Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wurde als überregionales Traumazentrum bestätigt. Dies gab die Zertifizierungsgesellschaft DIOcert bekannt. Das UKE erhielt dieses Prädikat, weil es die Versorgung Schwerstverletzter auf höchstem Niveau gewährleistet. Als überregionales Traumazentrum ist das UKE Teil des Traumanetzwerks, das unter maßgeblicher Mitbeteiligung des UKE in Hamburg aufgebaut wird.
"Wir freuen uns sehr über diese Zertifizierung des UKE als überregionales Traumazentrum", sagt Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor des UKE. "Die Bestätigung belegt die hohe Qualität unserer Arbeit und zeigt, dass das UKE sich zukunftsorientiert entwickelt", sagt Prof. Dr. Johannes M. Rueger, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie.
Aufgrund der engen interdisziplinären Zusammenarbeit der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie mit den angrenzenden Fachdisziplinen bereits bei Ankunft eines Schwerverletzten in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) und der schnellen Schockraumversorgung dort, ist das UKE in der Lage, insbesondere auch Patienten mit lebensbedrohlicher Verletzung eines oder mehrer Organsysteme (polytraumatisierte Patienten) auf höchstem Niveau versorgen. Entscheidend für die interdisziplinäre Versorgung Schwerstverletzter ist auch die enge Kooperation der Kliniken Anästhesie, Neurochirurgie und Radiologie.
In der Notaufnahme des UKE werden jährlich etwa 60 000 Patienten behandelt, darunter rund 200 Schwerverletzte. In der Schockraumversorgung zählt das UKE zu den führenden Kliniken in Deutschland.
Am Traumanetzwerk Hamburg sind neben den großen Kliniken UKE, AK Altona, AK St. Georg und dem Unfallkrankenhaus Boberg bisher acht weitere Kliniken beteiligt. "Ziel des Traumanetzwerkes ist, die Kooperation zwischen diesen Hamburger Kliniken zu stärken, um rund um die Uhr die beste Versorgung von Schwerverletzten im Großraum Hamburg zu gewährleisten", sagt der Sprecher des Traumanetzwerks Hamburg, UKE-Chirurg Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Lehmann.
Im Rahmen der Gründung des Traumanetzwerks Hamburg werden die einzelnen Kliniken eingestuft und bewertet - als Basisversorger, regionales Traumazentrum oder überregionales Traumazentrum. Wenn alle Kliniken bewertet worden sind, soll das gesamte Netzwerk zertifiziert werden. Die Gründung der Traumanetzwerke in Deutschland geht auf die Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zurück. Im norddeutschen Raum wurden in Schleswig-Holstein, Bremen und Oldenburg-Friesland Netzwerke gegründet.