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| Home > Mitarbeiter > Revolverheld am UKE - Typisierung kann Leben retten

Lena Leupold und Niels Grötsch von Revolverheld am UKE

Medizinstudentin Lena Leupold nimmt Niels Grötsch von der Band Revolverheld am UKE Blut ab.

Typisierungsaktion am UKE

Pro Jahr erkranken in Deutschland nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft etwas mehr als 11.400 Menschen an Leukämie. Sie sind auf eine Knochenmarkspende angewiesen. Einer dieser Patienten ist der 35-jährige Daniel Sommerfeld, der an der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Knochenmarktransplantation des UKE von Prof. Dr. Walter Fiedler behandelt wird. Daniel Sommerfeld wird von seinen Freunden Balli genannt. Einer dieser Freunde ist Niels Grötsch von der Hamburger Rockband Revolverheld. Der 31-jährige Gitarrist und Sänger hat sich kürzlich im UKE von der Studentenorganisation "Uni hilft" typisieren lassen. Am Sonntag, 15. April, hat "Uni hilft" einen Aktionstag zur Typisierung organisiert: Von 9 bis 18 Uhr konnte jeder potenzielle Spender im Campus Lehre auf dem UKE-Gelände eine Blutprobe nehmen und diese typisieren lassen.

Prominente Unterstützung für den leukämiekranken Freund

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Nein sagt, wenn man denn tatsächlich in Frage kommt", sagt Niels Grötsch auf die Frage, ob er dann im Zweifelsfall auch Knochenmark spenden würde. Spender wie der Revolverheld sind ideal: jung, gesund, motiviert. Diese Zielgruppe erreicht die bundesweite Organisation "Uni hilft", die es seit fünf Jahren am UKE gibt. Die Medizinstudenten werben vor allem unter ihren Kommilitonen um Spender.

Kooperation mit dem Institut für Transfusionsmedizin

"2009 lief die erste Aktion zur Typisierung von 'Uni hilft' zusammen mit dem Institut für Transfusionsmedizin, berichtet Prof. Thomas H. Eiermann. Im HLA-Labor bestimmen er und seine Kollegen die Blutproben, die über die Studentenorganisation zusammengekommen sind, kostenlos. "'Uni hilft' macht einen tollen Job, die unterstützen uns sehr", sagt Dr. Sven Peine, der Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin. "Über die bekommen wir die Masse an neuen potenziellen Spendern. Ansonsten läuft das mehr über Mund zu Mund-Propaganda, beispielsweise, indem wir unsere Dauerblutspender ansprechen, für die die Typsierung auch kostenlos ist." Dr. Peine setzt auf persönliche Bindung: "Bei den Spendern soll sich verankern: 'Das UKE ist mein Gesundheitsdienstleister im Norden und gleichzeitig das (!) Kompentenzzentrum für Knochenmarktransplantation'." Dann würden die potenziellen Spender auch wiederkommen und nicht etwa bei einem Umzug von der Bildfläche verschwinden. "Je jünger diejenigen sind, die sich in die Spenderdatei aufnehmen lassen, desto eher amortisieren sich die recht hohen Typisierungskosten", sagt Prof. Eiermann.

Typisierungsaktion auch vor dem nächsten HSV-Spiel

Spenden dürfen gesunde Menschen zwischen 18 und 60 Jahren. Ziel sei es, so Prof. Eiermann, pro Jahr 10 Prozent Neuspender zu werben. Dann könne man auch diejenigen ersetzen, die aus Altersgründen aus der Datei fallen. Dass möglichst viele Menschen ihre Knochenmarkstammzellen typisieren lassen, ist entscheidend. Die Merkmale des Knochenmarks eines Spenders müssen übereinstimmen mit denen eines Patienten, der fremdes Knochenmark transplantiert bekommen muss, um überleben zu können. Und die Chance, hier außerhalb des engsten Familienkreises einen Treffer zu landen, ist recht gering. Je mehr Menschen also dem Vorbild von Revolverheld Niels Grötsch folgen, desto mehr Kranken kann geholfen werden. Einen Tag vor dem großen Aktionstag am UKE hat "Uni hilft" am Samstag im Stadion beim Spiel des HSV gegen Hannover 96 Freiwillige typisiert. Und Anfang Mai gibt es dann noch eine Aktion vor dem Millerntorstadion, wenn St. Pauli ein Heimspiel hat.

Niels Grötsch von Revolverheld mit den Medizinstudentinnen Lena Leupold (M.) und Alexandra Scherg am UKE.

Revolverheld Niels Grötsch und die Medizinstudentinnen Lena Leupold und Alexandra Scherg wollen Menschen helfen, die auf Knochenmarkspende angewiesen sind.

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Letzte Änderung: Sonja Puhl, 16.04.2012