Positronen Emissions Tomographie
Mit der Aufstellung eines PET-CT-Scanners der neuesten Generation wurde im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ein neuer Standard in der Tumordiagnostik etabliert. Das Gerät ermöglicht die noch genauere Lokalisation bösartiger Tumoren mit modernster Technik bei größtmöglichem Patientenkomfort.
Die PET-CT hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten diagnostischen bildgebenden Verfahren entwickelt. Außer in der hoch empfindlichen Tumordiagnostik wird sie auch in der Diagnostik neurologischer und kardiologischer Erkrankungen eingesetzt. Sie kombiniert die nuklearmedizinische Positronenemissionstomografie (PET) und die radiologische Computertomografie (CT). Bei einer PET erhalten die Patienten kleine Mengen eines radioaktiv markierten Stoffes (»Tracer«), zumeist Fluorodeoxyglukose (FDG), ein geringfügig verändertes Traubenzuckermolekül. Dieses verteilt sich über den Stoffwechsel des Körpers. Da Tumorzellen in der Regel sehr viel stoffwechselaktiver sind als gesunde Zellen, reichert sich der Tracer in ihnen vermehrt an. Mit der PET-Kamera können so bösartige Tumore lokalisiert werden, die mit anderen Verfahren noch nicht aufgespürt werden können. Allerdings gibt eine PET-Untersuchung nicht die präzise anatomische Lage des Tumors an. Bei einer CT werden mit Röntgenstrahlen genaueste Schnittbilder des Körpers erstellt. Die Kombination beider Verfahren, die PET-CT, erlaubt es, Tumoren genau einer Gewebeschicht oder einem Organ zuzuordnen und ermöglicht so eine sichere Diagnose. Die PET-CT ist darüber hinaus bei vielen Tumorarten die effektivste Methode, bei klinischer Verdacht Tumorrezidive (Rückfälle) zu lokalisieren, die mit anderen Verfahren noch nicht erkennbar sind.
Die am UKE aufgestellte Kamera »PHILIPS Gemini GXL« ist das einzige Modell mit einer so genannten Open-Gantry-System: Das bedeutet, dass PET und CT getrennte Gehäuse haben, so dass kein »Untersuchungstunnel" entsteht. Insbesondere wichtig für die Patienten, denen räumliche Enge Probleme bereitet. Beide Geräte können darüber hinaus auseinander gefahren werden und ermöglichen so auch reine PET-oder CT-Untersuchungen. Der Untersuchungstisch lässt sich sehr weit nach unten fahren, so dass sich auch Rollstuhlfahrer komfortabel darauf legen können. Das PET-CT befindet sich im Sockelgeschoss der Nuklearmedizin (Gebäude O22). Das Gerät wird in enger Kooperation mit der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie betrieben. Die Anmeldung von Patienten erfolgt über die Zentrale Anmeldung der Nuklearmedizin (Tel. 7410-59424 oder 7410-56146). Für eine PET-CT Untersuchung angemeldete Patienten sollten am Untersuchungstag nüchtern bleiben. Nach der Injektion der markierten Glukose haben sie etwa 60 Minuten Einwirkzeit in einem Ruheraum. Dadurch werden äußere Einflüsse minimiert und eine gleichmäßige Zuckeraufnahme der Körperzellen ermöglicht. Die Dauer der PET-CT-Aufnahme beträgt etwa 30 Minuten. Begleitpersonen können die Zeit in einem gesonderten Wartebereich verbringen. Die Bilder werden in der Regel noch am gleichen Tag ausgewertet und befundet.