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Spezialambulanz für Suchtmedizin und abhängiges Verhalten

Wen behandeln wir?

Wir behandeln Menschen mit Suchtproblemen, d.h. mit Missbrauch oder Abhängigkeit„Missbrauch“ oder „schädlicher Gebrauch“ bezeichnet ein Konsummuster das zu einer Gesundheitsschädigung führt. Dabei kann es sich um eine körperliche Störung, etwa eine Leberschädigung, oder psychische Belastungen, z.B. depressive Verstimmungen handeln. Die Diagnose einer Abhängigkeit wird gestellt, wenn irgendwann während des letzten Jahres drei oder mehr der folgenden Kriterien vorhandeln waren:
1.Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, Substanzen zu konsumieren
2.Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Substanz- oder Alkoholkonsums
3. Ein körperliches Entzugssymptom
4. Nachweis einer Toleranz. Um die ursprünglich durch niedrigere Dosen erreichten Wirkungen der Substanz hervorzurufen, sind zunehmend höhere Dosen erforderlich.
5. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums
6. Anhaltender Konsum trotz Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen
von Substanzen: Alkohol, Nikotin, Medikamente, eingeschränkt Drogen, (kein IV-Konsum) oder mit VerhaltenssüchtenAls Verhaltenssüchte bezeichnet man exzessive Verhaltensweisen, die Merkmale einer Abhängigkeit aufweisen und von Betroffenen willentlich nicht mehr vollständig kontrolliert werden können. Beispiele sind Arbeitssucht, Kaufsucht, pathologisches Spielen und Medienabhängigkeiten (z.B. Internetabhängigkeit und Computerspielsucht). Bei vielen Betroffenen bestehen zusätzliche psychische Belastungen (z.B. Ängste oder Depressionen), die in der Ambulanz mitbehandelt werden können.

Spezielle Schwerpunkte haben wir in den Bereichen TraumafolgestörungenDie Lebensgeschichten von Menschen mit Suchtproblemen sind häufig von traumatischen Erfahrungen geprägt. Bei vielen Betroffenen kann Substanzgebrauch zu einer Überlebensstrategie werden, die nur schwer aufgegeben werden kann, wenn keine hilfreicheren Bewältigungsstrategien an ihre Stelle treten. Weitere Informationen zum Thema „Trauma und Sucht“ finden Sie unter www.trauma-und-sucht.de. bei Menschen mit Suchtproblemen und Aufmerksamkeitsdefizit & Hyperaktivitätssyndrom (ADHS)Menschen, die an einem Aufmerksamkeitsdefizit & Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) leiden oder als Kind gelitten haben, haben ein erhöhtes Risiko, an einer Suchtstörung zu erkranken. Eine Behandlung erfordert ein besonders Wissen über beide Erkrankungen. .

 

Was erwartet Sie in der Ambulanz?

In der Ambulanz erwarten Sie die folgenden Behandlungsbausteine:

 

Mitarbeiter

Fr. U. Guanter
Dr. med. K. Ott (Ambulanzverantwortliche)
Dipl.-Psych. S. Schubert-Heukeshoven
PD Dr. med. I. Schäfer, MPH (Oberarzt)

 

Wie erreichen Sie uns?

Die offene Sprechstunde der Ambulanz ist jeden Montag, Dienstag und Donnerstag von 9.oo Uhr bis 12.oo Uhr. In dieser Zeit können Sie direkt in die Ambulanz kommen oder sich telefonisch bei uns melden:

Tel (040) 7410 - 56059

Die Ambulanz befindet sich in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Geb. W37,  Neubau EG), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg.

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Letzte Änderung: Karsten Grzella, 27.03.2013

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