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Arbeitsgruppe Bewegungsstörungen und motorische Systemforschung

Publikationen


Kontakt / Contact

Prof.  Dr. Alexander Münchau                                            
Stellvertretender Direktor
Neurologischen Klinik und Poliklinik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistrasse 52
20246 Hamburg
muenchau@uke.uni-hamburg.de
Telefon: 040 - 7410-50134

Ärztliche und wissenschaftliche Mitarbeiter/Innen/ Clincial and reserach fellows:

Bäumer, Tobias Dr.,              Tel. 74105-5624       baeumer@uke.uni-hamburg.de
Boelmans, Kai Dr.                                                     k.boelmans@uke.uni-hamburg.de
Ganos, Christos                                                         cganos@gmail.com
Hidding, Ute Dr.,                    Tel. 74105-7866       u.hidding@uke.uni-hamburg.de
Kroeger, Johan                      Tel. 74105-9859       jkroeger@uke.uni-hamburg.de
Liebnau, Ronja                                                           rliebnau@hotmail.com
Münchau, Alexander Prof.     Tel. 74105-9961       muenchau@uke.uni-hamburg.de
Schippling, Sven Dr.              Tel. 74105-7868       s.schippling@uke.uni-hamburg.de
Stubbe, Lars                           Tel. 74105-9367       larsstubbe@gmx.de
Thomalla, Goetz Dr.               Tel. 74105-9901       thomalla@uke.uni-hamburg.de
Wolfram, Maren                                                         maren.wolfram@gmx.de
Zittel, Simone Dr.                   Tel. 74105-3780       szittel@uke.uni-hamburg.de


Wissenschaftliche Kooperationspartner im UKE

Institut für systemische Neurowissenschaften (ISN) (Prof. C. Büchel)
NeuroImage Nord (Prof. C. Büchel, Prof. H.R. Siebner)
Klinik für Neurochirurgie (Prof. M. Westphal, PD Dr. W. Hamel)
Institut für Neurophysiologie (Prof. A. Engel, C. Moll)
Kinderklinik (Prof. K. Ullrich, Dr. Kruse)
Institut für Phoniatrie (Prof. M. Hess)

Nationale und internationale Kooperatonspartner

MEG-Arbeitsgruppe an der Neurologischen Universitätsklinik Düsseldorf (Prof. A. Schnitzler)
Arbeitsgruppe Neurogenetik an der Universität Lübeck (Prof. C. Klein)
Institut für Musikermedizin an der medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Altenmüller)
Sobell Department for Neurophysiology, Institute of Neurology, Queen Square, London, United Kingdom (Prof. J.C. Rothwell)
Department of Clinical Neurophysiology, UMC St Radboud, Nijmegen, Niederlande (Prof. B.R. Bloem)

 

Forschungsschwerpunkte

1. Konnektivität und Plastizität im motorischen System

Mittels der TMS wurden seit 2000 Studien durchgeführt, in denen die Verbindungen zwischen verschiedenen motorischen Rindengebieten untersucht wurden. Das Hauptinteresse lag dabei auf der Organisation des motorischen Systems im Gehirn Gesunder und von Patienten mit Bewegungsstörungen in Ruhe und während einfacher Handlungen.
So wurde untersucht, in welcher Weise sich motorische Regionen der beiden Hirnhälften wechselseitig beeinflussen, was zum Verständnis bimanueller Handlungen von großer Bedeutung ist. Bislang galt, daß zwischen dem motorischen Kortex beider Hirnhälften hemmende Einflüsse dominieren. Es ließ sich in Experimenten jedoch zeigen, daß unter bestimmten Bedingungen neben hemmenden auch bahnende Einflüsse ein Rolle spielen, allerdings nur in ganz umschriebenen Regionen (Bäumer et al., /J Physiol /2006; 572:857-68; Bäumer et al., /Exp Brain Res/ 2007, 180:195-203). Diese bahnenden Einflüsse könnten bei der Bewegungsvorbereitung und bei synchronen Bewegungen beider Hände von Bedeutung sein.

