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In-vitro Untersuchungen / Tier-PET

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Onkologie und Hämatologie des UKE wurden 18F-FDG-PET-Verlaufsuntersuchungen an tumortragenden Ratten während und nach Chemo- bzw. Strahlentherapie durchgeführt (78). Ziel war die Evaluierung des prädiktiven Wertes der FDG-PET sowie die Optimierung des Untersuchungszeitpunkts für die PET.
Um im Rahmen der genannten Studien eine möglichst große Anzahl von Mäusen bzw. Ratten gleichzeitig bei reproduzierbarer Lagerung im Ganzkörper-PET-System der Klinik für Nuklearmedizin untersuchen zu können, wurde eine spezielle Kleintierlagerungshilfe entworfen und gebaut (55). Diese Lagerungshilfe nach dem Vorbild eines stapelbaren Flaschenregals erlaubt die gleichzeitige Untersuchung von bis zu 9 Kleintieren. Die Lagerung der einzelnen Tiere ist reproduzierbar, so dass die Rekonstruktion der Schnittbilder für jedes einzelne Tier automatisch mit festgelegten Koordinaten und Zoomfaktoren erfolgen kann. Die Lagerungshilfe ist so konstruiert, dass zusätzliche Photonen-Absorption oder -Streuung vernachlässigbar ist.
Gegenwärtig arbeitet die Gruppe an der Entwicklung besonders hochauflösender Pinhole-Kollimatoren zur Durchführung von planaren Untersuchungen an Kleintieren (Maus, Ratte) mit PET-Tracern (511 keV) und einer herkömmlichen Gammakamera. Nach ersten Tests kann mit dieser Technik eine räumliche Auflösung von etwa 0,5 mm (FWHM) erreicht werden. Damit erscheinen sogar planare Aufnahmen des Mausgehirns mit Auflösung des Striatums möglich. Für viele Fragestellungen sind jedoch tomographische Schnittbilder erforderlich, die u.a. die Möglichkeit der quantitativen Auswertung bieten. Daher kann die Pinhole-Gammakamera-Kombination kein Ersatz für ein dediziertes Kleintier-PET oder -SPECT sein.
Ein weiterer Bereich der Tier-PET Forschung ist die Quantifizierung des Knochenstoffwechsels mittels F-18-Fluorid bei Minischweinen mit definierten Knochenstoffwechselstörungen (41). Im Vergleich zum Normalkollektiv wiesen Prednisolon-behandelte Minischweine einen um etwa 40% erhöhten Knochenstoffwechsel auf, während sich bei ovarektomierten Tieren erwartungsgemäß ein um etwa 15% verminderter Wert fand. Damit erwies sich die quantitative Bestimmung des F-18-Fluoridinflux mittels PET beim Minischwein, das einen dem Menschen sehr ähnlichen Knochenmetabolismus aufweist, als ausreichend sensitiv, um pathologische Knochenstoffwechselzustände im Vergleich zum normalen Knochenstoffwechsel zu erfassen. Interessanterweise korreliert die venös ermittelte Inputfunktion gut mit dem arteriellen Standard und erfaßt somit Stoffwechseländerungen ähnlich zuverlässig, die Werte liegen jedoch methodisch bedingt um durchschnittlich 5% höher.
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Letzte Änderung: , 06.01.2005