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Pressemitteilung vom 30.07.2009

UKE eröffnet Ambulanz für Patienten mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus H1N1 ("Schweinegrippe")

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) reagiert auf die Zunahme von Patienten, die ins UKE kommen, weil sie den Verdacht haben, mit dem H1N1-Virus, dem so genannten "Schweinegrippevirus" infiziert zu sein, und hat deshalb am heutigen Donnerstag eine eigene Influenza-Ambulanz in separaten Räumen eröffnet.

"Wir wollen damit auf eine möglicherweise steigende Zahl an Patienten vorbereitet sein, die von den niedergelassenen Ärzten nicht vollständig abgefangen werden kann", sagt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik des UKE. "Weil immer mehr Verdachtsfälle in dieNotaufnahme kamen, wollen wir durch diese speziell eingerichteten Influenza-Ambulanz sicherstellen, dass unsere Zentrale Notaufnahme für die Versorgung von Schwerkranken voll funktionsfähig bleibt."

Die neu eingerichtete Influenza-Ambulanz im Pavillon O 64 ist geöffnet: montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 8 bis 13 Uhr.

Das UKE orientiert sich bei seiner Diagnostik eng an die offiziellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Diese sehen vor, dass bei all denjenigen Patienten eine sofortige Diagnostik veranlasst wird, die sowohl  plötzlich auftretendes Fieber als auch  Husten mit Auswurf sowie Kopf- und Gliederschmerzen haben. Zudem müssen sie entweder innerhalb der sieben vorangegangenen Tage engen Kontakt zu einer Person mit nachgewiesener oder vermuteter Schweinegrippe gehabt haben oder aus einem als Risikoland eingestuften Ort nach Deutschland eingereist sein (Argentinien, Australien, Chile, England, Kanada, Mexiko, Spanien, Thailand und USA).

Sofortige Diagnostik erfolgt ebenfalls bei Menschen, die plötzlich auftretendes Fieber und Husten mit Auswurf sowie Kopf- und Gliederschmerzen haben und zu einer Risikogruppe gehören. Dies sind Schwangere, Kinder unter 5 Jahren und Menschen über 65 sowie Patienten mit bestimmten chroni-schen Erkrankungen.

Die allermeisten Verdachtsfälle werden nicht stationär aufgenommen, sondern nach einem Abstrich in die häusliche Isolation entlassen. Sie erhalten ein Informationsblatt mit Anweisungen zum weiteren Verhalten. Empfohlen wird unter anderem, bis zum Testergebnis zuhause isoliert zu bleiben, Kontakte außerhalb des Hauses zu meiden und von anderen Haushaltsmitgliedern getrennt zu essen und zu schlafen. Wichtig ist auch eine sorgfältige Händehygiene. Sobald das Testergebnis feststeht, wird der Patient darüber telefonisch informiert. Im Falle eines positiven Befunds muss die Isolierung sieben Tage lang aufrecht erhalten werden. Die weitere Behandlung der entlassenen Patienten erfolgt durch den Hausarzt.

Der Hausarzt ist die erste Anlaufstelle bei auftretenden Symptomen. Patienten mit Symptomen sollten sich dort zunächst telefonisch melden.

 

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Letzte Änderung: Christine Jähn, 30.07.2009