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POL-Unterricht (Problemorientiertes Lernen)

Problemorientiertes Lernen (POL) ist eine studentenzentrierte Lernform. Diese Lehrmethode sieht vor, dass Studenten unter ausdrücklicher Berücksichtigung ihres Vorwissens anhand aufbereiteter Anamnesen (paper cases) Lernziele formulieren, welche sie zur "Lösung", d.h. zum Verständnis des vorliegenden Falles und des damit abgedeckten Stoffgebietes führen. Die Theorie des POL geht davon aus, dass Lerninhalte so effektiver verstanden, erinnert und angewendet werden können.

In einer POL-Gruppe gibt es einen Tutor, einen Diskussionsleiter, einen Schriftführer und die Diskutanten.

Der Tutor soll keine Fakten vermitteln, sondern den Gruppenprozess strukturieren. Er soll erst dann durch gezielte Sachfragen eingreifen, wenn der Eindruck eines mangelnden Tiefgangs oder eine ungünstige Richtung des Lernprozesses entsteht und Ungleichgewichte in der Gruppe entstehen.

Der Diskussionsleiter (ein Student) begleitet die Gruppe durch die 7 u.g. Schritte. Er achtet a) auf die Zeit, b) darauf, dass der Schriftführer die Punkte notieren kann  und c) sorgt dafür, dass alle Diskutanten die Chance haben, an der Diskussion zu partizipieren.

Der Schriftführer notiert für alle lesbar die Punkte der Schritte 1-5 und listet die Lernziele beim nächsten Treffen auf.

Um den Unterricht interaktiver zu gestalten, wird zu Beginn der jeweiligen Unterrichtseinheit nicht der ganze Fall ausgehändigt, sondern erst am Ende. Es werden nur von den Diskutanten erwünschte Untersuchungsbefunde vorgelegt. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass natürlich nur Untersuchungsergebnisse vorgelegt werden können, die in diesem Zusammenhang sinnvoll sind.

Die Schritte nach Lesen der Anamnese:

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Letzte Änderung: Dr. Michael Rosenkranz, 03.10.2006