In einer Serie von Experimenten wurde der Frage nachgegangen, in wieweit die Aktivität des motorischen Kortex durch benachbarte motorische Zentren im Stirnhirns, insbesondere den dorsalen prämotorischen Kortex, beeinflußt wird. Hierbei zeigte sich, daß eine repetitive TMS (rTMS) über dem dorsalem Prämotorkortex die Erregbarkeit des motorischen Kortex und in das Rückenmark absteigender Bahnen stark moduliert und auch einen Einfluß auf die Schnelligkeit von Fingerbewegungen ausübt (Münchau et al., J Neurosci 2002;22:554-61; Münchau et al., Neurology 2002;59:1789-90; Rizzo et al., J Physiol 2004;554.2:483-495; Schlaghecken et al., Clin Neurophysiol 2003;114:1272-7). In Abhängigkeit von den Stimulationsbedingungen konnten dabei sowohl bahnende als auch hemmende Einflüsse aufgezeigt werden.

Eine nachhaltige Modulation des motorischen Kortex gelang durch mehrmalige rTMS-Anwendungen an aufeinander folgenden Tagen. Dies belegte, daß die rTMS einen Methode ist, mit der sich durch kumulative Anwendung länger anhaltende plastische Änderungen im motorischen System erzielen lassen (Bäumer et al., NeuroImage 2003;20:550-60). Diese Ergebnisse im Gehirn Gesunder könnten einen grundlegenden Mechanismus länger anhaltender klinischer Effekte der rTMS bei Patienten mit unterschiedlichen neurologischen und neuropsychiatrischen Erkrankungen darstellen.
 


Schlüsselpublikationen

Münchau A, Bloem BR, Irlbacher K, Trimble MR, Rothwell JC. Functional connectivity of human premotor and motor cortex explored with repetitive transcranial magnetic stimulation. J Neurosci 2002;22:554-61.

Bäumer T, Lange R, Liepert J, Weiller C, Siebner H, Rothwell JC, Münchau A. Repeated premotor rTMS leads to cumulative plastic changes of motor cortex excitability in humans. NeuroImage 2003;20:550-60.

Bäumer T, Bock F, Koch G, Lange R, Rothwell JC, Siebner HR, Münchau A. Magnetic stimulation of human premotor or motor cortex produces interhemispheric facilitation through distinct pathways. J Physiol 2006;572:857-868.

2. Klinische Untersuchungen, Pathophysiologie und Phänotyp-Genotyp-Beziehungen bei Patienten mit Bewegungsstörungen

Gilles de la Tourette-Syndrom

Nach Etablierung der Verhaltensparadigmen im Rahmen des von der Volkswagenstiftung geförderten Projektes und fußend auf den Ergebnissen der fMRT- und MEG-Untersuchungen finden gegenwärtig, unterstützt von der/ Deutschen Forschungsgemeinschaft/ Untersuchungen zur Bewegungsbeobachtung und -ausführung bei Patienten mit Gilles de la Tourette-Syndrom statt. Angesichts eines bei diesen Patienten stark ausgeprägten Echoverhaltens könnte das Tourette-Syndrom somit ein menschliches Modell eines überaktiven bzw. ungehemmten Spiegelneuronsystems sein. Diese Forschungsarbeiten knüpfen an eigene neurophysiologische Experimente und klinische Studien zum Tourette Syndrom an, bei denen der Einfluß einer rTMS über motorischen Hirnregionen auf die Erregbarkeit des motorischen Kortex und klinische Symptome untersucht wurden (Münchau et al., Neurology 2002;59:1789-91; Orth et al., Clin Neurophysiol 2005;116:764-8; Snijders et al., J Neurol Neuropsych Psychiatry 2005 76:1743-4). In einer klinisch-neurophysiologischen Studie ließ sich ein Zusammenhang zwischen der Schwere der Tics und der Hirnerregbarkeit im motorischen Kortex aufzeigen (Orth et al., Biol Psych, im Druck).

Dystonie

Grundlegende Untersuchungen wurden zur Konnektivität zwischen dem somato-sensorischen Kortex und dem motorischen Kortex bei Gesunden und Patienten mit fokaler Dystonie (Schreibkrampf und zervikaler Dystonie) angestellt. Sensible Reize an den Extremitäten beeinflussen nach Verarbeitung im somato-sensorischen Kortex die Erregbarkeit des motorischen Kortex. So führt typischerweise eine elektrische Stimulation am Finger zu einer Hemmung Erregbarkeit im motorischen Kortex. Diese sogenannte afferente Inhibition kann als ein Maß der senso-motorischen Integration gelten. Sie ist bei Gesunden sehr robust und in der sprach-dominanten Hemisphäre stärker ausgeprägt (Helmich et al., Exp Brain Res 2005;67:211-9).

