Zu den Inhalten springen

Hauptnavigation:

Kontakt | English | Sitemap

| Home > Zentren > Zentrum für Psychosoziale Medizin > Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie > Patienteninformation > Arbeitsbereich Sucht

   Arbeitsbereich Sucht

Aufgaben der Station

Das stationäre Behandlungsangebot der Station PS 5 richtet sich an PatientInnen mit einer Suchtstörung, die eine Entzugsbehandlung benötigen.

Aufgrund der Gefahr von schweren Entzugserscheinungen (Schwitzen, Unruhe, Schlafstörungen, Tremor, Krampfanfall und/oder Delir) ist meistens die Entzugsbehandlung bei Alkoholabhängigkeit im stationären Rahmen empfohlen. Die Entzugsbehandlung auf unserer Station ist eine Qualifizierte Entzugsbehandlung: Körperlicher Entzug, Gruppentherapie und psychologische Betreuung im Rahmen eines multiprofessionellen Team. Die Behandlung ist in der Regel auf 3 Wochen begrenzt.

Mehrere Medikamente (Benzodiazepine, Barbiturate, Opiate u.a.) können zu einer Abhängigkeit führen. Die Entzugserscheinungen (Schwitzen, Unruhe, Schlafstörungen, Tremor, Krampfanfall und/oder Delir) können mit Verzögerung auftreten und können eine stationäre Entzugsbehandlung notwendig machen. Die Entzugsbehandlung auf unserer Station ist eine Qualifizierte Entzugsbehandlung: Körperlicher Entzug, Gruppentherapie und psychologische Betreuung im Rahmen eines multiprofessionellen Team. Die Behandlung ist in der Regel auf 4 Wochen begrenzt, wobei dieses sehr viel mehr von dem Medikament und der Dosierung abhängt.

Verschiedene Drogen (Heroin, Kokain, Cannabis u.a.) können zu einer Abhängigkeit führen und eine Entzugsbehandlung notwendig machen. Für die Entzugsbehandlung bei Drogenabhängigkeit ist in der Regel in Hamburg das Klinikum Nord Ochsenzoll zuständig. Wenn die Entzugsbehandlung nicht im Klinikum Nord Ochsenzoll stattfinden soll, besteht die Möglichkeit einer qualifizierten Entzugsbehandlung auf unserer Station - hier muss auf jeden Fall zunächst eine Abklärung über unsere Suchtambulanz stattfinden.

 

Aufgaben der Spezialambulanz für Suchtstörungen

Die Spezialambulanz ist eine spezielle Einrichtung für Menschen mit Suchtproblemen, bei denen eins der folgenden Kriterien zutreffen:

Allgemeine Angebote

Jeder Betroffene kann zunächst in der Suchtambulanz beraten werden über die weiteren Behandlungsmöglichkeiten, über eine medikamentöse Behandlung, über psychotherapeutische Maßnahmen.

Betroffene, bei denen eine Entzugsbehandlung notwendig ist und eine stationäre Behandlung nicht notwendig ist, können nach entsprechender Abklärung einen ambulanten Entzug in der Suchtambulanz durchführen.

PatientInnen, bei denen eine Psychotherapie sinnvoll erscheint, können übergangsweise in der Suchtambulanz psychotherapeutisch betreut werden, z.B. bis sie bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten einen Therapieplatz bekommen haben.

PatientInnen, die nach einer Entzugsbehandlung eine weiterführende medikamentöse Behandlung brauchen, können in der Suchtambulanz übergangsweise behandelt werden. Vor allem die PatientInnen, bei denen eine medikamentöse Entwöhnungsbehandlung (z.B. mit Campral® oder Nemexin®) vorgesehen ist, können in der Suchtambulanz eingestellt werden.

Familienmitglieder oder Partner leiden sehr oft an den Auswirkungen der Sucht bei den Betroffenen. Therapeutische Gespräche sind häufig notwendig, um das Auseinanderbrechen der Familie oder der Beziehung zu vermeiden.

Gruppenangebote

Für PatientInnen, die eine stationäre Entzugsbehandlung abgeschlossen haben, sind die ersten Wochen nach der Entlassung die schwierigsten. Daher ist eine therapeutische Begleitung in dieser Zeit ein wichtiger Bestandteil in der Vermeidung von Rückfällen. Die Nachsorgegruppe findet immer Mittwoch von 16.30 bis 18.00 Uhr (im Videoraum, Erdgeschoss) statt.

Für PatientInnen mit einer Medikamentenabhängigkeit ist es schwierig, nach der Entzugsbehandlung eine weitere adäquate therapeutische Begleitung zu finden. In den Selbsthilfegruppen geht es meist um die Sucht von anderen Substanzen, so dass die besonderen Aspekte der Medikamentenabhängigkeit nicht berücksichtigt werden können. Daher wird eine entsprechende therapeutische Gruppe angeboten - Anmeldung nur über vorherige Besprechung in der Suchtambulanz.

Bei einigen PatientInnen ist eine spezielle Gruppentherapie notwendig. In der Suchtambulanz werden solche Gruppen immer wieder angeboten - Anmeldung erfolgt nur über vorherige Besprechung in der Suchtambulanz.

Spezielle Themen

Menschen, die an einem Aufmerksamkeitsdefizit & Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) leiden oder als Kind gelitten haben, haben ein erhöhtes Risiko, an einer Suchtstörung zu erkranken. Eine Behandlung erfordert ein besonders Wissen über beide Erkrankungen - nur wenige Spezialisten kennen sich mit ADHS im Erwachsenenalter aus. 

Eine Kokainabhängigkeit hat verschiedene Gesichter. Drogenberatungsstellen sind dagegen eher auf die Behandlung von Heroinabhängigkeit eingerichtet, während Spezialwissen über die Kokainabhängigkeit selten ist.
Bei Cannabis ist es erforderlich, eine genaue Analyse zu machen, um festzustellen, ob eine Abhängigkeit besteht.

 

Struktur



Seitenanfang    Seite drucken


© Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Impressum
Letzte Änderung: Karsten Grzella, 01.02.2009