"Lebenslust statt Online-Flucht": An Jugendliche und junge Erwachsene mit problematischem Computergebrauch wendet sich ein Gruppenprogramm des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Es will den 14- bis 25-Jährigen helfen, ihre PC- und Internet-Sucht zu überwinden und wieder ins reale Leben zurückzufinden. Für eine neue Gruppe werden noch Interessenten gesucht.
Entwickelt wurde das Programm von der UKE-Drogenambulanz für Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien. Zugrunde liegen ihm Erkenntnisse aus der Verhaltenstherapie und der Tiefenpsychologie. Eingeflossen sind auch soziales Kompetenztraining und Kenntnisse der Suchtstrukturen.
Schrittweise werden die Betroffenen motiviert und angeleitet, ihren Computergebrauch dauerhaft angemessen zu reduzieren beziehungsweise den pathologischen Gebrauch ganz einzustellen. Einsichten in die individuelle Funktion des Computergebrauchs werden erarbeitet, alternative Aktivitäten angeregt und umgesetzt. Begleitsymptome wie Depressionen oder Ängste werden ebenfalls behandelt.
Interessenten melden sich unter Tel. (0 40) 4 28 03-42 17 zu einem persönlichen Beratungsgespräch an und bringen von ihrem Arzt einen Überweisungsschein für die Drogenambulanz mit. Das eigentliche Gruppenprogramm mit vier bis acht Teilnehmern beginnt dann am 19. Februar 2008, 16 Uhr, und besteht aus acht Terminen von jeweils 90 Minuten.