Verglichen mit gesunden Kontrollpersonen war die afferente Inhibition bei Patienten mit Schreibkrampf in Ruhe zwar gleich ausgeprägt, wurde jedoch, anders als bei Gesunden, durch eine 1 Hz rTMS über dem somato-sensorischen Kortex stark abgeschwächt (Bäumer et al., Mov Disord 2007, 22:81-90). Dies spricht für eine pathologische Reagibilität des somato-sensorischen Kortex auf Außenreize bei der fokalen Dystonie, welche eine Voraussetzung der bei diesen Patienten bekannten abnormen Organisation des sensorischen Systems sein könnte.

In enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Neurogenetik (Prof. Dr. Klein) der Universität Lübeck und der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Lerche in der Neurologischen Klinik der Universität Ulm wurden Untersuchungen zur Phänotyp-Genotyp-Beziehungen bei Patienten mit primären fokalen Dystonien, Myoklonus-Dystonie, der sogenannten rapid onset dystonia und paroxysmaler Dystonien vorgenommen (Kock et al., Mov Disord 2004;19:231-4; Hiller et al., Mov Disord 2007;22:145-147; Hedrich et al., Arch Neurol 2006;63:833-8; Brashear et al., Brain 2007;130:828-35; Grünewald et al., Neurogenetics 2007;8:103-9; Grünewald et al., Hum Mutation 2008;29:331-2; Orth et al., Mov Disord 2007;22:2090-6; Weber et al., J Clin Invest, im Druck).

Parkinson-Erkrankung

Neurochemische Untersuchungen bei Gesunden und bislang unbehandelten Patienten mit idiopathischem Morbus Parkinson vor und nach der ersten Gabe von L-Dopa belegten, daß einige der oben dargelegten Interaktionen zwischen motorischen Rindenregionen im Stirnhirn und dem motorischen Kortex dem Einfluß von Dopamin unterliegen (Buhmann et al., Brain 2004;127:2732-2746), was eine Ergänzung zu dem Basalganglien-Regelkreismodell darstellt und dieses Versuchsparadigma für longitudinale Untersuchungen zur Beleuchtung von adaptativen Mechanismen in verschiedenen Stadien des Krankheitsverlaufes bei Parkinson Patienten, aber auch Patienten mit anderen Bewegungsstörungen attraktiv macht.

Mittels TMS wurden kürzlich heterozygote klinisch asymptomatische Träger der /Parkin/-Mutation untersucht, die einer großen Familie entstammen, in der Homozygote zumeist früh Parkinson-Symptome entwickeln. Wenn auch nicht erkrankt, ließ sich bei Heterozygoten dennoch mit nuklearmedizinischen Verfahren ein Dopaminmangel nachweisen. Bei den TMS Messungen zeigte sich bei diesen Probanden eine pathologisch verminderte afferente Inhibition als Ausdruck einer gestörten senso-motorischen Kontrolle (Bäumer et al., Neurology, 2007;69:1976-81). Dies könnte direkt durch den subklinischen Dopaminmangel hervorgerufen worden sein, oder Reorganisationsvorgänge im Gehirn im Gefolge eines Dopaminmangels widerspiegeln.

Durch longitudinale Untersuchungen fortgeschrittener Parkinson-Patienten vor und nach Implantation von Elektroden zur Tiefenhirnstimulation konnte aufgezeigt werden, daß es durch die Implantation des Elektrodensystems per se zu Änderungen der Erregbarkeit im motorischen System kommt (Hidding et al., Mov Disord 2006;21:1471-6).

 

Schlüsselpublikationen

Münchau A, Corna S, Gresty M, Bhatia KP, Palmer JD, Dressler D, Quinn NP, Rothwell JC, Bronstein AM. Abnormal interaction between vestibular and voluntary head control in patients with spasmodic torticollis. Brain 2001;124:47-59.

Münchau A,  Palmer JD, Dressler D, O'Sullivan J, Tsang KL, Jahanshahi M, Quinn NP, Lees AJ,  Bhatia KP. Prospective study of selective peripheral denervation for botulinum-toxin resistant patients with cervical dystonia. Brain 2001;124:769-83.

