Prof. Dr. Kurt Hecher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), erhält heute die Pschyrembel-Medaille für besondere Verdienste in der Weiterentwicklung der Geburtsmedizin.
Prof. Dr. Kurt Hecher ist weltweit anerkannter Spezialist in der Diagnose und Behandlung des Zwillings-Transfusions-Syndroms, einer Ernährungs- und Durchblutungsstörung bei eineiigen Zwillingen. Das Symptom tritt auf, wenn die Zwillinge nur einen Mutterkuchen mit gemeinsamen Blutgefäßen haben. Eins der Kinder bekommt dadurch zu wenig Blut, dem anderen droht Herzversagen durch ein zu hohes Blutvolumen. Betroffen ist davon etwa jede 50. Mehrlingsschwangerschaft.
Prof. Hecher ist seit 2004 Direktor der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des UKE. Die Pschyrembel-Medaille wird seit 2008 an Mediziner verliehen, die sich in besonderem Maße um die Weiterentwicklung der Geburtsmedizin verdient gemacht haben. Mit dem Preis wird an den Arzt und Geburtshelfer Prof. Willibald Pschyrembel erinnert, der noch heute über Medizingrenzen hinweg für das klinische Wörterbuch bekannt ist, das er zwischen 1932 und 1981 selbst herausgegeben hat.