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Entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule

Rheumatische Erkrankungen

Die primäre chronische Polyarthritis (PCP) oder rheumatische Arthritis (AR) verursachen im Laufe der Jahre eine Schwächung des Knochens und des Bandapparates der Wirbelsäule. Dieser Prozeß betrifft hauptsächlich die Halswirbelsäule. Häufig kommt es zu einem Gleiten der einzelnen Halswirbelkörper, meistens des ersten auf den zweiten. Infolge dieses Gleitens kann das Rückenmark im Halswirbelsäulenbereich eingeengt werden. Wie bei Einengungen durch andere Ursachen, sind Bewegungseinschränkungen der Arme, Ungeschicklichkeit der Hände sowie Unsicherheit beim Gehen die Folge.

Ist eine rheumatische Erkrankung dem Patienten bekannt, sollte man im Falle des Auftretens dieser Beschwerden, an eine Beteiligung der Halswirbelsäule denken (Abb. 35).  
 
    
Abb. 35:
(links) Die rheumatische Arthritis verursacht eine Bindegewebsschwäche, die den Gelenkspalt zwischen dem ersten Halswirbelkörper (gelb) und dem zweiten (grün)s krankhaft vergrößert; (rechts) mit einer Titankabelcerclage (rosa) und einem Knochenspan kann der Gelenkspalt wieder normalisiert werden.  

Eitrige Infektionen der Wirbelsäule

Keime können über Wunden, über die Blutbahn und nach einer Operation bis zur Wirbelsäule eindringen. Die Infektion der Bandscheibe oder des Wirbelkörpers verursacht häufig hartnäckige Schmerzen im Lendenbereich, die beim Stehen und Sitzen deutlich zunehmen.

Besteht der Verdacht einer Infektion, können bestimmte Blutuntersuchungen und ein MRT die Diagnose sichern.

 

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Letzte Änderung: PD Dr. Wolfgang Lehmann, 22.09.2009