Münchau A, Schrag A , Chuang C, McKinnan C, Bhatia KP, Quinn NP, Rothwell JC. Arm tremor in cervical dystonia differs from essential tremor and can be classified by onset age and spread of symptoms. Brain 2001;124:1765-76.

Münchau A, Bloem BR, Thilo KV, Trimble MR, Rothwell JC, Robertsen. Repetitive transcranial magnetic stimulation for Tourette syndrome. Neurology 2002;59:1789-90.

Buhmann C, Gorsler A, Bäumer T, Hidding U, Demiralay C, Hinkelmann K, Weiller C,  Siebner HR, Münchau A. Abnormal plasticity of premotor-to-motor connections in de novo Parkinson's disease. Brain 2004;127:2732-2746.

Bäumer T, Demiralay J, Hidding U, Bikmullina R, Helmich R, Wunderlich S, Siebner HR, Liepert J, Münchau A. Modulation of afferent inhibition in patients with writer's cramp by 1 Hz sensory rTMS. Mov Disord 2006;22:81-90.

Hedrich K, Hagenah H, Djarmati A, Hiller A, Lohnau T, Lasek K, Grünewald A, Hilker R, Steinlechner S, Boston H, Kock N, Schneider-Gold C, Kress W, Siebner H, Binkofski F, Lencer R, Münchau A, Klein C. Clinical spectrum of homo- and heterozygous PINK1 mutations in a large German family with Parkinson´s disease: Role of a single hit? Arch Neurol 2006;63:833-838.

Hidding, U, Bäumer, T, Siebner, HR, Demiralay C, Buhmann, C, Hamel W, Münchau A. MEP latency shift after implantation of deep brain stimulation systems in the subthalamic nucleus in patients with advanced Parkinson's disease. /Mov Disord/ 2006 21:1471-6.

Bäumer T, Demiralay J, Hidding U, Bikmullina R, Helmich R, Wunderlich S, Rothwell J, Liepert J, Siebner HR, Münchau A. Abnormal plasticity of the
sensorimotor cortex to slow repetitive transcranial magnetic stimulation in patients with writer's cramp. /Mov Disord /2007;22:81-90.

Hiller A, Hagenah JM, Djarmati A, Hedrich K, Reetz K, Schneider-Gold C, Kress W, Münchau A, Klein C. Phenotypic spectrum of PINK1-associated
parkinsonism in 15 mutation carriers from one family. /Mov Disord/ 2007; 22:145-147.

Zeuner KE, Peller M, Knutzen A, Holler I, Münchau A, Hallett M, Deuschl G, Siebner HR. Handwriting and drawing movements are altered in patients with writer's cramp but show no correlation with clinical rating scales. /Mov Disord/ 2007;22:1102-1109.

Brashear A, Dobyns WB, de Carvalho Aguiar P, Borg M, Frijns CJM, Gollamudi S, Green A, Guimaraes J, Haake BC, Klein C, Linazasoro G, Münchau A, Raymond D, Riley D, Tijssen MAJ, Zaremba J, Bressman SB, Ozelius LJ. The Phenotypic Spectrum of Rapid-Onset Dystonia-Parkinsonism (RDP) Associated With Mutations In The /ATP1A3/ Gene. /Brain/ 2007;130:828-35.

Grünewald A, Breedveld GJ, Hedrich K, Rohé CF, König IR, Hagenah J, Vanacore N, Meco G, Antonini A, Goldwurm S, Lesage S, Dürr A, Binkofski F, Siebner HR, Münchau A, Brice A, Oostra B, Klein C, Bonifati V, Biological effects of the PINK1 c.1366C>T mutation: Implications in Parkinson disease pathogenesis. /Neurogenetics/ 2007;8:103-9.

Bäumer T, Pramstaller PP, Schippling S, Hagenah J, Peller M, Siebner HR, Gerloff C, Klein C, Münchau A. Sensorimotor integration is abnormal in
asymptomatic Parkinmutation carriers - a TMS study. /Neurology/ 2007;69:1976-81.

Orth M, Djarmati A, Bäumer T, Winkler S, Grünewald A, Lohmann-Hedrich K, Kabakci K, Hagenah J, Klein C, Münchau A. Autosomal dominant myoclonus-dystonia and Tourette syndrome in a family without linkage to the SGCE gene. /Mov Disord/ 2007;22:2090-6.

