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| Home > Zentren > Zentrum für Psychosoziale Medizin > Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie > Spezialambulanz für Traumafolgestörungen

Spezialambulanz für Traumafolgestörungen

Wen behandeln wir?

Wir behandeln Personen, die an den Folgen sehr belastender, traumatischer ErfahrungenDer Begriff Trauma (griech.: Wunde) bezeichnet "seelische Verletzungen", zu denen es durch Gewalterfahrungen sexueller und nicht sexueller Art (beispielsweise Überfälle, Vergewaltigungen), schwere Unfälle, Naturkatastrophen, Entführungen, Geiselnahmen, Folterungen, Kriegshandlungen, Gefangenschaft aber auch schwere Verlust- und Vernachlässigungserfahrungen, die Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung und andere, hinsichtlich ihrer Schwere mit den obigen Ereignissen vergleichbare Erfahrungen kommen kann. leiden, sog. TraumafolgestörungenNach Traumatisierungen ergeben sich häufig bestimmte, charakteristische Beschwerdebilder. Ein Symptom der sog. Posttraumatischen Belastungsstörungsind belastende Erinnerungen (Alpträume, "Flashbacks", Intensive Gefühle bei Reizen, die an das Trauma erinnern).In der Folge meiden Betroffene jegliche Umstände, die sie an das traumatische Ereignis erinnern könnten, manche erleben sich emotional "wie betäubt". Weitere typische Beschwerden sind Nervosität und Unruhe, Konzentrationsstörungen, erhöhte Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit und Schlafstörungen. .

Ein besonderes Angebot der Ambulanz ist die Sofortversorgung von Opfern von GewalttatenDas Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG) regelt, dass Kriminalitätsopfer oder ihre Hinterbliebenen auf Antrag Hilfen erhalten. Nähere Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.hamburg.de/versorgungsamt. In unserer OEG-Ambulanz wird während der ersten fünf Sitzungen geklärt, ob eine behandlungsbedürftige Störung vorliegt, die durch eine Gewattat bedingt ist. Während dieser Phase muss ein Antrag nach dem OEG gestellt werden,die Kosten dafür werden vom Versorgungsamt übernommen. Wird ein über fünf Sitzungen hinausgehender Behandlungsbedarf festgestellt, so können weitere Sitzungen in unserer Ambulanz über das Versorgungsamt finanziert werden oder es erfolgt eine Beratung in Bezug auf andere Therapieangebote. in Zusammenarbeit mit dem Versorgungsamt Hamburg („OEG-Ambulanz“) und von anderen Personengruppen, die an den akuten FolgenDie Akutreaktionen auf ein Trauma äußern sich individuell unterschiedlich; häufige und typische Symptome sind:

o Schlafstörungen und Alpträume
o ständig wiederkehrende, ungewollte, belastende Erinnerungen
o Erinnerungslücken, Konzentrationsschwächen, Erschöpfung, Nervosität
o Depression, gedrückte Stimmung
o Angstzustände
o sozialer Rückzug, Interessenverlust und Isolation
o körperliche Symptome z.B. im Bereich des Magen-Darm-Traktes, Kopf- und Rückenschmerzen.
traumatischer Erfahrungen leiden. Weiter besitzen wir spezielle Erfahrungen bei traumatisierten Patienten, die an psychischen Erkrankungen wie Suchterkrankungen oder Psychosen leiden.

 

Was erwartet Sie in der Ambulanz?

In der Ambulanz erwarten Sie die folgenden Behandlungsbausteine:

Inhaltlich orientieren wir uns an den neuesten Erkenntnissen der
VerhaltenstherapieDie verhaltenstherapeutische Behandlung traumatischer Erfahrungen kann neben der Konfrontation mit traumarelevanten Reizen auch die Veränderung unangemessener Gedanken und Überzeugungen zum Trauma und seinen Folgen beinhalten. und der PharmakotherapieMehrere gut verträgliche und nicht abhängig machende Wirkstoffe können Symptome von Traumafolgestörungen, wie Schlafstörungen, Angstanfälle, vermehrte Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Grübeln etc. lindern und hierdurch auch die Wirksamkeit einer Psychotherapie erhöhen..

 

Wissenschaftliche Aktivitäten

Das Behandlungsangebot wird durch ForschungsaktivitätenDie AG „Trauma und Stressforschung“ der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie befasst sich mit unterschiedlichen Fragestellungen im Bereich der Psychotraumatologie. Ein Beispiel ist das aktuell durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte „CANSAS-Netzwerk“ (www.cansas-studie.de). ergänzt.

 

Mitarbeiter

Dr. med. A. Agorastos
Dipl.-Psych. H. Alsleben
Dipl.-Psych J. Borowski
S. Braun, Verhaltenstherapeutin (HPG)
B. Hauke-Sieg, Verhaltenstherapeutin(HPG)
Dipl.-Psych. A. Hohnholz
Dr. med. K. Ott
Dipl.-Psych. S. Schubert-Heukeshoven
PD Dr. I. Schäfer, MPH (Oberarzt)

 

Wie erreichen Sie uns?

Unsere telefonische Terminvergabe ist die erste Anlaufstelle. Wir bitten Sie dort anzurufen und einen Erstgesprächstermin zu vereinbaren:

Tel (040) 7410 - 53210

Die Ambulanz befindet sich in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Geb. W37,  Neubau EG), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg.

Bitte teilen Sie uns dabei gesondert mit, falls es um einen Termin in der OEG-Ambulanz (Sofortversorgung von Opfern von Gewalttaten) geht.

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Letzte Änderung: Karsten Grzella, 21.01.2013