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Pressemitteilung vom 13. Juli 2009

Neue Kinderklinik fürs UKE - großzügiges Engagement privater Sponsoren

Dr. Michael Otto, die "Stiftung zur Förderung von Gesundheit und Hochbegabung" und die "Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum" spenden zusammen 15 Millionen Euro

Nach der baulichen Erneuerung der Erwachsenmedizin am Universitätsklinikums Hamburg- Eppendorf (UKE) sollen auch die Spezialisten der Kinder- und Jugendmedizin künftig unter einem Dach zum Wohle der kleinen Patienten eng vernetzt zusammen arbeiten können. Möglich wird dies dank des Engagements mehrerer privater Sponsoren, die sich in hanseatischer Tradition dem Mäzenatentum verpflichtet fühlen. 

Auf dem Gelände des UKE wird eine Klinik mit insgesamt 140 Betten entstehen, verteilt auf acht Stationen, davon drei Intensivstationen. Durch die Zusammenführung von bisher auf dem UKE- Gelände verstreuten Disziplinen und Abteilungen der Kinderheilkunde an einem exponierten Standort mit separater Zufahrt wird ein Kompetenzzentrum der Maximalversorgung unter kindgerechten Bedingungen geschaffen.

Die Kindermedizin des UKE genießt national und international einen erstklassigen Ruf. Gemeinsam bilden die Universitäre Kinderklinik Eppendorf (UKKE) und das Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) - der seit 2006 zum UKE gehörende zweite Standort - mit ihrem Leistungsportfolio die größte Kinderklinik Deutschlands; jährlich werden hier 15.500 junge Patienten stationär und weitere 54.000 ambulant behandelt. Durch die gut koordinierte Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten in einer gemeinsamen Zentrumsstruktur wurde die Leistung in allen pädiatrischen Fachrichtungen auf internationales Spitzenniveau gesteigert. Dazu gehören die Gebiete Onkologie mit dem Kinderkrebs-Zentrum Hamburg, Organtransplantation, Neuropädiatrie, Kinderkardiologie oder Stoffwechsel- erkrankungen.

Auch in der Forschung ist die Kinderklinik in der internationalen Spitze positioniert. Es ist nicht nur mit einem Graduiertenkolleg und einem Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemein-schaft (DFG) vertreten, sondern nimmt auch eine wichtige Rolle bei kooperativen Verbundstudien der EU und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein. In Hamburg ist das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum ein wichtiger Partner.

Möglich wird der Neubau dank des großartigen Einsatzes von Sponsoren, die die geplanten  Investitionen der öffentlichen Hand durch privates Engagement verdoppeln. Fünf Millionen Euro spendet Dr. Michael Otto für den geplanten Bau der Kinderklinik. Er widmet diese Spende seinem Vater Prof. Dr. h.c. Werner Otto zu dessen bevorstehendem 100. Geburtstag am 13. August 2009. Der Name der künftigen Kinderklinik soll diesem Engagement Rechnung tragen. Derzeit lautet der Arbeitstitel: "UKKE - Werner und Michael Otto Kinderklinik Hamburg". Die Stiftung zur Förderung von Gesundheit und Hochbegabung und die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. sind zuversichtlich, gemeinsam 10 Millionen einzuwerben.

Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor des UKE: "Dieses Klinikum wird etwas weltweit Einzigartiges sein. Die Symbiose von Heilung und Umfeld, von Leistung und Lebensfreude. Ich danke allen Sponsoren, die sich hier für die Kindermedizin engagieren."

Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group: "Durch private Initiative staatliches Handeln ermöglichen: Wer Glück und Erfolg im Leben hat, der soll auch der Gesellschaft etwas zurückgeben. Ich freue mich, meinem Vater mit dieser Spende ein Geschenk zum 100. Geburtstag machen zu können, von dem ich weiß, dass es auch seinem Lebensmotto voll und ganz entspricht."

Daniela Herz, Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung zur Förderung von Gesundheit und Hochbegabung: "Aus meiner Sicht gibt es für dieses Projekt nur eine Option: machen. Die Kinder sind unsere Zukunft und ihre Gesundheit unser höchstes Gut."

Claus G. Budelmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung zur Förderung von Gesundheit und Hochbegabung: "Das UKE und unsere Stiftung verbindet eine langjährige enge Kooperation, und das Thema einer neuen Kinderklinik war in den letzten Monaten Gegenstand intensiver Gespräche, gerade im Zusammenhang mit der notwendigen räumlichen Modernisierung des Krankenhauses. Der Vorstand der Stiftung unterstützt dieses gemeinsame Ziel mit großer Begeisterung, und in Vorgesprächen mit potentiellen Spendern konnten wir bereits Zusagen über erfreuliche Beträge  für den Anteil der Kosten einwerben, der von Privatpersonen und Unternehmen dann zusammen mit der Stadt zur Verfügung gestellt wird. Es werden jedoch noch größere Spenden benötigt, um unser Soll zu erfüllen. Dieses Projekt baut auf das in Hamburg tief verwurzelte Mäzenatentum, und wir sind  zuversichtlich, mit diesem überzeugenden Konzept weitere Beträge akquirieren zu können."

Dr. Holger Iversen, Vorsitzender der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.: "An Krebs erkrankte Kinder werden von einer neuen Kinderklinik besonders profitieren. Mit einem Neubau bieten wir den kleinen Patienten und ihren Angehörigen Medizin, Pflege und Zuwendung auf höchstem Niveau und sichern gleichzeitig die national und international anerkannte hohe Qualität der Arbeit des Kinderkrebs-Zentrums Hamburg. Dieses wird seit über dreißig Jahren von uns gefördert, und wir sind sicher, dass sich unter dem neuen Dach die Heilungschancen der an Krebs erkrankten Kinder verbessern werden."

Prof. Dr. Kurt Ullrich, Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE: "Diese Klinik wird medizinisch, inhaltlich und strukturell neue Wege gehen. Und sie wird etwas vollkommen Neues leisten: Sie schafft ein Umfeld, in dem Heilung mit positiven Erlebnissen verbunden wird. Die oftmals schwere und lange Zeit im Krankenhaus wird für Kinder und Jugendliche sinnvoll aufgewertet und damit auch zu etwas Positivem. Patienten werden sich hier wohlfühlen - und es wird motivierend sein, hier zu arbeiten."


 

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Letzte Änderung: Christine Jähn, 13.07.2009