Grünewald A, Djarmati A, Lohmann-Hedrich K, Farrell K, Zeller JA, Allert N, Papengut F, Petersen B, Fung V, Sue C, O'Sullivan D, Mahant N, Kupsch A, Chuang RS, Wiegers K, Pawlack H, Hagenah J, Ozelius LJ, Stephani U, Schuit R, Lang AE, Volkmann J, Münchau A, Klein C. Myoclonus-dystonia: significance of large SGCE deletions. /Hum Mutation/ 2008;29:331-2.

Seibler P, Djarmati A, Langpap B, Hagenah J, Schmidt A, Brüggemann N, Siebner HR, Jabusch H-C, Altenmüller E, *Münchau A*, Lohmann K, Klein C. MDA heterozygous frameshift mutation in the PRKRA (DYT16) gene associated with generalized dystonia in a German patient. /Lancet Neurology/ 2008;7:380-1.

Orth M, Münchau A, Rothwell JC. Cortico-spinal system excitability at rest is associated with tic severity in Tourette syndrome. /Biol Psych/ (im Druck).

Moll CKE, Hamel W, Ostertag CB, Müller D, Engel AK, Münchau A. Subthalamotomy in cervical dystonia: a case study of lesion location and clinical outcome. /Mov Disord/ (im Druck)

Weber YG, Storch A, Wuttke TV, Brockmann K, Kempfle J, Maljevic S, Margari L, Kamm C, Schneider SA, Huber SM, Pekrun A, Roebling R, Seebohm G, Koka S, Lang C, Kraft E, Blazevic D, Salvo-Vargas A, Fauler M, Mottaghy FM, Münchau A, Edwards MJ, Presicci A, Margari F, Gasser T, Lang F, Bhatia KP, Lehmann-Horn F, Lerche H. GLUT1 mutations are a cause of paroxysmal exertion-induced dyskinesias and a cation leak of this glucose transporter is linked to hemolytic anemia. /J Clin Invest/ (im Druck).


3. Mechanismen/Grundlagen der Bewegungsbeobachtung

In dem von der /Volkswagenstiftung/ finanzierten Projekt "Multimodal investigations of functional interactions and plasticity in the neuronal
network linking action observation and execution: a combined functional MRI, MEG and TMS approach" verfolgt die Arbeitsgruppe einen multimodalen
Ansatz, der Verhaltensstudien, fMRT-, MEG- und TMS-Untersuchungen einschließt. Es wird der Frage nachgegangen, zu welchen
Verhaltenseffekten die Beobachtung bzw. Ausführung einer beobachteten Bewegung führen und welche Hirnregionen hierbei aktiviert werden.
Ergebnisse dieser Experimente, die in Zusammenarbeit mit der MEG-Arbeitgsgruppe von Prof. Dr. Schnitzler in der
Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, erfolgen, legen nahe, daß Bewegungsbeobachtungen kurzfristig zu einer spezifischen Bahnung
derselben Bewegung beim Betrachter führt. Wird allerdings die Bewegung nicht unmittelbar ausgeführt, wird sie aktiv unterdrückt (Jonas et al.,
/Exp Brain Res /2007,177(2):255-65; Biermann-Ruben et al., /Brain Cognition/, im Druck). Hirnareale, in denen diese Effekte vermittelt
werden, liegen vornehmlich im Stirnhirn (dorsaler und ventraler Prämotorkortex) und Schläfenhirn (superior-temporaler
Kortex)(Biermann-Ruben et al., /Eur J Neurosci/, im Druck; Kessler et al., /Neuroimage /2006;33:227-38), beides Schaltstellen im menschlichen
Spiegelneuronsystem. Allerdings ließ sich auch zeigen, daß eine Aktivierung des Spiegelneuronsystems kritisch vom Verhaltenskontext
abhängt und nicht automatisch durch Bewegungsbeobachtung zu erzielen ist (Jonas et al., /Neuroimage/ 36(Suppl 2):T44-53).

Schlüsselpublikationen

Kessler K, Biermann-Ruben K, Jonas M, Siebner HR, Bäumer T, Münchau A, Schnitzler A. Investigating the human mirror neuron system by means of cortical synchronization during the imitation of biological movements. NeuroImage 2006;33:227-38. 

Jonas M, Biermann-Ruben K, Kessler K, Lange R, Bäumer T, Siebner HR, Schnitzler A, Münchau A. Observation of a finger or an object movement primes imitative responses differentially. /Exp Brain Res/ 2007;177:255-65.

