Sechs behandelnde Ärzte haben heute in einer Pressekonferenz die heutige Darstellung des "Hamburger Abendblatts" über die Krankengeschichte des Patienten Wolfgang Schmidt eindringlich zurückgewiesen. "Der Patient ist im UKE optimal behandelt worden. Diese Kritik ist uns komplett unverständlich und trifft uns sehr. Der Familie sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus", sagt Dr. Stefan Kluge, kommissarischer Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE.
Das Abendblatt hatte bereits am 13. Mai zahlreiche Fragen zum Patienten Schmidt ans UKE gerichtet. Das UKE hat alle Fragen zeitnah und ausführlich beantwortet. Zur unabhängigen Klärung hat das UKE am 18. Mai hat einen Schlichtungsantrag bei der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der Norddeutschen Ärztekammern gestellt.
Zum Behandlungsverlauf stellten die Ärzte fest:
1. Der Patient Wolfgang Schmidt ist im UKE optimal behandelt worden. Im vorbehandelnden Krankenhaus hatte er als nicht mehr therapierbar gegolten.
2. Die Vorwürfe, der Patient sei wegen Überforderung des Personals auf der Intensivstation fixiert worden, entbehren jeglicher Grundlage. Im Gegenteil ist die Mobilisierung bei gleichzeitiger Sicherung auf der Intensivstation aus therapeutischen Gründen eine notwendige Maßnahme.
3. Der Patient hat sich wiederholt und ausdrücklich gegen ärztlichen Rat der Behandlung durch die Mediziner am UKE entzogen. Dazu gehört, dass er das UKE während der Therapie mehrfach verlassen hat.