Medizin im Nationalsozialismus - Kurz-Workshop

Blick in den Lern- und Gedenkort
Neu im Museum:
der Lern- und Gedenkort Medizin im Nationalsozialismus

MMH 010 | Medizin im Nationalsozialismus

Dauer: 90 Minuten

Die Ausstellung zeigt einen kleinen Spielzeug-Eisenbahner. 2001 wurde die Figur in der Tötungsanstalt Hartheim bei Linz ausgegraben, wo in der NS-Zeit 30 000 psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen ermordet worden sind, auch 25 Personen aus Hamburg. Das kleine Exponat ist ein Beispiel von vielen. Es erinnert an die zahlreichen unbekannten Opfer der „Euthanasie“-Morde. Was hat sein Besitzer wohl erlebt? Welche Rolle spielten Ärzt/innen, Pflegekräfte oder Angehörige? Wie konnte so etwas möglich werden?

Anhand konkreter Objekte machen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Biographien von Opfern, aber auch der Täter vertraut. Weitere Materialien und Dokumente ermöglichen eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen und Zielen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik (Rassenideologie, Sozialdarwinismus). Dabei soll auch der Blick auf aktuelle ethische Fragen geschärft werden.

Hamburger Bildungsempfehlungen:
Medizingeschichte, Nationalsozialismus

Maximale Teilnehmeranzahl: 25

Zielgruppeninformation:
Jugendliche ab 16 Jahren

Preis: 50,00 Euro plus 2,00 Euro p. P.