Spezialambulanz für Posttraumatische Belastungsstörungen
Allgemeine Information
Herzlich willkommen auf der Internetseite der Spezielambulanz für Posttraumatische Belastungsstörungen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen über die Aufgaben der Ambulanz, das PTSD-Erscheinungsbild, die Behandlungsmöglichkeiten und wissenschaftliche Aktivitäten.
Unsere AufgabenHier finden Menschen, die nach schweren traumatischen Erfahrungen (z. B. Unfällen, Überfällen, Vergewaltigungen, plötzlichen Todesfällen, Kriegsereignissen, Naturkatastrophen, etc.) an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, kompetente ambulante psychotherapeutische und psychiatrische Hilfe. Bei Bedarf kann auch auf der angeschlossenen Krankenabteilung stationär behandelt werden.
Erscheinungsbild - PTSDBei der PTSD (engl. Post-Traumatic Stress Disorder), der Posttraumatischen Belastungsstörung, handelt es sich um eine komplexe psychische Folgeerscheinung schwerer seelischer Traumatisierungen, die mit Lebens- oder Verletzungsgefahr für den Betroffenen oder andere einhergingen und mit intensiver Angst, Furcht oder Hilflosigkeit erlebt wurden.
Im weiteren Verlauf der Störung wird das Trauma auf mindestens eine der folgenden Weisen beständig wiedererlebt :
- Belastende Wiedererinnerungen
- Alpträume
- Flashbacks (plötzliches Wiedererleben von Aspekten des Traumas)
- Intensive Gefühle bei Reizen, die an das Trauma erinnern
- Körperliche Streßzeichen (Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, etc.) bei Reizen, die an das Trauma erinnern
Es treten ein beständiges Vermeidungsverhalten und Gefühlsveränderungen auf (mindestens drei der folgenden Punkte):
- Vermeiden von Gedanken, Gefühlen oder Gesprächen über das Trauma
- Vermeiden von Aktivitäten, Orten oder Menschen, die an das Trauma erinnern
- Unvermögen, wichtige Aspekte des Traumas zu erinnern
- Weniger Interesse an wichtigen Aktivitäten
- Gefühl der Entfremdung von anderen Menschen
- Gefühl der Taubheit oder Abgestumpftheit
- Gefühl, daß sich Zukunkftspläne und Hoffnungen nicht erfüllen werden
Weiterhin bestehen mindesten zwei der folgenden Symptome beständiger vegetativer Überregung:
- Ein- und Durchschlafstörungen
- Reizbarkeit oder Wutausbrüche
- Konzentrationsschwierigkeiten
- übermäßige Wachsamkeit
- Nervosität und vermehrte Schreckhaftigkeit
All diese Symptome halten mindestens einen Monat an und führen zu deutlichen Beeinträchtigungen im täglichen Leben.
Behandlungsmöglichkeiten
In unserer PTSD-Ambulanz findet nach telefonischer Terminabsprache zunächst eine ausführliche diagnostische Abklärung der Beschwerden in einem längeren Erstgespräch statt.
Zur Behandlung der PTSD sind inzwischen zwei Therapieverfahren als nach wissenschaftlichen Kriterien wirksam anerkannt, die beide in unserer Ambulanz sowohl einzeln als auch in Kombination zur Anwendung kommen:
Verhaltenstherapie
- Hierbei werden u. a. die traumatischen Erlebnisse schrittweise psychisch verarbeitet und Hilfen zum Umgang mit Angstsymptomen und belastenden Gedanken sowie zum Abbau des Vermeidungsverhaltens gegeben.
Medikamentöse Behandlung
- Mehrere gut verträgliche und nicht abhängig machende Wirkstoffe können Symptome der PTSD, wie Schlafstörungen, Angstanfälle, vermehrte Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Grübeln etc. lindern und hierdurch auch die Wirksamkeit einer Psychotherapie erhöhen.
Wissenschafltiche Aktivitäten
Um das Wissen um die bei der PTSD auftretenden biologischen Veränderungen zu mehren sowie die Therapiemöglichkeiten weiter auszubauen, besteht für einen Teil der Patienten die Möglichkeit zur Teilnahme an wenig belastenden wissenschaftlichen Untersuchungen.
Unsere Forschungsschwerpunkte sind:
- Veränderungen der Streßhormon-Ausschüttung bei PTSD
- Charakterisierung neuer medikamentöser Therapieverfahren.
Hierbei stehen wir in regen wissenschaftlichen Austausch mit internationalen Kolleginnen und Kollegen und kooperieren insbesondere mit spezialisierten Zentren in New York City und Cincinnati (USA).
Kontakt
Wie Sie uns erreichen...
Die Spezialambulanz befindet sich im 4. Stock (Zimmer 4044) im Gebäude der
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Haus W37)
Martinistr. 52 in 20246 Hamburg
Montags bis Freitags
9.00 - 16.00 Uhr
Tel (040) 7410 - 52234
(Anrufbeantworter, bitte Rückrufnummer hinterlassen)
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