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Nach dem derzeitigen Stand der Evaluation des Rohrpostsystems lassen sich bei der Versendung von Laborproben unter folgenden Bedingungen transportbedingte präanalytische Effekte auf die Untersuchungsergebnisse minimieren.
Die Proben sind mit Luftpolsterfolie fest in der Hülse zu fixieren. Das Probenmaterial sollte gänzlich von Polstermaterial umgeben und die Hülse vollständig mit Polstermaterial gefüllt sein, um unnötige Erschütterungen des Probenmaterials zu verhindern.
Sollten Proben ungepolstert mit der Rohrpost versendet werden, kann dies zu klinisch relevanten Verfälschungen der Resultate führen. Insbesondere betroffen sind LDH, Kalium, Phosphat, NSE und Thrombozyten.
Generell sind bis zum Abschluss der Evaluation vom Transport mit der Rohrpost ausgeschlossen:
· Liquor
· Citrat Plasma für Gerinnungs-Spezialanalytik
· Thrombozytenfunktionsteste
· Blutkulturen bis zur Lieferung von geeignetem Umverpackungsmaterial
· Neurochirurgische Biopsien
· Proben für Cytologien wie z. B. BAL
· Nicht flüssigkeitsdichte Probenbehältnisse, wie z.B. Urobox
Bei folgenden Proben ist eine spezielle Verpackung zu beachten:
· Pathologieproben nur in doppelt verpackten Probengefäßen
· Für Proben auf Eis bitte Kühlpack nutzen
Wir unterrichten Sie umgehend über das Ergebnis der Evaluation und die daraus folgenden Konsequenzen.
Für Rückfragen steht Ihnen der Leitende Oberarzt des Instituts für Klinische Chemie Herr Dr. Jung unter (9) 55812 zur Verfügung.