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Arbeitsbereich Suchtmedizin und abhängiges Verhalten

Behandlungsangebot der Station

Das stationäre Behandlungsangebot der Station P2 (Neubau) richtet sich an PatientInnen mit einer Suchtstörung, die eine Entzugsbehandlung benötigen.

Im Regelfall wird der Entzug von Alkohol wegen der Gefahr von schweren Entzugserscheinungen (Schwitzen, Unruhe, Schlafstörungen, Tremor, Krampfanfall und/ oder Delir) im stationären Rahmen empfohlen. Die Entzugsbehandlung auf unserer Station ist eine Qualifizierte Entzugsbehandlung: Körperlicher Entzug, Gruppentherapie und psychologische Betreuung durch ein multiprofessionelles Team. Die Behandlung ist in der Regel auf 3 Wochen begrenzt. Bestehen neben der Alkoholerkrankung weitere behandlungsbedürftige psychische Erkrankungen (z. B. Angst, Depression), können diese im Verlauf stationär oder in unserer Tagesklinik behandelt werden.

Mehrere Medikamente (Benzodiazepine, Barbiturate, Opiate u.a.) können zu einer Abhängigkeit führen. Die Entzugserscheinungen (Schwitzen, Unruhe, Schlafstörungen, Zittern, Krampfanfall und/oder Delir) können mit Verzögerung auftreten und eine stationäre Entzugsbehandlung erfordern. Die Entzugsbehandlung auf unserer Station ist eine Qualifizierte Entzugsbehandlung: Körperlicher Entzug, Gruppentherapie und psychologische Betreuung durch ein multiprofessionellen Team. Die Behandlung dauert in der Regel 4 Wochen. Bestehen neben der Medikamentenabhängigkeit weitere behandlungsbedürftige psychische Erkrankungen (z. B. Angst, Depression), können diese im Verlauf stationär oder in unserer Tagesklinik behandelt werden.

Drogen können ebenso wie Alkohol und Medikamente zur Abhängigkeit und beim Absetzen zu Entzugserscheinungen führen. Wir bieten nach vorheriger Abklärung in unserer Suchtambulanz eine qualifizierte Entzugsbehandlung (körperlicher Entzug plus Gruppentherapie und psychologische Begleitung) bei Abhängigkeit von Cannabis, Kokain, Amphetaminen, Ecstasy und weiteren sogenannten Partydrogen an. Bei aktuell intravenösem Gebrauch von Heroin oder Kokain ist in Hamburg in der Regel das Asklepios Klinikum Nord zuständig.

 

Behandlungsangebot der Tagesklinik

Menschen mit einer Suchterkrankung leiden oft noch an einer weiteren psychischen Erkrankung (Komorbidität) wie Depressionen, Angsterkrankungen und / oder Folgen von Traumatisierungen. In diesem Zusammenhang werden Suchtmittel wie Alkohol oder beruhigende Substanzen wie Medikamente eingesetzt, um Ängste oder Depressionen zu bessern. Dabei kann ein Teufelskreis entstehen, denn kurzfristig können Alkohol und andere Substanzen Depressionen oder Ängste bessern, langfristig werden allerdings diese Erkrankungen verstärkt, ein erneuter Griff zur Flasche oder zum Medikament folgt. So erhalten sich Sucht und Komorbidität gegenseitig aufrecht. Die wenigsten Menschen schaffen es aus eigener Kraft diese schwierige Situation zu überwinden.

Hier setzt das Konzept der Tagesklinik an. Nach der Entzugsbehandlung erhalten Sie in der Tagesklinik die Möglichkeit Ihren Erfolg weiter zu stabilisieren und Wege aus Ihrem persönlichen Teufelskreis zu finden. Während Ihrer 6-wöchigen Behandlung in der Tagesklinik unterstützen wir Sie darin Kompetenz im Alltag bei der Auseinandersetzung mit Ihrem sozialen Umfeld und Ihren individuellen Risikosituationen zu entwickeln.In der Tagesklinik geben wir Ihnen Handwerkszeug mit, mit dem Sie lernen Ihre eigenen Risikosituationen besser einzuschätzen und ermutigen Sie, die erarbeiteten Alternativen im Alltag zu erproben und für sich umzusetzen.

