Pflege in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Herzlich Willkommen auf unserer Pflegeseite
Wir möchten Ihnen einen Einblick in die Strukturen und Schwerpunkte unserer pflegerischen Arbeit geben, damit Sie sich ein Bild davon machen können, wie wir arbeiten und welche Werte uns dabei leiten.
Brigitte Tews, Zentrumsleitung Pflege |
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Ausführliche Informationen zu den nun folgenden Punkten erhalten Sie über einen
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Wir arbeiten in multiprofessionellen Teams, in denen alle Berufsgruppen an einem
Strang ziehen und gemeinsam mit den Patienten und Patientinnen die Ziele und
Maßnahmen der Behandlung festlegen und verfolgen.
Regelmäßige Teambesprechungen tragen zu einer intensiven Vernetzung der
verschiedenen Berufsgruppen bei.
Wir legen Wert auf kooperative Führung. Unsere
Leitungsstrukturen (

~ 36 Kb)
sind durch flache Hierarchien gekennzeichnet, die aus den Hierarchieebenen
Zentrumsleitung, Arbeitsbereichsleitung und Teamleitung bestehen.
Wir fördern Selbständigkeit und Eigenverantwortung aller MitarbeiterInnen.
Wir orientieren uns an dem Unternehmensleitbild und den Pflegeleitlinien des UKEs.
Ergänzend ist unser eigenes
Pflegeleitbild (

~ 52 Kb), das wir im Rahmen
eines Projektes entwickelt haben, eine wichtige Arbeitsgrundlage.
Da psychiatrische Behandlung wegen der zum Teil erheblichen psychischen und
sozialen Beeinträchtigung der Patienten und Patientinnen eine ethische
Herausforderung darstellt und uns bewusst ist, dass die Psychiatrie dadurch
leicht in die Nähe der Grenze geraten kann, autoritäre Behandlungsmuster zu
entwickeln, haben wir unsere Arbeitswerte
in dem Leitbild zum Ausdruck gebracht.
Wir gehen davon aus, dass ganzheitliche Pflege am besten in Form der Bezugspflege durchgeführt werden kann. Sie ist ein zentraler Bestandteil unserer Pflege und hat eine wesentliche Bedeutung in der Gestaltung der Beziehung zu den Patienten und Patientinnen.
In diesem Sinne erhalten alle PatientInnen in unserem Hause
zu Beginn der Behandlung eine feste und verbindliche Bezugsperson, die sie bis
zur Entlassung und in einigen Fällen auch darüber hinaus begleitet.
Während des gesamten Aufenthaltes sorgt die Bezugsperson für eine zielgerichtete,
der individuellen Situation angepasste und interdisziplinär abgesprochene Pflege.
Bei einer erneuten Aufnahme, übernimmt wenn möglich und therapeutisch-pflegerisch sinnvoll die "alte" Bezugsperson erneut die Rolle der Bezugsperson.
Die Bezugsperson
- ist grundsätzlich für den Pflegeprozess ihrer PatientInnen verantwortlich.
- orientiert sich an den Bedürfnissen des Patienten.
- arbeitet bei allen Schritten des Pflegeprozesses mit der Patientin oder dem Patienten zusammen.
- erstellt und koordiniert den Pflegeplan/Behandlungsplan mit den anderen an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen.
- ist verantwortlich für die Dokumentation und Evaluation des Pflegeplans/ Behandlungsplans.
Neben dem Pflegeleitbild entwickelten wir unser eigenes
Pflegemodell "Psychiatrie-Pflege-Perspektive" (

~ 66 Kb) als Basis für unsere Bezugspflege und
Pflegeplanung (

~ 57 Kb). Folgende drei Modelle dienten als Grundlage:
- Das Modell des Lebens von Nancy Roper et al.
- Das Beziehungsmodell von Hildegard Peplau
- Das Selbstpflegemodell von Dorothea Orem
Neben der Bezugspflege bilden die Gruppenangebote für die PatientInnen
einen weiteren Arbeitsschwerpunkt in unserer Klinik.
Sie sind der Kernbestandteil der Wochenpläne in allen Arbeitsbereichen.
Die Gruppen werden teils berufsübergreifend, teils berufsspezifisch
durchgeführt, wobei die Pflegenden den größten Teil der Gruppenarbeit
übernehmen. Diese Angebote werden laufend weiterentwickelt.
Einige Beispiele von vielen Gruppen in unserer Klinik sind:
- SKT - Soziale Kompetenz Trainingsgruppe
- DBT - Dialektisch behavoriale Therapie, Behandlung von Borderline PatientInnen nach dem dialektischen Prinzip von Marscha Linnehan
- Kommunikationsgruppe - PatientInnen tauschen sich untereinander über ihre Befindlichkeit aus; mit anschließender Entspannungsübung
- Infogruppe - Aufklärung der PatientInnen durch ÄrztInnen und Pflegepersonal
- Genussgruppe - Sensibilisierung der fünf Sinne
- Akupunktur
- Angehörigengruppe - Stationsübergreifende Gruppe zur Unterstützung der Angehörigen
Wir verstehen uns als "Lernende Organisation", das bedeutet,
alle Stationen stecken in einem kontinuierlichen und
eigenverantwortlichen Prozess der Weiterentwicklung.
Um diesen Prozess transparent zu halten und einen Austausch
darüber zu initiieren, hospitieren sowohl alle Leitungen als
auch MitarbeiterInnen in regelmäßigen Abständen auf
anderen Stationen.
Die Hospitationen dienen gleichzeitig dazu, der Bildung von
Vorurteilen und "Scheuklappen" vorzubeugen.