Jonas M, Siebner HR, Biermann-Ruben K, Kessler K, Bäumer T, Büchel C, Schnitzler A, Münchau A. Do simple intransitive finger movements consistently activate fronto-parietal mirror neuron areas in humans? /NeuroImage /2007;36(Suppl 2):T44-53.

Biermann-Ruben K, Kessler K, Jonas M, Siebner HR, Bäumer T, Münchau A, Schnitzler A. Right hemisphere contributions to imitation tasks. /Eur J Neurosci/ 2008;27:1843-1855.

Biermann-Ruben K, Jonas M, Keßler K, Siebner HR, Bäumer T, Schnitzler A, Münchau A. Observing repetitive finger movements modulates response times of auditorily cued finger movements. /Brain Cognition/ (im Druck).


 

Publikationen

2008

Grünewald A, Djarmati A, Lohmann-Hedrich K, Farrell K, Zeller JA, Allert N, Papengut F, Petersen B, Fung V, Sue C, O'Sullivan D, Mahant N, Kupsch A, Chuang RS, Wiegers K, Pawlack H, Hagenah J, Ozelius LJ, Stephani U, Schuit R, Lang AE, Volkmann J, Münchau A, Klein C. Myoclonus-dystonia: significance of large SGCE deletions. /Hum Mutation/ 2008;29:331-2.

Biermann-Ruben K, Kessler K, Jonas M, Siebner HR, Bäumer T, Münchau A, Schnitzler A.Right hemisphere contributions to imitation tasks. /Eur J Neurosci/ 2008;27:1843-1855.

Boros K, Poreisz C, Münchau A, Paulus W, Nitsche MA. Remote effects of premotor transcranial direct current stimulation (tDCS) on primary motor
excitability in humans/Eur J Neurosci/ 2008;27:1292-1300.

Seibler P, Djarmati A, Langpap B, Hagenah J, Schmidt A, Brüggemann N, Siebner HR, Jabusch H-C, Altenmüller E, Münchau A, Lohmann K, Klein C. MDA heterozygous frameshift mutation in the PRKRA (DYT16) gene associated with generalized dystonia in a German patient. /Lancet Neurology/ 2008;7:380-1.

Klöppel S, Bäumer T, Kroeger J, Koch MA, Büchel C, Münchau A, Siebner HR. The cortical motor threshold reflects microstructural properties of
cerebral white matter./NeuroImage/ 2008;40:1782-91.

Koch G, Schneider S, Bäumer T, Franca M, Münchau A, Cheeran B, Fernandez Del Olmo M, Cordivari C, Rounis E, Caltagirone C, Bhatia K, Rothwell JC. Altered dorsal premotor-motor interhemispheric pathway activity in focal arm dystonia. /Mov Disord/ 2008;;23:660-8.

Orth M, Münchau A, Rothwell JC. Cortico-spinal system excitability at rest is associated with tic severity in Tourette syndrome. /Biol Psych/ (im Druck).

Moll CKE, Hamel W, Ostertag CB, Müller D, Engel AK, *Münchau A*. Subthalamotomy in cervical dystonia: a case study of lesion location and clinical outcome. /Mov Disord/ (im Druck)

Schippling S, Beisiegel U, Rosenkranz T, Vogel P, Orth M, Münchau A, Hagel C, Seedorf U. A novel /ABCA1/ gene mutation leads to the most severe manifestation of Tangier disease. /Neurology /(im Druck).

Biermann-Ruben K, Jonas M, Keßler K, Siebner HR, Bäumer T, Schnitzler A, Münchau A. Observing repetitive finger movements modulates response times of auditorily cued finger movements. /Brain Cognition/ (im Druck).

Weber YG, Storch A, Wuttke TV, Brockmann K, Kempfle J, Maljevic S, Margari L,Kamm C, Schneider SA, Huber SM, Pekrun A, Roebling R, Seebohm G, Koka S, Lang C, Kraft E, Blazevic D, Salvo-Vargas A, Fauler M, Mottaghy FM, Münchau A, Edwards MJ, Presicci A, Margari F, Gasser T, Lang F, Bhatia KP, Lehmann-Horn F, Lerche H. GLUT1 mutations are a cause of paroxysmal exertion-induced dyskinesias and a cation leak of this glucose transporter is linked to hemolytic anemia. /J Clin Invest/ (im Druck).


