Carol Wallerich
Carol Wallerich, Leiter des KFE-Baumanagements

„Mit Freude gestalten“

Neue Strukturen auf dem UKE-Gelände schaffen

Der vor 15 Jahren fürs UKE entwickelte bauliche Masterplan wird jetzt fortgeschrieben. Ein neues Herzzentrum, der Neubau der Martini-Klinik, Campus Forschung II – in den kommenden Jahren wird sich vieles entwickeln. „Das Gelände bietet unglaubliches Potential“, sagt Carol Wallerich, Leiter des KFE-Baumanagements.

Seit Mai 2015 gibt es einen aktualisierten Bebauungsplan, der Grundlage für die Überlegungen des UKE-Bauausschusses ist. „Unter Leitung des Vorstands beraten hier Vertreter aller strategisch wichtigen Bereiche des UKE die zukünftige Entwicklung“, erläutert Wallerich, der aktuell mehr als 50 Projekte auf dem UKE-Gelände betreut. Mit der schrittweisen Umsetzung der Zukunftspläne werde es gelingen, eine neue Struktur und Ordnung auf dem Gelände zu schaffen, so der KFE-Bauexperte. „Im Bereich vom Neuen Klinikum in Richtung Osten mit Herzzentrum, Martini- und Kinderklinik wird vorwiegend die Krankenversorgung stattfinden; der nördliche Bereich bleibt Forschung und Lehre vorbehalten, der westliche Service und Administration.“

Mehr Kapazitäten für wachsende Bereiche

Die Weiterentwicklung und Neustrukturierung hat viele Gründe, wie Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE, erläutert: „Für die auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wachsenden Bereiche benötigen wir mehr Kapazitäten. Außerdem gibt es in vielen Bereichen die Notwendigkeit zu sanieren. Und dann wollen wir natürlich die Entwicklung vorantreiben und moderne Medizin auch in den kommenden Jahrzehnten in diesen Räumlichkeiten anbieten.“

Die Grundlagen für die heutigen Pläne wurden bereits mit dem Masterplan im vergangenen Jahrzehnt gelegt. Jetzt ist es an der Zeit, diese zu konkretisieren und umzusetzen, wie Rainer Schoppik, Kaufmännischer Direktor und UKE-Vorstandsmitglied, betont. „Das UKE und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eindrucksvoll gezeigt, dass sich die Investitionen ins Neue Klinikum gelohnt haben. Der Neubau hat eine unglaubliche Wachstumsgeschichte in Gang gesetzt, der Zustrom der Patienten ist enorm groß, wir haben uns wirtschaftlich sehr erfolgreich entwickelt. Die Argumente, jetzt den nächsten Schritt zu gehen, sind heute viel besser als vor zehn Jahren.“

Das UKE behält sein Gesicht

Angst, dass das UKE in einigen Jahren nicht mehr wiederzuerkennen sei, müsse niemand haben, so Prof. Göke. „Das UKE behält sein Gesicht! Das parkähnliche Gelände bleibt erhalten, wir wollen den gewachsenen Charakter des Geländes, der etwa durch die Schumacher-Bauten und die vielen Grünflächen symbolisiert wird, unterstreichen. Gleich wohl werden wir die Bebauung optimieren, eine Reihe alter Gebäude neu aufsetzen. Wir werden moderner und jünger, aber das UKE bleibt das UKE.“

Eine Entwicklung, auf die sich Baumanager Wallerich freut. Er will den baulichen Erweiterungsprozess im Team um KFE-Geschäftsführer Feridun Bircan in den kommenden Jahren mit prägen. „Es macht große Freude und ist sehr motivierend, mit den vielen schlauen Köpfen des UKE zusammen die Zukunft unseres Universitätsklinikums zu gestalten."