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| Home > Zentren > Zentrum für Radiologie und Endoskopie > Klinik und Poliklinik für Neuroradiologische Diagnostik und Intervention > Vergengung d. Hirnschlagader

Was ist eine Stenose einer Hirnschlagader (intrakranielle Stenose)?

Ablagerungen von fettähnlichen Substanzen und Kalk in der Gefäßwand (Arteriosklerose) sind die wichtigste Ursache für die Einengung (Stenose) der innerhalb des Schädels verlau-fenden Hirnschlagadern. Hierdurch können sich Blutgerinnsel bilden, die zu einer Verstopfung der Hirnarterien führen können. Die Engstelle kann auch selbst zu einer Mangeldurchblutung des Gehirns führen. Es können neurologische Störungen wie Lähmungen, Seh-, Gefühls- und Sprachstörungen auftreten, die entweder nur wenige Minuten anhalten, oder dauerhaft bestehen bleiben (Schlaganfall). In besonders schweren Fällen kann es zum Eintreten eines Komas oder zum Tod kommen.

 

Behandlung nach einem Schlaganfall?

Ist es bereits zu neurologischen Störungen gekommen, zeigt dies ein deutlich erhöhtes Risiko an, einen Schlaganfall mit viel schwereren dauerhaften Symptomen zu erleiden. Liegt dabei eine Einengung von mindestens 70% vor, erleidet 1 von 5 Patienten einen Schlaganfall innerhalb des folgenden Jahres. In ersten wissenschaftlichen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass nach neuroradiologischer Behandlung das Schlaganfallrisiko geringer ist. Die Wirkung ist allerdings noch nicht so klar wie bei der Behandlung der Halsschlagader.

 

Zufällig gefundene Stenosen behandeln?

Hier wird zumeist eine medikamentöse Behandlung empfohlen. Besondere Gründe können aber auch hier bereits eine neuroradiologische Behandlung sinnvoll machen:
- besonders schwere Einengung
- Ungünstige Blutversorgung mit fehlenden Verbindungen an der Hirnbasis
- Verschluss weiterer Gefäße
- schnelle Zunahme des Einengung
- zu erwartende Blutdruckabfälle (z.B. Operation mit Herz-Lungen-Maschine geplant).

 

Wie erfolgt die neuroradiologische Behandlung?

Unter Vollnarkose wird ein biegsamer Schlauch (Katheter) von ca. 2 mm Durchmesser über die Leistenschlagader eingebracht und in Halsschlagader eingeführt. Darin befindet sich ein weiterer noch dünnerer Katheter (dünner als ein Spaghetti), der in das betreffende Hirngefäß vorgeschoben wird. Damit wird ein röhrenförmiges Metallgitter (Stent) über der Engstelle abgesetzt. Anschließend wird mit einem Ballon die Engstelle von innen aufgeweitet.

 

Risiken der Behandlung?

Es kann zur Ablösung von Gerinnseln von den atherosklerotischen Plaques kommen, die in die Hirngefäße geschwemmt werden können und einen Schlaganfall auslösen. Die Risiken werden in einem persönlichen Aufklärungsgespräch erklärt.

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Letzte Änderung: , 23.06.2009