| Home > Zentren > Zentrum für Radiologie und Endoskopie > Klinik und Poliklinik für Neuroradiologische Diagnostik und Intervention

Ärztlicher Leiter: Prof. Dr. med. Jens Fiehler
Stellv. Ärztlicher Leiter: PD Dr. med. Ulrich Grzyska
Leitende MTA: G. Riepen, B. Hilbrands
Kaufmännischer Leiter: Jürgen Kupper, PhD
Das Aufgabengebiet unserer Klinik umfasst die bildgebende Diagnostik und minimal-invasive Therapie von Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarkes, sowie seiner Hüll- und Nachbarorgane. Mittlerweile können wir auf mehr als 20 Jahre Erfahrung mit minimal-invasiven operativen Katheterverfahren zurückblicken. Schwerpunkt ist hierbei die Behandlung von Einengungen von Hals- und Hirnschlagadern sowie von Aneurysmen und Fehlbildungen der Hirngefäße. Wir pflegen eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit allen anderen radiologischen und neurologischen Fächern, aber auch der Augenheilkunde, der HNO-Heilkunde sowie der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, um unsere Patienten bestmöglich zu behandeln. Dafür nutzen wir fachliche, technische und apparative Synergien des UKE.
Die Therapieentscheidungen in der Neuroradiologie beziehen neben klinischen Symptomen vor allem die Bilddokumente ein. Auf diese und klinische Angaben gestützt führen wir bei komplizierteren neuroradiologischen Befunden schriftliche Beratungen durch, um Empfehlungen für neuroradiologische operative Eingriffe sowie Zweitmeinungen zu auswärtig angefertigten Untersuchungen abzugeben. Die Beratung über einen minimal-invasiven interventionellen Eingriff bei einer Hirngefäßerkrankung erfolgt selbstverständlich vorab in einem persönlichen Gespräch. In unserer Klinik werden pro Jahr mehr als 1600 Zweitmeinungen angefordert.
Die traditionellen Forschungsschwerpunkte sind die Darstellung von Erkrankungen der Hirn- und Rückenmarksgefäße und deren minimal-invasive Therapieverfahren. Die Diagnostik und Therapie des ischämischen Schlaganfalls steht dabei im Zentrum. Wir beschäftigen intensiv mit Untersuchungen von Gefäßfehlbildungen des Hirns (Arteriovenöse Malformationen = Angiome) sowie von Aussackungen der Hirngefäße (Aneurysmen). Unser besonderes Augenmerk gilt dabei dem klinischen Nutzen minimal-invasiver Therapieverfahren. So engagieren wir uns beispielsweise im Executive- und Safety-Board der SPACE-II-Studie, die sich mit der Therapie von Verengungen der Halsschlagader beschäftigt.
Darüber hinaus entwickeln wir in Kooperation mit unseren klinischen Kollegen neue Methoden zur Darstellung von Hirntumoren und arbeiten an der Verbesserung der Diagnostik der Multiplen Sklerose. Wir nehmen ständig an mehr als 20 multizentrischen Magnetresonanztomographie-basierten Studien teil.
Mit mehr als 150 Eingriffen an Aneurysmen jährlich, in enger Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, sind wir eines der wenigen überregionalen neurovaskulären Zentren, die diese Eingriffe regelmäßig ausführen und alle vorkommenden Aneurysmen behandeln können. In der rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche besetzten Stroke-Unit ist eine differenzierte neuroradiologische Diagnostik bei den 1.000 Schlaganfallpatienten jährlich möglich. Eine interventionelle akute Schlaganfalltherapie steht jederzeit zur Verfügung (Thrombolyse, mechanische Thrombusextraktion, Angioplastie).
| 100 | Aneurysmen mit Platinspiralen behandelt |
| 210 | interventionelle Eingriffe bei Aneurysmen, Angiomen, AV-Fisteln |
| 4.800 | Computertomographische Untersuchungen |
| 5.600 | Magnetresonanztomographische Untersuchungen, zum Teil als Notfalluntersuchung und/oder in Narkose wie bei Kindern |
| 450 | diagnostische Angiographien, teilweise ambulant |
In der Klinik arbeiten 12 Ärzte, davon haben 8 den Facharztstatus und 4 werden durch Drittmittel finanziert. Elf medizinischtechnische Radiologieassistenten und 2 Studienassistentinnen kümmern sich um den reibungslosen Ablauf der zahlreichen Untersuchungen