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Gerätetechnik und Qualitätskontrolle

Es liegen Erfahrungen zur Evaluierung der Performance-Charakteristik und zur Qualitätskontrolle sowohl von SPECT- als auch von PET-Systemen vor. So wurde in der Klinik für Nuklearmedizin des UKE ein Prototyp einer 4-Kopf-Gammakamera für SPECT-Untersuchungen des Gehirns evaluiert (56). In enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Kamera wurde die Auswertesoftware des Systems weiterentwickelt.
Im Bereich der PET wurden Verfahren zur rechnerischen Kompensation von defekten Detektoren entwickelt und implementiert (53). Diese Verfahren erlauben die Auswertung von Untersuchungen, bei denen während der Akquisition ein oder mehrere Detektorblöcke ausgefallen sind. Die fehlerhaften oder fehlenden Daten werden entweder durch lineare Interpolation in den Sinogrammen oder durch Einsatz von Fourier-Methoden eingefügt. Eine Wiederholungsuntersuchung, verbunden mit zusätzlicher Strahlenbelastung für den Patienten, kann so in den meisten Fällen vermieden werden.
Bei PET-Ringsystemen nimmt die Sampling-Dichte aus geometrischen Gründen zum Rand des Gesichtsfelds hin zu. Die meisten Rekonstruktionsalgorithmen setzen jedoch äquidistantes Sampling innerhalb einer Projektion voraus. Durch die sogenannte Bogenkorrektur werden Ringgeometrie-Projektionen auf äquidistante Projektionen interpoliert. Unsere Gruppe beschrieb erstmals systematische Fehler bei der in einem der am weitesten verbreiteten PET-Systeme implementierten Bogenkorrektur (52). In der Onko-PET können diese Fehler zu einer erheblichen Verschlechterung der Detektierbarkeit von Metastasen am Rand des transaxialen Gesichtsfelds, also z.B. in den Armen, führen. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Nuklearmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover wurden Methoden entwickelt, die eine einfache und praktikable Überprüfung der Funktion der Bogenkorrektur erlauben (52). Diese Verfahren sollten routinemäßig beim Acceptance Test eines neuen Gerätes oder bei Software-Updates eingesetzt werden.
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Letzte Änderung: , 06.01.2005