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Pressemitteilung vom 9. Oktober 2012

Der neue Modellstudiengang iMED Hamburg startet am UKE: Vernetzung von Wissenschaft und Praxis

Start in den neuen Modellstudiengang iMED Hamburg: Am 15. Oktober nehmen 380 Erstsemester am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ihr Medizinstudium auf. Erstmalig wird im Wintersemester 2012/2013 nach dem neuen Curriculum unterrichtet. Kernelemente des neuen Studiengangs sind eine frühe und enge Vernetzung von theoretischen und praktisch-klinischen Ausbildungsinhalten sowie eine wissenschaftliche und praxisorientierte Ausbildung von Anfang an.

 

"Damit wollen wir die Trennung zwischen Theorie und Praxis, die es bislang in den ersten vier Semestern gab, aufheben. Zudem steht das fachübergreifende Lernen künftig im Vordergrund", so Prof. Dr. Dr. Andreas Guse, Prodekan für Lehre an der Medizinischen Fakultät des UKE. Die theoretischen Inhalte werden nicht nach einer Fächersystematik vermittelt, sondern übergreifend, auf die einzelnen Krankheiten bezogen: "Das Modell wird Studierenden besser als bisher deutlich machen, dass die Theorie nicht nur lästiges Beiwerk der Medizinerausbildung ist, sondern für die künftige praktische Tätigkeit große Bedeutung hat", so Prof. Guse. Die wissenschaftliche Ausrichtung des Medizinstudiums wird durch die Einführung von wissenschaftlich orientierten Wahlpflichtbereichen und einer für alle Medizinstudierenden verpflichtenden Studienarbeit noch vertieft.

 

Prüfung mit praktischen und theoretischen Anteilen statt Physikum

Eine Folge des neuen Modellstudiengangs: Das klassische Physikum nach vier Semestern wird es künftig nicht mehr geben. Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied: "Wir führen eine vergleichbare Prüfung bereits nach dem dritten Halbjahr ein. Diese legt auch einen ersten Schwerpunkt auf die praktischen Fähigkeiten der Studierenden."

 

Den Menschen hinter dem Patienten erkennen

Die enge Vernetzung von Theorie und Praxis zieht sich vom ersten Semester an durch den gesamten Studienverlauf. "Besonders am Herzen liegt uns die Vermittlung ärztlicher Fertigkeiten und psychosozialer Kompetenzen", so Prof. Guse. In allen fünf Studienjahren bis zum Praktischen Jahr trainieren die Studierenden die Verbindung von klinischer Untersuchung und der Kommunikation mit dem Patienten - das ist an medizinischen Fakultäten bundesweit einmalig.

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Letzte Änderung: Saskia Lemm, 09.10.2012