UKE-Projekte des Jubiläumsfonds der Universität Hamburg

  • Vorlesungsreihe

    Niemand ist nur gesund, niemand nur krank. Symptome einer psychichen Erkrankung haben eine Geschichte, eine Bedeutung und eine Botschaft. Sie zu verstehen ist eine Herausforderung - für unsere Gesellschaft und für die Psychiatrie. Die Vorlesungsreihe stellt philosophische und soziale Aspekte psychischer Erkrankungen in den Mittelpunkt und versucht über ein breites menschliches Grundverständnis psychischer Störungen, Brücken zu bauen zwischen Betroffenen, Angehörigen und Therapeuten/Wissenschaftlern. Dieser Trialog ist ein Markenzeichen der Hamburger Psychatriegeschichte und hat viele Einrichtungen innerhalb und außerhalb der des UKE mitgeprägt. Der ideengeschichtliche Hintergrund soll durch die Vorlesungsreihe - die Aby Warburg gewidmet ist, der nicht nur eng mit der Gründungsgeschichte der Universität Hamburg verbunden ist, sondern auch einer der berühmtesten Forscher mit eigener Psychoseerfahrung war - vermittelt und aktualisiert werden. Es geht dabei um die Fragen: Warum ist Hoffnung wichtig? Wie prägen soziale Beziehungen unser Gehirn? Wie viel Arbeit tut gut? Was bedeutet es, Stimmen zu hören? Und: Warum trauern wir zu wenig?

    Jeweils von 18 - 20 Uhr, Hauptgebäude, Hörsaal A, Edmund-Siemers-Allee 1

    • 15. Januar 2019: Wissenschaft als Heilung - Aby Warburg
    • 12. Februar 2019: Stimmenhören - ein vielschichtiges Phänomen
    • 19. März 2019: Hoffnung - Sicht von Klinikleitern und Peerbegleitern
    • 16. April 2019: Wie viel Arbeit tut gut?
    • 7. Mai 2019: Durch eigene Kriesen bessere Therapeutinnen/Therapeuten?
    • 18. Juni 2019: We have a dream - künftige Psychiatrie aus Peer-Sicht
    • 13. August 2019: Soteria und Home-Treatment - Säulen der Akutpsychiatrie
    • 17. September 2019: Eigensinn und Psychose
    • 22. Oktober 2019: Gehirn als Beziehungsorgan
    • 12. November 2019: Wir trauern nicht zu viel, sondern zu wenig
    • 10. Dezember 2019: Krankheit und Krisen im Werk von Christa Wolf

    Programm: Wie gesund ist krank?

    Hier finden Sie das Programm mit Kurzbeschreibung der einzelnen Vorträge als Download: Wie gesund ist krank?[PDF]

    Details in digitaler Form zu den einzelnen Vorträgen finden Sie in der Programmübersicht der Universität Hamburg

    Prof. Dr. Thomas Bock und Dr. Candelaria Mahlke; Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

  • Sexualforschung
    60 Jahre Sexualforschung am UKE

    Das 1959 gegründete Institut für Sexualforschung am UKE ist die erste universitäre Einrichtung im Bereich der Sexualwissenschaft der deutschen Nachkriegszeit. Das Institut wird also zeitgleich mit dem 100-jährigen Jubiläum der Universität 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass ist Ziel des Projekts, a) die Vorgeschichte der Institutsgründung und die Anfangsjahre, b) den Einfluss des Instituts und der Sexualwissenschaft auf den gesellschaftlichen Wandel der Sexualität ("sexuelle Revolution"), c) den Blick in die Gegenwart und d) in die Zukunft sexualwissenschaftlicher Forschung darzustellen. Dazu sollen 1. ein Buchprojekt mit Zeitzeugen entstehen, und 2. eine Plakatausstellung in den Räumen des Instituts mit einer Kick-off Veranstaltung durchgeführt werden.

    Symposium: Perspektiven in der Sexualforschung

    21.Juni 2019 von 11 - 18 Uhr (Anmeldung bis zum 30.05.2019!)

    Hier finden Sie den Flyer mit Programm, Anmeldeformular und weiteren Informationen zum Symposium: Flyer Perspektiven der Sexualforschung [PDF]

    Prof. Dr. Peer Briken (Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie); Prof. Dr. Koch-Gromus (Institut für Medizinische Psychologie); Prof. Dr. Arne Dekker (Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie)

  • Komplementärmedizin Onkologie

    17. August 2019, 9.30 - 18 Uhr

    In einer Summer School wird das UKE-Angebot komplementärmedizinischer Therapieverfahren in der Onkologie für Patientenversorgung, Forschung und Lehre vorgestellt. Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Patienten und Angehörige, aber auch medizinisches Personal und Studierende sind willkommen. Mit einem interaktiven Informationsangebot zu Therapie und Prävention wird dem Wunsch eines hohen Anteils von Krebspatienten nach der Einbeziehung komplementärmedizinischer Therapieverfahren in eine zeitgemäße Medizin Rechnung getragen. Wir werden in Vorträgen und Workshops über die klassischen Naturheilverfahren wie u.a. Pflanzenheilkunde, Ernährung und Bewegung, Mind Body Medizin sowie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) einschließlich Akupunktur informieren und Fragen hierzu beantworten.

