Labor für funktionelle Bildgebung und Neurostimulation / Brain Imaging and NeuroStimulation lab (BINS)
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Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der neuronalen Kontrolle von Sensomotorik im menschlichen Gehirn. Unser Ziel ist es, die Mechanismen neuroplastischer Anpassungsvorgänge zu verstehen. Diese bilden die Grundlage für sensomotorisches Lernen, kontextgerechte Auswahl von Aktionen und die Erholung nach zerebralen Läsionen (z.B. Schlaganfall).
Unsere Hauptkompetenz liegt in der elektrophysiologischen und bildmorphologischen Darstellung physiologischer und pathologischer zerebraler Funktionen. Zur Messung von Hirnaktivität bei Patienten und gesunden Versuchspersonen wird ein multimodaler Ansatz moderner Imaging-Verfahren angewandt:
- Multi-Kanal-EEG
- Ganzkopf - MEG
- neuronavigierte transkranielle Magnetstimulation (TMS)
- funktionelle Kernspintomographie (fMRT)
- transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS)
Klinische Schwerpunkte der Arbeitsgruppe sind sensomotorische Defizite nach Schlaganfall und bei Bewegungsstörungen. Bei Schlaganfallpatienten werden (1) die Mechanismen, die der Erholung sensomotorischer Funktionen nach Hirnläsionen zugrunde liegen und (2) Interventionen, die zur funktionellen Erholung dieser Defizite beitragen, systematisch bearbeitet. Weitere Projekte untersuchen die Pathophysiologie von Dystonie und Restless-Legs-Syndrom.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Verständnis fehlgerichteter ("maladaptiver") Neuroplastizität. Krankheiten, bei denen dieses Konzept als wichtiger pathogenetischer Faktor diskutiert wird, sind Dystonie, Tourette-Syndrom, Phantomschmerz und Tinnitus ("akustische Phantomwahrnehmung"). Hier werden mögliche elektrophysiologische Prädiktoren und das therapeutische Potential nichtinvasiver Hirnstimulation getestet.