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Outcome-orientierte Untersuchungen zu kurz- und längerfristigen Auswirkungen von ambulanten Beratungs- und Behandlungsangeboten für suchtgefährdete und von Suchtstörungen betroffene Kinder und Jugendliche (Adäquatheit, differenzielle Wirksamkeit, Wirkung supportiver Maßnahmen)
| Laufende Projekte |
Projekt 05.07 „Evaluation der neuen Suchtberatungsangebote im Rahmen des Programms ‚Drogenfreie Kindheit und Jugend’ in Hamburg“
Ausgangslage für das Projekt bildete die Schaffung von sechs neuen Suchtberatungsangeboten für Jugendliche in sechs Hamburger Bezirken im Rahmen des Senatskonzeptes „Drogenfreie Kindheit und Jugend“ zum 01.07.2007. Im Auftrag der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) der Freien und Hansestadt Hamburg evaluiert das DZSKJ besagte neue Beratungsangebote.
Das Projekt bietet die Möglichkeit, erfolgreiche Sozialraum spezifische Konzepte in der Suchtberatung von Kindern und Jugendlichen zu identifizieren, um diese langfristig aufrechtzuerhalten, zu verbessern und zu verbreiten. Die wissenschaftliche Begleitung ermöglicht zudem einen Transfer diagnostischer Methoden zur weiteren Qualitätssicherung im Beratungsprozess und einen Transfer von Modellkonzepten der Sozialen Arbeit in den Forschungsdiskurs.
Laufzeit: 01.08.2007 - 30.04.2012
Ansprechpartner: Dr. phil. Dipl.-Psych. Peter-Michael Sack
Kooperationen: Jugendhilfe e.V., jugend-hilft-jugend e.V., Therapiehilfe e.V., Beratungsstelle Kö16a, Drogen- und Alkohol-Ambulanz am UKE (DAA), Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) Hamburg
Projekt 30.09 „Mobile Suchtberatung TK – Evaluation eines Trainingsprogramms“
Die Präventionsmaßnahme „Suchtmobil“ hat zum Ziel, die Erfahrungen des ehemaligen Drogenabhängigen Wolfgang Kiehl an Schulklassen zu vermitteln. In Kooperation mit der Techniker Krankenkasse wird diese Form der Suchtprävention am DZSKJ wissenschaftlich evaluiert. Die Forschungsinstrumente sind vom DZSKJ in Absprache mit dem Förderer WINEG (Techniker Krankenkasse) entwickelt worden. Zurzeit findet dazu eine Befragung von ca. 2000 Schülerinnen und Schülern in Niedersachsen statt, die an der Maßnahme „Suchtmobil“ teilgenommen haben. Die Ergebnisse werden zum einen ein Feedback zur Veranstaltung „Suchtmobil“, zum anderen auch suchtwissenschaftliche neue Erkenntnisse über den Substanzgebrauch von Schülerinnen und Schülern liefern.
Laufzeit: 01.10.2010 - 30.06.2012
Ansprechpartner: Dr. phil. Dipl.-Psych. Lutz Wartberg
Kooperationen: WINEG (Techniker Krankenkasse) und Suchtmobil e.V.
Projekt 40.09 „Gesundheitsmetropole Hamburg – Netzwerk psychische Gesundheit: Teilprojekt X: Gesundheitsnetz Alkohol im Jugendalter“
Das DZSKJ adressiert mit seinem Teilprojekt X (Gesundheitsnetz „Alkohol im Jugendalter“) akut Alkohol intoxikierte Kinder und Jugendliche, sog. „Binge drinking“-Jugendliche. Es handelt sich um eine standardisierte Motivierende Kurzintervention, welche als „Intervention am Krankenbett“ zum Zeitpunkt der Entlassung aus der Notfallambulanz bei den Kindern und Jugendlichen erfolgt; dabei werden auch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten einbezogen. Ziele der Intervention sind: Rückfallvermeidung, Reduktion des Alkohol- aber auch sonstigen Substanzkonsums, Inanspruchnahme einer familienorientierten Beratung und ggf. anderer Hilfen des Gesundheitssystems. Die Ergebnisse der Evaluation geben Aufschluss über kurz- und mittelfristige Effekte der standardisierten Motivierenden Kurzintervention im Rahmen der Initiative „HaLT-Hamburg“. Das Forschungsprojekt ist weiteren Projekten des Hamburger Modellprojekts „Netzwerks Psychische Gesundheit“ verbunden.
Laufzeit: 01.04.2011 - 31.12.2014
Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Rainer Thomasius,
Dr. phil. Dipl.-Psych. Peter-Michael Sack
Homepage: www.psychenet.de
Kooperationen: Ärztekammer Hamburg; Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) Hamburg; Beratungsstelle Kö16a; Center for Health Care Research (CHCR) am UKE; Drogen- und Alkohol-Ambulanz am UKE (DAA); Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH; Verein „Gesundheitsmetropole
Hamburg e.V.“
Projekt 48.10 „WISEteens – development and evaluation of a screening tool and brief online intervention for substance using adolescents”
Ziel des Projekts WISEteens ist die Entwicklung eines Web-Portals zur Aufklärung und Rekrutierung von Studienteilnehmern durch ein Online Screening Tool. Außerdem soll eine web-basierte Kurzintervention entwickelt und in einem randomisiert, kontrollierten Studiendesign mit einem 3-Monats-Follow-up in vier Ländern (Deutschland, Belgien, Schweden, Tschechien) evaluiert werden.
Auf diese Weise entsteht eine neue evaluierte Online-Intervention für Jugendliche mit riskantem Substanzkonsum, die sich durch hohen Innovationsgrad, geringe Zugangsbarrieren und hohe Breitenwirkung auszeichnet. Darüber ermöglicht die Studie eine Aussage hinsichtlich der Wirksamkeit web-basierter Kurzinterventionen zur Suchtberatung und –behandlung bei Jugendlichen. Die beschriebene Kurzintervention soll zudem in ein Portal mit Gesundheitsinformationen zum Alkohol- und Cannabiskonsum eingebettet werden. Das Projekt wird von der European Commission, Directorate-General Justice (Directorate A: Civil Justice) Action: JUST/2010/DPIP/AG/0914 – 30CE-0379823/00-48 gefördert.
Laufzeit: 01.04.2011 - 31.03.2013
Ansprechpartner: Dr. phil. Dipl.-Psych. Christiane Baldus
Homepage: im Aufbau
Kooperationen: Psychiatricke Centrum Praha (PCP), Tschechien; Stockholm Prevents Alcohol and Drug Problems (STAD) sowie Lund University, Schweden; Vereniging voor Alcohol- en andere Drugproblemen vzw (VAD), Belgien.