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Pressemitteilung vom 30. September 2009

Informationsbus in Hamburg: UKE-Ärzte bieten am 2. Oktober kostenlose Lebertests und -beratung an

Mehr als 5 Mio. Bundesbürger leiden nach Schätzungen der Deutschen Leberhilfe e.V. unter einer chronischen Lebererkrankung. Leberkrankheiten haben viele Ursachen: Viren, Übergewicht, Diabetes, Alkohol, Medikamente, Gendefekte uvm. Nur die wenigsten Menschen  wissen von ihrer Erkrankung. Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss über die Erkrankung geben, leider aber nicht die das Ausmaß der Lebervernarbung (Fibrose) anzeigen. Bisher musste dazu eine Lebergewebeprobe mit einer Punktion entnommen werden. Seit kurzem steht nun am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit dem FibroScan eine schmerzfreie und nicht-invasive Messmethode zur Verfügung, um den Zustand der Leber zu beurteilen. Am 2. Oktober 2009 können sich Hamburgerinnen und Hamburger in einem Informationsbus von Ärzten des UKE kostenlos testen und vom Deutschen Hepatitis C Forum sowie der Deutschen Leberhilfe e.V. beraten  lassen.
 
"Der FibroScan bietet nicht nur für chronisch Leberkranke, sondern auch für Risikogruppen wie z.B. Übergewichtige die Möglichkeit einer einfachen, regelmäßigen Untersuchung", erklärt Priv.-Doz. Dr. Ulrike W. Denzer vom UKE.  "Diese Gruppen können sich nun mit einem völlig nicht-invasiven und schmerzfreien Gerät zur Diagnose und Überwachung einer Lebererkrankung testen lassen." Bei der Untersuchung gibt der FibroScan einen mechanischen Impuls ab. Dieser Impuls breitet sich von der Hautoberfläche mittels einer elastischen Welle durch die Leber aus und misst per Ultraschall die Wellengeschwindigkeit. So können auch der Verlauf, der Stillstand oder die Rückbildung einer Fibrose künftig sicherer beurteilt werden.

Die Leber ist lebenswichtig. Sie reinigt das Blut und synthetisiert, speichert und wandelt für den Körper alle wichtige Stoffe um. Eine Entzündung oder Vernarbung der Leber beeinträchtigen die Leberfunktion. Mögliche Ursachen sind Virusinfektionen, übermäßiger Alkoholgenuss, Drogen, Diabetes und bestimmte Erkrankungen oder Übergewicht mit einem BMI (Body-Mass-Index) von über 30. Weltweit sind nach neuesten Studienergebnissen 1,1 Milliarden Menschen übergewichtig, 320 Millionen davon fettleibig. Auch in Deutschland zeigen die Zahlen rasant an. Fettlebererkrankungen, aber auch die gefährliche Hepatitis B und C werden jedoch oft viel zu spät erkannt, da eine Lebererkrankung sich nicht durch Schmerzen bemerkbar macht. Bei der Diagnose einer Lebererkrankung muss auch untersucht werden, ob und inwieweit die Leber schon in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dies konnte bisher nur mit einer Leberpunktion beurteilt werden, die oft schmerzhaft, mit Risiken verbunden und bei bestimmten Menschen (z.B. mit schlechter Blutgerinnung) sogar unmöglich ist.

Der Informationsbus vom Deutschen Hepatitis C Forum, dem UKE und der Deutschen Leberstiftung steht am 2. Oktober 2009 in der Hamburger Innenstadt auf dem Jakobikirchhof zwischen Mönkeberg- und Steinstraße von 10.00 Uhr - 18.00 Uhr zur kostenfreien Lebermessung. Nach einer Erstinformation wird der Zustand der  Leber schmerzfrei durch den FibroScan gemessen. Ein Arzt erklärt das Ergebnis anhand einer Grafik und gibt eine persönliche Kurzberatung. Die Auswertung mit Schaubild und Erklärung kann anschließend nach Hause genommen werden.

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Letzte Änderung: Christine Jähn, 30.09.2009