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Demenz

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Glukosestoffwechsel-Positronen-Emissions-Tomographie mit 18F-FDG

DEMENZ


Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit 18F-FDG

Was ist das Ziel der Untersuchung?

Insbesondere im ganz frühen Stadium einer Demenz-Erkrankung ist die Diagnostik und Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen, z.B. Depressionen, oder normaler Alterung oft schwierig. Durch die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit dem speziellen Zucker 18F-FDG können Bilder der lokalen Aktivität des Gehirns erstellt werden (Abbildung 6). Das Verteilungsmuster der Gehirnaktivität kann den entscheidenden Hinweis auf die Grunderkrankung liefern (Abbildung 7). Durch Koregistrierung der PET-Aufnahmen mit z.B. Magnet-Resonanz-Tomographie-Aufnahmen (MRT) kann die anatomische Zuordnung von Auffälligkeiten in der PET-Aufnahme erleichtert werden (Abbildung 8).
Das Befundmuster von Morbus Alzheimer und Lewy-Körperchen Demenz ist relativ ähnlich in der PET mit 18F-FDG (Abbildung 7), sodass die Differenzierung schwierig sein kann. In solchen Fällen kann die Dopamin-Transporter-Szintigraphie mit 123I-FP-CIT (DaTSCANTM) weiterhelfen (Abbildung 9).
Weitere neurologische bzw. psychiatrische Indikationen für die Positronen-Emissions-Tomographie mit 18F-FDG sind: Hirntumore: Differenzierung Rezidiv versus Strahlennekrose bei malignen Gliomen, Entdifferenzierung von Gliom-Rezidiven, Bestimmung des Biopsie-Ortes bei Verdacht auf ein Gliom, Beurteilung der Aggressivität von Hirntumoren, Nachweis von Resttumor bei malignen Gliomen nach Operation, Differenzierung Lymphom versus Toxoplasmose, Basalganglien-Erkrankungen: atypischer Morbus Parkinson, Frühdiagnostik Chorea Huntington, Epilepsie.

Wie ist der Ablauf der Untersuchung? (s. auch Patienteninformationsblatt "FDG")
Nach einer rund 5-minütigen Ruhezeit in einem leicht abgedunkelten Raum wird eine sehr kleine Menge des Zuckers 18F-FDG in eine Armvene injiziert. Danach ruht der Patient weitere 30-40 Minuten. Dann wird mit einer geeigneten Kamera, einem Positronen-Emissions-Tomographen (PET, Abbildung 2) ein Bild der Verteilung des Zuckers im Gehirn gemacht. Die Aufnahme erfolgt im Liegen und dauert etwa 30 Minuten. Der Patient spürt von der Aufnahme nichts. Das PET-Gerät bewegt sich nicht und macht auch keine Geräusche. Während der Aufnahme kann der Patient Musik hören. Insgesamt sollten für die Untersuchung etwa 2 Stunden eingeplant werden.

Wie wird die Untersuchung vertragen?
Unverträglichkeiten bzw. Allergien sind sehr selten.

Ist die Untersuchung mit einer Strahlenexposition verbunden?
Ja, die Untersuchung ist mit einer Strahlenexposition verbunden, da 18F-FDG radioaktiv ist. Die Strahlenexposition liegt bei 5-7 mSv. Diese Strahlenexposition ist vergleichbar mit der Strahlenexposition bei einer Röntgen-Computer-Tomographie (CT). Sie ist etwa dreimal so hoch wie die mittlere natürliche Strahlenexposition pro Jahr in Deutschland  (2,4 mSv).

Muss man für die Untersuchung nüchtern sein?
Ja, der Patient sollte mindestens 4 Stunden vor der Untersuchung nüchtern sein. Wird diese Nüchternphase nicht eingehalten, kann eine Verschlechterung der Bildqualität die Folge sein. Dies kann die Befundung erheblich erschweren. Mineralwasser, ungesüßter Kaffee oder Tee (ohne Milch) sind erlaubt. Diabetiker sollten diesen Punkt vorher mit dem überweisenden Arzt besprechen.

Können Medikamente die Untersuchung beeinträchtigen?
Medikamente müssen nicht abgesetzt werden.




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Letzte Änderung: Claudia Hottendorff, 10.07.2007