Es ist uns wichtig, die Qualität unserer pflegerischen Arbeit zu ermitteln, um Entwicklungs- und Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen. Deshalb haben wir begonnen, die Effekte un-serer Pflegeangebote zu untersuchen. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für Zielvereinbarungen zur Steuerung von Veränderungsprozessen.
Bisherige Evaluationsprojekte:
2006-2007: Evaluation der Bezugspflege auf der Jugendstation (
~ 512 Kb)
2007-2008: Evaluation der Genussgruppe auf PS 7 (
~ 540 Kb)

Mitarbeiterbesprechungen und -foren Transparenz schafft Informiertheit und Sicherheit und darüber
hinaus die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Transparenz verbindet.
In einem vierwöchigen Rhythmus finden Mitarbeiterbesprechungen
statt, in denen die Pflegenden aus den einzelnen Arbeitsbereichen
ihre Arbeit präsentieren. Dargestellt werden Pflegeplanungen,
Gruppenangebote sowie die therapeutische und organisatorische
Weiterentwicklung der Stationskonzepte.
Ein zweites monatliches Pflegeforum dient dazu, über Neuigkeiten im
UKE, im Zentrum oder in den einzelnen Arbeitsbereichen zu berichten
und sie verständlich zu machen.
Supervision Für die Reflexion und Verarbeitung unserer Arbeit im Team und mit
den PatientInnen finden in allen Arbeitsbereichen Supervisionen statt.
Wir begreifen sie als "Pflege der einzelnen MitarbeiterInnen und
des Teams". Deshalb ist eine Teilnahme verbindlich.
Es liegt uns am Herzen, dass neue MitarbeiterInnen in die Teams
integriert werden und sich mit dem neuen Arbeitsplatz
identifizieren können.
Ein Praxisanleiter oder eine Praxisanleiterin führt sie nach und nach
an die Aufgabenbereiche der Pflege heran, bespricht sie mit ihnen,
so dass sie zu gegebener Zeit selbständig arbeiten können.
Die Einarbeitung wird mit Hilfe einer Checkliste gesteuert und zur
Reflexion des Integrationsprozesses werden regelmäßige
Gespräche geführt.
Natürlich sind darüber hinaus auch die TeamkollegInnen und die
Leitungen offen für Fragen und Hilfestellungen.
Um einen Einblick in die Pflege von PatientInnen in akuten Krisen
zu erhalten und ein Verständnis für die Arbeit auf unserer Akutstation
zu entwickeln, werden alle MitarbeiterInnen in der Einarbeitungsphase
bis zu einer Woche dort eingesetzt.
Psychiatrische Fachpflegekräfte organisieren monatlich ein Treffen für
neue MitarbeiterInnen. Mit dem Forum "Willkommen im Team" wollen
die KollegInnen den Einstieg in unsere Klinik begleiten und unterstützen.
Die Universitäre Bildungsakademie (UBA) des UKE bietet
allen Berufsgruppen ein umfangreiches und vielfältiges
Fort- und Weiterbildungsprogramm an, das in einer
Veranstaltungsbroschüre im Internet eingesehen werden kann.
Gesundheit ist für uns ein hoher Wert. Wir unterstützen alle
MitarbeiterInnen darin, an der betrieblichen Gesundheitsförderung
teilzunehmen.
Die
ambulante Physiotherapie am Ambulanzzentrum des
UKE GmbH hat dazu ein umfassendes Programm entwickelt,
das von den Krankenkassen gefördert wird.
DienstzeitenUm der pflegerischen Kontinuität, aber auch den privaten
Interessen der MitarbeiterInnen gerecht werden zu können,
haben wir Kriterien entwickelt, nach denen der
Dienst- und Urlaubsplan geschrieben wird.
Grundsätzlich arbeiten wir in drei Schichten, wobei die
überwiegende Anzahl der Nächte bislang durch
Dauernachtwachen abgedeckt sind.
Damit das Angebot der Gruppen für PatientInnen regelmäßig
stattfinden kann, gibt es darüber hinaus auf den Stationen
diverse Zwischendienste.
DienstkleidungAlle Pflegeteams arbeiten in ziviler Kleidung.
Lediglich bei bestimmten grund- und behandlungspflegerischen
Arbeiten wird ein Schutzkittel übergezogen.