2007

Bäumer T, Demiralay J, Hidding U, Bikmullina R, Helmich R, Wunderlich S, Rothwell J, Liepert J, Siebner HR, Münchau A. Abnormal plasticity of the
sensorimotor cortex to slow repetitive transcranial magnetic stimulation in patients with writer's cramp. /Mov Disord /2007;22:81-90.

Hiller A, Hagenah JM, Djarmati A, Hedrich K, Reetz K, Schneider-Gold C, Kress W, Münchau A, Klein C. Phenotypic spectrum of PINK1-associated
parkinsonism in 15 mutation carriers from one family. /Mov Disord/ 2007; 22:145-147.

Klöppel S, v. Eimeren T, Glauche V, Vongerichten A, Münchau A, Frackowiak RS, Büchel C, Weiller C, Siebner HR. The effect of handedness
on cortical motor activation during simple bilateral movements. /NeuroImage/ 2007;34:274-80.

Lewerenz J, Ding X-Q, Matschke J, Schnabel C Emami P, von Borczyskowski D, Buchert R, de Wit M, Münchau A. Dementia and ukoencephalopathy due to lymphomatosis cerebri - Report of two cases./ J Neurol Neurosurg Psychiatry/ 2007;78:777-8.

Jonas M, Biermann-Ruben K, Kessler K, Lange R, Bäumer T, Siebner HR, Schnitzler A, Münchau A. Observation of a finger or an object movement primes imitative responsesdifferentially. /Exp Brain Res/ 2007;177:255-65.

Zeuner KE, Peller M, Knutzen A, Holler I, Münchau A, Hallett M, Deuschl G, Siebner HR. Handwriting and drawing movements are altered in patients withwriter's cramp but show no correlation with clinical rating scales./Mov Disord/ 2007;22:1102-1109.

Brashear A, Dobyns WB, de Carvalho Aguiar P, Borg M, Frijns CJM, Gollamudi S, Green A, Guimaraes J, Haake BC, Klein C, Linazasoro G, Münchau A, Raymond D, Riley D, Tijssen MAJ, Zaremba J, Bressman SB, Ozelius LJ. The Phenotypic Spectrum of Rapid-Onset Dystonia-Parkinsonism (RDP) Associated With Mutations In The /ATP1A3/ Gene. /Brain/ 2007;130:828-35.

Grünewald A, Breedveld GJ, Hedrich K, Rohé CF, König IR, Hagenah J, Vanacore N, Meco G, Antonini A, Goldwurm S, Lesage S, Dürr A, Binkofski F, Siebner HR, Münchau A, Brice A, Oostra B, Klein C, Bonifati V, Biological effects of the PINK1 c.1366C>T mutation: Implications in Parkinson disease pathogenesis. /Neurogenetics/ 2007;8:103-9.

Bäumer T, Dammann E, Bock F, Klöppel S, Siebner H, Münchau A. Laterality of interhemispheric inhibition depends on handedness. /Exp Brain Res/
2007;180:195-203.

Jonas M, Siebner HR, Biermann-Ruben K, Kessler K, Bäumer T, Büchel C, Schnitzler A, Münchau A. Do simple intransitive finger movements consistently activate fronto-parietal mirror neuron areas in humans? /NeuroImage /2007;36(Suppl 2):T44-53.

Bäumer T, Pramstaller PP, Schippling S, Hagenah J, Peller M, Siebner HR, Gerloff C, Klein C, Münchau A. Sensorimotor integration is abnormal in
asymptomatic Parkinmutation carriers - a TMS study. /Neurology/ 2007;69:1976-81.

Orth M, Djarmati A, Bäumer T, Winkler S, Grünewald A, Lohmann-Hedrich K, Kabakci K, Hagenah J, Klein C, Münchau A. Autosomal dominant myoclonus-dystonia and Tourette syndrome in a family without linkage to the SGCE gene. /Mov Disord/ 2007;22:2090-6.


2006

van Eimeren T, Wolbers T, Münchau A, Büchel C, Weiller C, Siebner HR. Implementation of visuospatial cues in response selection. NeuroImage 2006;29:286-94.

