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Die Urologische Klinik ist ein Zentrum der Maximalversorgung für alle urologischen Tumorerkrankungen.
In der Sondersprechstunde Prostatakarzinomin werden Patienten mit Verdacht auf Prostatakarzinom biopsiert (2008: etwa 3500 Prostatabiopsien), sie steht aber auch Patienten in der Nachsorge, mit primär metastasiertem und mit hormonrefraktären Prostatakarzinom zur Verfügung.
Im Rahmen der Therapie nimmt die operative Behandlung des klinisch lokalisierten Prostatakarzinoms eine herausragende Stellung ein. Die Radikale retropubische Prostatektomie wird mit weiter steigender Tendenz an unserer Klinik angeboten. Im Jahre 2008 wurden zusammen mit der Martiniklinik am UKE über 1500 Patienten einer radikalen Prostatektomie unterzogen; insgesamt überblicken wir über 5700 Patienten. Hierbei stellt die nerv-und potenzerhaltende radikale Prostatektomie bei entsprechender Patientenselektion onkologisch wie funktionell die bestmögliche operative Therapioption dar und wird dank entsprechend aufwendiger Patientenselektion in über 90% aller Fälle durchgeführt.
Eine weitere, fest etablierte Therapieoption des Prostatakarzinomes ist die kombiniert interstitielle und percutane Bestrahlung (als HDR-Brachytherapie), die bis Ende 2008 an über 800 Patienten durchgeführt wurde.
Zur Komplettierung des Therapieangebotes des lokalisierten Prostatakarzinoms wird seit Beginn des Jahres 2005 die LDR-Brachytherapie (auch Seed-Therapie genannt) in der bewährten Zusammenarbeit mit der Abteilung für Strahlentherapie angeboten.
Die operative Therapie des nicht-metastasierten Nierenzellkarzinoms durch eine radikale Tumornephrektomie, wenn möglich ohne gleichseitige Adrenalektomie gehört ebenso zum operativen Angebot wie die Nierenteilresektion bei entsprechen kleinen Nierentumoren oder bei einer Einzelniere. Auch ausgedehnte, nicht metastasierte Nierenzellkarzinome mit Tumorzapfen in die Vena cava können operativ -ggf in Kooperation mit der Abteilung für Gefäßchirurgie- unter Umständen unter mithilfe der Herz-Lungenmaschine operativ versorgt werden. Gleiches gilt für die interdisziplinäre Embolisation von blutenden Nierentumoren unter palliativem Aspekt. Fest etabliert ist die Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms durch die lokale und systemische Immuntherapie. Eigens hierfür wird eine Spezialsprechstunde Nierenzellkarzinom unterhalten.
Die Therapie des nicht-metastasierten Urothelkarzinoms wird beim oberflächlichen wie muskelinvasiven Stadium angeboten. Operativ wird das Ileumconduit sowie als kontinente Form der orthotope Blasenersatz durch eine Ileumneoblase bei männlichen und weiblichen Patienten, sowie der Appendixpouch angeboten. Auch zur Zuweisung bei diagnostiziertem Tumor wie zur Nachsorge steht die Spezialsprechstunde Blasenkarzinom zur Verfügung.
Die Behandlung des Hodentumors gehört zum Routineangebot unserer Klinik. Operativ wird neben der primären Ablatio testis auch die retroperitoneale Lymphadenektomie, wenn möglich unter Schonung der Nervenbahnen angeboten. Hierbei haben wir Herrn Dr. Michael Hartmann als ehemaligen Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses als Mitarbeiter gewinnen können. Auch hier wird die Therapieplanung und Nachsorge in einer interdisziplinären Spezialsprechstunde in Zusammenarbeit mit Urologen, internistischen Onkologen und Strahlentherapeuten koordiniert. Kontakt für diese Sprechstunde erfolgt über die Telefonnummer 040-7410-53443 oder über die E-mail Adresse hodentumor@uke.uni-hamburg.de
Entsprechend unserer Spezialisierung und Kompetenz beteiligen wir uns als Zweitmeinungszentrum an einem Projekt der Deutschen Hodentumorstudiengruppe, welches von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird. Dabei geht es um die qualitativ bessere Versorgung von Patienten mit Hodentumoren.
Nähere Informationen finden Sie unter http://www.iv-hodenkrebs.de
Plastisch Rekonstruktive Eingriffe von angeborenen Fehlbildungen oder erworbenen Erkrankungen des Urogenitaltraktes, falls erfordlich mit rekontruktion der ableitenden Harnwege und gegebenfalls Schaffung einer alternativen Form der Harnableitung.
Einen weiteren Schwerpunkt stellen die bei Kindern durchgeführten Operationen (Korrektur von Stauungsnieren durch Nierenbeckenabgangs- oder Uretermündungsstenose sowie Hypospadiekorrekturen) dar.
Weitere klinische Schwerpunkte liegen in den Bereichen Nierentransplantation, Behandlung von Nierensteinen, Neurourologie und Erektionsstörung.
Neurourologisch werden Operationen am Rückenmark, zur Korrektur von Blasenentleerungsstörungen sowie die Einlage eines Schrittmachers zur koordinierten Entleerung der Blase angeboten. Eine Spezialsprechstunde Neurourologie wird zweimal pro Woche bedient.
Darüber hinaus werden sämtliche Formen der Prostataoperationen vorgenommen bei gutartigen Wucherungen des älteren Mannes wie klassische transurethrale Resektion und die Entfernung von Blasensteinen.