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Muß ich den Stationsarzt auf bestimmte Erkrankungen hinweisen? Bei einigen Patienten ist die Therapie unter Kortisonschutz notwendig: Hierbei sind folgende Erkrankungen zu berücksichtigen (bitte informieren Sie uns): akute / chronische Entzündung jeglicher Art, Magen-/Darmgeschwüre, erhöhter Blutdruck, Blutzuckererkrankung (Diabetes), grüner Star (Glaukom), psychiatrische Erkrankung oder Osteoporose.
Habe ich späte Nebenwirkungen zu erwarten? Die radioaktive Strahlenbelastung liegt im Bereich von Computertomographien (CT). In sehr umfangreichen Studien wurden keine späten Nebenwirkungen im Vergleich zu operierten Patienten gefunden, weder bei den Patienten, noch bei deren Nachkommen.
Ist die Funktion meiner Schilddrüse hinterher normal? In vielen Fällen stellt sich nach der Therapie eine normale Stoffwechsellage ein. Eine Schilddrüsenunterfunktion nach Radioiodbehandlung tritt bei einigen Patienten auf. Das dann fehlende Schilddrüsenhormon muß lebenslang durch eine Tablette mit Schilddrüsenhormonen ersetzt werden. Das Schilddrüsenhormon ist gut verträglich, wenn die richtige Menge gegeben wird. Diese läßt sich mit Blutbestimmungen problemlos ermitteln. Das subjektive Wohlbefinden und das körperliche Leistungsvermögen werden durch diese Hormonbehandlung nicht beeinträchtigt, eine krankhafte Gewichtszunahme erfolgt nicht.
Wie oft muß die Therapie durchgeführt werden? In der Regel ein Mal. Bei etwa 10% der Patienten reicht eine einzige Radioiodbehandlung nicht aus, bei weniger als 1% der Patienten wird eine Basedow-Überfunktion ausgelöst bzw. sichtbar, eine erneute Radioiodtherapie kann dann ein Vierteljahr später durchgeführt werden.
Ist ein Kinderwunsch nach der Therapie möglich? Ja, jedoch darf eine Radioiodtherapie während einer Schwangerschaft nicht durchgeführt werden. Aufgrund des negativen Einflusses von Schwankungen der Schilddrüsenhormone ist eine sichere Empfängnisverhütung bis zu einer Normalisierung der Hormonwerte notwendig. Die sichere Empfämgnisverhütung ist daher 1 Monat vor und bis 6 Monate nach der Radioiodtherapie erforderlich. Eine Schwangerschaft nach diesen 6 Monaten ist bedenkenlos möglich.
Welche Alternativen gibt es? Zur Beseitigung des autonomen Gewebes kommt auch eine Schilddrüsenoperation in Frage. Bei sehr großen Schilddrüsen ist die Operation in der Regel zu bevorzugen. Sollten neben den heißen Knoten auch kalte Schilddrüsenknoten vorliegen, kann ein Tumorleiden (sehr kleines Risiko von wenigen Prozent) grundsätzlich und abschließend nur durch eine Operation ausgeschlossen werden. Wird eine Operation nicht gewünscht, kann auch eine Feinnadelpunktion des Knotens vorab durchgeführt werden. Dies ist problemlos ambulant und ohne Narkose möglich. Das Ergebnis erfahren Sie nach wenigen Tagen.
Was muß bei der Nachsorge beachtet werden? Eine medikamentöse Behandlung der Schilddrüse und / oder eine Vermeidung von Iod (z. B. in See-Fisch) stabilisiert die Stoffwechsellage, bis der Effekt der Radioiodtherapie vollständig eingetreten ist (ca 3 Monate). Regelmäßige Blutkontrollen sind erforderlich, um die Medikamente an ihre individuelle Stoffwechsellage anzupassen.