    Eine Anmeldung zur Summer School ist direkt auf der Website des UCCH möglich: Link zur Anmeldung

    Dr. D. Grimm (Klinik und Poliklinik für Gynäkologie), Dr. M. Rostock (Universitäres Cancer Center Hamburg), Dr. I. Thederan (Martiki-Klinik), Dr. S. Schröder (II. Medizinische Klinik und Poliklinik), Prof. V. Müller (Klinik und Poliklinik für Gynäkologie), Prof. B. Schmalfeldt (Klinik und Poliklinik für Gynäkologie), Prof. C. Bokemeyer (II. Medizinische Klinik und Poliklinik)

  • Vor 100 Jahren begannen die ersten Medizinstudierenden mit ihrer Ausbildung. Anlässlich des Universitätsjubiläums bietet das Medizinhistorische Museum Hamburg spannende Rundgänge über das Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf an, die verschiedene Bauperioden in der medizinischen Entwicklung widerspiegeln.

    Der Rundgang spannt den Bogen von den historischen Gebäuden des „Fritz-Schumacher-Haus" und des ehemaligen Schwesternheims „Erika-Haus" über Bauten der modernen Nachkriegsarchitektur (Anatomie und Frauenklinik) bis hin zu den Entwicklungen der jüngeren Zeit. Dabei wird der rasante Wandel des Klinikgeländes vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute sichtbar. Abgerundet wird die Führung durch die Besichtigung des ehemaligen OP-Bunkers und einem Ausblick in die zukünftige Gestaltung des Klinikum-Geländes.

    Vom Medizinhistorischen Museum ausgehend (Treffpunkt Foyer Geb. N 30 b) erkunden die Teilnehmer die Geschichte des Klinikums zwischen historischen und modernen Gebäuden international angesehener Architekt*innen und erhalten so ein anschauliches Bild über die bauliche Entwicklung einer der renommiertesten Kliniken Europas.

    Rundgänge finden Mittwochs und/oder Sonntags statt. Den Zeitplan als PDF-Dokument können Sie hier herunterladen: Historische UKE-Rundgänge

    Weitere Informationen und die Anmeldung zu einer Geländeführung erfolgt über die UKE-Akademie für Bildung & Karriere

    Prof. Dr. Philipp Osten; Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

  • Rahel Liebeschütz-Plaut

    Lesung am 6. Juni 2019 um 18:30 Uhr

    Rahel Liebeschütz-Plaut war 1923 die erste Frau, die an der Medizinischen Fakultät in Hamburg habilitierte. Nach ihrer Heirat wurde sie als "finanziell unabhängige" Frau entlassen, lehrte aber unentgeltlich weiter. 1933 wurde ihr als Jüdin die Lehrbefugnis entzogen, 1938 floh sie nach London. Rahel Liebeschütz-Plauts Erinnerungen an ihre Hamburger Zeit erscheinen im Juni bei der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung und werden in dieser Lesung vorgestellt. Der Eintritt kostet 6 €, ermäßigt 4 €.

    Ausstellungseröffnung am 14. Juni 2019, 18:30 Uhr

    Mittwoch, Samstag, Sonntag 13 - 18 Uhr

    Ein neu konzipierter Ausstellungsbereich im Medizinhistorischen Museum erinnert an Rahel Liebeschütz-Plaut, die 1923 als erste Frau an der Medizinischen Fakultät Hamburg habilitierte. Bereits im folgenden Jahr wurde sie nach ihrer Heirat als "finanziell unabhängige" Frau entlassen, sie lehrte aber weiter unentgeltlich am Physiologischen Institut, bis ihr die venia legendi 1933 entzogen wurde. Ende 1938 emigrierte sie nach London. Die Ausstellung würdigt die zur Emigration gezwungene Wissenschaftlerin und beleuchtet die Situation von Frauen in den Anfangsjahren der Universität.

    Prof. Dr. Philipp Osten; Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

  • Termin Buchvorstellung steht noch aus

    Die Autorinnen und Autoren dieses E-Books erzählen die Geschichte von Gleichstllung und Diversity am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Wie lebte und lebt dieses große Krankenhaus die Gleichstellung von Mann und Frau, die Gleichbrerchtigung von Menschen verschiedener sozialer und kultureller Hintergründe, sexueller Orientierung und Alter? Im E-Book schildern aktuelle und ehemalige Mitarbeiter/innen Studierende und Lehrende ihre Eindrücke, d.h. es werden neben aktuellen Themen auch historische Ereignisse und Personen einbezogen. Das "UK(e)book-Diversity" soll in einer öffentlichen Veranstaltung im Jubiläumsjahr feierlich vorgestellt und über eine Homepage öffentlich zugänglich gemacht werden.

    Link zur Homepage

    Dr. Christian Brünahl; Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie