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Der erste von zwei neuen Linearbeschleunigern für die Strahlentherapie ist inzwischen installiert.
"Schneller, genauer, individueller!" Mit diesen Schlagworten charakterisiert Frau Prof. Cordula Petersen, was die neuen Linearbeschleuniger für die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an technischem Fortschritt bringen. Das sei ein großer Schritt nach vorne - vor allem für die Patienten aber auch für die Mitarbeiter, erklärt die Klinikleiterin. Denn mit den neuen Geräten könne den Patienten eine höhere Strahlendosis in weniger als der Hälfte der Zeit verabreicht werden; und das zudem auch noch zielgenauer, so dass umliegendes Gewebe besser geschont werden könne. Dazu trage auch die dritte Komponente der neuen Geräte bei: Vor der Bestrahlung werde nun ein Bild erstellt, das einem CT-Bild ähnele. Auf diesem würde man die tagesaktuelle Lokalisierung des Tumors aber auch der gesunden Organe erkennen können. Das ermögliche eine millimetergenaue Anpassung und somit eine erhöhte Treffsicherheit.
Am Dienstag wurden die Teile für den ersten neuen Linearbeschleuniger über das Tunnelsystem in O 70 in die Klinik für Strahlentherapie transportiert. Das machte eine weiträumige Sperrung des Innenhofs zwischen den umliegenden Gebäuden erforderlich. Die Montage und eine aufwändige Feineinstellung des Hightech-Geräts nehmen dann laut Frau Prof. Petersen noch einige Wochen in Anspruch. Außerdem müssen die MTRAs (Medizinisch-technische-Radiologie-Assistentinnen und Assistenten) geschult werden. "In der ersten Woche sind aber auch noch Software-Experten von der Firma da, die den reibungslosen Ablauf der Inbetriebnahme unterstützen sollen", sagt Frau Prof. Petersen. Ab 11. Juni sollen die ersten Patienten mit dem neuen Gerät bestrahlt werden. Und im November wird dann der zweite neue Linearbeschleuniger installiert. Investitionsvolumen: fünf Millionen Euro.