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1327 radikale Prostatektomien am UKE im Jahre 2007
Zusammen mit der Martiniklinik am UKE hat die Urologische Klinik im Jahr 2007 insgesamt 1327 radikale Prostatektomien durchgeführt. Hiervon entfielen auf die Martiniklinik 697 und auf die Urologische Klinik 630 Operationen.
In weit über 90% aller Fälle konnte eine nervschonende radikale Prostatektomie durchgeführt werden. Diese Leistung positioniert unsere Klinik weltweit unter die ersten drei Zentren zur operativen Therapie des Prostatakarzinoms, auf Augenhöhe mit so renommierten Kliniken wie der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland oder der Mayo-Clinic in Rochester, Minnessota. Innerhalb Europas ist die operative Expertise einzigartig.
Erfolgreiche Etablierung des DaVinci-Operationssystemes zur minimalinvasiven radikalen Prostatektomie und der Andersdon-Hynes- Nierenbeckenplastik
Im Jahr 2007 konnten wir das DaVinci-Operationssystem erfolgreich in unsere Klinik integrieren. Für die radikale Prostatektomie und die Nierenbeckenplastik nach Anderson-Hynes übertrafen die Operationszahlen die der Vorjahre deutlich.
Die radikale Prostatektomie wird sowohl mit als auch ohne Lymphadenektomie, als nerverhaltende und nicht-nerverhaltende Operationstechnik durchgeführt. Durch systematische Standardisierung der Operationstechnik ist es gelungen die initial langen OP-Zeiten auf etwa 3-4 Stunden zu kürzen. Der stationäre Aufenthalt ist mit 3 - 5 Tagen eingeplant.
Die Nierenbeckenplastik wurde bis 2007 in allen nicht-pädiatrischen Patienten mit symptomatischer Ureterabgangsstenose, insgesamt 22 mal durchgeführt. Die OP-Zeiten haben sich auf 2-3 Stunden reduziert, die Krankenhausliegezeiten auf 3-4 Tage. Für das Jahr 2008 sind schon 22 Patienten zu OP avisiert.
Für Rückfragen zur DaVinci-Prostatektomie stehen Ihnen Herr OA PD Dr. A. Haese (Mobil: 0152-22815413) und Herr OA PD Dr. F. Chun (0152-22815214) zur Verfügung
Erfolgreiche Etablierung der Laparoskopie in der Urologischen Klinik im Jahr 2007
Durch die Aufnahme von Herrn OA Dr. Mario Zacharias ist es der Urologischen Klinik gelungen, die über 100 laparoskopischen Eingriffe des Jahres 2007 noch zu übertreffen. Insgesamt wurden 137 laparoskopische Eingriffe durchgeführt. Herr Dr. Zacharias hat die Laparoskopie zum festen Standbein unseres Leistungsspektrum gemacht und seine Expertise auf weitere Kollegen der Klinik übertragen.
Auch im neuen Jahr planen wir den Ausbau der laparoskopischen Kapazität für alle Eingriffe der Niere, des Ureters, der Nebenniere, der Prostata sowie weiterer Indikationen (laparoskopische Hodensuche, sekundäre Varikozelenligatur, Lymphozelenfensterungen).
Für Anfragen zur laparoskopsichen Eingriffen stehen Herr OA OA Dr. S. Ahyai (0152-22815034) und Herr OA PD Dr. F. Chun (0152-22815214) als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung.
Die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) ist Standardtherapie zur in der Urologischen Klinik
Im vergangenen Jahr wurden auf Anhieb 119 Holmium-Laser-Enukleationen der Prostata durchgeführt. Dieser durchschlagende Erfolg beruht auf der hohen Patientenakzeptanz und außerordentlich gutem Feedback von den uns zuweisenden Kollegen.
An unserer urologischen Klinik ist die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) inzwischen zu der operativen Standardtherapie bei der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) avanciert. Mit dem Holmium:YAG Laser kann die gutartige Prostatahyperplasie unabhängig von ihrer Größe über die Harnröhre (endoskopisch) operiert werden. Dabei können verglichen zu den herkömmlichen Verfahren (Elektroschlinge oder offene Operation) die Operationsrisiken (v.a. Blutungen) deutlich reduziert und somit auch die Katheterzeit und Krankenhausaufenthaltsdauer signifikant verkürzt werden. Die HoLEP ist das einzige Laserverfahren, das eine vollständige histologische Aufarbeitung des entfernten Gewebes erlaubt. Das Gewebe wird komplett von der chirurgischen Kapsel laserreseziert. Damit ist der Gewebeabtrag maximal, welches den Grund für die prompte und deutliche Verbesserung des Wasserlassens darstellt. Die Gefahr eines BPH Rezidivs ist folglich auch äußerst gering.
Im Jahr 2007 haben an unserer Klinik 119 Patienten eine sog. HoLEP erhalten. Das durchschnittliche Patientenalter betrug 69 Jahre (von 51 bis 89 Jahre rangierend). Es wurden bis zu 170 g Gewebe reseziert. Die durchschnittliche Operationsdauer bei einem mittleren Resektionsgewicht von 52 g lag bei 65 Minuten. Standardisiert wurde der Katheter am Morgen des 2. Tages nach der Operation entfernt und somit eine schnelle eine Entlassung möglich. Eine ASS 100 Einnahme wurde für die Operation nicht zwingend unterbrochen, weswegen auch sehr kranke Patienten operiert wurden. Kein Patient benötigte bisher eine Bluttransfusion. Bei ca. 10 % der Patienten haben wir u.a. trotz entsprechender Diagnostik (auch in Form von Biopsie) ein inzidentelles Prostatacarcinom entdeckt. Einige Patienten haben bei zuvor bereits bekanntem Prostatakrebs eine sogenannte palliatve HoLEP erhalten. Auch dies ist problemlos möglich.
Die HoLEP ist das einzige Verfahren, das aufgrund ausreichender solider Studien von der Gemeinschaft Europäischer Urologen alternativ zur Elektroresektion oder offenen Operation zur instrumentellen BPH-Therapie empfohlen wird. Nebst den messbaren guten Ergebnissen beruht der durchschlagende Erfolg der Methode an unserer Abteilung jedoch sicher auf der hohen Patientenakzeptanz und dem außerordentlich gutem Feedback von den uns zuweisenden Kollegen.
Für Fragen oder Patientenbesprechungen stehen Ihnen Herr OA Dr. S. Ahyai (0152-22815034) oder Herr OA PD Dr. F. Chun (0152-22815214) zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie sonst sicher auch im Internet unter dem Suchbegriff HoLEP. Das kleine Video zeigt einen Operationsausschnitt und verdeutlicht den blutarmen Gewebeabtrag des Prostatagewebes mit dem Laser von der Prostatakapsel.