten über die epidemiologische Situation. Ziel der Infektionsstudien des CVcare ist es, diese Wissenslücken zu schließen. Neben Fragestellungen zu Infektionsrisiken einzelner Berufsgruppen oder Arbeitsbereichen wie Helicobacter pylori bei Beschäftigten in der Gastroenterologie wurden die Daten des TB-Betriebsärztenetzwerks systematisch gesammelt und ausgewertet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in dem beruflichen Hepatitis-C-Risiko bei medizinischem Personal und der Untersuchung der Lebensqualität von Mitarbeitern mit einer beruflich erworbenen Hepatitis-Infektion. Im Forschungsschwerpunkt MRSA werden Beschäftigte der stationären Altenpflege, ambulanter Pflegedienste sowie Mitarbeiter im Krankentransport und bei der Krankenbeförderung auf eine MRSA-Besiedlung untersucht und zu Risikofaktoren befragt.

  • Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (MSE) gehören zu den häufigsten Leiden in der deutschen Bevölkerung und verursachen hohe direkte und indirekte volkswirtschaftliche Kosten, bedingt durch Ausgaben für Behandlungen, Krankengeld und (Früh-)Berentung sowie Fehlzeiten, Produktionsausfälle und geminderte Wettbewerbsfähigkeit. Nicht zuletzt resultieren daraus hohe Kosten für die Betroffenen, wie körperliche Funktionseinschränkungen, chronische Schmerzen und Verlust an Lebensqualität. Aus epidemiologischen Studien und Gesundheitsberichten geht hervor, dass ein nicht unerheblicher Anteil von MSE durch berufsspezifische physikalische und physische, aber auch durch psychomentale Einwirkungen verursacht werden kann. Das Spektrum der zu untersuchenden Beschwerdebilder sowie die entsprechenden Pathogenesen sind ebenso vielfältig wie die methodischen Herangehensweisen zur Analyse dieser Zustände und ihrer Ursachen. Darüber hinaus besteht weiterer Forschungsbedarf in Hinblick auf spezielle Berufsgruppen innerhalb des Gesundheits- und Sozialsektors in Deutschland. Das CVcare untersucht unterschiedliche Fragestellungen zur Prävention und Rehabilitation von MSE mit der Absicht, themen- bzw. berufsgruppengebunden auf bestehende Problemsituationen hinzuweisen, praxistaugliche Empfehlungen und Instrumente bereitzustellen, aufklärend zu wirken sowie bei evidenzbasierten Entscheidungs- und Bewertungsprozessen unterstützend zu helfen.