Mathias George, 48, arbeitet als Kinderkrankenpfleger auf der Intensivstation des Kinder-UKE. Er lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein.

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Mathias George, 48
Kinderkrankenpfleger auf der Intensivstation des Kinder-UKE

„Ein monotoner Büroalltag, das wäre nichts für mich. Ich arbeite seit 2002 als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger auf der Kinderintensivstation des UKE und liebe die Abwechslung, die dieser Job mit sich bringt. Auf unserer Station haben wir eine enorme Bandbreite an Patienten und Erkrankungen zu versorgen: Vom Baby bis zum Jugendlichen, von Stoffwechsel- oder Krebserkrankungen über Schwerstverletzte bis hin zu Transplantationen – hier ist nahezu jeder intensivmedizinische Bereich aus der Kinderheilkunde vertreten. Das ist super anspruchsvoll und man wird jeden Tag aufs Neue gefordert. Auch nach 23 Berufsjahren sehe ich immer wieder Sachen, die ich vorher noch nie gesehen habe. Dadurch wird es nie langweilig."


Zur Kinderkrankenpflege gehört auch, für die Eltern der kleinen Patienten da zu sein. Sie haben schließlich auch eine hohe psychische Belastung, wenn ihr Kind auf der Intensivstation um sein Leben kämpft. Da gehört Sterbebegleitung genauso dazu wie die gemeinsame Freude, wenn das Kind zum Beispiel nach einem schweren Unfall überlebt. Für mich ist das nicht nur Beruf, sondern Berufung. Mir war schon immer klar, dass ich etwas Sinnvolles tun möchte. Und es ist einfach ein gutes Gefühl, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und kranken Kindern dabei zu helfen, wieder gesund zu werden.

Fingerspitzengefühl? Ohne geht’s nicht. Mein Job ist nie geradlinig. Aber ich bewirke viel.
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"Fingerspitzengefühl? Ohne geht’s nicht. Mein Job ist nie geradlinig. Aber ich bewirke viel."

Natürlich ist es nicht immer leicht, sich täglich mit Krankheit und Leid auseinanderzusetzen. Da braucht man ein gutes Team, Kollegen die einen auffangen und unterstützen, wenn es mal zu viel wird. Dass ich gerne zur Arbeit gehe, liegt auch an den Menschen, mit denen ich hier zusammenarbeite. Viele Kollegen sind über die Jahre zu Freunden geworden. Ich habe sogar meine Frau damals hier auf Station kennengelernt. Im UKE einen guten Job und die richtige Lebenspartnerin gefunden zu haben, das ist ein absoluter Glücksgriff. Arbeiten in einer der modernsten Kliniken Europas heißt auch, am Puls der Zeit zu sein. Das UKE war damals schon die erste Uniklinik in Europa, die die elektronische Patientenakte eingeführt hat. Damit zu arbeiten ist enorm entlastend im Pflegealltag.

Durch die enge Anbindung an die Forschung kehrt zudem nie Stillstand ein. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich zu engagieren und weiterzuentwickeln. Man kann Vorträge halten oder erstmals neue medizinische Geräte einsetzen und Studien begleiten. Ich bin zum Beispiel einmal nach London eingeladen worden, um einen Vortrag zu halten. Es ist toll, neben der Pflege auch solche Dinge machen zu können. So lernt man immer wieder Neues dazu. Besonders freue ich mich natürlich über das neue Kinder-UKE – darüber, die neue Station mit aufgebaut und eingerichtet zu haben und gemeinsam mit den Kindern in den neuen schönen Räumlichkeiten zu sein. Das UKE ist über die Jahre Teil meines Lebens geworden. Ich möchte es nicht mehr missen und kann jedem empfehlen, hier zu arbeiten.“

Mein Lieblingsplatz


„Mein Lieblingsplatz ist der Hamburger Hafen. Ich liebe es, am Elbstrand im Sand zu liegen und den Containerschiffen beim Schippern über die Elbe zuzuschauen. Ursprünglich komme ich aus Flensburg. Da bedeutet Hafen für mich natürlich auch immer ein Stück Heimat. Die Wasserverbundenheit ist mir quasi in die Wiege gelegt. Und der Hamburger Hafen hat mit der Strandperle, seinen Docks, den Hafenrundfahrten und dem Treppenviertel in Blankenese einfach sehr viel zu bieten.

Einmal haben wir mit unserer Station auf einem Schlepper gefeiert und sind bei bester Stimmung durch den Hafen gefahren. Das war einfach super! Mittlerweile bin ich mit meiner Familie von Eimsbüttel in ein kleines Dorf nach Schleswig-Holstein gezogen. Für meinen Job im UKE nehme ich den längeren Arbeitsweg aber gerne in Kauf. Und ein Ausflug an den Hamburger Hafen ist auch hin und wieder mal drin.“