Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Augenklinik Bellevue, Kiel, haben eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Augenheilkunde vereinbart. Vom 2. Februar 2009 an wird die Augenklinik Bellevue die wirtschaftliche Verantwortung für die UKE Augenklinik übernehmen. Zielsetzung dieser Kooperation ist es, die UKE-Augenklinik für die Herausforderungen im Markt- und Wettbewerbsumfeld fit zu machen und langfristig Wachstum und Beschäftigung zu sichern. Mit diesem Managementvertrag zwischen einer universitären Augenklinik und einer großen Fachklinik betreten beide Kliniken Neuland. Neu ist die Übertragung der Richtlinien-kompetenz und der Betriebsführung in die Verantwortung des Partners.
"Gerade die Augenheilkunde ist extrem dynamisch und entwickelt sich zunehmend zu einem patientenorientierten, wettbewerbsintensiven Markt. Dies ist nicht die Kernkompetenz des UKE, und deswegen sind wir sehr froh, einen auf diesem Gebiet erfolgreichen Partner für das Management unserer Augenklinik gefunden zu haben", sagt Dr. Alexander Kirstein, Kaufmännischer Direktor UKE. "Die Augenklinik Bellevue freut sich, die Herausforderungen der Zukunft in der Augenheilkunde gemeinsam mit dem UKE zu gestalten. Auf der Basis dieses innovativen und wegweisenden Managementvertrages soll die optimale Patienten-versorgung auf höchstem Niveau erreicht werden", so Professor Detlef Uthoff, Träger der Augenklinik Bellevue.
Die Kieler Klinik zeichnete sich zuletzt durch innovative Konzepte im Rahmen der Krankenversorgung aus. So kooperieren in Schleswig-Holstein über 40 Augenarztpraxen in einem von der Klinik gegründeten und betriebenen Qualitätsnetz mit dem Ziel einer hochwertigen und effektiven Patientenversorgung. Die Übertragung erfolgreicher Konzepte gepaart mit der klaren Unterstützung der Hamburger Kompetenz in Forschung, Lehre und Krankenversorgung ist ein deutliches Signal: Hochschulmedizin und privat gemanagte Krankenversorgung schließen sich nicht aus, sondern ergänzen einander perfekt. Kirstein und Uthoff sind fest davon überzeugt, dass der Hamburger Managementvertrag für beide Partner sowie alle Beteiligten von großem Nutzen sein wird: Die Synergien der Kompetenzen werden die Ergebnisse in der der Versorgung als auch in der Forschung und der Lehre weiter verbessern. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst 5 Jahren.