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Beschreibung
Die Dialektisch Behaviorale Therapie ( DBT ) nach M. Linehan (1993) ist ein auf kognitiver Verhaltenstherapie und Dialektik basierendes Behandlungskonzept für Patienten/ innen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Ziel des DBT - Fertigkeitentrainings ist das Erlernen und/ oder das Verbessern von Fähigkeiten, mit deren Hilfe problembesetzte Verhaltens-, Gefühls- und Denkmuster im sozialen Umfeld verändert werden können. Das Fertigkeitentraining kann als Einzeltherapie oder Gruppentherapie stattfinden.
Im ersten Therapieabschnitt erfahren die Patienten/innen durch Verhaltensanalyse Ursachen für individuelle Spannungszustände und erlernen durch Fertigkeiten Verhalten zu verändern.
Die Patienten/ innen arbeiten mit einer Diary Card (Tagebuch), in die dysfunktionale Verhaltensweisen (Suizidalität und Selbstschädigung) sowie Spannungszustände und spezielles Problemverhalten (Drogenkonsum, Essstörungen) eingetragen werden.
Im zweiten Therapieabschnitt sollen die Patienten/innen mit den erlernten Fertigkeiten, die bei einer Traumtherapie auftretenden Spannungen, dissoziativen Zustände und emotionalen Krisen selbst managen können.
DBT wird auf der Station PS1 in einer offenen Gruppe über einen Zeitraum von acht Wochen durchgeführt. Es umfasst 16 Sitzungen zu je 1 ½ Stunden, die zweimal pro Woche stattfinden. Die Gruppe wird in DBT geschulter Fachpflege und Therapeut/ innen geleitet und auf unserer Station von Sabina Braun und Michael Mundt durchgeführt.
Das Fertigkeitentraining setzt sich aus nachstehenden Einzelmodulen zusammen:
Modulvorstellung im Detail
Das Modul Kunst der inneren Achtsamkeit trainiert die sogenannten
Was - Fertigkeiten = was tue ich hier und jetzt
Wie - Fertigkeiten = wie tue ich es (nicht bewertend, konzentriert und wirkungsvoll)
Ziel ist es, mehr Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten über Denken und Handeln zu erreichen, indem Verstand und Gefühl möglichst in Einklang gebracht werden sollen.
Im Modul Fertigkeiten der Stresstoleranz erlernen Patienten/innen durch bestimmte Techniken (sogenannte Skills) Krisen erfolgreich zu managen und Annspannungen auszuhalten.
Sensorische/ körperliche Skills (Körperempfindungen erfahren durch Igelball, Coolpacks, Gummiband, Chilischoten, Sport und Bewegung)
Handlungs-Skills (Sich ablenken, den Moment verändern, Achtsamkeitsübungen, entgegengesetztes Handeln)
Gedankliche Skills (Radikale Akzeptanz, sich für einen neuen Weg entscheiden, innere Bereitschaft)
In einem für jede(n) Patienten/in individuell zugeschnittenen Notfallkoffer werden Stresstoleranz/ Stressbewältigungsstrategien aufbewahrt, auf die in Krisen zurückgegriffen werden kann.
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Das Modul Umgang mit Gefühlen beschäftigt sich mit den Fertigkeiten
Beschreiben, Beobachten und Verstehen von Gefühlen.
Ziel des Moduls ist es Gefühle in ihren Wirkungen und Bedeutungen, auch auf Andere, zu verstehen und zu akzeptieren, die Verletzbarkeit zu vermindern und das Vertrauen in die eigene Gefühlswelt zu steigern.
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Im Modul Zwischenmenschliche Fertigkeiten erlernen die Patienten nachstehende Fertigkeiten.
Im Dialog sollen eigene Interessen, Wünsche und Bedürfnisse angesprochen und mit denen von anderen Menschen abgeglichen werden, ohne dabei die Selbstachtung zu verlieren und/ oder den anderen zu diskriminieren.
Ziel ist die Stärkung der sozialen Kompetenz durch Förderung von Konsensbildung und Kompromissfindung.