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Pressemitteilung vom 2. April 2009

Patientin mit Verdacht auf Ebola-Infektion gesund entlassen

Nach Ablauf der Inkubationszeit von 21 Tagen ist die Wissenschaftlerin des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI), die wegen Verdachts auf eine Ebola-Laborinfektion zeitweilig im Behandlungszentrum für hochkontagiöse Erkrankungen des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) isoliert worden war, am Donnerstag aus der stationären Isolierung entlassen worden. Zu keinem Zeitpunkt war das Ebola-Virus in ihrem Körper nachgewiesen worden.

"Die Patientin ist gesund. Wir sind darüber sehr froh", sagt der behandelnde Arzt Dr. Stefan Schmiedel, Sektion Tropenmedizin des UKE.  "Ob der Einsatz des Impfstoffs dabei eine Rolle gespielt hat, werden wir möglicherweise erst in ein paar Wochen wissen."

"Dieser Fall hat gezeigt, dass das UKE gut gerüstet ist. Die Zusammenarbeit mit den Behörden und allen Beteiligten hat gut funktioniert", sagt Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE. "Wir freuen uns sehr für die Patientin und ihre Familie, dass alles gut gegangen ist."

Die Wissenschaftlerin hatte sich am 12. März bei Arbeiten im Hochsicherheitslabor des BNI trotz Schutzkleidung mit einer Nadel gestochen und verletzt. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sie sich dadurch möglicherweise mit Proben des Ebola-Virus kontaminiert hatte, die sich möglicherweise an der Nadel befunden hatten. Sie wurde am selben Tag im UKE untersucht und ließ sich am folgenden Tag vorbeugend auf der Infektionsstation des UKE aufnehmen.

Am 15. März war dann nach der im Rahmen eines individuellen Heilversuchs durchgeführten Impfung am Vortag eine fieberhafte Reaktion aufgetreten. Daraufhin musste aus Vorsicht der Verdacht einer Erkrankung ausgesprochen werden und die notwendigen Sicherheitsmaßnamen, wie die Verlegung in die Isoliereinheit wurden  unverzüglich eingeleitet. Als die Reaktion der Patientin auf Grundlage der durchgeführten Untersuchungen sicher als Impfreaktion eingeordnet werden konnte, wurde die Patientin am 19. März in Abstimmung mit den zuständigen Behörden in ein Einzelzimmer auf der Infektionsstation verlegt, wo sie weiter unter medizinischer Beobachtung stand.

Nachdem die molekularbiologische Untersuchung am 21. Tag nach der Verletzung das negative Ergebnis aller anderen Untersuchungen bestätigte, wurde die Wissenschaftlerin in Abstimmung mit den zuständigen Behörden nach Hause entlassen.

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Letzte Änderung: Christine Jähn, 03.04.2009