An den folgenden Zielen arbeiten wir mit Ihnen gemeinsam:

 

Behandlungsangebot der Spezialambulanz für Suchtstörungen

Die Spezialambulanz ist eine spezielle Einrichtung für Menschen mit Suchtproblemen, bei denen eines der folgenden Kriterien zutrifft:

 

Allgemeine Angebote

Wir bieten Ihnen Beratung über weitere Behandlungsmöglichkeiten einschließlich medikamentöser und psychotherapeutisches Maßnahmen, über eine medikamentöse Behandlung, über psychotherapeutische Maßnahmen.

Sollte ein Entzugswunsch bestehen und eine stationäre Behandlung nicht notwendig sein, kann nach entsprechender Abklärung ein ambulanter Entzug in der Suchtambulanz durchgeführt werden.

PatientInnen, bei denen eine Psychotherapie sinnvoll erscheint, können übergangsweise oder auch dauerhaft in der Suchtambulanz psychotherapeutisch behandelt werden.

PatientInnen, die nach einer Entzugsbehandlung eine weiterführende medikamentöse Behandlung brauchen, können in der Suchtambulanz übergangsweise behandelt werden. Vor allem die PatientInnen, bei denen eine medikamentöse Entwöhnungsbehandlung (z.B. mit Campral® oder Adepend®) vorgesehen ist, können in der Suchtambulanz eingestellt werden. In Einzelfällen bieten wir auch eine intensivierte Entwöhnungsbehandlung unter Einsatz von Antabus® oder Baclofen an.

Familienmitglieder oder Partner leiden sehr oft an den Auswirkungen der Sucht bei den Betroffenen. Therapeutische Gespräche sind oft hilfreich, um Belastungen aufzufangen.

 

Gruppenangebote

Für PatientInnen, die eine stationäre Entzugsbehandlung abgeschlossen haben, sind die ersten Wochen nach der Entlassung die schwierigsten. Daher ist eine therapeutische Begleitung in dieser Zeit ein wichtiger Bestandteil in der Vermeidung von Rückfällen. Die Nachsorgegruppe findet immer Mittwoch von 16.30 bis 18.00 Uhr (im Videoraum, Erdgeschoss) statt.

Für PatientInnen mit einer Medikamentenabhängigkeit bieten wir eine eigenständige Nachsorgegruppe an, da sich die Probleme bei Medikamentenabhängigkeit häufiger anders als bei Alkoholabhängigkeit darstellen. Eine Anmeldung erfolgt nur über vorherige Besprechung in der Suchtambulanz.

Bei einigen PatientInnen ist eine spezielle Gruppentherapie notwendig. In der Suchtambulanz werden solche Gruppen immer wieder angeboten. Die Anmeldung erfolgt nur über vorherige Besprechung in der Suchtambulanz.

 

Spezielle Themen

Menschen, die an einem Aufmerksamkeitsdefizit & Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) leiden oder als Kind gelitten haben, haben ein erhöhtes Risiko, an einer Suchtstörung zu erkranken. Eine Behandlung erfordert ein besonders Wissen über beide Erkrankungen - nur wenige Spezialisten kennen sich mit ADHS im Erwachsenenalter aus.

Eine Kokainabhängigkeit hat verschiedene Gesichter. Drogenberatungsstellen sind dagegen eher auf die Behandlung von Heroinabhängigkeit eingerichtet, während Spezialwissen über die Kokainabhängigkeit selten ist. Bei Cannabis ist es erforderlich, eine genaue Analyse zu machen, um festzustellen, ob eine Abhängigkeit besteht.

 

Struktur

Hauptebene
Zweite Ebene Zweite Ebene
Dritte Ebene Dritte Ebene Dritte Ebene Dritte Ebene

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Letzte Änderung: Karsten Grzella, 22.01.2013