Hedrich K, Hagenah H, Djarmati A, Hiller A, Lohnau T, Lasek K, Grünewald A, Hilker R, Steinlechner S, Boston H, Kock N, Schneider-Gold C, Kress W, Siebner H, Binkofski F, Lencer R, Münchau A, Klein C. Clinical spectrum of homo- and heterozygous PINK1 mutations in a large German family with Parkinson´s disease: Role of a single hit? Arch Neurol 2006;63:833-838.

Bäumer T, Bock F, Koch G, Lange R, Rothwell JC, Siebner HR, Münchau A. Magnetic stimulation of human premotor or motor cortex produces interhemispheric facilitation through distinct pathways. J Physiol 2006;572:857-868.

Leypoldt F, Eichhorn P, Saager C, Münchau A, Lewerenz J. Successful immunosuppressive  treatment and long term follow-up of anti-Ri associated paraneoplastic myelitis. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2006;77:1199-1200.

Hidding, U, Bäumer, T, Siebner, HR, Demiralay C, Buhmann, C, Hamel W, Münchau A. MEP latency shift after implantation of deep brain stimulation systems in the subthalamic nucleus in patients with advanced Parkinson's disease. Mov Disord 2006 21:1471-6.

Peller M, Zeuner KE, Münchau A, Quartarone A, Weiß M, Knutzen A, Hallett M, Deuschl G, Siebner HR. The basal ganglia are overactive during the discrimination of tactile stimuli in writer's cramp. Brain 2006;129:2697-708.

Kessler K, Biermann-Ruben K, Jonas M, Siebner HR, Bäumer T, Münchau A, Schnitzler A. Investigating the human mirror neuron system by means of cortical synchronization during the imitation of biological movements. NeuroImage 2006;33:227-38. 

Bäumer T, Demiralay J, Hidding U, Bikmullina R, Helmich R, Wunderlich S, Siebner HR, Liepert J, Münchau A. Modulation of afferent inhibition in patients with writer's cramp by 1 Hz sensory rTMS. Mov Disord 2006;22:81-90.

2005

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Übersichtsarbeiten - invited reviews

Münchau A, Bhatia KP. Uses of botulinum toxin injection in medicine today. Br Med J  2000;320:161-5.

Münchau A, Bhatia KP. Pharmacological treatment of Parkinson's disease. Postgrad Med J  2000;76:602-10.

Helmich RCG, Bakker M, Siebner HR, Münchau A, Bloem BR. Repetitive transcranial  magnetic stimulation to improve mood and motor function in Parkinson's disease. J Neurol Sci 2006;248:84-96.


Buchbeiträge

Münchau A, Valente EM. Primäre kranio-zervikale Torsionsdystonie: 2 Familienstudien. In: Siegenthaler W, Haas,R (Hrsg.). Forschung und Klinik an der Schwelle zum 3.
Jahrtausend. Publikationen der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung, Band 9. Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag, 2000.

Münchau A, Bronstein AM. Vestibulo-spinal neurophysiology in spasmodic torticollis. Adv Clin Neurophysiol 2002 (Suppl 54):503-510.

Bäumer, T, Rothwell, JC, Münchau, A. Functional connectivity of the human premotor and motor cortex explored with TMS Clin Neurophysiol 2003;56:160-9.

Münchau A. Bewegungsstörungen bei Kindern. In: Ceballos-Baumann A, Conrad B (Hrsg.) Bewegungsstörungen in der Neurologie. Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag, 2005.

Münchau A, Bhatia KP, Schneider SA. Pharmacological treatment of Parkinson's disease. In: Morris H, Cook GC, Mayberry. Neurology Update. Reviews for continuing professional development. Oxford Seattle: Radcliff Publishing, 2005, 197-213.

Bäumer T, Münchau A. Zerebrale Konnektivität. In: Ziemann U, Siebner HR (Hrsg.). Das TMS Buch. Heidelberg: Springer Verlag (im Druck).


Editorials; Kommentare

Münchau A, Bronstein AM. The role of the vestibular system in the pathophysiology of spasmodic torticollis (Editorial). J Neurol Neurosurg Psychiatry 2001;71:285-8.

Bloem BR, Münchau A, Siebner HR. Transcranial magnetic stimulation: deep brain impact (Editorial). Lancet Neurology Network 2002;4(5):1.

Münchau A, Bloem BR, Siebner HR. Vitamins for unwanted movements (Editorial). Lancet Neurology Network 2002;4(6):5.

 

 

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Letzte Änderung: Jeannette Hoffmann, 01.03.2009